Willkommen in Ghana

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Offizieller Name: Republic of Ghana
Hauptstadt: Accra
Fläche: 238.533 km²
Landesnatur: Küstentiefland, anschließend Ashantihochland, nach N u. NO in Mittelgebirge übergehend, im Zentrum Voltabecken (Stausee)
Klima: Tropisch-feuchtheiß
Hauptflüsse: Weißer Volta, Schwarzer Volta, Oti
Höchster Punkt: Ashantihochland 884 m
Regierungsform: Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident
Verwaltung: 10 Regionen (Ashanti, Brong-Ahafo, Central, Eastern, Greater Accra, Northern, Upper East, Upper West, Volta, Western)
Parlament: Parlament mit 200 für 4 Jahre gewählten Mitgliedern
Nationalfeiertag: 6. März
Einwohner(Ew.): 19.678.000 (1999); 23.382.848 (geschätzt Juli 2008)
Bevölkerungsdichte: 83 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 38 % (1999)
Bevölkerung unter 15 Jahren: 44 % (1999)
Analphabetenquote: 29% (1999)
Sprache: Englisch, Kwa- und Gur-Sprachen; Ful, Nzima
Religion: Christen 69% (Katholiken 11,1%), Moslems 15,6 %, 6,9% Anhänger indigener Religionen
Importgüter: Erdöl u. -produkte, Maschinen, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Eisen, Stahl, Zement, Konsumgüter aller Art
Exportgüter: Kakao, Gold, Holz, Erdölerzeugnisse, Bauxit, Manganerz


Geschichte

Das sagenhafte "Goldreich Ghana", das zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert am mittleren Niger bestand, hat weder geographisch noch politisch, ethnisch oder kulturell etwas mit der heutigen Republik Ghana zu tun.

Vom Großreich zur Kolonie
Vom 12. bis 14. Jahrhundert gehörten weite Teile des nördlichen Ghana zu dem machtvollen Großreich von Mamprussi, Mosse und Dagomba.
Ihr Reichtum entsprang dem Handel mit Gold und Kolanüssen quer durch die Sahara bis zur Mittelmeerküste.
Das bekannteste Königreich war jedoch das Ashanti-Reich - ein Zusammenschluß der Akan-Völker -, das Ende des 17. Jahrhunderts im Landesinneren, in der zentralen Waldregion, entstand. Die "Asantihene", die Könige der Ashanti, herrschten von Kumasi aus über ein Reich, das weit über die Grenzen des heutigen Ghana reicht. Sie bestimmten zum Großteil den Gold- und Sklavenhandel mit den Europäern, allen voran Portugiesen, Holländer und Briten, die seit Ende des 15. Jahrhunderts an der "Goldküste" Stützpunkte und Handelsniederlassungen errichtet hatten. Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Briten den Sklavenhandel aufhoben und auf der Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten immer weiter ins Landesinnere vordrangen, schlug die einst profitable Zusammenarbeit mit den Ashanti in Feindselikeit um.

Im Verlauf der mehrere Jahrzenhnte währenden "Ashanti-Kriege" verdrängten die Briten alle anderen Europäer, schlossen Schutzverträge mit den Fanti-Küstenstaaten und erkläten die Küstenregion 1874 zur britischen Kronkolonie.
Rund zwanzig Jahre später wurde auch die Nordregion zum Protektorat erklärt. Den Widerstand der Ashanti konnten die Briten erst 1901 durch brutale Unterdrückung und Vertreibung des Asantihene brechen, ihre Entschlossenheit zu Eigenständigkeit jedoch nicht.
Aus Sorge vor neuen kriegerischen Auseinanderstzungen gewährte Großbritannien dem Ashantiherrscher 1935 beschränktes Hoheitsrecht und legalisierte die Wiederherstellung der "Ashanti-Konförderation". So bestand die britische Besitzung zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus drei Gebieten mit höchst unterschiedlichem Status: dem "Nördlichen Protektorat", der "Ashanti-Konföderation" und der Kronkolonie im Süden.

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Der Staat

Ghanas Unabhängigkeit von Großbritannien wurde am 6. März 1957 besiegelt.
1946 bekam Ghana eine neue Kolonialverfassung, in der ihnen mehr Rechte zur Selbstverwaltung gewährt wurde. Aber die Opposition wuchs, die eine völlige Unabhängigkeit wollte.
1947 entstand unter Joseph B. Danquah (1895-1965) die erste nationale, im wesentlichen von der kleinen Schicht der Besitz- und Bildungsbürger getragene Sammelbewegung, die "United Gold Coast Convention" (UGCC), von der sich zwei Jahre später die unter Kwame Nkrumah gegründete "Connvention People's Party" (CPP) abspaltete.

Kwame Nkrumah, ein charismatischer Führer und begnadeter Redner, vermochte die Unzufriedenen, die gewerkschaftlich organisierten Hafen- und Minenarbeiter, die arbeitslosen Schulabgänger, die hoffnungslosen Intellektuellen und die oppositionellen Bauern auf seine Seite zu bringen. Sein Programm war einfach und klar verständlich: sofortige Selbstregierung, soziale Gerechtigkeit, Zerschlagung der alten feudalen Herrschaftsordnung der "chiefs" und Gewinnung von Selbstvertrauen aus der Wahrung der schwarzafrikanischen Tradition.
Dieses populistische Programm entfachte eine Massenbewegung, die Nkrumah zunächst zum Ministerpräsidenten machte und ihm erlaubte, Ghana 1957 als erstes schwarzafrikanisches Land in die Unabhängigkeit zu führen.

Kwame Nkrumah der erste Premier, führte Ghana mit diktatorisch-sozialistischen Kurs in den Ruin.
Seine diversen Nachfolger regierten nicht besser.
1979 putschte Fliegerleutnant Jerry Rawlings, ließ 3 ehemalige Diktatoren hinrichten, korrupte Offiziere und Beamte enteignen und einsperren.

1981 griff Rawlings erneut durch: der demokratisch gewählte Premier musste gehen, die Verfassung von 1979 wurde außer Kraft gesetzt, das Parlament aufgelöst und die Parteien verboten. Zugleich räumte Rawlings in Wirtschaft und Verwaltung auf.
Doch die Revolutionsregierung des "Provisorischen Nationalen Verteidigungsrates" (PNDC) hatte mit großen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Ghanas Anlehnung an die Staaten des sozialistischen Lagers verunsicherte westliche Geldgeber, und internationale Banken stellten ihre finanziellen Hilfen ein.
Aus dieser Not heraus warf Rawlings ab Mitte der 1980er Jahre das Ruder wirtschaftlich völlig herum, leitete eine Normalisierung der Beziehungen zu den konservativen afrikanischen Nachbarstaaten sowie zum Westen ein und unterwarf sich dem Diktat des Internationalen Währungsfonds.

Entsprechend dem von ihm entwickelten Sanierungsprogramm wurden in Ghana seit 1983 gemäß der Forderung "Abbau des Staats" Zehntausende von Mitarbeitern aus Staat und Verwaltung entlassen, staatliche Unternehmen privatisiert oder geschlossen, Subventionen gestrichen, Importbeschränkungen aufgehoben und die landeseigene Währung abgewertet.
Als Gegenleistung wurden Ghana nicht nur Schulden erlassen, sondern seither großzügige Kredite für Infrastruktur gewährt. Bis heute haben sich erste zaghafte Erfolge eingestellt. Für die meisten Ghanaer bedeutete das "Strukturelle Anpassungsprogramm" jedoch erst einmal eine Verschlechterung ihres Lebensstandards, Einbußen des Realeinkommens oder Arbeitslosigkeit.
Angesichts anhaltend niedriger Rohstoffpreise und der wachsenden sozialen Gegensätze ist es verständlich, dass die "Erfolge" der vor allem im Ausland gepriesenen Anpassungspolitik von Rawlings selbst als "enttäuschend" bezeichnet wurden.
Trotzdem muss das Land, das seit 1993 eine demokratische Verfassung hat, auch unter dem im Dezember 2000 gewählten neuen Präsident John Agyekum Kufuor den eingeschlagenen Weg weitergehen.

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Die Bevölkerung

Vielfalt der Völker
Die Staatsgrenzen Ghanas sind kolonialen Ursprungs und verlaufen vielfach durch Siedlungsgebiete der sowohl in Ghana als auch in den Nachbarstaaten ansässigen ethnisch-kulturellen Gruppen. Genaue Angaben über die ethnische Zusammensetzung werden in den letzten Jahren von Regierungsseite nicht mehr erstellt, um damit die bestehenden Stammesunterschiede zugunsten eines "Nationalbewusstseins" zu überwinden. Doch die mehr als 70 Sprachen und Dialekte deuten ungefähr die Zahl der Stammesverbände an.
Entsprechend der naturräumlichen Gliederung ist die Bevölkerung in Ghana ungleichmäßig verteilt und nimmt in Verbindung mit einer starken Binnenwanderung von Norden nach Süden stark zu. In den Savannen des Nordens leben überwiegend Mole-Dagbane.
Die in der südlichen Mitte des Landes siedelnden Akan-Völker, mit rund 50% der Einwohner die größte Bevölkerungsgruppe, drangen vermutlich seit dem 12. Jahrhundert aus dem Norden nach Ghana ein. Die Ashanti sind das wirtschaftlich führende Volk. Sie beherrschen den Kakaoanbau und die Goldförderung und stellen die bedeutsame Gruppe der im Ausland ausgebildeten Fachleute.

Elektroschrott für Ghana

In Accra liegt der größte Friedhof für Rechner und Monitore in Afrika. Kinder und Jugendliche suchen den Müll nach Verwertbaren ab - und vergiften sich dabei. »[...] Der größte Elektroschrottplatz des westafrikanischen Lands ist eine gigantische Giftmüllhalde, eine, in der sich Konzentrationen von Blei, Kadmium, Barium, Quecksilber, Chrom, Arsen, Beryllium, bromhaltigen Flammschutzmitteln und anderer Giftstoffe wie polychlorierten Biphenylen oder Chlorbenzol finden lassen, die bis zu 100-fach die Normalwerte übersteigen.
Wie viele Kinder und Jugendliche schon erkrankt oder gestorben sind, weiß kein Mensch. Sicher aber ist, dass es diesen Ort nicht gäbe, wenn Exporteure in Europa und Amerika ihren giftigen Computerschrott nicht nach Ghana schicken würden.[...]«
Zitiert aus: www.sueddeutsche.de, Im Höllenfeuer der Hightech-Welt, 17.09.2008

Die an der Küste siedelnden, ebenfalls zur Ashanti-Sprachgruppe gehörenden Fanti, die im Grenzbereich zu Togo lebenden Ewe sowie die Ga-Adanbge beiderseits des Volta-Flusses im Süden und Südosten Ghanas haben durch ihre jahrhundertelange Berührung mit den Europäern und dem städtischen Leben viele traditionelle Stammesbindungen verloren. Heute leben über 10% der Bevölkerung Ghanas im Bereich der Doppelstadt Accra-Tema. Accra ist Sitz von Regierung und Verwaltung, Tema ist wichtigste Hafen- und Industriestadt. Schnell wachsen auch die Küstenstädte Sekondi-Takoradi, Cape Coast, Winneba und Axim.

Wanderungsland Ghana
Die wirtschaftliche Prosperität hat Ghana zu einem Zentrum westafrikanischer Migration werden lassen. Einerseits kamen Menschen aus den armen Sahelstaaten, um auf den Plantagen, im Bergbau oder in den Städten Beschäftigung zu finden, andererseits wanderten bis Anfang der 1980er Jahre weit über eine Million vor allem junger Menschen aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten in das "Wirtschaftswunderland" Côte D'Ivoire und das Erdölland Nigeria aus. Von dort wurden sie jedoch in zwei Schüben 1983 und 1985 in die hungernde Heimat rückverwiesen und dort - wenn auch auf niedrigstem Lebensniveau - beachtlich rasch reintegriert.
Zehntausende von Ghanaern - sowohl Ärzte und Ingenieure wie auch Wissenschaftler - haben ihr Land jedoch für immer verlassen und ersuchen in Großbritannien, den USA, Kanada oder Deutschland um Asyl.

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Ein Lebenstraum wird wahr...

Bauer Lindner aus dem havelländischen Dorf Lietzow (Nauen) ist mit seinen selbsthergestellten Wurst- und Käsesorten ein Begriff in Berlin. Seit 30 Jahren bietet er seine biologisch wertvollen Produkte auf dem Markt am Winterfeldplatz an.



Nach diesen vielen Jahren des Marktgeschäfts hat Bauer Lindner nun seinen Kindheitstraum von Afrika verwirklicht.
Der Dokumentarfilm "Bauer Lindners Traum" (Premiere war am 6. Februar 2011 im Berliner Kino Filmkunst 66) erzählt die »[...] bewegende Lebensgeschichte von der Idee eines Hilfsprojektes für Ghana bis hin zur Verwirklichung und Durchführung. [...]«
Dieser Lebenstraum hat sich soweit entwickelt, »[...] dass ein Hilfsverein – die EMUA-Hilfe e.V – gegründet wurde und mit Hilfe von Sponsoren wie WMF und der LiquiNUX Software GmbH immer mehr Menschen für dieses Projekt begeistert werden. [...]«
Seit Januar 2011 ist die Gründung einer "Demokratischen Schule" in Planung.

Zitiert aus: www.bauerlindner.de, „Bauer Lindners Traum“

Weitere Infos siehe:
www.bauerlindner.de
www.emua-hilfe.de

Entwicklungen

2008/2009

»[...] Das Land stand im Zeichen der fünften Parlaments- und Präsidentschaftswahlen seit Überwindung der Militärherrschaft. Angesichts wachsender Unzufriedenheit in der breiten Bevölkerung, die bisher nur wenig vom Wirtschaftsaufschwung unter der Regierung John Agyekum Kufuor profitierte, galt die Abstimmung als Prüfstein für die Demokratie. Dementsprechend wurde die weitgehend friedliche und transparente, jedoch auf einem äußerst knappen Stimmenvorsprung beruhende Machtübergabe an die Opposition weltweit begrüßt. Präsident Kufuor konnte nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl antreten. [...]

Parlaments- und Präsidentschaftswahlen: Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am 7.12.2008 lag zunächst der Kandidat der regierenden New Patriotic Party (NPP) Nana Akufo-Addo mit 49,13 % der Stimmen vor dem Kandidaten des oppositionellen National Democratic Congress (NDC) John Atta Mills, (...) mit 47,92%. In der Stichwahl vom 28.12. setzte sich Mills, der bereits zum dritten Mal als Präsidentschaftskandidat antrat, mit 50,23% gegen Akufo-Addo durch. [...] Bei seiner Vereidigung am 7.1.2009 versprach der 64-jährige Jurist Mills, der als enger Vertrauter des umstrittenen früheren Staatspräsidenten Jerry Rawlings gilt, unter dessen Präsidentschaft er 1997-2001 Vizepräsident war, Wirtschaftsreformen sowie eine umfassende Reform des Bildungssystems, die auf eine Teilhabe der breiten Bevölkerung am Wohlstand abzielen. [...]

Wirtschaft: Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise machte sich in Ghana vor allem durch einen Rückgang ausländischer Investitionen bemerkbar. Die nationale Handelskammer, Ghana National Chamber of Commerce and Industry (GNCCI), kündigte daher die Gründung einer eigenen Bank für Klein- und Mittelbetriebe an. Die ghanaische Zentralbank revidierte ihre Wachstumsprognosen für 2009 leicht nach unten und rechnete mit einem Zuwachs des BIP von 5 bis 6 %. In den letzten drei Jahren hatte das Wachstum jeweils deutlich über 6 % gelegen. Große Hoffnungen wurden auf die Förderung der im Juni 2007 vor der Küste am Cape Three Points westlich der Städte Sekondi und Takoradi entdeckten Erdölvorkommen von schätzungsweise 1,3 Mrd. Barrel gesetzt. Anfang Juli 2008 erklärte Präsident Kufuor die Erdölwirtschaft zur Chefsache und kündigte einen Masterplan an, der nach dem Modell des norwegischen Petroleum-Fonds die Verwendung der Erdöleinnahmen regelt. Diese sollen nicht ausschließlich in den Staatshaushalt fließen, sondern in Wertpapieren angelegt werden, deren Erträge dem Gesundheits- und Sozialwesen zugute kommen. [...]

Umwelt: Bei einer UN-Klima-Tagung vom 21. bis 27.8.2008 in der Hauptstadt Accra, an der Vertreter von 160 Staaten teilnahmen, wurde über Bausteine für ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls diskutiert. Im Fokus standen dabei u. a. die C02-Reduktionsziele in den Industrieländern und die Finanzierung von Schutzmaßnahmen in den Ländern des Südens gegen die Folgen des Klimawandels (Schutz gegen Wirbelstürme, Anstieg des Meeresspiegels usw.). Auch das Thema Entwaldung stand zur Debatte, wovon Ghana, als zweitgrößter Goldproduzent Afrikas, in besonderem Maß betroffen ist. 13 % der gesamten Landesfläche werden durch Bergbau, vor allem die Förderung von Gold genutzt, dafür sind bereits große Flächen des Tropenwaldes abgeholzt worden. Im Mai 2009 erteilte die Regierung dem US-amerikanischen Bergbaukonzern Newmont Mining die Erlaubnis zur Goldförderung in der 1950 ha großen Akyem-Mine, die zum Teil in einem Waldschutzreservat liegt.«

Zitiert aus: Der Fischer Weltalmanach 2010, S. 220 f

2006/07

»[...] Ghana feierte am 6.3.2007 im Beisein von 20 Staats- und Regierungschefs [...] den 50. Jahrestag der Unabhängigkeit. Heute gilt der Staat als Muster für Demokratisierung auf dem afrikanischen Kontinent und steht, nach Jahren der rigiden Haushaltsführung unter den Auflagen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds sowie gestiegener Weltmarktpreise für die Hauptexportprodukte Gold und Kakao, für kontinuierlichen wirtschaftlichen Aufschwung.
Am 13.1.2007 eröffneten Präsident John Agyekum Kufuor und der deutsche Bundespräsident Horst Köhler das von Köhler initiierte zweite Afrikaforum ("Partnerschaft mit Afrika") in Accra. Ziel des mehrtägigen Forums, das afrikanische (u.a. die Präsidenten von Nigeria, Liberia und Botswana) und europäische Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenführte, war es, den Dialog zwischen den beiden Kontinenten zu fördern. Köhler sagte Kufuor außerdem einen Schuldenerlass in Höhe von 270 Mio. € zu.
Beim 8. Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba am 29.1. übernahm Kufuor als Nachfolger des Präsidenten der Rep. Kongo, Denis Sassou-Nguesso, den Vorsitz der Organisation.
Laut Medienberichten übte Kufuor im November (2006) heftige Kritik an seinem Vorgänger Jerry Rawlings (Präsident von 1981-2001), dem er vorwarf, einen Staatsstreich zu planen.
Am 2.5.2007 bestätigte die Weltgesundheitsorganisation den ersten Fall von Vogelgrippe in Ghana. Der tödliche Virus H5N1 wurde auf einer Geflügelfarm nahe Accra entdeckt, die rd. 1600 Tiere wurden getötet.«

Zitiert aus: Der Fischer Weltalmanach 2008, S.196.

Siehe auch muz-online.de:  Zum Thema Vogelgrippe/Schweinegrippe

Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.460 f.



www-Links



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CIA - The World Factbook -- Ghana
GHANA - A Country Study
AfricaOnline.com - Ghana
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The Ghanian Digest
Die GHANA ACTION hilft Sehbehinderten
www.ghanareise.de
Bilaterale Beziehungen zwischen Ghana und Deutschland
Ghana im Netz der Reisespinne
Ghana e.V. -- Verein zur Unterstützung der Rural Youth Association
Afrikamissionare in Ghana
Die Situation der Strassenkinder in Ghana
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