Willkommen in Madagaskar

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Offizieller Name: Republik Madagaskar
Hauptstadt: Antananarivo
Fläche: 587.041 km²
Landesnatur: Zentrales Hochland mit Inselbergen und vulkanischen Gebirgsstöcken, im W allmähliche Abdachung (Schichtstufen), im 0 Steilabfall zur Küste
Klima: Tropisches Klima
Hauptflüsse: Betsiboka; Mangoky
Höchster Punkt: Maromokotro 2886 m
Regierungsform: Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident
Regierungschef: Ministerpräsident
Verwaltung: 22 Regionen
Parlament: Nationalversammlung mit 150 für 4 Jahre gewählten Abgeordneten und Senat
Nationalfeiertag: 26. Juni (Unabhängigkeit von Frankreich am 26. Juni 1960)
Einwohner: 15.497.000 (1999); 19.670.000 (geschätzt 2007)
Bevölkerungsdichte: 26 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 28% (1999)
Analphabetenquote: 19% (1999)
Sprache: Französisch, Madagassisch/Malagasy, Englisch (seit 2007 dritte Amtssprache)
Religion: Protestanten 18%, Katholiken 23%, Moslems 7%, Anhänger von traditionellen Religionen 50%
Importgüter: Maschinen, chemische Erzeugnisse, Erdöl und -produkte, Reis, Flugzeuge, Fahrzeuge, Eisen, Stahl
Exportgüter: Kaffee, Gewürznelken, Vanille, Fleisch, Zucker, Sisal, Tabak, Holz, Pfeffer, Graphit


Jene für Afrika einmalige Mischung der madagassischen Kultur aus indonesischen, afrikanischen, arabischen und europäischen Elementen ist das lebendige Zeugnis einer außergewöhnlichen Historie.
Die zeitlichen Ursprünge der Siedlungsgeschichte Madagaskars liegen weitgehend im dunkeln. Sicher ist, daß die heute als "afro-asiatisch" bezeichneten Bewohner Madagaskars Nachkommen ostafrikanischer Völker und malaiisch-polynesischer Einwanderer sind. Das dominierende asiatische Element drückt sich bis in die Gegenwart in alten indonesischen Techniken - Reisterrassen, besonderen Formen von Haus- und Schiffbau, in der Nationalsprache "Malagasy" die deutlich die malaiische Herkunft verrät, sowie in kulturellen und religiösen Traditionen aus. Die Einwanderung der malaiisch-polynesischen Völker erfolgte bis etwa zum 12. Jahrhundert in mehreren Wellen. Seit dem 9. Jahrhundert folgten arabische Stämme, die islamische Kulturbestandteile hinterließen und als Sklavenhändler Schwarzafrikaner auf die Insel brachten. Heute lassen sich ethnisch 18 Stämme unterscheiden, die in klar abgegrenzten Stammesgebieten leben. Zahlenmäßig stärkste und einflußreichste Volksgruppe sind die Merina, die im 19. Jahrhundert ihre Macht auf fast ganz Madagaskar ausdehnen konnten.

Der Herrschaftsanspruch der Merina - Bewohner des Hochlands - gegenüber den Küstenbewohnern ruft bei diesen bis heute anhaltende, tief verwurzelte Abneigung hervor. Diese Aversionen wurden mit der Missionierung der Insel durch britische Protestanten im Hochland und französische Jesuiten in der Küstenregion weiter vertieft.

Die Unterwerfung Madagaskars durch die Franzosen zog sich aufgrund des langanhaltenden, heftigen Widerstands seitens der Merina über Jahrzehnte hin. Aber auch nachdem die Insel 1896 französische Kolonie geworden war, wehrten sich einzelne Stämme bis 1904 erfolgreich gegen die Kolonialmacht. Erst durch die gewaltsame Unterwerfung der einzelnen madagassischen Völker konnte die politische Einheit des Landes hergestellt werden. Gleichzeitig versuchten die Franzosen, im Sinne der Machterhaltung durch wirtschaftspolitische Maßnahmen die alten Gegensätze zwischen dem entwickelteren Hochland und der Küste noch weiter zu vertiefen.
Erste Unabhängigkeitsbestrebungen in den 1930er Jahren und ein 1947 brutal niedergeschlagener Aufstand zeugen von dem Willen der Madagassen nach Souveränität, und als eine der ersten Kolonien wurde Madagaskar 1958 unabhängig.



| Foto | | Film-Trailer: Madagascar |





Politik und Wirtschaft

Die Politik der 1. Republik (1959-1975) lehnte sich außen- und wirtschaftspolitisch bis 1972 eng an Frankreich an. Die danach unternommenen Anstrengungen zur Errichtung eines eigenständigen Sozialismus, der auf vorkolonialen Strukturen fußte, konnten die bittere Not nicht wirksam lindern. Eine zu 90% agronomische Wirtschaft, die in dorfgemeinschaftlichen Kooperativen organisiert ist, sich auf den Anbau von Reis, Zuckerrohr, Kaffee, Tabak, Baumwolle und Gewürzen konzentriert und den Weltmarkt für Vanille und Nelken anführt, hat das infrastrukturell und industriell noch kaum erschlossene Land nicht von der Liste der fünfzehn ärmsten Länder der Welt verbannen können: Noch immer leiden sieben von zehn Kindern an Unterernährung, die Kindersterblichkeit hat sich sogar in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.

Die Ende der 1980er Jahre zu beobachtende Hinwendung zum Westen konnte keine rasche wirtschaftliche Gesundung Madagaskars versprechen. Die vom Internationalen Währungsfonds gewährten Kredite wurden direkt an die strikte Fortsetzung eines Strukturanpassungskonzeptes gekoppelt, das unter anderem den Verzicht auf die Subventionierung der Grundnahrungsmittel beinhaltete. Die Kosten der wirtschaftlichen Liberalisierungsmaßnahmen wurden der Bevölkerung aufgebürdet, die sich einer massenhaften Verelendung ausgesetzt sah.
Da das Regime hohe Erwartungen bei der Bevölkerung geweckt hatte, waren soziale Konflikte in der Folgezeit unvermeidbar. Die politische Krise, in die Madagaskar hineinschlitterte, wurde durch die kritische Haltung der als gesellschaftliche Kraft führenden katholischen Kirche noch verschärft.

Mit Beginn der 1990er Jahre setzten demokratische Reformen ein. 1998 bekam das Land eine neue Verfassung, die dem Präsidenten mehr Macht einräumt.
Nach Informationen des deutschen Auswärtigen Amtes lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2003 nur bei etwa 325 US-Dollar pro Kopf der Bevölkerung und damit auf dem Niveau von Mali, womit das Land zu den ärmsten Ländern überhaupt gehören dürfte. Allerdings stieg das BIP 2003 gegenüber dem Vorjahr real um 9,6% an. So heisst es im Länderdatenblatt "Madagaskar" (Rubrik Wirtschaft) des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de) mit Stand vom März 2005 wörtlich:

»[...] Im Jahr 2002 erlebte die madagassische Wirtschaft aufgrund der politischen Krise im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen vom Dezember 2001 einen dramatischen Einbruch. Madagaskar hat dadurch wirtschaftlich ca. drei Jahre verloren. Ermutigende Anzeichen der Erholung waren in den Jahren 2003 und 2004 erkennbar, die Lage hat sich inzwischen wieder normalisiert. Dank erheblicher Budgethilfen der großen Geber (Weltbank, EU) konnte die Regierung seit langem fällige Rechnungen von Privatunternehmen begleichen und somit neue Liquidität in den Privatsektor leiten. Die wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Regierung sind insgesamt ermutigend. Schwerpunkte der "schnellen und nachhaltigen" Entwicklung sind der Ausbau der Infrastruktur und des Erziehungswesens sowie die Förderung des ländlichen Raumes. Dabei wird eine Partnerschaft mit dem in- und ausländischen Privatsektor - bei Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen - angestrebt. [...]«

Entwicklungen

Die positive Entwicklung des nach Indonesien zweitgrößten Inselstaates der Welt hielt jedoch nicht lange an. Die in Marc Ravalomanana und dessen Partei "Ich liebe Madagaskar", TIM) gesetzten Hoffnungen auf soziale und wirtschaftliche Verbesserungen auf der viertgrößten Insel der Welt ("der sechste Kontinent") wurden bitter enttäuscht. Dem noch 2006 als Präsident wiedergewählten Ravalomanana wurde zunehmend ein autoritärer Regierungsstil und persönliche Bereicherung vorgeworfen. Anfang 2009 kam es schließlich in der Hauptstadt zu gewalttätigen Protesten gegen die Regierung. Die repressive Reaktion der Regierung auf die Proteste löste, organisiert von der Bewegung "Junge entschlossene Madagassen" (TGV), Massenproteste und Plünderungen aus. Der Anführer der TGV, der vom Präsidenten amtsenthobene Hauptstadtbürgermeister Andry Rajoelina, konnte am 17. März 2009 die Macht übernehmen, nachdem er sich die Unterstützung wichtiger politischer und militärischer Kreise gesichert hatte. Als Führer des neu gegründeten Übergangsrats wurde er vom Verfassungsgericht bestätigt, während Marc Ravalomanana nach Swasiland und Südafrika floh. Dieser wurde am 3. Juni 2009 in Abwesenheit wegen Amtsmissbrauch zu vier Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe in Höhe von 70 Millionen US-$ verurteilt.
Der Regierungsumsturz wurde von der Afrikanischen Union (AU), der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC), den Vereinten Nationen (UN) sowohl von der Europäischen Gemeinschaft (EU) ablehnend bewertet. Um sich aus der internationalen Isolation zu befreien, kündigte Andry Rajoelina an, innerhalb der nächsten zwei Jahre Neuwahlen einzuberufen.
Unterdessen verschärfte sich im Land die humanitäre Situation. Insbesondere im südlichen Teil der Insel würden ca. 500.000 Menschen keinen oder kaum Zugang zu frischem Wasser und Lebensmittel haben.
Ein Putschversuch im November 2010, durchgeführt von einer kleinen Gruppe rebellischer Offiziere, wurde drei Tage später von 100 Mann einer Spezialeinheit niedergeschlagen. Die ca. 15 bis 20 am Putschversuch beteiligten Offiziere wurden festgenommen.
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Das Land

Madagaskar liegt knapp 400 km südöstlich des afrikanischen Festlands im Indischen Ozean. Es ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie wird wegen einer tiefreichenden roten Erdschicht gerne auch als "Rote Insel" bezeichnet.
Das zentrale Hochland Madagaskars, das drei Viertel der Insel einnimmt, besteht aus Rumpfflächen, über denen sich Gebirgsstöcke erheben. Auf der Afrika zugewandten Westseite geht das Hochland über Schichtstufen allmählich in weite Küstenebenen über. Nach Osten hin fällt das Hochland steil zur Küste ab.

In dem Land sind Überschwemmungen in den Regenzeiten, Dürren in der Trockenzeit und Wirbelstürme häufige Erscheinungen, unter denen besonders die Landwirtschaft zu leiden hat.
Madagaskar mag dort, wo Brandrodungen den tropischen Regenwald noch nicht verwüstet haben und das Land verkarsten ließen, ein einmaliges biologisches und ethnologisches Biotop, interessantes Forschungsobjekt und von seltener natürlicher Schönheit sein, das touristische Paradies des "Vazaha" ist es nicht. "Vazaha" ist das madegassische Wort für den weißen Mann und heißt wörtlich: "Guck mal!" Der Mangel an Hotels, kaum ausgebaute und während der Regenzeit in der Regel nicht befahrbare Straßen locken bislang nur wenige Touristen an.

Auch auf Madagaskar ist inzwischen die Natur bedroht. So ist der "Indri Indri" (wörtlich: "Da ist er"), einer jener seltenen 30 Halbaffenarten (Lemuren), die nur auf dieser Insel zu finden sind, inzwischen vom Aussterben bedroht, weil in den letzten 30 Jahren die Hälfte des Regenwalds heruntergebrannt oder abgeholzt wurde. Bauholz wird zur Errichtung der provisorisch anmutenden Hüttendörfer benötigt. Holzkohle heizt die primitiven Kochmulden und wärmt gegen die Kühle im Hochland.

Der Wald muß darüber hinaus neuen Anbauflächen und immer neuen Weideflächen für die Zebu-Rinderherden weichen.
Die Landwirtschaft ernährt die Bevölkerung nicht, prägt aber das Landschaftsbild jenseits der Regenwälder. Grün aufgeschwungene Reisterrassen, so schön wie sonst nur auf Bali, erinnern an das malaiische Erbe, aus dieser Region muß heute Reis importiert werden. Die Düfte der Gewürz- und Parfümstoff-Pflanzungen, von Nelken, Vanille, Pfeffer oder Ylang-Ylang, wecken Gedanken an den Garten Eden. Während Zuckerrohr auf Großplantagen angebaut

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Tierwelt

Die Insel Madagaskar trennte sich vor rund 100 Millionen Jahren vom afrikanischen Festland. Die Tierwelt verfügt daher über die typischen Merkmale aller Inseltierarten: Sie haben sich aus wenigen Vorfahren entwickelt, aber durch die Isolation von ihren Ahnen recht eigenständige, von ihren Verwandten auf dem Festland unterschiedliche Familien und Stämme gebildet. Allerdings verfügt die Insel durch ihre Größe über viele unterschiedliche Landschaftszonen, vom tropischen Regenwald bis zur Wüste. Man muß daher Madagaskar eher als "Mikrokontinent" denn als bloße Insel einordnen.

Die 12.000 verschiedenen Arten blühender Pflanzen spiegeln zugleich die Vielzahl der natürlichen Lebensräume des Mikrokontinents und den Artenreichtum der Tropen wider. Viele der Pflanzen sind von wirtschaftlicher Bedeutung. Das madagassische Immergrün findet beispielsweise Verwendung für viele wichtige Medikamente gegen Leukämie. Daneben gibt es die Bambuspalme mit vertikalen Blättern, die 10-12 m hoch wird, viele wilde Kaffeesorten mit potentiellem Erntewert und mehr als 1000 verschiedene Orchideenarten.

Vögel und Säugetiere
Die Vogelwelt Madagaskars unterscheidet sich im allgemeinen sehr stark von den Arten des afrikanischen Festlands, obwohl die Straße von Mocambique an ihrer schmälsten Stelle nur 450 km breit ist. Der außergewöhnlichste Vertreter war wohl der inzwischen ausgestorbene Riesenstrauß oder Aepyornis, ein entfernter Verwandter des Vogels Strauß und des Emus. Er war 3 m groß und wog bis zu 450 kg - so viel wie eine Milchkuh. Für die ersten menschlichen Bewohner Madagaskars war er jedoch für die Fleischversorgung wichtig, und durch die Jagd wurde er, wie der Moa Neuseelands, ausgerottet. Berichten zufolge soll es ihn noch im 17. Jahrhundert gegeben haben.

Viele der in Afrika häufig vorkommenden Säugetiere, wie Antilopen oder Elefanten, gibt es auf Madagaskar gar nicht. Am auffälligsten ist, daß es keine Affen gibt, da deren Entwicklung erst vor 30 Millionen Jahren einsetzte, als Madagaskar bereits vom Festland getrennt war. Vor den Affen existierten allerdings eine Vielzahl von primitiveren Primaten, die sogenannten Halbaffen. Dazu gehören die Lemuren, die noch vor der Abdriftung Madagaskars vom Festland die Insel erreichten und die ökologischen Nischen ausfüllen, die in Asien und Afrika von den Affen eingenommen werden. Durch die mannigfaltige Entwicklung der Lemuren auf Madagaskar werden von ihnen sogar Nischen besetzt, die anderswo den Huftieren oder gar den Spechten vorbehalten sind. Außerhalb Madagaskars standen die Lemuren im Wettbewerb mit den anderen Affen und verloren diesen Kampf. Seit Millionen von Jahren ist die große Insel der einzige Ort, an dem sie sich behauptet haben. Auf anderen Kontinenten ähneln die Halbaffen - Buschbabies, Loris, Pottos und Koboldmakis - im allgemeinen nur den primitivsten Lemurenarten.
Die 22 noch vorkommenden Lemurenarten werden meistens in vier Familien unterteilt. Zu den echten Lemuren, die sich gewöhnlich von Früchten ernähren, gehören die Kattas und Varis (braun und schwarzweiß), die in Gruppen leben. Die Mausmakis, die mit ca. 16 cm wohl die kleinsten Primaten sind, zählt man zu den Katzen- und Zwergmakis. Die Fingertiere sind wohl eine der bemerkenswertesten und seltensten Tierarten der Welt. Durch Anpassungsmechanismen können sie Insektenlarven unter der Baumrinde hervorholen und füllen eine ökologische Nische, die sonst vom Specht eingenommen wird. Sie haben riesige fledermausartige Ohren, um das Nagen der Insekten im Holz zu hören, nach vorne gerichtete Zähne, um unter der Rinde zu wühlen; und einen extrem dünnen Mittelfinger. Er wird als eine Art Sonde benutzt, um die Beute herauszuklauben, und beim Gehen und Klettern abgespreizt, damit er nicht verletzt wird.
Die größten und prächtigsten Lemurenarten sind die laubfressenden Indriartigen, zu denen der Wollmaki, zwei Arten von Sifakas und als größte Art von allen der Indri gehören. Der fast schwanzlose Indri ist ca. 70 cm groß, wiegt bis zu 10 kg, hat einen herrlichen dichten, schwarzweißen Pelz, und seine Stimme hat eine Reichweite von 3 km. Er kann 10 m weit von Baum zu Baum springen und bewegt sich auf dem Erdboden mit hüpfenden Sprüngen. Von den Einheimischen wird er als heilig verehrt.

Das bedrohte Ökosystem
Vor der Ausrottung durch den Menschen vor ca. 1000 Jahren gab es auf Madagaskar sogar noch größere Lemuren, von denen eine Art die Größe eines Gorillas erreichte. Die Tragik dieser Ausrottung liegt nicht nur in der Pracht dieses Tieres, sondern auch in der Faszination, die die Natur besonders dann ausübt, wenn sie ein Meisterwerk in verschiedenen Versionen hervorbringt; ein Halbaffen-Gorilla wäre durchaus unter diesem Aspekt zu sehen.

Ein Großteil der einzigartigen Tierwelt Madagaskars ist verschwunden, seitdem die Menschen erstmals vor ca. 2000 Jahren aus Ostafrika auf die Insel kamen. Ungefähr 80% der Insel sind heute von Grasland bedeckt, und ihre Tier- und Pflanzenwelt gehört zu den am meisten bedrohten Ökosystemen der Erde.

Trotz aller Versuche der Naturschützer ist die Ausrottungsquote wahrscheinlich noch im Steigen begriffen, da viele Tiere und Pflanzen mit der zunehmenden Rodung des Waldes verschwinden. Auf weniger als 1 % des gesamten Inselareals ist die Tier- und Pflanzenwelt bisher geschützt; dies erklärt die Notwendigkeit des Eingreifens von internationaler Stelle, wenn das wenige geschützt werden soll, was überhaupt noch vorhanden ist.

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Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.882 f.



www-Links



Madagaskar
Botschaft Madagaskar
Beziehungen zwischen Madagaskar und Deutschland
Malagasy
madainfo.de -- Informationen über Madagaskar
Sitten und Gebräuche: Tsimihety
Bilder aus Madagaskar
CIA - The World Factbook -- Madagascar
Madagascar Tribune
A Country Study: Madagascar
The Living Edens: Madagascar, A World Apart
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