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Offizieller Name: Republik Senegal
Hauptstadt: Dakar
Fläche: 196.722 km²
Höchster Punkt: im Südosten 498 m
Einwohner: 9.240.000 (1999); 12.643.799 (geschätzte Zahl für 2011)
Bevölkerungsdichte: 59 Ew./km²
Stadtbevölkerung: 50% (2009) - 35% allein im Großraum Dakar
Bevölkerung unter 15 Jahren: 45% (1999)
Analphabetenquote: 63% (1999)
Sprache: Wolof, Französisch, Mande-Sprachen: Bambara, Sarakolé u.a.; Serer, Diola; Malinké, Peul; Ful
Religion: Moslems 94,5%, Christen 5% (meist Katholiken), indigene Religionen
Unabhängigkeit: 18. Juni 1960 (zuvor ab 1895 französische Kolonie "Französisch-Westafrika")
Importgüter: Erdölerzeugnisse, Ausrüstungs- und Versorgungsgüter, Getreide und Nahrungsmittel.
Exportgüter: Erdnussprodukte, Fischereierzeugnisse, Phosphate, Düngemittel, Baumwolle, Salz und Zement.
Geschichte
In nur sechs Flugstunden ist der europäische Besucher im Senegal, dem einzigen westafrikanischen Land mit nennenswertem Tourismus. Er wandelt dort auf den Spuren jener portugiesischen, französischen, englischen und anderen Seefahrer, die auf dem Weg nach Asien oder in die "Neue Welt" zunächst das Europa am nächsten gelegene "Land der Schwarzen" anliefen. Die Entdeckung und der Handel durch die Europäer begannen im 15. Jahrhundert, als die Blütezeit der im Mittelalter vorherrschenden Großreiche Ghana und Mali sich dem Ende neigte. Die Seefahrer liefen zunächst die Flussmündung des Senegals im äußersten Norden des Landes an, um dort ihre Waren gegen Kautschuk, Elfenbein und Spezereien sowie Salz, Leder, Hirse und Gold aus den Königreichen im Innern Afrikas einzutauschen. Der holländische Stützpunkt auf der dem Festland vorgelagerten Insel Gorée war über Jahrzehnte der Drehpunkt im Dreiecksgeschäft zwischen Afrika, Amerika und Europa. Die wichtigste Ware waren Sklaven für die Plantagen Nordamerikas und Westindiens.
Mehrmals wechselte das Gebiet des heutigen Senegal den Kolonialherrn, bis Frankreich 1791 seinen Anspruch durchsetzen konnte. Gambia blieb als englisches Einsprengsel davon ausgenommen. |
Als im 19. Jahrhundert der Sklavenhandel verboten wurde, suchte Frankreich nach Mitteln, um auch weiterhin Nutzen aus seiner Besitzung ziehen zu können. Nach langjährigen Versuchen wurde die Pflanze gefunden, mit der die Kolonie ihre eigene Entwicklung finanzieren konnte - die Erdnuss. Sie prägt bis in die heutige Zeit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft des Landes.
Die Interessen Frankreichs, besonders die am Erdnussöl, trafen sich sehr bald mit denen einer einheimischen Gruppe, die bis heute das Leben im Senegal bestimmt. Vor der französischen Inbesitznahme hatten interne Kriege bereits die afrikanischen Königreiche geschwächt. In das so entstandene soziale Vakuum stießen die islamischen Erneuerer und Sektengründer des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die "Marabuts" oder islamischen Heiligen-Priester, die bis heute ihre Macht ausüben. |
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Neben diesem "schwarzen Islam" entwickelte sich Senegal zum Modell französischer Kolonialpolitik. Die hier gewonnenen Erfahrungen bestimmten maßgeblich die Richtung der französischen Politik in ihren afrikanischen Kolonien. So wurde 1833 der Bevölkerung einiger Städte im Senegal von Frankreich das volle Bürgerrecht gewährt. Schon 1848 durften die vier gegründeten Kommunen einen Deputierten in das Pariser Parlament entsenden.
1960 wurde Senegal in die Unabhängigkeit entlassen, nachdem zuvor ein Zusammenschluss mit Mali, die sogenannte Mali-Föderation, gescheitert war. Der erste Staatspräsident wurde der Philosoph und Dichter Léopold Sédar Senghor (* 1906), die Symbolfigur für den gewaltlosen Übergang der Kolonie in einen unabhängigen Staat. Er entwickelte in den 1930er Jahren einen schwarz-afrikanischen Nationalismus, die Philosphie der "Négritude". Die Betonung der eigenen schwarzen Identität setzte er gegen die von Frankreich verfolgte Kulturpolitik der Assimilation. Nach seinem Rücktritt im Jahr 1980 und der Übergabe der Macht an seinen Nachfolger Abdou Diouf (* 1935) wurde er als erster Schwarzer und Nicht-Franzose in die Académie Française aufgenommen.

Der Staat
Es gibt in dem Land viele Parteien. Und die Macht der Sozialistischen Partei Senegals (PS), die seit Staatsgründung die Regierung des Landes stellte, ist erst im April 2000 erschüttert worden. Seitdem regiert eine Koalition aus 7 Parteien und der liberale A. Wade ist Präsident. Die modernen, ausnahmslos in Frankreich ausgebildeten Politiker rückversichern sich bei ihren Entscheidungen stets bei den wirtschaftlich mächtigen Führern der islamischen Sekten und gewähren diesen Privilegien. Ohne die Kalifen wäre Senegal nicht regierbar. Aber auch ohne die Masse der Marabuts geht selbst im kleinsten Dorf nichts.
Zu dem Nachbarland Gambia besteht eine enge Verbindung. 1982 bildete sich die "Konföderation Senegambien", die unter Beibehaltung der Unabhängigkeit beider Staaten eine Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Außenpolitik und Transportwesen vorsah. Die Kooperation sollte nach dem Wunsch Senegals noch um eine gemeinsame Zollunion und einen Währungsverbund erweitert werden. Aufgrund gambischer Vorbehalte wurde die Konföderation 1989 aufgekündigt.
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| Wirtschaft und Bevölkerung
Die Entwicklung des heutigen Senegals fand im wesentlichen im Gebiet der islamischen Wolof statt, die heute das zahlenmäßig stärkste Volk im Senegal sind. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts konnten sie ihre Vorherrschaft über die Völker der Fulani oder Fulbe, Serer, Diola und Malinke bis heute ausbauen. Ihre Sprache und Kultur sind heute im Senegal derart vorherrschend, ihre Kontrolle über Staat und Verwaltung ist derart total, dass sich vor allem die animistisch-christlichen Diola im südlichen Landesteil Casamance immer wieder gegen die Zentralregierung in Dakar gewaltsam erheben. |
Die Erdnuss als wichtigste Feldfrucht
Das vorherrschende Interesse der französischen Kolonialherren an der Erdnuss trug wesentlich zur Förderung der sie anbauenden islamischen Bruderschaften bei. Ihre kleinen Gottesstaaten wurden auf dem Boden des sich rasch ausdehnenden Erdnussanbaus errichtet. Die Mitglieder der Koranschulen und die Bewohner neu gegründeter Dörfer rodeten die Dornbuschwälder und trieben die Monokultur immer schneller von der Atlantikküste ostwärts bis weit ins Landesinnere hinein. Ebenso rasch wurden aber auch die anfälligen Böden, weil diese für einen alljährlichen Anbau nicht geeignet sind, für immer zerstört.
Das für Frankreichs Ölmühlen und Seifenfabriken bestimmte Erdnussöl finanzierte den Ausbau der Infrastruktur Senegals wie Eisenbahn, Straßen und Schulen.
Mit der Unabhängigkeit musste das Land auf die französischen Subventionen verzichten. Diese Tatsache sowie die zwei großen Dürren im Sahel haben die wirtschaftliche Situation Senegals stetig verschlechtert. Trotzdem zählt Senegal noch zu den am weitesten entwickelten Ländern Schwarzafrikas, das darüber hinaus mit den fischreichsten Gebieten an der westafrikanischen Küste über gute Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der industriellen Fischverarbeitung verfügt. Doch Senegal ist auf Zuschüsse angewiesen, die vornehmlich aus den westlichen Industriestaaten kommen. Unter Hinweis auf die islamische Mehrheit der Bevölkerung konnte auch die islamische Solidarität mit den Ölstaaten am Persischen Golf genutzt werden. | Muriden (Muridiyya, Muriditen)
»[...] Die Muridiyya ist ein Orden [tariqa] der vor allem in Senegal verbreitet ist. Ihre Anhänger werden Muriden oder Muriditen genannt.
Die Muridiyya wurde 1883 von Amadou Bamba in Senegal gegründet. Als besondere Merkmal des Ordens [tariqa] gilt, dass die Anhänger der Muridiyya durch schwere körperliche Arbeit, oft auf Erdnuss-Feldern, Gott näher zu kommen versuchen. Der Gründer hat einst die Feldarbeit zur höchsten Tugend seiner Bruderschaft erhoben. Dies führte zu einem starken wirtschaftlichen Aufschwung.[...]«1
»[...] Die Muriden sind heute die bedeutendste unabhängige Organisation in Senegal. Sie beherrschen ganze Branchen der Wirtschaft im Land, zum Beispiel das Transportwesen. Einfache Gläubige führen oft einen beträchtlichen Teil ihres Lohns an die Muridiyya ab.
Die Muriden haben sehr zur Islamisierung Senegals beigetragen.[...]«2
Die Stadt Touba (ca. 430.000 Einwohner) gilt als "heilige Stadt" und ist die Hauptstadt der
Muriden
Zitat1: www.eslam.de
Zitat2: de.wikipedia.org, Muridiyya
Filmtipp: Der Schatten des Propheten
Dokumentarfilm von Philipp Mayrhofer und Christian Kobald - Produzent: Kurt Mayer und Michel David - (Originaltitel: "L'OMBRE DU PROPHÈTE" - Österreich/Frankreich 2011 - 52 Min.)
www.kurtmayerfilm.com |
Der zerfallende architektonische Glanz der Hafen- und ersten Hauptstadt Saint-Louis mit ihren imposanten Gebäuden der einstigen französischen Zentralverwaltung für das gesamte Französisch-Westafrika verrät auch heute noch die damalige Bedeutung der Kolonie. Ferner wird sichtbar, dass sich die reisenden und handelnden weißen Männer, ethnisch unvoreingenommen, mit den schönen Frauen des Landes dauerhaft zusammentaten. Die "Signares" sind die Vorfahren der den Senegal bis heute auszeichnenden städtischen Mischlingskultur.
Auf Grund der besonderen Geschlossenheit der islamischen Elite, die "Wolof spricht und Französisch schreibt", hatte der islamische Fundamentalismus bislang im Senegal keine Chance. Er konnte sich auch nicht den ständig fallenden Lebensstandard zunutze machen. Vielmehr reagierten Präsident Senghor und sein "technokratischer" Nachfolger Abdou Diouf auf die Wirtschaftskrise der 1970er Jahre mit einer "demokratischen" Öffnung des Landes und initiierten weit in die Zukunft weisende Projekte durch die Senegal den Sprung zur Industrienation schaffen sollte. |
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Einige der geplanten Großprojekte wie die von SAR betriebene Raffinerie in Mbao (Produktionseinstellung 2007) und das Zementwerk in Kirène (Polysius /Thyssen/Krupp) konnten verwirklicht werden, andere hingegen nicht, wie z.B. ein Stahlwerk, ein Trockendock und ein Projekt zur Förderung von Schweröl.
Der Stahlproduzent Arcelor Mittal »[...] will vermehrt in die Eisenerzproduktion eingesteigen und plant daher eine Eisenerzmine im Senegal zu eröffnen. Das Projekt soll im Jahr 2011 beginnen starten [...] Teil des Projektes ist auch der Bau eines Hafens nahe der Hauptstadt Dakar und einer Eisenbahntrasse mit einer Länge von 750 km um die Mine und den Hafen zu verbinden. [...] Die Gesamtreserven im südlichen Teil des Senegal belaufen sich auf rund 750 Mio. Tonnen. Arcelor Mittal-Präsident Lakshmi Mittal sagte, dass die Mine zu einem der wichtigsten Lieferanten für europäische Stahlwerke werde.«
Zitat: www.marketmetal.de
Einige dieser Projekte, aber mehr noch der unrentabel arbeitende Landwirtschaftssektor (ca. 18% des BIP - 2009) und der desolate Zustand der staatlichen Vermarktungsbehörde haben wesentlich zur hohen Verschuldung des ressourcenarmen Staates beigetragen. Es hat Versuche gegeben, den Anbau auf den vorhandenen Flächen zu diversifizieren und die Neuanpflanzung von Hirse, Reis, Zuckerrohr und Baumwolle zu fördern. Sie sind in den drei Jahrzehnten staatlich gelenkter Agrarpolitik größtenteils gescheitert. Das Nahrungsdefizit wuchs ständig und Senegal, seit Einführung der Erdnuss-Monokultur an den Konsum von importiertem Reis aus Indochina und Weizen aus Frankreich gewöhnt, kann die lebensnotwendigen Importe nicht mehr bezahlen. | Erneuerbare Energie
»[...] Am Rande der Sahelzone gelegen, bietet das Land optimale Voraussetzungen im Solarbereich. Auch im Bereich der Wind- und
Bioenergie bestehen grundsätzlich gute Geschäftsmöglichkeiten.
Im Zuge der Restrukturierung wurde die Agentur für ländliche Elektrifizierung – kurz: ASER (Agence
Sénégalaise d`Électrification Rurale) – gegründet und das Land ursprünglich in 18 und nunmehr durch
aktuelle Entwicklungen in 12 Konzessionsgebiete eingeteilt. Internationale Geber, insbesondere die
Weltbank aber auch die KfW Entwicklungsbank, sowie der senegalesische Staat stellen umfangreiche
Mittel bereit, um in den Konzessionsgebieten die ländliche Elektrifizierung voranzutreiben. Eine
senegalesische Besonderheit stellen Ansätze zur Elektrizitätsversorgung von Kommunen und Dörfern
über kleine, meist dezentrale Netze dar. Für diese sogenannten ERILs (Électrification Rural par des
Initiatves Locales) bieten sich vielfach Erneuerbare Energien an. Über die beschriebenen Ansätze
hinaus entwickelt sich im Senegal ein Solarmarkt, der Anknüpfungspunkte zur Markterschließung
durch deutsche Unternehmen beitet.[...]«
Zitat: www.gtz.de, Projekterschließung Senegal
Siehe auch: www.dakar.diplo.de, Deutsch-Senegalesische Zusammenarbeit |
Große Hoffnung wurde deshalb auf die ganzjährige Bewässerungslandwirtschaft am Ufer des Senegals gesetzt. Doch nach der Fertigstellung der beiden Dämme, in Diama an der Mündung des Senegal in den Atlantischen Ozean und in Manantali am Oberlau des Flusses in Mali, fehlt das Geld für die Bewässerungskanäle und andere landwirtschaftliche Einrichtungen, die diese Dämme erst sinnvoll werden lassen.
Um die wirtschaftliche Gesundung des Landes herbeizuführen, stützt sich Senegals Regierung auf ein von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfond entwickeltes Wirtschaftsprogramm, das die Verringerung der Staatsausgaben und somit den Rückzug des Staates aus Industrie und Landwirtschaft zugunsten einer Liberalisierung und Privatisierung fordert. Der Wegfall staatlicher Subventionen sowie die Rationalisierung des öffentlichen Dienstes lassen jedoch die Arbeitslosigkeit in den Städten rasch anwachsen. Gegen diese "Anpassungspolitik" richtet sich der Widerstand der Oppositionsparteien, denen sich besonders die akademische Jugend angeschlossen hat. Das führte in den letzten Jahren zu einer immer rascheren Abfolge von Streiks, Schul- und Universitätsschließungen und spontanen Unruhen.
Ist es da verwunderlich, dass nur die Allerwenigsten der Sonnen-Touristen sich noch aus den weitab an der "petit côte" und in dem südlichen Landesteil Casamance gelegenen luxuriösen Ferienzentren wagen, um das übrige Land kennenzulernen?
Im Jahr 2005 verzeichnete das Land noch 770.000 Besucher. Im Jahr 2007 ist der Tourismus eingebrochen, einige große Unternehmen sind pleite gegangen. | Deutsches Engagement in der Landwirtschaft
»[...] Agrarindustrie:
Ein spezielles nationales Getreideanbauprogramm namens "GOANA" wurde ins Leben gerufen, um die Ernährungssicherheit des Landes zu gewährleisten. Die deutsche Regierung wurde ersucht, landwirtschaftliche Maschinen und Traktoren für das Ausheben von Wasserauffangbecken bereitzustellen und sich an der Nutzung des bewässerbaren Bodens zu beteiligen. Gute Geschäftschancen für Privatunternehmen bieten sich
- beim Anbau und der Produktion von Brechbohnen, Kirschtomaten, Mangos, Melonen, Peperoni, Mahagoniholz, Spargel etc.
- bei der Verarbeitung von Agrarprodukten, Früchten und Gemüse
in der Verpackungsindustrie
- bei der Errichtung und dem Management von Infrastrukturen für die Konservierung unter Verwendung erneuerbarer Energien
- im Transportservice, in Forschung und Entwicklung.[...]«
Zitat: www.madeingermany.de, Businessguide 2010
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Entwicklungen
Präsidentschaftswahlen im Februar 2012: Youssou N’Dour
Der international bekannte senegalesische Sänger und Komponist Youssou N’Dour hat Anfang Januar 2012 bekannt gegeben, »[...] dass er bei den kommenden senegalesischen Präsidentschaftswahlen im Februar desselben Jahres gegen den bisherigen Amtsinhaber Abdoulaye Wade antreten wolle. Das Verfassungsgericht ließ jedoch Ende Januar eine Kandidatur N’Dours nicht zu, da er nur 8900 gültige Unterschriften anstatt der erforderlichen 10.000 vorgelegt hätte. Gleichzeitig wurde Abdoulaye Wade zur Wahl zugelassen, obwohl die senegalesische Verfassung eine dritte Kandidatur eigentlich nicht vorsieht. Dies führte in Dakar zu Straßenschlachten zwischen oppositionellen Demonstranten und der Polizei. N’Dour, der selbst von fast 13.000 erhaltenen Unterschriften sprach, plant, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.[...]«
Zitat: de.wikipedia.org, Youssou N’Dour
»[...] Wahlen: Bei den Präsidentschaftswahlen am 25.2.2007 wurde Amtsinhaber Abdoulaye Wade (...) mit 55,9% der Stimmen für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. [...]
Flüchtlingsproblem: Nachdem die Flüchtlingsströme auf die Kanarischen Inseln nicht abrissen, verständigte sich die Regierung mit Spanien am 21.8.2006 auf eine Ausweitung der spanischen Beteiligung an den Patrouillen entlang der 1400 km langen senegalesischen Küste. Senegal entsandte mehrere Beamte zur Identifizierung von senegalesischen Flüchtlingen auf die spanischen Inseln. Obwohl es nach wie vor kein offizielles Auslieferungsabkommen zwischen beiden Ländern gab, begannen die spanischen Behörden Mitte September mit der Abschiebung von Flüchtlingen. Mit Frankreichs Innenminister Nicolas Sarkozy unterzeichnete Wade am 23.9. ein Kooperationsabkommen zur Regulierung der Einwanderung.
Casamance: Ab dem 16.8.2006 kam es in der südlichen Provinz wieder zu monatelangen heftigen Kämpfen zwischen der Armee und den Milizen des separatistischen Mouvement des Forces Démocratiques de la Casamance (MFDC) entlang der Grenze zu Gambia, die Tausende zur Flucht ins Nachbarland trieben. Am 14.1.2007 starb in Paris der Gründer und Anführer des MFDC, Augustine Diamacoune Seng-hor, im Alter von 78 Jahren.«
Zitiert aus: Der Fischer Weltalmanch 2008, S. 429
»[...] Fall Habre: Im Fall des seit 1990 in Senegal im Exil lebenden Ex-Diktators Tschads, Hissene Habre, erhob die belgische Regierung am 20.2.2009 vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag Anklage gegen Senegal, um die Verhaftung des in seinem Heimatland in Abwesenheit zum Tode Verurteilten oder seine Auslieferung nach Belgien zu erwirken. Am 28.5. verfügte der IGH den Verbleib Habres in Senegal. [...]«
Zitiert aus: Der Fischer Weltalmanch 2010, S. 453.

Literatur
Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1272 f.
www-Links
Gouvernement du Sénégal
Senegal Post
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CIA -- The World Factbook -- Senegal
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Informationen zum Engagement deutscher Hilfsorganisationen in Senegal
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