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Willkommen auf den Seychellen
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Offizieller Name: Republik Seychellen
Hauptstadt: Victoria
Fläche: 455 km²
Landesnatur: Gebirgige Granitinseln und niedrige Koralleninseln
Klima: Feuchttropisches Klima. Temperaturen ganzjährig 27-30°C
Höchster Punkt: Morne Seychcllois 905 m
Regierungsform: Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident
Verwaltung: 23 Distrikte
Parlament: Nationalversammlung mit 34 Mitgliedern
Nationalfeiertag: 18./19. Juni (1993 - Tag der Verfasung). Feiertage siehe HIER
Einwohner: 77.000 (1999); 81.541 (geschätzt für Juli 2006); 90% der Bevölkerung leben auf der Hauptinsel Mahé. Allein Viktoria hat rund 55.000 Einwohner. Die Einwohner der Seychellen sind französischer, afrikanischer, indischer, britischer und chinesischer Herkunft.
Bevölkerungsdichte: 169 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 59% (1999)
Bevölkerung unter 15 Jahren: 29% (1999)
Analphabetenquote: 15% (1999)
Sprache: Kreolisch, Französisch, Englisch
Religion: Katholiken 90%, Anglikaner 8%, Hinduismus, Islam, Adventisten, Bahai (gesamt 2%)
Importgüter: Nahrungsmittel, Maschinen, mineral. Brennstoffe, Konsumgüter
Exportgüter: Kopra, Zimt, Zimtöl, Fisch, Kokosnüsse, Guano
Internationale Mitgliedschaften: Vereinte Nationen, Afrikanische Union (AU), Commonwealth, Indian Ocean Commission (IOC), Indian Ocean Rim Association for Regional Cooperation, Common Market of Eastern and Southern Africa (COMESA), Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC)
Für viele Urlauber sind die Seychellen der gesegnete Archipel, der komfortable Robinsonträume ungetrübt erlaubt. Archipel bedeutet hier: Ein souveräner Staat, der aus 60 Koralleninseln und 32 Granitinseln besteht. Die Inseln sind teils unberührt und unbewohnt, teils in Privatbesitz oder nur mit einer Hotelanlage besetzt. Viele Inseln sind mit einem weißsandigen Palmenstrand vor der glasklaren See umgeben. Auf der Hauptinsel Mahé, die mit der Hauptstadt Victoria den einzigen Ort mit städtischem Flair aufweist, gibt es viele Punkte von überwältigender Schönheit.
Geschichte und Wirtschaft
Die koloniale Hypothek der Seychellen ist nicht leichter gewesen als die anderer Inseln in dieser Region. 1742 wurde die bis dahin unbesiedelte Inselgruppe von den Franzosen entdeckt. Danach folgten typische Phasen der kolonialen Entwicklung: Raubbau an der Natur mit Hilfe schwarzer Sklavenheere zur Anlage von Monokulturen, Vermischung der französischen Herren mit den Schwarzen zur heute dominierenden kreolischen Bevölkerung; 1810 englische Eroberung und nach Abschaffung der Sklaverei Import indischer Arbeitskolonnen zur weiteren Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, aber auch Ansätze zu geregelter Verwaltung und Aufbau einer Infrastruktur. |
Weder der englische Lebensstil noch der wirtschaftliche Einfluss der Inder haben die kreolische Prägung der Inseln verändern können. Die staatliche Souveränität, die das Land 1976 erhielt, strafte die Einschätzung von Teilen der Wirtschaftselite und der dominierenden politischen Partei Lügen, dass ein Kleinstaat der dritten Welt nicht überlebensfähig sei. |
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Nach ersten Unruhen, die schon ein Jahr nach der Unabhängigkeit eine gemäßigt sozialistische Einheitspartei an die Macht brachten, hat deren Konzept eines "sanften" Tourismus einerseits und einer sich experimentell von den Monokulturen absetzenden Landwirtschaft andererseits dem jungen Inselstaat sozialen Frieden und einen relativen Wohlstand beschert. Erst 1993 wurde ein Mehrparteiensystem eingeführt.
70% der wirtschaftlichen Leistung stammen inzwischen aus der Tourismusbranche sowie ihren Dienstleistungs- und Zuliefergewerben. Die übrigen 30% werden von einer vielfältigen Land- und Fischwirtschaft, die auf den Reichtum tropischer Gewässer, auf Früchte und Nutzpflanzen setzt, und einer im Ausbau befindlichen Industrie erwirtschaftet.
Die wirtschaftlichen Einnahmen bilden die Grundlage dafür, dass die Einwohner, die Seychellois, nicht hungern, dass die Regierung ihnen seit Jahren politische Stabilität gewährleistet, der sie bescheidenste Sparkonten auf landeseigenen Banken anlegen ließ, und dass ein für Afrika vorbildliches Schulsystem, eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur, eine gesundheitliche und soziale Grundfürsorge finanziert werden konnten.
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Eine intakte Umwelt trotz Tourismus zu erhalten, fordert seinen Preis, und der "sanfte" Tourismus der Seychellen setzt auf aufgeklärte Reisende, die bereit sind und es sich leisten können, für ein besonderes Naturerlebnis teuer zu bezahlen.
Dafür gibt es auf Praslin den Nationalpark Valleé de Mai mit einer einmaligen Tropenvegetation und den legendären Coco-de-mer-Palmen. Auf den Inseln Bird und Cousin brüten Millionen von Seevögeln. Viele von ihnen stehen auf der Liste aussterbender Arten, ebenso wie die Riesenschildkröten, von denen auf Aldabra noch rund 150.000 leben. |
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Auf La Digue verkehren keine Autos, sondern nur knarrende Ochsenkarren vor der Kulisse verträumter Kolonialdörfer, und in stillen Wäldern erheben sich riesige Bäume zu kathedralenartiger Mächtigkeit. Etwas von all dem ist auch auf Mahé zu finden. Auf allen Inseln der Seychellen verzaubert das helle Sonnenlicht die Unterwasserwelt in den Lagunen und Korallenriffen.
Das Wappen der Seychellen spricht für sich: Es zeigt im Vordergrund eine Riesenschildkröte, paradiesische Inseln und einen Baum der Erkenntnis, in dem - bezeichnenderweise - keine Schlange nistet. |
Entwicklungen
2. September 2001. Bei der um zwei Jahre vorgezogenen Präsidentenwahl wurde France-Albert René, der seit 1977 Staatspräsident ist, mit 54 Prozent der abgegebenen Stimmen für weitere fünf Jahre als Staats- und Regierungschef der Seychellen im Amt bestätigt. Laut Verfassung ist dies seine letzte Amtsperiode. Sein Gegenkandidat von der SNP (Seychelles National Party), der Pfarrer Wavel Ramkalawan, warf Renés Partei, der SPPF (Seychelles People’s Progressive Front), massive Wahlfälschung durch Stimmenkauf und Einschüchterung vor.
Im März 2004 legte René sein Amt nieder. Neuer Präsident wurde im April 2004 James Alix Michel (*1944). Michel hatte bisher das Amt des Vizepäsidenten inne. Auch nach den Wahlen von 2006 bleibt James Alix Michel Staatsoberhaupt.
Die Präsidentschaftswahlen finden alle 5 Jahre statt (seit 2001 getrennt von den Parlamentswahlen). Das Staatsoberhaupt ist in den Seychellen gleichzeitig auch der Regierungschef und setzt die Richter der zwei höchsten Gerichte ein.
Tsunami 2004
Auch die Seychellen wurden von der Tsunami-Flutwelle vom 27. Dezember 2004 erreicht, welche von einem Erdbeben vor Sumatra ausgelöst worden war.
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Die Seychellen haben eine Voreiterrolle bei der Vorbeugung gegen die Ölverschmutzung der Meere übernommen. Nationale Küstenwacht und Einsatzflugzeuge auf dem Flughafen von Victoria werden mit Stahlmagneten ausgerüstet, die im Notfall zu einem havarierten Schiff gebracht und auf ein Leck gesetzt werden können, um Ölaustritt zu verhindern. Die neue Technologie aus den USA soll weltweit eingesetzt werden. Im Indischen Ozean verkehren tausende Frachtschiffe und Großtanker, die jederzeit kleine und große Umweltkatastrophen auslösen können. De Inselstaat unterhält als Mitglied der Comesa, der ost- und südafrikanischen Freihandelsunion, wirtschaftliche Beziehungen mit 21 Partnerländern.

Literatur
Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1276 f.
www-Links
Seychellen Info-Seiten
Bilaterale Beziehungen zwischen den Seychellen und Deutschland
Seychellen Reiseführer
www.seychellenbilder.de
Reisebericht Seychellen
CIA - The World Factbook -- Seychelles
Official website of the
Republic of Seychelles. Virtual Seychelles
Languages of Seychelles
MBendi - Seychelles
www.topix.net: Seychelles News
www.afrol.com: Seychelles News
www.nation.sc: Seychelles Online Newspaper
Directory of Cities, Towns, and Regions in Seychelles
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