Willkommen in Tansaniaworld.muz-online.de -- Die Länder Afrikas -- spirit.muz-online.de
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Offizieller Name: Vereinigte Republik Tansania Hauptstadt: Dodoma Regierungssitz: Daressalam Fläche: 883.749 km² Landesnatur: Zwischen dem Zentral-afrikanischen Graben im W und dem Ostafrikanischen Graben im Zentrum liegt das Hochbecken von Unyamwesi mit dem Victoriasee, im O Küstentiefland mit vorgelagerten Koralleninseln Klima: Tropisches Klima Hauptflüsse: Ruvuma, Rufiji, Ugalla, Pangani Höchster Punkt: Kilimandscharo 5.892 m Regierungsform: Föderative präsidiale Republik Staatsoberhaupt: Staatspräsident Regierungschef: Premierminister Verwaltung: 25 Regionen Parlament: Nationalversammlung mit 232 für 5 Jahre gewählten Mitgliedern; zusätzlich eigenes Parlament mit 75 Mitgliedern für Sansibar und Pemba Nationalfeiertag: 26. April Einwohner: 32.793.000 (1999); 36.766.356 (geschätzt für Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 37 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 28% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 45% (1999) Analphabetenquote: 25% (1999) Sprache: Kisuaheli, Englisch Religion: Moslems 35%, Katholiken 32%, Protestanten 13% Importgüter: Maschinen, Erdöl, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Tabak Exportgüter: Kaffee, Baumwolle, Sisal, Tee, Nelken, Cashewnüsse |
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TansaniaKilimandscharo - das bedeutet "Der Berg des Bösen Geistes". Doch der Name täuscht, denn der böse Geist, der in der Geschichte und Gegenwart Ostafrikas immer wieder Unruhe und Not stiftet, ist in Tansania gezähmt. Treffender ist der Name der ehemaligen Hauptstadt Dar es Salaam - "Tor zum Frieden", denn auf dem Kontinent, der von politischen Krisen, blutigen Stammesfehden, Menschenrechtsverletzungen und Hunger heimgesucht wird, zeigt Tansania die andere Seite Afrikas, nimmt das Gesicht Afrikas maßvolleren Ausdruck. Dies gilt auch für den Charakter seiner Menschen, von denen der langjährige Präsident Nyerere einmal sagte, dass sie lieber miteinander reden und trinken würden anstatt sich gegenseitig in Stammeskriegen zu verfolgen - es gilt aber vor allem auch für die Natur des Landes. | ||||||||||
Das Land der unendlichen Weiten |
Es fällt schwer, aus der Fülle des Angebots einige besonders herauszustellen. Die endlosen Savannen der Serengeti sind durch die von Bernhard Grzimek initiierte Kampagne "Serengeti darf nicht sterben" weltweit bekannt geworden. Im größten Reservat, dem Selous-Wildreservat, dessen nördlicher Teil touristisch erschlossen ist, leben Elefanten, Büffel, Kuh- und Säbelantilopen, Nashörner, Giraffen, Löwen, Zebras und viele andere Tiere. |
Die fruchtbare Küstenregion |
Geschichte
Die überlieferte Geschichte Tansanias beginnt mit der Besiedlung der Küsten und ihrer vorgelagerten Inseln durch Araber und Perser, die dort Handelsniederlassungen gründeten. Die Araber trieben von dort aus Handel mit den schwarzafrikanischen Stämmen im Binnenland, die bereits über hochentwickelte Techniken der Eisenverarbeitung verfügten. Die schriftlichen Hinterlassenschaften - in Suaheli abgefasste Gedichte und Epen - zeugen von einer hochentwickelten Kultur. Im Überseehandel mit Indien wurde das feine afrikanische Elfenbein gegen Baumwoll- und Seidenstoffe getauscht. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts besetzten die Portugiesen das blühende Handelsreich der Orientalen. Mitte des 17. Jahrhunderts gelang es dem Sultanat von Oman, die Portugiesen zurückzudrängen und den eigenen Herrschaftsbereich an der ostafrikanischen Küste auszudehnen. Um 1830 verlegte Sultan Sayyid Said (1806-1856) sogar seinen Hof von Maskat nach Sansibar und errichtete eine Stadt, deren alte Viertel noch heute vergessen lassen, daß dieses Stück Altarabien geographisch zu Schwarzafrika gehört. |
Heute, wo es nur noch wenige Landstriche gibt, die vom Menschen unberührt sind, und wo die riesigen Herden wilder Tiere fast vom Erdboden verschwunden sind, bietet der Serengeti-Nationalpark immer noch das gleiche wunderbare Schauspiel. |
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Nach den Statistiken der tansanischen Polizei von 1999 wurden etwa 350 "Hexen" innerhalb von anderthalb Jahren im Land getötet. Allein in der Region von Shinyanga wurden innerhalb von zwei Jahren 168 Frauen getötet. Viele solcher Morde sind bei der Polizei nicht amtlich registriert - es könnte sein, daß die wirkliche Zahl viel höher ist. |
Jene Heiler haben das Vertrauen der Leute. Und sehr oft identifizieren jene Heiler, die Doktoren und Wahrsager in einem sind, die Tante, Großtante oder die Großmutter des toten Kindes, die für seinen Tod verantwortlich ist. Der Heiler tritt in Kontakt mit den Mördern, die mit Rindern bezahlt werden. Vielerorts gibt es konspirative Banden, die für solche Bestellungen vorbereitet sind. Jene Mörder sind in den Dörfern bekannt, aber sie bleiben hauptsächlich deshalb frei, weil sie die Polizei mit den Rindern bestechen, die sie besitzen. |
Albinos in Tansania bangen um ihr Leben. Denn ihre bleiche Haut und die roten Augen machen sie zu einem begehrten Objekt für Zauberrituale in Afrika. Von Banden werden sie aufgespürt und getötet. Für die Körperteile der Ermordeten werden horrende Summen bezahlt. [...] Mindestens 40 Albinos sind in den vergangenen zwölf Monaten in Tansania ermordet worden [...] 350.000 Euro werden angeblich für einen Albinokörper bezahlt. [...] Die Leute töten Albinos und nutzen die Körperteile für Zauberrituale, um reich zu werden [...] Mit einer beispiellosen Kampagne versucht Tansanias Regierung derzeit, die Albinos zu unterstützen. In einer landesweiten Volksbefragung wurden Tansanier kürzlich aufgefordert, Albino-Mörder zu denunzieren. Hunderte wurden festgenommen. [...]« |