Willkommen auf den Bahamas

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Offizieller Name: Commonwealth der Bahamas
Hauptstadt: Nassau
Fläche: 13.878 km²
Landesnatur: Rund 700 Inseln (davon 30 bewohnt) und etwa 2400 kleine Korallenriffe und Felsklippen
Klima: Subtropisches, mäßig feuchtes Seeklima
Höchster Punkt: Auf Cat Island 63 m
Regierungsform: Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt: König/in des UK (Großbritannien), vertreten durch einen Generalgouverneur
Regierungschef: Premierminister
Verwaltung: 18 Distrikte
Parlament: Zweikammerparlament mit Abgeordnetenhaus (40 auf 5 Jahre gewählte Mitglieder) und Senat (16 ernannte Mitglieder)
Nationalfeiertag: 10. Juli
Einwohner: 301.000 (1999); 303.770 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte: 22 Ew./km²
Stadtbevölkerung: 87%
Analphabetenquote: 2%
Sprache: Englisch (Amtssprache), Kreolisch
Religion: Baptisten 32%, Anglikaner 20%, Katholiken 19%
Importgüter: Erdöl, Maschinen, Fahrzeuge, elektrotechnische Produkte, Halbfertigprodukte, Nahrungsmittel, Getränke u. Tabak, Rohstoffe
Exportgüter: Krustentiere, Fische, Gemüse, Holz, Zement, Rum, Salz


Die Bahamas gehören zu den wohl schönsten Urlaubsgebieten der Welt. Der im Atlantischen Ozean liegende Inselstaat erstreckt sich in einem Bogen von mehr als 1200 km von der Ostküste der nordamerikanischen Halbinsel Florida bis zur Insel Hispaniola (Haiti).
Rund 700 Inseln und etwa 2400 Cays - so nennt man die Mini-Koralleninseln und Felsklippen - umfaßt der Archipel; davon sind nur dreißig ständig bewohnt. Auf einer der Inseln, San Salvador, war Christoph Kolumbus (1451-1506) im Jahre 1492 gelandet und hatte damit die Entdeckung Amerikas eingeleitet. Die indianischen Ureinwohner der Bahamas wurden von den Spaniern zur Zwangsarbeit nach Kuba und Hispaniola verschleppt. So fanden die Engländer, als sie die Bahamas im 17. Jahrhundert in Besitz nahmen, die Inseln unbewohnt vor.
Heute sind etwa 85 % der Bevölkerung Schwarze und Mulatten, Nachfahren der von den Engländern aus Afrika eingeführten Sklaven. Der weiße Bevölkerungsanteil besteht überwiegend aus Nachkommen der eingewanderten Engländer und Amerikaner.Während Schwarze und Mulatten als stärkste Bevölkerungsgruppen die politische Macht auf den Inseln innehaben, besitzen die Weißen die wirtschaftliche Macht.

Infolge der günstigen Steuergesetzgebung entwickelten sich die Bahamas zu einem internationalen Finanzzentrum. Seit 1973 sind sie ein unabhängiger Staat im Britischen Commonwealth.
Der Archipel der Dollarmillionäre ist ein Magnet für die armen Nachbarn. Geschätzte 20.000 - 40.000 Haitaner arbeiten illegal als Gärtner, Bauarbeiter oder Putzfrauen. Etwa alle sechs Wochen melden bahamaische Kapitäne havarierte Flüchtlingsboote. Asylsuchende, unter anderem aus Haiti und Kuba, wurden auch 2005 zwangsweise in ihre Herkunftsländer zurückgeführt, ohne dass sie Zugang zu einem umfassenden und fairen Verfahren zur Feststellung ihrer Flüchtlingseigenschaft erhalten hätten. Mit dieser Praxis verstießen die Behörden gegen völkerrechtliche Standards (Amnesty International - Jahresbericht 2005)).

Landschaft und Klima
Die Bahama-Inseln sind aus verfestigtem Kalksand und Korallenkalken aufgebaut. Sie sitzen den bis etwa 20 m unter die Meeresoberfläche aufsteigenden Bahama-Bänken auf und ragen nur wenige Meter aus dem Meer; der höchste Punkt liegt mit 63 m Höhe auf Cat Island. Folglich findet man kaum Steilküsten; es überwiegen weite, weiße bis rosafarbene Sandstrände, die meist von Palmen und anderen subtropischen Gewächsen gesäumt werden.

Die fischreichen Gewässer um die Bahamas gelten als die saubersten der Welt und sind ein Eldorado für Wassersportler und Taucher. Das Klima ist subtropisch-mild und der warme Golfstrom sorgt dafür, daß auf den "Inseln des Juni", wie die Bahamas bisweilen genannt werden, auch im Winter Durchschnittstemperaturen von 22 °C herrschen, während die Sommertemperaturen selten über 28 °C steigen.

Die Bahamas lassen sich in drei Hauptgebiete unterteilen: New Providence Island mit der Regierungshauptstadt Nassau und dem Touristenzentrum Paradise Island mit einem modernen Flughafen; Grand Bahama Island mit dem Touristen- und Wirtschaftszentrum Freeport-Lu-caya, das mit Jachthäfen, Luxushotels, Golfplätzen und Spielkasinos Nassau fast schon den Rang abgelaufen hat; die Family Islands, auch Out Islands genannt, sind meist kleine, vom Touristenrummel noch nicht erfaßte Inselparadiese, unter anderem Abaco Islands, Andros Island, Bimini Islands, Eleuthera Island, Exuma Islands, San Salvador.

Tourismus, die wichtigste Einnahmequelle
Reisemotive für einen "Traumurlaub" auf den Bahamas gibt es mehr als genug: herrliche weiße Sandstrände, kristallklares, vom Golfstrom erwärmtes Meer mit großartigen Tauchrevieren, mildes, gesundes Klima, eine zum Teil fremdartige Vegetation, luxuriöse Hotels, Nachtclubs und Spielkasinos. Daneben bestehen Möglichkeiten und Einrichtungen für alle Arten des Wassersports, für Tennis und Golf. Ein Urlaubsangebot also, wie es abwechslungsreicher kaum sein kann.

Die Bahamas haben ihre Schönheit erfolgreich vermarktet. Der Tourismus ist mit Abstand der wichtigste Wirtschaftszweig. Er verschafft mehr als zwei Dritteln der berufstätigen Bevölkerung Arbeit und erwirtschaftet etwa 70% des Bruttosozialprodukts. Auf den siebzehn touristisch erschlossenen Inseln landen jährlich etwa 3,5 Millionen Gäste. 85% aller Urlauber kommen aus den USA.
Ferien auf den Bahamas sind längst kein Privileg mehr für Millionäre, auch in dieser einst so exklusiven Enklave hat sich der Massentourismus breitgemacht. Wer Robinson-Charme, einsame Sandstrände und unberührte Naturschönheiten sucht, kann diese Sehnsucht auf einer der kleinen Family Islands stillen.

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Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.156 f.



www-Links



CIA World Factbook: Bahamas
Lanic.utexas: Bahamas
Honorarkonsul des Commonwealth der Bahamas
Beziehungen zwischen Deutschland und den Bahamas
The Commonwealth of the Bahamas
Nassau Guardian -- Leading Bahamas newspaper
Amnesty International - Berichte

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