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Offizieller Name: Dominikanische Republik
Hauptstadt: Santo Domingo
Fläche: 48.511 km²
Landesnatur: Von NW nach SO verlaufende Gebirgsketten, durch Längstäler voneinander getrennt, im N die Cibao-Senke, im SW die Küstenebene von Santo Domingo
Klima: Randtropisches Klima mit regenreichen Sommern
Hauptflüsse: Yaque del Norte, Yuna, Yaque del Sur, Saco
Höchster Punkt: Pico Duarte 3175 m
Tieftser Punkt: Lago Enriquillo -46 m
Regierungsform: Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident
Verwaltung: 29 Provinzen, Hauptstadtbezirk Santo Domingo
Einwohner: 8.364.000 (1999); 8.950.034 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte: 172 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 65% (1999)
Analphabetenquote: 16% (1999)
Sprache: Spanisch
Religion: Katholiken 91%
Importgüter: Brennstoffe, Halbfabrikate, Konsumgüter
Exportgüter: Zucker, Eisen- und Nickelerze, Kaffee, Tabak, Kakao
Die Dominikanische Republik teilt sich mit Haiti die Insel Hispaniola. Der zweitgrößte karibische Staat nimmt fast zwei Drittel der gebirgigen Insel ein. Vier Bergketten, durch langgestreckte Tieflandfurchen(Grabenbrüche) voneinander getrennt, durchziehen die Insel von Nordwesten nach Südosten. Die höchste, die Cordillera Central - zugleich das höchste Gebirge der Westindischen Inseln -, erreicht im Pico Duarte eine Höhe von 3175 m. Große Höhenunterschiede auf kleinem Raum sind typisch für Hispaniola und dem die Insel umgebenden untermeerischen Bereich.
So fällt der vor der Nordküste der Dominikanischen Republik verlaufende Puerto-Rico-Graben bis in eine untermeerische Tiefe von 9200 m ab. Auch im Lande selbst, in der Enriquillo-Senke mit dem Lago Enriquillo, liegt die Erdoberfläche 46 m unter dem Meeresniveau.
Im Norden bildet der Cibao eine 15 km bis 40 km breite Senke, die sich von der Grenze zu Haiti über 225 km bis zur Bucht von Samaná im Osten erstreckt. Der Südwesten des Landes wird von der relativ breiten Küstenebene von Santo Domingo eingenommen. Hier besteht der Untergrund aus jungen Korallenkalken mit vielfältigen Karsterscheinungen. |
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Hispaniola: Spanischer contra französischen Kultureinfluss
Bereits auf seiner ersten Fahrt in die Neue Welt hatte 1492 Christoph Kolumbus (1451-1506) die Insel entdeckt und sie Hispaniola ("kleines Spanien") genannt. Sie wurde zum Ausgangspunkt weiterer spanischer Eroberungen in Lateinamerika. Die Urbevölkeruung, die Arawaken, wurden von den Spaniern bald durch Verfolgung, Sklaverei und ins Land gebrachte Seuchen ausgerottet. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts mussten Sklaven aus Afrika auf die Insel geholt werden, um die Ausbeutung der mineralischen Rohstoffe für die Spanier weiter betreiben zu können. |
Nach deren Erschöpfung wandten sich die spanischen Kolonialherren allerdings immer stärker dem südamerikanischen Festland zu. Die Position Santo Domingos, einst führende Stadt der Neuen Welt, wurde geschwächt. So gelang es den Franzosen, ihren Einflussbereich im Karibischen Raum auszuweiten. Im Frieden von Rijswijk 1697 musste Spanien schließlich den Westen von Hispaniola an Frankreich abtreten.
In der Folgezeit wurde auch im östlichen Teil der französische Einfluss größer. Nachdem dieser bereits an Frankreich gefallen war, gelang es den dort ansässigen Spaniern, sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder vom westlichen Teil loszusagen. Dort entstand dann die erste "Schwarzenrepublik" Haiti. Der westliche Nachbar blieb jedoch eine Bedrohung für die im Jahre 1844 gegründete Dominikanische Republik. |
Durch die Nachkommen der zahlreichen, nach Haiti gebrachten afrikanischen Sklaven bildeten sich zwischen beiden Staaten zunehmend kulturelle Unterschiede heraus, die bis heute Bestand haben. Gibt es in der Dominikanischen Republik anteilsmäßig nur 11% Schwarze, so beträgt der entsprechende Anteil in Haiti etwa 60% (ohne Mulatten). Haiti ist - im Vergleich zum Nachbarland - auch viel dichter besiedelt. Bis heute leidet die Dominikanische Republik unter dem Bevölkerungsdruck im Westen der Insel. Aus Angst vor einer zunehmend illegalen Einwanderung aus Haiti wurden im 20. Jahrhundert sogar Wehrdörfer an der Grenze errichtet.
Nach wie vor gibt es viele unüberbrückbare Gegensätze zwischen beiden Staaten. Am deutlichsten werden sie durch die unterschiedlichen Sprachen: In Haiti ist die Amtssprache Französisch, in der Dominkanischen Republik Spanisch.
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Darüberhinaus ist im haitianischen Volk ein großes Maß an afrikanischem Kulturgut, so zum Beispiel der magisch-religiöse Voodoo-Kult, verhaftet, auf das die sich als Weiße fühlenden Dominikaner in der Regel eher verächtlich herabblicken. Auch aufgrund der höheren wirtschaftlichen Entwicklung fühlen sich die Dominikaner den Einwohnern Haitis weit überlegen.
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Das Land
Bedingt durch die wechselvolle Geschichte der Dominikanischen Republik findet sich in dem Land ein interessantes Völkergemisch. Der größte Teil der Bevölkerung sind Mulatten, es gibt nur etwa 28% Weiße und ungefähr 11% Schwarze. In der Nähe von Bahía de Samaná, im Nordosten des Landes, leben vereinzelt sogar noch Nachkommen von US-Sklaven. Es gibt keine offensichtliche Rassendiskriminierung in der Dominikanischen Republik, die Hautfarbe scheint jedoch trotzdem die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stellung des einzelnen zu bestimmen. |
Dunkelhäutige gehören meist den ärmeren Schichten an. Die weiße Hautfarbe dominiert bei Grundbesitzern, Industriemagnaten, Angehörigen der Mittelklasse und höheren Berufsständen. Diese gesellschaftliche Differenzierung mag auf den Drang der Dominkaner zurückzuführen sein, sich als "Spanier" zu betrachten, um sie so von ihren "französischen" Nachbarn in Haiti abzugrenzen. Die Armut ist nach wie vor eines der wichtigsten gesellschaftlichen Probleme der Republik: Die Slums in den Städten sind Schandflecken im Land. |
Die Botelleros von Santo Domingo
Für viele Dominikaner wird der Müll zunehmend zu einer großen Belastung, da die öffentliche Müllabfuhr nicht in der Lage ist, eine ordnungsgemäße Müllbeseitigung zu organisieren. Auf der anderen Seite bietet der Müll für Tausende der unteren sozialen Schichten eine Überlebenschance. Die Müllsammler von Santo Domingo entnehmen den Abfällen, bevor sie endgültig auf der Müllhalde eingeebnet werden, alle noch brauchbaren Bestandteile: Metalle, Kartons, Holz, Plastik- und Glasbehältnisse. Die "Botelleros" sind Flaschensammler, die auf ihren dreirädrigen Fahrrädern die Wohnviertel durchkämmen, aus den Abfalltonnen alle Flaschen aufsammeln bzw. gesammelte Flaschen gegen Pfennigbeträge von den Haushalten erwerben. In zentralen Sammelstellen werden die Behältnisse dann sortiert und einer Wiederverwendung zugeführt. |
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Industrieparks gegen Arbeitslosigkeit
Auch in der Dominikanischen Republik wurde mit zunehmendem Bevölkerungszuwachs deutlich, dass neue Erwerbsmöglichkeiten geschaffen werden mussten. 1986 waren aber immer noch 40% der Erwerbspersonen in der Landwirtschaft tätig.
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Punta Cana. 2011. Sonja.
Punta Cana. 2011. Sonja.
Punta Cana. 2011. Sonja.
Hochzeitsvorbereitung. Punta Cana. 2011. Sonja.
Punta Cana. 2011. Sonja.
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| Ähnlich wie Puerto Rico versuchte man verstärkt seit Beginn der 1970er Jahre Industrieförderungsmaßnahmen im Lande durchzuführen. Es entstanden privat oder staatlich organisierte Industrieparks, deren Gelände exterritorial ist. Dort angesiedelte Betriebe dürfen alle Betriebsmittel zollfrei importieren, sind jedoch verpflichtet, ihre Produkte auf dem Exportmarkt anzubieten. Dadurch dass für große Exportmärkte, wie etwa den der USA, produziert wird, können in diesen Freizonen zahlreiche Arbeitskräfte in lohnintensiven Branchen, etwa der Textilindustrie, beschäftigt werden. Wegen der infrastrukturellen Ausstattung befinden sich derartige Freizonen ausschließlich im Einzugsbereich der größeren Städte. Haupthandelspartner der Dominikanischen Republik sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Venezuela, Mexiko und die Europäische Union.
Neues Zentrum des Fremdenverkehrs: Puerto Plata
Über 2,5 Millionen Auslandsgäste reisen jedes Jahr in die Dominikanische Republik ein. Damit liegt das Land nach Puerto Rico und den Bahamas an dritter Stelle in der Karibik. Wie bei den Handelsgütern sind auch beim Tourismus die Vereinigten Staaten von Amerika das wichtigste Land. 60% der Gäste kommen aus den USA. Hierbei spielt freilich auch eine Rolle, dass ca. 170.000 Dominikaner, von denen der größte Teil in den USA lebt, jedes Jahr in ihrer Heimat Ferien machen. Puerto Plata, an der Nordküste gelegen, ist ein in jüngster Zeit stark entwickeltes Fremdenverkehrsgebiet, das inzwischen fast 30% des dominikanischen Zimmerangebots auf sich vereint. Die Touristen besuchen dieses Gebiet vor allem wegen der weiten weißen Sandstrände und des angenehmen, von der Atlantikbrise gekühlten Klimas. Probleme gibt es allerdings bei der Versorgung der zahlreichen neuen Hotels mit Strom und Wasser, ein Grundübel in der Dominikanischen Republik. Eigene Brunnnen und Notstromaggregate sind häufig der letzte Ausweg aus dem Dilemma.
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Entwicklungen
Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise trifft auch die Dominikanische Republik.
Präsident Leonel Fernández Reyna (seit 2004) verfolgte mit einem stabilitätsorientierten Sparkurs und den Krediten des IWF zwar das Ziel, die marodierende Wirtschaft zu sanieren - immerhin wies das BIP im Jahr 2005 einen Zuwachs von 9,3% auf - doch neben den zahlreichen Protesten der Bürger, die sich gegen die immer weiter gestiegenen Steuerlasten zur Wehr setzen, versank das Land mit der Pleite der Lehmann Brothers (viertgrößte Investmentbank in den USA) im September 2008 zunehmend in eine tiefe Krise. Diese Pleite betrifft insbesondere die "Banco de Reservas", die wiederum das hunderte Millionen schwere Tourismusprojekt "Cap Cana" (ein Donald Trump Projekt) mitfinanziert. Die Cap-Cana-Gesellschaft hatte Ende Oktober 2008 bereits 1200 Angestellte entlassen.
Einst beliebte Strände wie "Boca Chica" und "Andrés" sind zu Kloaken verkommen. Für 2009 wird ein desaströser Einbruch des Tourismus befürchtet.
Siehe hierzu: internetkanzlei.to (Abschied aus der Dominikanischen Republik, letzte NEWS)
Die zwischen einer halben und einer Million oft illegal in der Dominikanischen Republik lebenden Haitianer stellen ein weiteres Problem für das Land dar. Neben häufig vorgenommenen Massendeportationen sehen sich diese Menschen oft auch gewaltsamen Übergriffen von Seiten der dortigen Bevölkerung ausgesetzt.
Siehe hierzu: Der Fischer Weltalmanach 2008, S.167.
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Literatur Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.362 f.

www-Links
Die Informationsplattform über die Dominikanische Republik
Die Dominikanische Republik. Die Tainos, Geschichte, Religiöse Kultur, Museen
Unabhängiges Nachrichten- und News-Magazin mit aktuellen Meldungen und Nachrichten aus und über die Dominikanische Republik
Wichtige und umfassende Informationen zur Dominikanischen Republik
Beziehungen zwischen Deutschland und der Dominikanischen Republik
Fotos -- Dominikanische Republik, Dominican Republic, República Dominicana, République Dominicaine
CIA - The World Factbook -- Dominican Republic
DOMINICAN REPUBLIC - A Country Study
Governments on the WWW: Dominican Republic
Lonely Planet World Guide | Destination Dominican Republic |
Music from and information about the Dominican Republic
Dominican Republic > The Puerto Plata Report
WashingtonPost.com: International: Dominican Republic
Languages of Dominican Republic

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