Willkommen in Kolumbienworld.muz-online.de -- Länderauswahl Südamerika -- spirit.muz-online.de |
Formal besteht eine fünfjährige Schulpflicht, jedoch gehen fast 20% der Kinder überhaupt nicht zur Schule und jedes dritte Kind erreicht keinen Schulabschluss. |
Mit viel Engagement versuchte in letzter Zeit die katholische Kirche - über 90% der Kolumbianer sind Katholiken - die sozialen Verhältnisse zu bessern. Priester, die wie Camilo Torres militant die "Theologie der Befreiung" vertreten, engagierten sich dabei politisch, teilweise sogar in den Reihen der Guerilla. Gerade die sozialen Unterschichten Kolumbiens bestehen aus sehr gläubigen Menschen, die ein recht naives Christentum praktizieren: Verehrung von Heiligenbildern, Bittprozessionen und Wallfahrten. |
Hier befinden sich die wichtigsten Wirtschafts- und Anbaugebiete Kolumbiens. Der höchste Berg des Landes, der 5775 m hohe Pico Cristóbal Colón, erhebt sich in der Sierra Nevada de Santa Marta unmittelbar an der karibischen Küste. Fast unbesiedelt sind die endlosen Grassteppen der Llanos im Osten und die immergrünen Regenwälder im Südosten Kolumbiens. Bei Leticia im Süden zieht sich eine rund 120 km lange Grenze am Amazonas entlang. |
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Bodenschätze |
EntwicklungenKolumbien leidet seit 40 Jahren unter einem Bürgerkrieg, in dem sich die Regierung und die linksgerichteten Rebellen der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) und des Ejército de Liberación Nacional (ELN) bekämpfen. Diesem Konflikt sind bislang etwa 200.000 Menschen zum Opfer gefallen. Der einst politisch motivierte Kampf der Guerilla ist seit einigen Jahren zu einem reinen Raubkrieg, eng verbunden mit Drogenhandel und Schutz- bzw. Lösegelderpressung, degeneriert. Rund 3,4 Millionen Menschen leben aufgrund der Kämpfe als Flüchtlinge im eigenen Land. 500.000 flohen in die benachbarten Länder, die Hälfte nach Ecuador, rund 200.000 nach Venezuela. In Kolumbien wird weltweit das meiste Kokain produziert und deckt zur Zeit zu 80% die Weltmarktnachfrage. Schätzungen zufolge werden jährlich mehrere hundert Tonnen Kokain in die USA und nach Europa geschmuggelt.
Der bereits zum zweiten Mal gewählte Präsident Uribe verstärkte den Druck auf die Rebellen und stockte die finanziellen Mittel im Rahmen eines Sicherheitsplans für die Aufrüstung von Polizei und Militär erheblich auf. Uribes Doppelstrategie - militärisches Vorgehen und Verhandlungen - hat mit dazu beigetragen, dass die Zahl der Entführungen von 2002 bis Ende 2005 von fast 3000 auf 800 abgenommen hat und die Zahl der terroristischen Angriffe von 1646 (2002) auf 661 (2006) zurück gegangen ist. » [...] Die zunehmende Ausweitung des kolumbianischen Bürgerkriegs auf die Grenzgebiete des Nachbarlandes Ecuador belastete die Beziehungen zwischen beiden Ländern sehr.« MenschenrechtsverteidigerInnen in Kolumbien
Kolumbien gilt trotz seiner demokratischen Verfassung seit Jahrzehnten als eines der gewalttätigsten Länder des amerikanischen Kontinents. Das Land ist geprägt durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen linken Guerillagruppen, rechten paramilitärischen Verbänden und den Streitkräften der Regierung, aufgrund derer mehr als zwei Millionen Menschen ihre Heimatgebiete verlassen haben und nunmehr als Flüchtlinge leben. Sowohl Angehörige der kolumbianischen Streit- und Sicherheitskräfte, als auch Angehörige der paramilitärischen Verbände und der Guerillaeinheiten sind für zahlreiche Tötungen und andere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht veranwortlich.
Die aktuelle Lage der MenschenrechtsverteidigerInnen in Kolumbien ist besonders kritisch. Sie erleiden Repressionen von Seiten der Guerilla und werden zudem von Teilen der Regierung, der Sicherheitskräfte und der paramilitärischen Verbände kriminalisiert, indem sie als ziviler Arm der Guerilla dargestellt werden. Auf diese Weise wird der Widerstand gegen die Menschenrechtsverletzungen systematisch unterwandert. Das Vorgehen gegen die MenschenrechtsverteidigerInnen reicht von Einschüchterung, Beschattung und konkreten Bedrohungen bis hin zu Verschwindenlassen und Mord. Seit 1997 wurden mehr als 25 AktivistInnen umgebracht, etwa ebenso viele konnten Anschlägen auf ihr Leben nur knapp entkommen. Zumeist ist es allein dem Einsatz von nicht-staatlichen Organisationen zu verdanken, wenn einige dieser Verbrechen aufgeklärt werden. Nur in den seltensten Fällen werden allerdings die ermittelten Täter zur Verantwortung gezogen. LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.808 f.LinksMenschenrechte für Kolumbien - Kolko e.V. Menschenrechte Blog Nestlé verletzt Menschenrechte in Kolumbien Der Fall "Nestlé" Vom Bürgerkrieg zum Bandenkrieg Der "Demobilisierungsprozess" in Kolumbien lässt die paramilitärischen Gruppen weitgehend ungeschoren Krieg Terror als Strategie zur Bekämpfung der Gewerkschaften Kolumbien Web -- Informationen -- Links -- Fotos SOS Kinderdörfer Kolumbien Ranchito Indianer - Welt - Inka - Religion Beziehungen zwischen Kolumbien und Deutschland Centro de Medios Independientes CIA -- The World Factbook -- Colombia Terra Colombia Support Network: Human Rights for Colombia CIP Colombia Project -- Peace Initiatives in Colombia Periódico El Tiempo Periódico El País El Colombiano Semana Presidencia de Colombia Bogota D.C. |