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Offizieller Name: Vereinigte Mexikanische Staaten Hauptstadt: Mexiko-Stadt (Ciudad de México) Fläche: 1.958.201 km² Landesnatur: Von W nach O: Halbinsel Niederkalifornien, pazifische Küste, im N als Tief-, im S als Bergland ausgeprägt; westlich Sierra Madre, Hochland von Mexiko, östlich Sierra Madre und Küstenebene am Golf von Mexiko. Nach S wird das Hochland von jungvulkanischem Gebirge begrenzt. Im SO die Halbinsel Yucatán Klima: Im N subtropisch, im S tropisch feucht-heiß Hauptflüsse: Balsas, Santiago, Yaqui Höchster Punkt: Citlaltépetl 5700 m Tiefster Punkt: nahe Mexicali -10 m Regierungsform: Präsidiale Bundesrepublik Staatsoberhaupt: Staatspräsident Verwaltung: 31 Bundesstaaten und Bundesdistrikt Mexiko-Stadt Parlament: Parlament mit Abgeordnetenkammer (500 für 3 Jahre gewählte Abgeordnete) und Senat (128 für 6 Jahre gewählte Mitglieder) Natinalfeiertag: 16. September Einwohner: 95.365.000 (1999); 106.202.903 (geschätzt Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 50 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 74% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 33% (1999) Analphabetenquote: 9% (1999) Sprache: Spanisch Religion: Katholiken 90%, Protestanten 5% MexikoWährend viele Länder mit wenigen Stichworten gekennzeichnet werden können, gelingt dies bei Mexiko nicht. |
Das gilt schon für den politischen Bereich. |
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In der Naturlandschaft reicht das Spektrum vom aktiven Vulkanismus bis zum ewigen Schnee, vom tropischen Regenwald bis zur Wüste; und dem entspricht die Fülle unterschiedlichster Agrarprodukte. Zur Naturausstattung gehören das Silbererz, jahrhundertelang die Hauptquelle des Reichtums, sowie enorme Erdölvorräte, aber auch die Lage zwischen zwei "warmen" Meeren, wodurch Mexiko zum wichtigsten Touristenziel der Tropen wurde. |
Dabei gehört die Bevölkerungszunahme Mexikos zu den höchsten der Welt, und es steht zu befürchten, dass die Hauptstadt bald zur größten Metropole überhaupt heranwächst. Immerhin hat eine beachtliche Industrialisierung Mexiko zu einem sogenannten Schwellenland werden lassen, doch in ihrer Folge ist es auch zur gefährlichen Auslandsverschuldung gekommen. |
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Eine rasante Verstädterung |
Einen Sonderfall stellen die "Maquiladoras" an der Grenze zu den USA dar. Es sind Lohnveredlungsbetriebe in ausländischer Hand, die Halbfertigwaren wie Textilien oder Elektronikbauteile aus dem Ausland beziehen und nach der Verarbeitung das Endprodukt wieder dorthin ausführen. Sie arbeiten also nicht für den Binnenmarkt, sondern nutzen lediglich das niedrige Lohnniveau Mexikos gegenüber dem reichen Nachbarland aus und schaffen damit Arbeitsplätze. |
Insgesamt konnte die landwirtschaftliche Produktion, sowohl in der Viehwirtschaft als auch im Ackerbau, durch den Einsatz von Düngemitteln, neuen Techniken und Neuzüchtungen erheblich gesteigert werden. Dies geschah überwiegend durch moderne Agrarunternehmer. Viele von ihnen leben in den Städten und gehen dort einem anderen Beruf nach. Sie haben nur wenig mit den alten Großgrundbesitzern, den sogenannten Hacendados, zu tun, noch weniger freilich mit der Masse der als Campesinos bezeichneten Kleinbauern, die ihre kaum veränderte altindianische Brandrodungswirtschaft mit dem Anbau von Mais, Bohnen und ein paar Früchten betreiben und nur mit Mühe die Grundbedürfnisse ihrer großen Familien befriedigen können. Letztere bilden den zweitgrößten Teil der Bevölkerung mit annähernd 24% der Erwerbstätigen gegenüber 22% im Industriesektor und über 50% in Dienstleistungen, Handel und Gastgewerbe. |
Der Ruf der Campesinos nach Land und Freiheit ("Tierra y Libertad") war zwar nicht das auslösende Moment des Aufstandes gegen den Diktator Porfirio Diaz (1830-1915) im Jahr 1910, wohl aber die wichtigste Triebkraft für den langjährigen blutigen Bürgerkrieg. So forderte nach dem Sieg der Revolution die neue Verfassung von 1917 unter anderem eine umfassende Bodenreform. Je nach Klima- und Bodenverhältnissen sollten den privaten Landbesitzern Flächen bis zu 200 ha im Ackerbau und bis zu 500 ha in der Weidewirtschaft bleiben. Alles übrige Land fiel dem Staat zu, der es als sogenannte Ejidos an Siedlungsgemeinschaften zur individuellen oder genossenschaftlichen Nutzung weitergeben sollte. Insgesamt wurden 83 Millionen ha an 2,8 Millionen Berechtigte verteilt, das sind immerhin 59% der Agrarfläche und 74% der landwirtschaftlichen Betriebe. Doch die Reform ist über die Verteilung des Bodens kaum hinausgekommen. Es fehlen ergänzende Maßnahmen wie Schulung, günstige Kredite für Saatgut, Düngemittel, Maschinen usw. Nach wie vor dienen große Teile der Nutzfläche nur der Selbstversorgung, die aber in vielen Fällen nicht gesichert ist. Zahlreiche Campesinos müssen vor der Ernte Mais für die eigene Ernährung kaufen. Hinzu kommt der auf dem Lande ungebrochene Kinderreichtum, so daß trotz stetiger Abwanderung immer mehr Menschen von denselben Flächen leben müssen. | "Tortilla-Krise" »[...] Anfang Februar 2007 demonstrierten in Mexiko-Stadt Zehntausende gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung Calderón. Neben einer Abkehr von der neoliberalen Wirtschaftspolitik wurden staatliche Preiskontrollen bei Grundnahrungsmitteln sowie eine allgemeine Lohnerhöhung gefordert. Ferner richtete sich der Protest gegen die am 1.1.2007 in Kraft getretenen Regelungen aus dem Freihandelsabkommen NAFTA; seither ist ein zollfreier Handel von Agrarprodukten zwischen den USA, Kanada und Mexiko möglich; die Bauern Mexikos fürchten, gegen die stark subventionierte US-amerikanische Landwirtschaft nicht konkurrenzfähig zu sein. Auslöser der Massenkundgebung war der starke Preisanstieg von Mais, aus dem Tortillas, ein Grundnahrungsmitel, bereitet werden. Ihr Preis war innerhalb eines Jahres um mehr als 60% gestiegen. Hauptgrund dafür war die starke Nachfrage von Mais in den USA, wo das Getreide für die Herstellung von Bioethanol verwendet wird. Calderón vereinbarte daraufhin mit Agrarunternehmern einen Höchstpreis für Maismehl. [...]«Aus: Der Fischer Weltalmanach 2008, S.333 ff. |
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Fast zwei Drittel seines Außenhandels wickelt Mexiko mit den USA ab, die beide zur Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) gehören. Japan und die Europäische Union sind auch wichtige Käufer. Erdöl und Erdölprodukte machen den Löwenanteil des Außenhandels aus. Als nach 1981 die Ölpreise fielen, geriet Mexiko in eine tiefe Schuldenkrise. Die Wirtschaft brach fast zusammen und ein Finanzdesaster konnte gerade noch verhindert werden. |
SchweinegrippeSeit April 2009 sollen die Menschen erneut in Angst und Schrecken versetzt werden: Es drohe eine globale Pandemie, hervorgerufen durch den Erreger des "H1N1" oder "Schweinegrippe" genannten Virus. An dem aus dem Nichts erfolgten Ausbruch dieses Erregers sollen in Mexiko bereits mehr als 100 Menschen (Stand 27.4.2009) gestorben sein. Laut Angaben des US-Seuchenzentrums CDC ist dieser Virus aus 4 genetischen Segmenten von Mensch, Vögeln und Schweinen aus drei Kontinenten zusammengesetzt. Siehe: |
EntwicklungenAngesichts des seit 2006 andauernden Drogenkriegs (mit Beginn der militärischen Bekämpfung der Kartelle) mit über 18.000 Toten bis einschließlich Juni 2010 »[...] und den erfolglosen Bemühungen von Polizei und Militär, die öffentliche Sicherheit im Land wiederherzustellen, breitete sich in der Bevölkerung Hoffnungslosigkeit aus. [...] Drogenkrieg: Seitdem die Regierung ihr Vorgehen gegen die mexikanische Drogenmafia [...] verschärft hatte, stieg die Zahl der Todesopfer, die im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität und deren Bekämpfung stehen. [...] Am schwersten betroffen waren die Bundesstaaten Baja California, Chihuahua, Guerrero, Michoacán, Tamaulipas, Nuevo León, Sinaloa, Durango und Jalisco. [...] Die Eskalation der Gewalt war zum großen Teil auch auf die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Drogenkartellen zurückzuführen, die sich angesichts des verschärften Drucks der Regierung einen immer heftigeren Verteilungskampf um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA lieferten. [...] |
Operation "Peso Shield"Mexiko-Krise Ende 1995 - die Macht des internationalen Finanzmarktes LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.941 ff.Literatur in unserem Buchladen: ► Mexiko www-LinksPapel Amate Die mexikanische Geisterstadt "Real de Catorze" Auf dem Hexenmarkt von Mexico City The Witches ofVeracruz Olivers Mexiko Portal Embajada de México en Alemania -- Botschaft von Mexiko in Berlin Bilaterale Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland México - Lindo y Querido, das private Mexiko Portal Fotoalbum Mexiko Zwischen Mexiko und USA verläuft die Grenze zwischen Erster und Dritter Welt Endstation Tijuana -- Durch mehr als einen Grenzzaun von den USA getrennt Interview with Roberto Martinez (1997). Immigration and Human Rights on the U.S. / Mexico Border. San Diego, California Amnesty International: Mexiko CIA - The World Factbook -- Mexico Languages of Mexico Zapatista |