USA: Pazifik und Hawaii

Washington, Oregon und California sind die Staaten an der Pazifikküste, Fenster der USA zum Fernen Osten, und Hawaii ist der strategische Stützpunkt im Pazifischen Raum. Von California ist es näher nach Japan als nach Europa.
Die Region der Superlative
Die zusammengewürfelte Bevölkerung ist "amerikanisch" rastlos. Hier werden immer wieder neue Ideen geboren, die sich dann weltweit ausbreiten, wie etwa die Studentenbewegung, der Feminismus, der Umweltschutz, bestimmte Modetrends usw. Das pazifische Küstenland ist landschaftlich nur im Superlativ zu beschreiben: es hat die höchsten Berge, die tiefsten Täler, die heißesten Wüsten, die größten Bäume und die schönsten Landschaftsszenen. An der Pazifikküste teilt sich der westliche Ausläufer der Rocky Mountains in die Küstenkette (Coastal Ranges) und parallel dazu weiter östlich in das Kaskadengebirge und die bis zu 4418 m hohe Sierra Nevada. Dazwischen liegt eine Tiefebene, Central Valley genannt.
Das Klima dieser Region ist extrem unterschiedlich. In Washington und Oregon herrschen maritim-gemäßigte Verhältnisse mit hohen Niederschlägen. California hat ein mildes, mediterranes Klima mit Sommertrockenheit und Winterregen, das weiter südlich in Wüstenklima übergeht. In der Mojave- und der Coloradowüste, vor allem aber im 86 m unter dem Meeresspiegel gelegenen Death Valley werden die höchsten Temperaturen der Welt gemessen. In Washington und Oregon hat der Waldreichtum zur Entwicklung von Holzindustrie geführt.
Fast 6 Millionen Einwohner leben in Washington, in Oregon mehr als 3 Millionen. California ist mit über 33 Millionen Einwohnern der volkreichste Staat der USA. Er wurde 1848 von Mexiko abgetreten und 1850 zum 31. Bundesstaat erklärt. Seit dem Goldrausch von 1848 riß
der Strom der Zuwanderer nicht ab. Einwanderer aus Asien sind in California besonders zahlreich vertreten, es kommen vor allem Japaner, Chinesen und Vietnamesen. Trotzdem nimmt das hispanische Element am stärksten zu.
California ist wirtschaftlich sehr mächtig. Wäre es ein unabhängiges Land, würde es mit seinem Bruttosozialprodukt nur von den USA, Japan, Deutschland und der Schweiz überflügelt. Es ist in den USA in der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse führend. Im Central Valley werden fast 34.000 km² Fläche künstlich bewässert. Die von hier in Dosen oder tiefgefroren versandten Früchte und Gemüse decken mehr als ein Drittel des gesamten Bedarfs der USA. Wein, Tafeltrauben und Baumwolle sind weitere Produkte der kalifornischen Landwirtschaft, die heute in einem Jahr mehr als doppelt so viel einbringt wie die gesamte Ausbeute der damals so berühmten Goldwäscherei.
Die kalifornische Industrie ist stark von Militäraufträgen gefördert worden, vor allem im Flugzeug-, Raketen- und Schiffsbau. Moderne Computertechnologie wird vor allem im berühmten Silicon Valley bei San Francisco entwickelt.
Hawaii, der 50. Bundesstaat 1959 wurde Hawaii als 50. Bundesstaat in die USA aufgenommen. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg war diese vulkanische Inselgruppe im Pazifik Hauptstützpunkt der US-amerikanischen Pazifikflotte, die hier am 7. Dezember 1941 durch japanische Kampfflugzeuge in Pearl Harbor versenkt wurde. Hawaii ist heute noch das Hauptquartier der US-amerikanischen Pazifikflotte sowie Trainingsbasis der US-Polaris-U-Boote. Hier sind stets etwa 120.000 Militärpersonen mit ihren Familien stationiert. Oahu mit der Hauptstadt Honolulu ist von den acht Hauptinseln am dichtesten besiedelt. Die polynesische Urbevölkerung kam von den Marquesasinseln und Tahiti und wurde von puritanischen Missionaren christianisiert. Einwanderer aus China, Japan, Korea, den Philippinen und USA machen jedoch heute die Mehrzahl der Bewohner aus. Das mit durchschnittlich 22 bis 26 °C milde Klima, die idyllische Tropennatur und nicht zuletzt die hawaiische Folklore ziehen jährlich viele Besucher, vor allem aus Japan, nach Hawaii.

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