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Offizieller Name: Republik Panama
Hauptstadt: Panama City
Fläche: 75.517 km²
Landesnatur: Im W die vulkanische Gebirgskette Serranía de Tabasará, im O die Gebirgszüge der Cordillera de San Blas und der Serranía del Darién, die karibischen bzw. pazifischen Küstenebenen im N und S
Klima: Tropisches Klima mit hohen Temperaturen und einer kurzen Trockenzeit
Hauptflüsse: Chucunaque, Túira, Bayano
Höchster Punkt: Vulkan Chiriquí 3475 m
Regierungsform: Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Präsident
Verwaltung: 9 Provinzen, 1 autonomes Indianer-Territorium
Parlament: Gesetzgebende Versammlung mit 71 für 5 Jahre gewählten Abgeordneten
Nationalfeiertag: 3. November
Einwohner: 2.812.000 (1999); 3.039.150 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte: 37 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 58% (1999)
Analphabetenquote: 8% (1999)
Sprache: Spanisch, Englisch, indianische Sprachen
Religion: Katholiken 96%, Protestanten 2%
Importgüter: Erdöl, Maschinen, Fahrzeuge, chemische Produkte
Exportgüter: Erdölprodukte, Bananen, Krabben, Zucker, Kaffee, Kakao, Manilahanf, Kokosnüsse
Panama ist die jüngste der amerikanischen Republiken und verdankt seine Existenz eigentlich nur dem Kanal. Schon die spanischen Eroberer,
die unter Rodrigo Galván de Bastidas (1460 bis 1526) 1502 das Land zum ersten Mal betraten, erkannten in der Landenge eine ideale Verbindungsmöglichkeit zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean. Bald gewann die Landenge ihre strategische Bedeutung als Verbindungsstück zu den Silberminen Perus. Die Überseetransporte wurden im karibischen Hafen Portobelo für die Überfahrt zusammengestellt. Nach der Eröffnung anderer Land- und Seerouten verlor Panama seine Bedeutung als Transitland. 1739 wurde es dem neuen Vizekönigreich von Neugranada (Großkolumbien) eingegliedert. Während sich die anderen Provinzen Zentralamerikas nach 1821 ihrer turbulenten "Freiheit" erfreuten, blieb Panama trotz einiger Abnabelungsversuche bis 1903 ein Anhängsel Kolumbiens.
Es waren dann die USA, die mit Hilfe von Kanonenbooten zur "Unabhängigkeit" verhalfen. Als Gegenleistung mußte die "Quasikolonie" vertraglich eine etwa 15 km breite Zone beiderseits des 1914 vollendeten Kanals auf "unbegrenzte Zeit" an die USA abtreten. Die neue Schutzmacht installierte zur "Verteidigung des Kanals" große Militärbasen in der
Kanalzone mit sicherheitspolitischen Aufgaben für Mittel- und Südamerika.
Für Panama war dagegen der Nutzen des Kanals ziemlich gering. Erst 1978 kamen nach mehreren vergeblichen Anläufen zwei Vertragswerke zustande, die bis zum 31.12.1999 eine stufenweise Übergabe von Kanal und Kanalzone in die alleinige Verfügungsgewalt von Panama vorsahen und seine Einnahmen aus dem Kanalbetrieb deutlich erhöhten. Zuvor hatten die USA pro Jahr nur 2,3 Millionen US-Dollar als Pachtzins bezahlt. Ein wesentlich größerer Nutzen erwächst dem Land freilich aus der Beschäftigung von rund 22.000 Panamaern in der Kanalzone - und einigen mehr in der Vergnügungsindustrie. Der Kanal, der sich in den vergangenen Jahren für moderne große Frachter als zu schmal erwies, soll nun verbreitert werden.
Die Innenpolitik verlief bis 1968 trotz einiger Staatsstreiche nach den Regeln einer Verfassung, die die Präsidialdemokratie der USA kopiert hatte. Die Verfassung trennt Judikative, Exekutive und Legislative. Letztere besteht aus der Nationalversammlung, einer Kammer mit 71 Mitgliedern, die für fünf Jahre gewählt werden. An der Spitze des Kabinetts mit fünf Ressorts steht der Präsident, der ebenfalls alle fünf Jahre neu gewählt wird.
In den Jahren 1968 bis 1978 baute General Omar Torrijos Herrera (1929-1981) als »oberster Führer der panamaischen Revolution« ein mit kubanischen Systemelementen und Parolen garniertes Regime auf. Der Volkstribun mobilisierte zwar die »Volksmacht« der Unterschichten, stützte sich aber auf die Nationalgarde. |
Nach seinem Rückzug in die militärische Garnison ließ er - bis zu seinem mysteriösen Unfalltod 1981 - aus dem Hinterzimmer der Macht die politischen Puppen tanzen. Der Versuch von General Manuel Antonio Noriega (* 1934), dieses Spiel fortzusetzen, führte in den Jahren 1987 bis 1989 zu politischen Turbulenzen. Ein »Bürgerkreuzzug« beschuldigte ihn des politischen Mordes
und Wahlbetrugs, zwei US-Gerichte verdächtigten ihn des Drogen- und Waffenschmuggels. Weder Massendemonstrationen noch Wirtschaftssanktionen der USA konnten ihn zur Abdankung bewegen.
Als die Opposition an die
Macht zu kommen drohte, wurden die Wahlen von 1989 annulliert. Es kam zur Besetzung Panamas durch US-amerikanische Truppen, Noriega wurde verhaftet und einem amerikanischen Gericht überstellt.
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PANAMA: Land und Bevölkerung
Panama liegt am schmalsten Stück der Landbrücke, die Nord- und Mittelamerika mit Südamerika verbindet. Von den meisten Berggipfeln
des Landes hat man einen Blick auf die beiden großen Weltmeere, den Pazifischen und den Atlantischen Ozean. Die Kanalzone trennt das
Land, das etwas größer als Bayern ist, an der mit 55 km schmalsten Stelle in zwei Teile. |
Den Westen durchzieht eine vulkanische Gebirgskette, die an die Cordillera de Talamanca in Costa Rica
anschließt. Höchster Berg ist der Vulkan Chiriqui (3475 m), dessen vulkanisches Innenleben fast erloschen ist. Dennoch bebt die Erde in dieser Vulkanzone gelegentlich. Im Osten geht die Westkordillere Kolumbiens in die rund 1.000 m hohe Cordillera de San Blas über. Diese von Regenwald überzogene Grenzprovinz zu Kolumbien ist nahezu menschenleer.
Das Vulkangebirge fällt in zwei flache Küstenebenen ab. Der karibischen Küste sind 630, der pazifischen Küste 116 kleine und zumeist unbewohnte Inseln vorgelagert. Zahlreiche Buchten verleihen der pazifischen Küste
ihren besonderen landschaftlichen Reiz, der viele Touristen anzieht. Sie ist aufgrund des besser verträglichen Klimas auch wesentlich dichter besiedelt als die größtenteils unerschlossene Karibikküste.
Panama ist das heißeste Land Zentralamerikas. Die karibische Küstenebene liegt das ganze Jahr unter feuchter Hitze. Sie ist noch größtenteils von Regenwald bedeckt, der in Küstennähe gelegentlich von Schneisen für
Bananen- und Kokospalmenplantagen unterbrochen ist. Der immergrüne Urwald greift nur in der im Osten des Landes gelegenen Provinz
Darien auf die pazifische Küstenebene über.
Die Wälder lassen an zugänglichen Stellen tiefe Narben des Raubbaus erkennen. Die in den Savannen der pazifischen Küstenregion großflächig betriebene Viehwirtschaft dringt bereits tief in die Waldbestände der Serranía de Tabasará ein. Auch die durch Brandrodung erweiterten Anbauflächen für Nahrungsmittel machen vor dem vielfach als nutzlos erachteten Wald nicht halt. |
Bevölkerung
Rund 67% der Bevölkerung zählen sich zu den Mestizen. Größer als in den anderen Ländern der Region ist mit 13% der Anteil von Schwarzen und Mulatten, die als Arbeiter zum Kanal- und Eisenbahnbau und auf die Plantagen aus der Karibik geholt wurden und heute vorwiegend an der karibischen Küste leben. Die rund 8% Indios konnten auch deshalb ihre Traditionen und Sprachen besser bewahren als in den Nachbarländern, weil für sie Reservate mit eigenen Verwaltungen eingerichtet wurden. Die Mehrheit der Cuna lebt in dem 1982 gegründeten Reservat Comarca de San Blas an der östlichen Karibikküste, die Guaymi siedeln dagegen in den westlichen Randprovinzen Chiriqui und Bocas del Toro. |
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Nur kleinere Gruppen konnten christianisiert werden. Naturreligionen und überlieferte Bräuche prägen das Zusammenleben der Indio-Gemeinschaften. Ihre Sprachen gehören größtenteils zur Chibcha-Sprachgruppe. Die ethnische Vielfalt Panamas wird ergänzt durch etwa 10% Weiße sowie 2% Asiaten, hauptsächlich Inder und Chinesen.
Weil viele Panamaer in der Kanalzone arbeiten und sich über 100 internationale Banken in der Hauptstadt Panamas niedergelassen haben,
wurde Englisch zur zweiten Umgangssprache. Das tägliche Leben wurde durch die massive Präsenz der USA stark amerikanisiert und mit
afro-karibischen Beigaben vermengt. Ethnische Vielfalt bedeutet auch kulturelle Vielfalt, aber diese Vielfalt wird von einer »herrschenden
Kultur« in die Folklore abgedrängt. Panama ist zwar ein Schmelztiegel der Ethnien, aber die mit der Hautfarbe verbundenen sozialen Unterschiede werden dadurch nicht geringer.

Literatur Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1118 f.

www-Links
Der Panama-Kanal
CIA - The World Factbook -- Panama
Panama travel | Lonely Planet World Guide
Página Principal de Panamá
Presidencia de la República de Panamá
PANAMA - A Country Study
Governments on the WWW: Panama
Welcome to The Panama News - Panama's English Language Newspaper
Dino's Panama Photos - Pictures of Panama and Canal Zone
City of Panama City
Languages of Panama

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