Willkommen auf Saint Kitts-Nevis

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Offizieller Name: Föderation Saint Kitts und Nevis
Hauptstadt: Basseterre
Fläche: 261 km²
Landesnatur: Saint Kitts (Saint Christopher): im Zentrum zerklüfteter Gebirgszug, im SO Halbinsel mit Salzsee; Nevis: großer Vulkankegel
Klima: Feuchttropisches Klima
Höchster Punkt: Mount Misery 1.156 m (Saint Kitts)
Regierungsform: Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt: König/in des UK (Großbritannien), vertreten durch einen Generalgouverneur
Regierungschef: Premierminister
Verwaltung: 14 Bezirke
Parlament: Nationalversammlung mit 11 für 5 Jahre gewählten und 3 ernannten Mitgliedern; Nevis hat eigenes Parlament mit 8 Mitglieder und Premierminister
Nationalfeiertag: 19. September
Einwohner: 39.000 (1999); 39.129 (geschätzt 2006)
Bevölkerungsdichte: 149 Ew./km²
Stadtbevölkerung: 49%
Analphabetenquote: 10%
Sprache: Englisch (Amtssprache), englisches Kreolisch
Religion: Anglikaner 36%, Methodisten 32%, Katholiken 11%
Importgüter: Fast alle Konsumgüter
Exportgüter: Zucker, Melasse, Erdnüsse, Baumwolle


Als 1983 der frischgebackene Zweiinselstaat Saint Kitts-Nevis mit dem unbewohnten flachen Koralleneiland Sombrero den vormals ebenfalls britischen Inselkolonien Barbados, Grenada, Dominica, Saint Lucia, Saint Vincent und Antigua-Barbuda in die Unabhängigkeit folgte, war es für die zumeist schwarze Inselbevölkerung ein Sprung ins Ungewisse. Die Inseln sind in ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten stark eingeschränkt und können im Gegensatz zu den Nachbarinseln Antigua und Dominica nicht mit langen weißen Traumstränden sonnenhungrige Touristen anlocken.
Die Insel Saint Kitts wird von einem zerklüfteten Gebirgszug aufgebaut. Im Südosten leitet eine schmale, lange Halbinsel mit einem Salzsee zur Nachbarinsel Nevis über. Immergrüner Regen- und Bergnebelwald überzieht die oberen, Kulturland die unteren Gebirgshänge. Die Eintönigkeit der Zuckerrohrplantagen, der Lebensgrundlage der Inseln, wird auf Nevis von Kokospalmen, auf Saint Kitts von windzerzausten Divi-Divi-Bäumen ein wenig belebt.
Nevis lädt Besucher zu einem ruhigen Urlaub in alten Herrenhäusern und Zuckermühlen ein. Saint Kitts bietet Badefreuden an seinem Südende, wo es im Unterschied zu der dunklen Nordküste einen weißen Sandstrand gibt.

Doch trotz staatlicher Investitionsprogramme zum Ausbau des Tourismus hängt das Schicksal der Inselbewohner nach wie vor von den Weltmarktpreisen für Zucker ab.
Das Problem schwankender Weltmarktpreise hatten bereits die ersten Siedler im Gefolge des irischen Abenteurers Thomas Warner im 17. Jahrhundert kennengelernt.

Britische und französische Pflanzer hatten auf Saint Kitts mit dem Anbau von Tabak begonnen. Als die Tabakpreise in Europa sanken, sahen sie sich jedoch gezwungen, sich auf Zuckerrohranbau umzustellen. Für die strapaziöse Arbeit wurden schwarze Sklaven aus Afrika herbeigeschafft.

Geschichte
Die Kariben hatten die Insel "Liamuiga" (fruchtbares Land) genannt. Christoph Kolumbus (1451-1506), der die Insel 1493 entdeckte, taufte sie nach seinem Namenspatron Saint Christophorus. Unter den Engländern, die wenige Jahre später die Insel in Besitz nahmen, wurde daraus die verkürzte - auch nach der Unabhängigkeit beibehaltene - Bezeichnung Saint Kitts. Der Inselname von Nevis geht auf das spanische Wort "nieve" (Schnee) zurück.

Kolumbus und seine Mannen hatten den weißen Wolken- und Nebelmantel, der fast ununterbrochen den 983 m hohen Nevis Peak umgibt, für Schnee gehalten.
Basseterre, die Hauptstadt von Saint Kitts, verdankt ihren Namen den französischen Siedlern. Die Häuser aus der Kolonialzeit haben französisches Gepräge und lassen vergessen, daß Saint Kitts die erste englische Besitzung in der Karibik war. Fast hundert Jahre lang bauten Sklaven an der mächtigen Festung Brimstone Hill. Dieses Bauwerk machte Saint Kitts zum "Gibraltar Westindiens". Im Gerangel mit Spaniern, Franzosen und Niederländern behielten die Engländer auf Saint Kitts die Oberhand. Im Friedensvertrag von Versailles wurden 1783 Nevis und Saint Kitts endgültig Großbritannien zugesprochen und 1871 zusammen mit Anguilla dem Verband der Leeward Islands angegliedert.

Als Großbritannien Saint Kitts-Nevis 1967 mit Anguilla an die Westindischen Assoziierten Staaten anschließen wollte, widersetzte sich Anguilla. Das nur 91 km² große, hauptsächlich von Fischern bewohnte Eiland erklärte einseitig seine Unabhängigkeit. Doch im Dezember 1980 sorgte Anguilla erneut für Schlagzeilen, als es wieder in den Kreis der Restkolonien zurückkehrte.
Während auf Saint Kitts die führende Labour Party auf Unabhängigkeit drängte, wollte Nevis unter britischer Oberherrschaft bleiben, da es als die kleinere, bevölkerungsschwächere Insel die Vorherrschaft von Saint Kitts fürchtete. Im September 1983 erhielten Saint Kitts und Nevis im Commonwealth of Nations die volle Unabhängigkeit. Bei den Wahlen 1995 und 2000 erreichte die Labour Party die absolute Mehrheit.
Das Mini-Parlament dieses Kleinstaates kommt nur an sieben Tagen im Jahr zusammen. Entscheidungen gehen andere Wege. Korruptionskontrolle ist aussichtslos.

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Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1218 f.



www-Links



Government of Saint Christopher (St. Kitts) & Nevis
Bible Society work in Saint Kitts-Nevis
NEWS: Sun St. Kitts/Nevis
NEWS: Sun Weekend
Worldpress.org - Saint Kitts Nevis Profile
St. Kitts-Nevis Labour Party
The Democrat (PAM)
CIA World Factbook
Country Reports
Languages of Saint Kitts and Nevis
Saint Kitts and Nevis: Meaning of the Flag
Scienca: Saint Kitts und Nevis

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