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Willkommen in Saint Lucia
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Offizieller Name: Saint Lucia
Hauptstadt: Castries
Fläche: 622 km²
Landesnatur: Vulkanische Insel, im Zentrum gebirgig und zerklüftet, zur Küste hin Hügelländer
Klima: Feuchttropisches Klima
Hauptflüsse: Cul de Sac, Dennery, Canelles
Höchster Punkt: Mount Gimie 959 m
Regierungsform: Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt: König/in des UK (Großbritannien), vertreten durch einen Generalgouverneur
Regierungschef: Premierminister
Verwaltung: 10 Gemeinden
Parlament: Unterhaus mit 17 für 5 Jahre gewählten Abgeordneten u. Senat mit 9 ernannten Mitgliedern
Nationalfeiertag: 13. Dezember
Einwohner: 152.000 (1999); 168.458 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte: 244 Ew./km²
Stadtbevölkerung: 48%
Analphabetenquote: 20%
Sprache: Englisch (Amtssprache), Patois (französisches Kreolisch)
Religion: Katholiken 90%, Protestanten 7%, Anglikaner 3%
Importgüter: Fast alle Konsumgüter
Exportgüter: Bananen, Pfeilwurz, stärkehaltige Knollenpflanzen, Süßkartoffeln, Kopra
Von der kleinen Insel Saint Lucia ist weder das Datum der europäischen Entdeckung noch der Entdecker bekannt - eine Seltenheit in der Inselwelt der Karibik. Wenn, wie vermutet, Christoph Kolumbus (1451-1506) die Insel auf seiner vierten Reise entdeckt hat, so geschah es wohl am 18. Juni 1502, dem Namenstag der Heiligen Lucia.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass etwa hundert Jahre später Spanier oder Niederländer die Insel entdeckten. Ein um 1602 erbautes niederländisches Fort zeugt von blutigen Kämpfen um die Insel, doch entsprangen die Kriege nicht den üblichen Auseinandersetzungen zwischen den konkurrierenden Kolonialmächten, sondern dem heftigen Widerstand der Ureinwohner.
Die Kariben widersetzten sich viele Jahre erfolgreich allen Kolonisatoren. Die vulkanische Gebirgslandschaft und der undurchdringliche tropische Regenwald, die bis heute den besonderen Reiz dieser naturschönen Insel ausmachen, boten ihnen dabei ausreichend Schutz. Erst ab 1650 gelang es den Franzosen, die Insel den Kariben Stück um Stück zu entreißen.
Zwischen 1660 und 1814 erlebte Saint Lucia die abenteuerliche Seite der karibischen Kolonialgeschichte: Gut zwanzigmal wechselten sich Franzosen und Briten als Herren ab, bis die Insel 1814 endgültig britischer Besitz wurde. 1967 erhielt Saint Lucia innenpolitische Autonomie und 1979 seine Unabhängigkeit. |
Das Britischste an der Insel ist ihre Zugehörigkeit zum Commonwealth, das Französischste sind die Namen der Städte und geographischen Orte. Ihre Kultur ist ein verwirrendes anglo-französisches Mischprodukt: Die zu 95% farbige Bevölkerung ist überwiegend katholisch - ein typisches Merkmal französischer Kolonialvergangenheit; die Amtssprache ist Englisch, die Verwaltung von britischer Ordentlichkeit, die roten Telefonzellen gleichen denen in London. Aber am Telefon wird, wie auf dem malerischen Markt der Hauptstadt Castries, Patois gesprochen, der französische Dialekt der farbigen Inselbewohner, und auf dem Markt herrscht ein gleichermaßen fröhliches wie gelassenes Durcheinander, das eher an den französischen Lebensstil als an englische Organisation erinnert. |
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Ferienziel des internationalen Tourismus
Die Wirtschaft des jungen Staates ist noch ebenso anfällig wie die Bananenmonokulturen auf der Insel. So setzt auch Saint Lucia auf den Tourismus, der auf der Insel eine vorzügliche Infrastruktur geschaffen hat: Erstklassige Hotels und ein gutes Straßennetz machen dem Besucher den natürlichen Reichtum der Insel, ihre Naturschönheiten, leicht zugänglich. So gibt es auf Saint Lucia den einzigen aktiven Vulkankrater der Erde, in den man mit dem Auto hineinfahren kann. Er gehört zu den beiden Gipfeln der bis auf fast 800 m hochragenden Pitons, den Wahrzeichen Saint Lucias.
Die Hänge der Pitons tragen undurchdringlichen Regenwald. Auch das übrige, stark zerklüftete, von zahlreichen Flußtälern zerschnittene vulkanische Hügelland wird von reicher tropischer Vegetation bedeckt: Wilde Orchideen, Bougainvillea, Hibiskus und Rosen wuchern durch Regenwälder, die von der bunten Vogelwelt der Karibik bevölkert sind und die monotonen Plantagenkulturen immer wieder unterbrechen.
Die unberührte Natur der Bergwälder, die kilometerlangen Sandstrände der Westküste, tropisches Naturerleben für Taucher, Segler und Wanderer sowie die kulinarischen Genüsse französisch-kreolischer Küche machen Saint Lucia zum gesuchten Feriengebiet des internationalen Tourismus. |
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Der Jachthafen von Marigot Bay und die von internationalen Hotelketten besetzten Strande von Vieux Fort, Gros Islet oder Cap Estate haben die Idylle Saint Lucias noch nicht zerstört: Noch gibt es die kleinen Fischerdörfer, die Leuchttürme, die Spuren legendärer Piratenverstecke, die Ruinen der Forts, den ungeschmälerten Reichtum tropischer Tier- und Pflanzenwelt. Noch ist Soufrière ein Bilderbuchdorf karibischen Lebens, und die Hauptstadt Castries ist trotz schwerer Feuersbrünste 1927 und 1948 immer noch einer der schönsten Antillenhäfen, geprägt von den modernsten Warenhäusern des karibischen Raumes und von den großzügigen Gärten und Baudenkmälern aus viktorianischer Zeit.
Die Nachbarinseln Martinique und Barbados sind eindeutig französisch oder britisch geprägt - Saint Lucia konnte sich nie entscheiden, hat von beiden Kulturen das Angenehmste übernommen, und seine natürliche Schönheit wird nur von Dominica übertroffen. |  |
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