Willkommen in Bangladeschworld.muz-online.de -- Die Länder Asiens -- spirit.muz-online.de |
![]() Auf die Fotos klicken zum Vergrößern ! Mehr Fotos finden Sie in unserem Bangladesh-Fotoalbum pics.muz-online.de |
Offizieller Name: Volksrepublik Bangladesch (Gana Prajatantri Bangladesh ) Hauptstadt: Dhaka Fläche: 143.998 km² Landesnatur: Größter Teil Schwemmlandebene mit Ganges-Delta im S, im 0 westbirmanische Randkette, im N Zwischenstromland Klima: Subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit u. reichen Niederschlagen Hauptflüsse: Ganges, Jamuna, Meghna Höchster Punkt: Mount Keokradong 1230 m Regierungsform: Parlamentarische Republik mit Mehrparteiensystem Staatsoberhaupt: Staatspräsident Regierungschef: Ministerpräsident Verwaltung: 4 Provinzen mit 21 Bezirken Parlament: Parlament mit 300 direkt gewählten Mitgliedern; 30 weitere Sitze sind für weibliche Mitglieder reserviert; Wahl alle 5 Jahre Nationalfeiertag: 26. März Einwohner: 126.947.000 (1999); 144.319.628 (geschätzt für Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 882 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 21% (1999) Bevölkerung unter l5 Jahren: 35% (1999) Analphabetenquote: 59% (1999) Sprache: Bengali, Englisch u.a. Religion: Moslems (meist Sunniten) 88%, Hindus 11% BangladeschIm Volksmund nennen die Einheimischen ihren Staat Bangladesch immer noch "Sonar Bangia", das "Goldene Bengalen" und erinnern damit an die wirtschaftliche Blüte vergangener Zeiten. Heute ist dieser Name nicht mehr als eine Lagebeschreibung des Landes, das den überwiegenden Teil des östlichen Bengalen einnimmt und zum Teil aus der Deltalandschaft von Ganges und Brahmaputra besteht. Mögen auch die Phantasie und die Abendsonne die breiten Wasserläufe, die das flache Land durchziehen, in goldene Ströme verwandeln, die Zukunft von Bangladesch sieht weniger glänzend aus. Der StaatDie junge Geschichte der Volksrepublik Bangladesch, die weitestgehend die Landschaft Ostbengalens einnimmt, beginnt mit dem Jahr 1971. Zu diesem Zeitpunkt verkündete sie ihre Unabhängigkeit von Pakistan, das 1947 gegründet worden war. Bis dahin war die Geschichte Bengalens eng mit der Vergangenheit Gesamtindiens verbunden. |
Ursprünglich buddhistisch, gelangte Bengalen ab dem 13. Jahrhundert zunehmend unter islamischen Einfluß, war bis 1576 selbständiges Sultanat, bis es dem indischen Mogulreich angegliedert wurde. Während dieser Zeit wuchs das Interesse der Europäer an
dem südasiatischen Subkontinent. Bengalen bot mit seiner damals hochentwickelten Juteherstellung und seinen weit in das Landesinnere führenden Wasserstraßen ideale Voraussetzungen für den überseeischen Handel. Das veranlaßte die Briten zur Gründung einer Kolonie. Mit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft wurde Britisch-Indien unter Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit in zwei Staaten aufgeteilt - Indien und Pakistan. Bengalen, selbst in einen hinduistischen Westteil und einen Ostteil
mit moslemischer Mehrheit geteilt, bemühte sich um Autonomie. Doch gegen den Volkswillen wurde Ostbengalen dem islamischen Pakistan zugeschrieben und Westbengalen wurde indische Provinz. Daraus ergab sich auf der politischen Landkarte ein bis dahin einzigartiges staatliches Territorium von zwei Landesteilen, die über 1500 km entfernt und durch Indien voneinander getrennt waren - West- und Ostpakistan. Trotz der religiösen Bruderschaft durch den Islam war die junge Geschichte Pakistans von Mißtrauen und Diskriminierungen geprägt, die ihren Ursprung in den gravierenden
Unterschieden der Sprache, der kulturellen Traditionen und der Lebensgewohnheiten beider Landesteile hatten. Sie gipfelten in der Verachtung der Bengalen von Seiten der Westpakistaner. Sie bezeichneten die Bengalen als "unreine Moslems", das sind Nachkommen konvertierter Moslems, deren Religion durch die enge Nachbarschaft zu Westbengalen hinduistischen Einflüssen ausgesetzt war, während der "reine"
Islam in Westpakistan auf arabischer Tradition basiert. |
Aber dieses unglückliche Land sollte häufigere Schicksalsschläge im Ausmaß des Wirbelsturms von 1970 erfahren, und die Geschichte des gesamten bengalischen Gebietes liest sich
wie eine Schauergeschichte. Etwa auf zehn Millionen wird die Zahl der Opfer geschätzt, die in
der großen Hungersnot von 1770 starben. Damals ging ein Drittel der Bevölkerung zugrunde. Der Hungersnot von 1943 fielen nach offiziellen Quellen 1,5 Millionen Menschen zum
Opfer, während andere Schätzungen die Zahl bei 3,5 Millionen ansetzen. |
Seit der Unabhängigkeit hat Bangladesch große Anstrengungen unternommen und versucht, die ungünstigen Umweltfaktoren in den Griff zu bekommen und die schlimmsten Katastrophenschäden abzuwenden. Am meisten konzentriert sich das Land auf eine Steigerung in der Agrarproduktion, vor allem bei Reis, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel. Aber es gibt Wege, die Nahrungsmittelproduktion noch weiter zu verbessern. Durch den Einsatz von neuen kombinierten agrartechnischen Methoden, verbesserte Bewässerungsmaßnahmen und Drainage der Nutzfläche konnte die Reisproduktion erheblich gesteigert werden. Dennoch bleibt die Versorgung der Bevölkerung problematisch. |
Schon im kolonialen Britisch-Indien war Bengalen ein dichtbesiedelter Raum, doch hat sich die Übervölkerung nach der Unabhängigkeit des Subkontinents rasant fortgesetzt. Die momentane Wachstumsrate der Bevölkerung liegt bei rund
2,2%, und Schätzungen prognostizieren Bangladesch für das Jahr 2025 eine Einwohnerzahl
von 225 Millionen. Daraus würde sich eine unvorstellbar hohe Bevölkerungsdichte ergeben.
Schon bei der heutigen Bevölkerungszahl stößt das landwirtschaftlich genutzte Land an die
Grenzen seiner Tragfähigkeit. Die Ursachen der Bevölkerungsexplosion liegen, wie in Entwicklungsländern üblich, in der Verbesserung der medizinischen Versorgung. So hat Bangladesch eine Geburtenziffer von über 3%, die durchschnittliche Familie hat sechs Kinder. Dagegen hat die Sterbeziffer mit 1% ein für die meisten Entwicklungsländer typisches niedriges
Niveau erreicht. Allerdings ist in Bangladesch das Gesundheitswesen noch immer unzureichend ausgebaut, und Infektionskrankheiten, deren Auftreten durch die häufigen Überschwemmungen noch begünstigt wird, sind oftmals Todesursache. Die deutliche Überjüngung der Gesellschaft -über die Hälfte aller Einwohner in Bangladesch ist jünger als 20 Jahre - führt zu großen Schwierigkeiten bezüglich einer ausreichenden schulischen Bildung und Alphabetisierung. LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.160 f.www-Links(Aktion alte Menschen weltweit: www.helpage.de Beziehungen zwischen Bangladesch und Deutschland Fabrik in Bangladesch wird zur Todesfalle (2005) Attac: Zu den Hintergründen einer Katastrophe in Bangladesch (2005) Miserable Arbeitsbedingungen bei Zuliefer-Betrieben für Tchibo ÄRZTE OHNE GRENZEN - Bangladesch Ausbeutung in Bangladesch: Die Arbeits-Bedingungen in der Textil-Industrie in Bangladesch sind katastrophal Brot-für-die-Welt: Projekte - Bangladesch: Neue Wege eröffnen Botschaft von Bangladesch, Berlin -- Embassy of Bangladesh in Germany NETZ eV Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit - Bangladesch Bikash — Frauenförderung in Bangladesch Bangladesch - aktuelle Reisemedizin Bangladesch muss sich auf Extremereignisse einstellen Die schlimmste Flutkatastrophe seit 17 Jahren verwüstete weite Teile Bangladeschs (2004) Schwere Überflutungen in Indien und Bangladesch (2006) Wirtschaft & Entwicklung Bangladesh Government Official Web Page Welcome to Virtual Bangladesh CIA - The World Factbook -- Bangladesh Bangladesh.net A Country Study: Bangladesh News from Bangladesh Bangladesh travel | Lonely Planet World Guide The Bangladesh Journal The Bangladesh WWW VL Governments on the WWW: Bangladesh Elections in Bangladesh The Bangladesh Today Jamaat-e-Islami Bangladesh Bangladesh Human Rights Networks Official Website of the Bangladesh Army Languages of Bangladesh Political Resources on the Net - Bangladesh banglamusic.com |