Willkommen in der Islamischen Republik Iran

[Iran] [Geschichte] Die Menschen (religiöse Minderheiten - Drogenprobleme)] [Der Staat]
[Entwicklungen] [Kriegsvorbereitungen gegen Iran] [Proteste 2011] [Literatur und www-Links]
Religionen in Iran -- Iran Fotos

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Offizieller Name: Islamische Republik Iran
Hauptstadt: Teheran
Fläche: 1.633.188 km²
Landesnatur: Iranisches Hochland, eingeschlossen von Randgebirgen im Zentrum, im N u. S Küstenebenen
Klima: Gemäßigtes, subtropisches u. kontinentales Klima mit Wüsten
Hauptflüsse: Karkheh, Mond, Qezel Owzan, Karun
Höchster Punkt: Demawend 5604 m
Tiefster Punkt: Kaspisches Meer 20 m
Regierungsform: Autoritäre Republik mit theokratischer Spitze
Staatsoberhaupt: Oberster Revolutionsführer (wird von Expertenrat auf unbestimmte Zeit gewählt)
Staatspräsident und Regierungschef: Präsident (wird für 4 Jahre direkt vom Volk gewählt und kann für eine weitere Amtszeit wiedergewählt werden)
Verwaltung: 28 Provinzen (Ostan)
Parlament: Islamische konsultative Versammlung mit 290 für 4 Jahre gewählten Abgeordneten. Verfassungsrat ("Wächterrat") mit 12 Mitgliedern
Nationalfeiertag: 11.Februar
Einwohner: 66.796.000 (1999); 71.021.000 (2007)
Bevölkerungsdichte: 39 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 63,9% (1999)
Analphabetenquote: 23% (1999)
Sprache: Persisch (Farsi ca. 50%), u.a.
Religion: Moslems (Schiiten 90%, Sunniten 9%), Zoroastrier, Christen, Juden; Bahai-Religion verboten
Importgüter: Maschinen, Transportausrüstungen, chemische Erzeugnisse, Papier, Textilien, Eisen, Stahl, Nahrungsmittel
Exportgüter: Erdöl, Erdölprodukte, Erdgas, Teppiche, Baumwolle, Trockenfrüchte

Im Februar 1979 beendete die siegreiche Islamische Revolution die 2500-jährige persische Monarchie und errichtete an deren Stelle eine Islamische Republik, den ersten real existierenden Gottesstaat auf Erden. Die Welt sah in jenem Februar ungläubig zu, wie der Mullah aller Mullahs über den König aller Könige siegte und der tausendjährige schiitische Traum von Macht und Herrschaft zur Wirklichkeit wurde. Seitdem gilt der Iran als ein internationaler Krisenherd ersten Ranges und beschäftigt wie kaum ein anderes Land der Erde die Gemüter in Ost und West. Ayatollah Ruhollah Musawi Chomeini (1902 bis 1989), wie sein vollständiger Name lautete, war mit dem Anspruch aufgetreten, einen islamischen Staat zu errichten, in dem nach Gottes Gebot und des Propheten Geheiß regiert und gelebt wird. Er versprach dem gläubigen Volk nicht nur das Heil im Jenseits, sondern auch Glück im Diesseits. Von diesseitigem Glück kann inzwischen in der Islamischen Republik keine Rede mehr sein.
Mit Iran verbindet man heute im In- und Ausland Krieg und Chaos, religiöse Unduldsamkeit, politische Unterdrückung, Terror und Geiselnahme und nicht zuletzt einen religiös verbrämten Todeskult, das schiitische Märtyrertum. Das ausgesprochen düstere Bild des heutigen Iran lässt zunehmend vergessen, welche positive Rolle die Perser in Geschichte und Kultur der Menschheit gespielt haben.

Iran war das Land von Kyros II. (Regierungszeit 559-530 v.Chr.) und Dareios I. (Regierungszeit 522-486 v.Chr.), jener Herrscher, die das erste Weltreich der Geschichte gründeten und als Vorbild der politischen Weisheit und Staatskunst galten.
Iran war die Heimat von Zarathustra (um 800 oder 700 v.Chr.) und Mani (216-276), deren dualistische Lehre vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse in die christliche Theologie Eingang fand.
Moslemische Perser, wie Avicenna (980-1037) und Alfârâbi (um 870-950), entdeckten und übersetzten die griechischen Philosophen und verschafften so dem Abendland Zugang zum antiken Denken.

Die klassische persische Dichtung gilt bis heute als ein wesentlicher Bestandteil der Weltliteratur. Die lyrische Trunkenheit Hafis (um 1326-1390), das gewaltige Reimepos Schahname (Königsbuch) Ferdowsi (um 940-1020), das in mehr als 50.000 Doppelversen die Geschichte des Perserreichs erzählt, und die pantheistischen Höhenflüge von Mowlana Dschelal Ad-Din Rumi (1207-1273) bezauberten Generationen abendländischer Dichter und Denker.
Im Kreuzweg der Völker und Kulturen gelegen, wurde Iran über längere Perioden von fremden Eroberern beherrscht, doch die persische Kultur erwies sich stets als stärker. Die Iraner nahmen den Islam an, bewahrten aber ihre Sprache und das Bewusstsein, über ein kulturelles und historisches Erbe zu verfügen, das viel älter ist als der Islam.

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Geschichte

Mit dem persischen Reiche, schrieb der deutsche Philosoph Friedrich Hegel (1770-1831), treten wir erst in den Zusammenhang der Geschichte. Mit der Herrschaft der Achämeniden, eines edlen Geschlechts aus Persis, dem heutigen Fars in Südiran, begann tatsächlich das erste Weltreich der Geschichte: das Reich der Perser. Kyros II. (Regierungszeit 559-530 v.Chr.), der Befreier der Juden aus babylonischer Gefangenschaft, ist der Begründer des Perserreiches. Dieses, durch die Eroberung Babylons und Kleinasiens erweitert, reichte vom Mittelmeer bis zum Indus, vom Kaspischen Meer bis zum Indischen Ozean und umfasste eine Fläche von fast fünf Millionen km², in dem annähernd zehn Millionen Menschen lebten.
Neben Kyros ist die bedeutendste Gestalt des Achämenidenhauses Dareios I. (Regierungszeit 522-486 v. Chr.). Er befriedete die aufständischen Provinzen, konsolidierte die Königsmacht und schuf eine gut funktionierende Verwaltung. Von Herodot wissen wir, dass das große Reich des Dareios I. in zwanzig Provinzen oder Satrapien eingeteilt war. Augen und Ohren des Königs, d. h. die Emissäre Dareios I., die die Satrapien besuchten, sahen darauf, dass keine Rebellionen oder separatistische Tendenzen aufkamen. Unter Dareios I. begannen die ersten Kämpfe mit den Griechen, die mit der Niederlage der Perser bei Marathon (490 v. Chr.) ein vorläufiges Ende fanden.
Nach dem Tode Dareios I. begann der allmähliche Zerfall des Weltreiches, bis es mit Dareios III. (Regierungszeit 335-330 v.Chr.) unter dem Ansturm Alexanders des Großen (356-323 v.Chr.) endgültig zusammenbrach. Nach dem Tod Alexanders trat einer seiner Feldherren, Seleukos (312-280 v.Chr.), die Nachfolge in dem Reichsteil an, zu dem Persien gehörte. Er wurde zum Begründer der Seleukidendynastie, die bis 160 v. Chr. herrschte. Für über 300 Jahre war Persien dann Teil des Partherreiches, das vom ostiranischen Herrscherhaus der Arsakiden regiert wurde, bis mit den Sassaniden das zweite persische Reich entstand.
Unter den Sassaniden (224-650), die aus Persis stammten, wurde die Lehre Zarathustras (um 800 oder 700 v. Chr.) zur offiziellen Religion des Landes, und die Priester dieses Glaubens bildeten den ersten der vier Stände der persischen Gesellschaft. Mehr als vier Jahrhunderte lang verteidigte sich das Sassanidenreich erfolgreich gegen Römer, Byzantiner, Inder und Mongolen, bis es im 7. Jahrhundert dem Ansturm der Araber erlag.

Das islamische Persien
Unter dem Kalifen Omar I. (um 592-644), dem zweiten Nachfolger des Propheten Mohammed (um 570-632), eroberten die Araber das persische Großreich. Der vorangegangene innere Zerfall des Reiches ermöglichte ihnen einen raschen Sieg.
Auch die Islamisierung des Landes ging rasch vonstatten. Nur einige Jahrzehnte nach dem Tode Mohammeds war die Mehrheit der Perser freiwillig oder unter Zwang zum neuen Glauben übergetreten. Politisch spaltete sich das Sassanidenerbe auf in verschiedene Fürstentümer, die aber alle nominell zum Herrschaftsbereich des Kalifen von Bagdad gehörten.

Der Mongolensturm Anfang des 13. Jahrhunderts setzte den persischen Teilstaaten und Fürstentümern ein Ende. Nach der Zerstörung weiter Gebiete des iranischen Hochlandes errichtete Hülägü (1217-1265), ein Enkel Tschingis Chans (1167-1227), das Ilchanenreich auf persischem Gebiet. Doch die nationale Dynastie der Safawiden (1502-1736) beendete die Zeit der Fremdherrschaft. Sie bemächtigten sich im 16. Jahrhundert des gesamten persischen Gebietes und errichteten den ersten persischen Nationalstaat mit Isfahan als Hauptstadt. Unter ihnen wurde der Islam schiitischer Ausprägung offizielle Staatsreligion.
Politisch wirksam wurde die schiitische Geistlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit dem aufgeklärten Bürgertum nötigte sie 1906 dem Kadscharenherrscher eine konstitutionelle Verfassung ab.
Doch mit der Herrschaft Riza Pahlewis (1878-1944), eines ehemaligen Kosakenoffiziers, der den letzten Kadscharenherrscher absetzte und sich selbst zum Schah machte, geriet die Geistlichkeit ab 1925 ins Hintertreffen. Er wollte das Land, nach dem Vorbild Kemal Atatürks (1881-1938), dem Begründer der modernen Türkei, modernisieren.
Bildung und Justiz, bis dahin Domänen der Geistlichkeit, wurden europäischen Vorbildern angepasst und die Entschleierung der Frau mit Gewalt durchgesetzt.
1941 wurde der Iran von den Alliierten besetzt, und Riza Pahlewi, der mit den Deutschen sympathisierte, musste zugunsten seines Sohnes Mohammed Riza Pahlewi (1919-1980) abdanken. Der junge Schah wurde mit einer Reihe politischer und sozialer Probleme konfrontiert. Der Konflikt mit dem Premierminister Mossadegh (1880-1967), der die Erdölindustrie, die sich bis dato in britischen Händen befand, nationalisierte, kostete ihn beinahe die Krone. 1953 aus dem Lande geflüchtet, organisierte er mit Hilfe der USA den Sturz Mossadeghs. Nach Iran zurückgekehrt, herrschte er dank des Erdölreichtums und seines Geheimdienstes Savak fast ein Vierteljahrhundert bis die Islamische Revolution ihn stürzte.

Am 1. Februar 1979 kehrte der Großayatollah Chomeini (1902-1989) nach 15-jähriger Verbannung nach Iran zurück. Am Teheraner Flughafen wurde er von vier Millionen Menschen empfangen. Zehn Tage später legte die kaiserliche Garde, die bis zuletzt Widerstand geleistet hatte, ihre Waffen nieder. Damit war das Schicksal der 2500-jährigen persischen Monarchie endgültig besiegelt.

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Drogensumpf Iran

Aus: STERN, 46/2008, S. 3, 36 ff.

»[...] Rohopium, Heroin oder Crack - alles ist jederzeit zu haben. Der Großteil stammt aus den Anbaugebieten im nahen Afghanistan. Das dort produzierte Rauschgift überschwemmt den Iran in solchen Massen, dass die Vereinten Nationen von einem "Heroin-Tsunami" sprechen. [...] 30 Jahre nach der Revolution Chomenis hält die Islamische Republik Iran einen traurigen Rekord: Nirgendwo auf der Welt gibt es, gemessen an der Gesamtbevölkerung, so viele Drogenabhängige. Eine offizielle Schätzung der Regierung von Präsident Ahmadinedschad geht von 1,1 Millionen Süchtigen und 700.000 Gelegenheits-Usern aus, doch in Wahrheit sind die Zahlen viel höher. Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat dokumentiert, dass mehr als 3,2 Millionen Iraner süchtig sind, mehrere Hunderttausend davon sind heroinabhängig, die meisten anderen von Opium. Tendenz: stark steigend, vor allem beim Heroin, vor allem unter jungen Erwachsenen und Teenagern, vor allem unter Frauen. [...] Aber wahr ist auch: Kein anderes Land der islamischen Welt hat eine derart fortschrittliche Antisuchtpolitik wie der Iran. Kein anderes Land lässt so viele Drogen beschlagnahmen und verhindert damit auch, dass sie auf Europas Märkte gelangen. [...] 2002 erklärte der oberste Richter des Landes [...] in einer Fatwa Methadontherapien und die Ausgabe sauberer Nadeln an Süchtige für gottgefällig. Heute versorgen 600 Behandlungszentren im ganzen Land schon mehr als 100.000 Abhängige mit den Ersatzdrogen Methadon und Buprenorphin. Präsident Ahmadinedschad hat angeordnet, diese Zahl in den kommenden Jahren zu verfünffachen. 1250 Gesundheitsstationen verteilen kostenlos Kondome und frische Nadeln - auch in den Gefängnissen. Bald wird es sogar eine staatliche Opiumabgabe geben, für besonders schwer Abhängige, denen anders nicht geholfen werden kann. [...] Auch aus dem Ausland bekommt die iranische Regierung viel Lob für den Einsatz im Kampf gegen die Drogen [...] Zum diesjährigen internationalen Anti-Drogen-Tag richtete der Iran eine große Feier im Kongresszentrum des staatlichen Fernsehens aus. [...]«

Die Menschen

Der Name Iran leitet sich vom altpersischen Arynam ab, das bedeutet das Land der Arier, und ist seit 1935 die offizielle Bezeichnung des Landes. Die Vorfahren der heutigen Iraner, die sogenannten Indoeuropäer, hatten ihre Heimat in den südrussischen Steppen. Sie begannen um 1500 v. Chr. das Iranische Hochland zu besiedeln. Aus ihrer Sprache entwickelte sich das heutige Persisch, Farsi genannt, das seit der Islamisierung des Landes im 7. Jahrhundert mit arabischen Wörtern durchsetzt ist und sich der arabischen Schrift bedient.
Die Iranische Hochebene liegt zwischen dem Nahen Osten und Zentralasien und war damit stets der Kreuzweg verschiedener Völker und Kulturen. So leben heute in Iran eine Reihe ethnisch und sprachlich unterschiedlicher Volksgruppen. Den Hauptteil der iranischen Bevölkerung bilden die Farsen, auch Perser genannt, die persischsprechenden Iraner. Sie stellen die Hälfte der rund 67 Millionen Einwohner des Landes und sind Anhänger der 12. Schia, der offiziellen Staatsreligion Irans. Die Farsen sind sesshaft und leben in festen Siedlungen. Aus ihrer Mitte bildete sich die intellektuelle und politische Elite des Landes. Die politisch wichtigste Gruppe unter den ethnischen Minderheiten sind die Kurden. Ungefähr ein Drittel der sonst hauptsächlich noch in Irak und in der Türkei lebenden Kurden sind in Iran ansässig. Ihre Zahl wird auf etwa fünf Millionen geschätzt. Das Hauptwohngebiet der Kurden liegt im nördlichen Teil des Sagrosgebirges und in der Provinz Kurdistan. Die Kurden sind in Stämmen organisiert und teils sesshaft, teils viehzüchtende Nomaden. Im Verlauf dieses Jahrhunderts haben sie mehrfach vergeblich versucht, von Iran unabhängig zu werden.
Nach Autonomie strebten in den vergangenen Jahrzehnten auch die Aseri, die türkisch-sprechenden Bewohner der Nordwestprovinz Aserbaidschan. Die Aseri stellen mit ca. 20 % der Gesamtbevölkerung die weitaus größte Minderheit in Iran dar. Im Gegensatz zu den Kurden sind die schiitischen Aseri in das soziale Gefüge des Landes integriert. Dies bewirken besonders die Händler- und Bazarfamilien, die nicht nur in der Provinzhauptstadt Tabriz, sondern auch in Teheran wirtschaftlich eine bedeutende Stellung einnehmen. Ihr Nationalismus beschränkt sich auf eine Betonung der sprachlichen Differenz gegenüber den persischen Landesteilen.
Die überwiegende Mehrzahl der Aseris fühlen sich allerdings als Perser. Sie sprechen zuhause zwar ihre dem Türkeitürkischen ähnliche Sprache, lesen und schreiben jedoch Persisch. Die nach politischer Eigenständigkeit strebenden Aseri sind etwa so ernst zu nehmen, wie die Bayernpartei in Deutschland. Lediglich diejenigen Völker, die keine Zwölferschiiten sind, verstehen sich wohl mehrheitlich nicht als Perser, wie die sunnitischen Kurden oder die christlichen Armenier. Bei den Juden fühlen sich manche als eigenständiges Volk, mancher als Iraner jüdischer Religion.
Die rund 700.000 Turkmenen, die bis zum Ausbruch des Krieges in Iran gezählt wurden, sind mehrheitlich sunnitisch und türkischsprachig. Sie leben südöstlich des Kaspischen Meeres, sind stammesmäßig organisiert und betreiben Landwirtschaft und Viehzucht.

Anders als die Turkmenen, gehören die ca. eine Million Belutschen zu den iranischen Völkern, und ihre Sprache ist eng mit dem Persischen verwandt. Die Belutschen sind Sunniten und leben als Nomaden im ostiranischen Grenzgebiet von Belutschistan, Seistan (Sistan) und Kirman. Die in jenem fernen Winkel des Iran fortbestehenden traditionellen Stammesstrukturen, die dünne Besiedelung der weiten Wüstengebiete sowie die recht geringe Präsenz der Zentralmacht, sowohl unter dem Schah als auch unter dem islamischen Regime, dürften dazu beigetragen haben, dass die Unzufriedenheit der Belutschen nicht zu einem totalen Aufstand führte. Die bislang schwersten Unruhen fanden zur Jahreswende 1979/1980 statt. Seither hat man kaum mehr von bewaffneten Auseinandersetzungen gehört.

»Todesurteil gegen Pfarrer

Der iranische Pastor Yousef Nadarkhani ist aufgrund seines christlichen Glaubens zum Tode verurteilt worden.
Der 35-Jährige war seit dem 12. Oktober 2009 im Lakan-Gefängnis der nordiranischen Stadt Rascht in Haft. Laut Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat er schriftlich sein Todesurteil wegen "Apostasie" erhalten. Nadarkhani war stand mehrmals vor Gericht, zuletzt im September dieses Jahres. Am 12. September soll das Gericht das Todesurteil gegen ihn gesprochen und es seinem Anwalt am Telefon mitgeteilt haben.
Die Ehefrau des Pastors, Fatemeh Pasandideh, die sich seit Mai 2010 in Haft befindet, soll zu lebenslanger Haft verurteilt worden sein. Das Ehepaar, das vom Islam zum Christentum konvertierte, hat zwei Söhne im Alter von sechs und acht Jahren. Beide gehören einer iranischen Pfingstgemeinde an.

Richter fordert Hinrichtung
Richter Mohammadi-Kashani von der Abteilung 11 der iranischen Justizbehörde der Provinz Gilan soll die Hinrichtung des Pfarrers gefordert und dessen Todesurteil zur Bestätigung an das Oberste Gericht des Iran gesendet haben.
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, forderte die Regierung Irans auf, religiöse Selbstbestimmung zu respektieren und Pfarrer Nadarkhani sofort aus dem Gefängnis freizulassen.

Tägliche Auspeitschung für abgefallene Frauen?
Nadarkhani wird Abfall vom Islam (Apostasie) vorgeworfen. Nach Informationen der IGFM steht in der Islamischen Republik darauf für Männer die Todesstrafe, für Frauen - zumindest theoretisch - lebenslange Haft und tägliche Auspeitschung zu den fünf islamischen Pflichtgebeten. [...]«
Zitiert aus: www.livenet.ch, 06.12.2010

Religiöse Minderheiten
Iran ist das einzige Land, in dem der Islam schiitischer Ausrichtung Staatsreligion ist. 98 % der Iraner sind Moslems; 90% gehören zur 12. Schia, den Rest bilden die Sunniten. Die größte nicht-moslemische Minderheit stellen die Christen. Unter ihnen sind die Armenier die wichtigste Gemeinde. Die armenische Gemeinde ist ein Teil der östlichen armenischen Kirche mit dem Zentrum Eriwan. Die Armenier haben ein vergleichsweise hohes Bildungsniveau. Viele sprechen fremde Sprachen. Neben dem Geschäftsleben konzentrieren sich ihre Aktivitäten auf akademische Berufe und künstlerische Tätigkeiten. Den Christen folgen die Juden mit weniger als 30.000 Gläubigen (1979 gab es etwa 100.000 Juden). Ihre Zentren befinden sich in Teheran, Shiraz, Hamadan und Isfahan.
Die einzige religiöse Minderheit, die von der iranischen Regierung nicht anerkannt wird und ihren Glauben nicht ausüben darf, sind die Baha'i, Anhänger einer ursprünglich von der 12. Schia abgespaltenen Religionsgemeinschaft. Während die Baha'i unter dem Schah eher toleriert wurden, sind sie heute der religiösen Unduldsamkeit der klerikalen Herrscher ausgesetzt. Eine Reihe führender Baha'i wurde in den letzten Jahren hingerichtet, andere sitzen im Gefängnis oder sind ins Ausland geflüchtet. Letztere bilden einen Teil der zwei bis drei Millionen Iraner, die seit der Revolution das Land verlassen haben und heute in den iranischen Nachbarstaaten sowie in Westeuropa und Nordamerika leben. Die Flüchtlinge gehören meist zur städtischen Mittelschicht, unter ihnen viele Technokraten, Akademiker und Künstler. Ihr Weggang führte zu einer intellektuellen Ausblutung des Landes.

Siehe auch: Religionen im Iran.

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Der Staat

Zwei Monate nach dem Sturz der Monarchie, also im April 1979, wurde die Islamische Republik als der einzig real existierende Gottesstaat auf Erden ausgerufen. Die Republik bekam bald auch eine Verfassung, ausgearbeitet von 80 ausgesuchten Theologen. Den Kern der Verfassung bildet die Velayat-e faqih, die Herrschaft des Rechtsgelehrten. Die Leitung des Landes, heißt es in Artikel fünf der neuen Verfassung, liegt in den Händen des kundigsten, gerechtesten, tugendhaftesten, mutigsten Rechtsgelehrten, der seiner Zeit bewußt ist. Der höchste faqih ist der Imam, d. h. der religiöse und politische Führer und als solcher absoluter Herr über Leben und Tod der Gläubigen. Er ist nur Gott gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet. Der Geistlichkeit kommt im Iran eine herausragende Rolle zu. Doch bildet der schiitische Klerus keinen festgefügten Machtblock. Sehr bald nach dem Sieg der Revolution zeigten sich politische und religiöse Differenzen innerhalb der klerikalen Macht.

Die Islamisierung
Gleich nach der Errichtung der Islamischen Republik begann man im Lande mit der Durchsetzung der Scharia, der herkömmlichen islamischen Rechtsordnung. Diese beinhaltet unter anderem Verbot von Alkohol, Musik und Glücksspiel, Einführung der Todesstrafe für Ehebruch und Homosexualität, die Armensteuer und das Zinsverbot. Die Islamisierung zeigt sich heute aber vor allem in Kleidervorschriften für die Frauen: Tschador oder langer Mantel, weite Hosen und ein Haar und Hals bedeckendes Kopftuch. Wer die Normen nicht beachtet, muß mit Peitschenhieben, günstigstenfalls mit Geldstrafe rechnen. Islamisiert wurde auch der Bildungssektor. Die Schulklassen und die Hörsäle sind in der Regel nach Geschlechtern getrennt. Die religiöse Unterrichtung und ideologische Unterweisung haben absoluten Vorrang vor der säkularen Ausbildung. Wer studieren will, muss eine Aufnahmeprüfung im Fach Religion und Ideologie ablegen.

Blick über die Dächer von Teheran

Nur die Kriegsversehrten und Kinder der Familien der Märtyrer können ohne solche Prüfungen studieren. Eine Ausnahme bilden auch die Kinder aus jüdischen und christlichen Familien. Im Gegensatz zu den verfolgten und verbotenen Baha'i, deren Lehre Elemente aller Weltregionen enthält, sind Christen und Juden als Anhänger der Offenbarungs-Religionen weitgehend, aber nicht völlig, unbehelligt geblieben.
In den letzten Jahren kam es zu einer leichten Liberalisierung. An der Universität sitzen Männer und Frauen durchaus durcheinander zusammen. Die Aufnahmeprüfungen werden anscheinend auch nicht mehr so rigoros gehandhabt.

Die Islamisierung konnte bis heute nur leicht zu erringende Erfolge verbuchen. Was aber die sozialen und wirtschaftlichen Probleme angeht, so hat die religiöse Heilslehre des Ayatollah Chomeini auf katastrophale Weise versagt: Inflation und Arbeitslosigkeit prägen heute das iranische Alltagsleben. Eine Lebensmittelknappheit gibt es allerdings nicht mehr. Es gibt fast alles in ausreichender Menge zu kaufen, wenn auch die Auswahl vielleicht nicht einem deutschen Supermarkt entspricht. Ebensfalls gibt es keine Rationierung von Grundnahrungsmittel wie es sie während des irakisch-iranischen Krieges gegeben hat.

Wer in der Islamischen Republik Geld hat, kann in den großen Städten alles, vom deutschen Luxuswagen bis zu amerikanischen Zigaretten, kaufen. Die verdorbene Verwestlichung hat sich längst durch die Hintertür in den Gottesstaat eingeschlichen. Sie tritt besonders bei privaten Festlichkeiten in Erscheinung. Die Damen und Herren tragen die neueste Mode aus Paris. Getanzt wird zu persischer Discomusik, im Stil, wie sie etwa in Los Angeles produziert wird. Es wird durchaus Live - mit Keyboard u.ä. gespielt. Auch verbotener Alkohol, der über die türkische oder irakische Grenze geschmuggelt wird (oder auch selbst gebrannt wird), fließt reichlich , und wer sich für amerikanische Fernsehserien oder europäische Filme interessiert, kann die entsprechenden Videokassetten, die unter dem Ladentisch gehandelt werden, gegen teures Geld erhalten. Auch die breite Masse darf gelegentlich unislamischer Genüsse teilhaftig werden.

Blick auf Teheran

Seit Ende des Golfkrieges ist die klassische persische Musik wieder zugelassen. Diese Musik wird allerdings nicht unbedingt als unislamisch aufgefasst. Es gibt auch staatliche Institute zur Förderung dieser Musik. Übrigens soll auch Revolutionsführer Khameini Tar spielen.

Entwicklungen

Außenpolitisch ist der Iran weitgehend isoliert. Auch die Beziehungen zu Deutschland verschlechterten sich 1997 durch den Mykonos-Prozess. Die USA werfen Teheran die Unterstützung internationaler Terrororganisationen vor.
Große Hoffnungen auf einen innen- wie außenpolitischen Richtungswechsel wurden in Seyyed Mohammed Chatami (* 1943) gesetzt, der als Vertreter der gemäßigten Geistlichkeit gilt, und 1997 zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Bei den Parlamentswahlen im Februar 2000 errangen die Reformkräfte um Chatami zwei Drittel der Mandate.
Allerdings konnte sich Chatami nicht behaupten, wohl auch deshalb, weil er sich bereits vor der Wahl nur wenig überzeugend als Reformer erwiesen hat. Seine Äußerung, dass die Verleihung des Friedensnobelpreises an Shirin Abadi nur den ausländischen Interessen nütze, erstaunte. Besser hätten es wohl auch die konservativen Kräfte nicht sagen können.

So kam es, dass der konservativ-klerikale Wächterrat die Wahlen im Februar 2004 mit großer Mehrheit für sich entscheiden konnte. Nur wenige Mandate verblieben den Reformern, die bisher über die größte Fraktion im Parlament verfügt haben.
Bei den Präsidentschaftswahlen im Juni 2005 ging der ultrakonservative Bürgermeister Teherans, Mahmud Ahmadinejad (* 28.10.1956), als Sieger hervor. Ahmadinejad erhielt 61,6 Prozent der Stimmen. Er lag damit klar vor seinem Herausforderer, dem früheren Präsidenten Haschemi Rafsandschani. Etwa 49 Prozent der Wahlberechtigten hatten ihre Stimme abgegeben.
Schon bald nach den Wahlen sorgte Ahmadinejad mit seinen Äußerungen, dass es keinen Holocaust gegeben habe und dass Israel von der Landkarte getilgt werden müsse, in der westlichen Welt für heftige Empörung. Doch auch im eigenen Land wurde der Jubel um den neuen Präsidenter schnell leiser. Schleichend fand eine Militarisierung des Alltagslebens statt. Während der ersten Amtsjahre Ahmadinejads erhielt die Sittenpolizei immer mehr Macht. Mit polizeistaatsähnlichen Methoden verfolgt sie rigoros Vergehen gegen die Scharia.

Wirtschaft 2010: Iran ist ein wirtschaftlich stabiles Land

»[...] Der Iran ist ein wirtschaftlich äußerst stabiles Land. Die Zentralbank, und somit die Geldschöpfung, untersteht dem Staat. Die öffentlichen Schulden werden vom CIA-World-Factbook für das Jahr 2010 mit nicht mehr als 16,3% des BIP angegeben. (Zum Vergleich: Öffentliche Schulden in Deutschland, 2010: 83,4% des BIP.) Was den Außenhandel betrifft, so überstiegen die Exporte die Importe im Jahr 2010 um 44%. Allerdings, bei Rohöl handelt es sich um das mit Abstand bedeutendste Exportgut. Rund 2,5 Millionen Fass werden täglich, vorwiegend nach China, Japan, Indien, Türkei und die Europäische Union, exportiert.
Übrigens, Deutschland pflegt mit dem Iran gute Geschäfte. 17,2% der iranischen Importe stammen aus China, 16,7% aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland liegt mit 7,6% bereits an dritter Stelle. Wikipedia verweist auf 50 deutsche Unternehmen, die über eigene Niederlassungen, und weitere 12.000 Firmen, die über Repräsentanten im Iran verfügen. Als die bedeutendsten werden Linde, BASF, Lurgi, Krupp, Siemens, ZF Friedrichshafen, Mercedes, Volkswagen und MAN (Stand 2008) angeführt.[...]«
Zitat: www.theintelligence.de, Irankrise Update: Ein offensichtlich faules Spiel, 20. Januar 2012

Das Atom-Programm
Zum internationalen Konflikt kommt es, als Ahmadinejad verkündet, mit dem Aufbau einer eigenständige Kernkraftindustrie beginnen zu wollen. Dabei soll der eigentliche Kernbrennstoff im Uran, das Isotop U 235, angereichert werden, um Kernkraftwerke bauen zu können. Die USA und andere Verbündete verdächtigen Iran aber, an der Herstellung von Atomwaffen zu arbeiten und fordern die eigenständige Anreicherung von Uran zu stoppen.
In diesen bisher diplomatischen Auseinandersetzungen werden kriegerische Drohungen vor allem seitens den USA immer lauter. Der Präsident Irans bleibt jedoch bei seiner Position, dass die Anreicherung von Uran zu zivilen Zwecken nicht verboten werden könne und somit auch durchgeführt werde.

Jüngste Ankündigungen des Iran, nun bei der Urananreicherung unabhängig zu sein und sein Atomprogramm auf bis zu 50.000 Zentrifugen ausbauen zu wollen, lassen jedoch in der westlichen Welt immer wieder Zweifel aufkommen, dass Iran sein Atomausbauprogramm ausschließlich zu friedlichen Zwecken nutzen will. Westliche Staaten nutzen ihrerseits die iranische Haltung, mit entsprechender Propaganda eine militärische Aufrüstung zu rechtfertigen.
Im April 2006 verkündete Ahmadinejad, dass Iran nun in der Lage sei, Uran zu 3,5% anreichern zu können. Für die Herstellung einer Atombombe zum Beispiel würden jedoch rund 90% benötigt. Wenngleich Iran der Herstellung einer Atombombe einen Schritt näher gekommen sei, könne jedoch rein rechtlich betrachtet die eigenständige Anreicherung von Uran zu zivilen Zwecken nicht verboten werden, wenn dies bei der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO) angemeldet wird und man sich mit der IAEO auf Kontrollen einigt - was der Iran bereits 2003 getan hat.

Ob nun überhaupt das geplante Atomprogramm Irans tatsächlich der eigentliche Anlass für die internationalen Spannungen ist, die täglich aufs Neue geschürt werden, darf angezweifelt werden. Die Internationale Atomenergie-Behörde hat bis heute jedenfalls keinen Hinweis dafür, dass Iran sein Atom-Programm militärisch nutzen will. Vielmehr darf davon ausgegangen werden, dass die USA sowie auch Israel keinen starken Iran in der Region wollen. Außerdem besitzt Iran einen für die Industriestaaten interessanten Rohstoff: Erdöl. Laut Angaben des US-amerikanischen Oil & Gas Journals lagern in Iran 136 Milliarden Barrel Erdöl - etwa 10% der weltweit vorhandenen Erdölvorkommen - (Stand 01/2007; siehe: Iran Energy Data, Statistics and Analysis). Allerdings ist fraglich, ob diese Angaben der Realität entsprechen, da die Erdölkonzerne aus politischen Gründen die Zahlen gerne schön reden (siehe auch: Wikipedia, Ressourcen).

Weil ausreichend Raffinerie-Kapazitäten fehlen, muss Iran trotz seiner großer Erdölvorkommen Benzin zu Weltmarktpreisen importieren (ca. 170.000 Barrel pro Tag). Die Subventionierung von Benzin, das im Iran nur 9 €-Cent kostet, belastet den Staatshaushalt mit ca. 12%. Trotz Öleinnahmen in Höhe von 50 Milliarden Euro weist Iran ein großes Haushaltsdefizit auf. Um mögliche Auswirkungen weiterer UN-Sanktionen auf den Staatshaushalt zu entschärfen, rationierte die Regierung von Präsident Ahmadinedschad im Juni 2007 den Kauf von Kraftstoff für jeden privaten Autofahrer auf 120 Liter im Monat, worauf Jugendliche mit wütenden Protesten reagierten (siehe: welt.de, Iraner reagieren sauer auf Benzinrationierung, 27.6.2007).
Die Rationierung wurde 2008 ein wenig aufgelockert. Autofahrer, die mehr als 120 Liter tanken wollen, müssen für jeden weiteren Liter einen viermal höheren Preis an den Zapfsäulen zahlen. Sogenanntes "freies Benzin" wird seit März 2008 für umgerechnet 28 €-Cent angeboten. Das zugeteilte Benzin kostete 7 €-Cent (siehe: advantageaustria.org, pdf, Newsletter 22, Juli 2008, Wirtschaftsbericht Iran). Eine weitere Änderung gab es im Frühjahr 2009: Die monatlich subventionierte Treibstoffration für 9,7 Cent/l wurde von 120 auf 75 l pro Privat-Pkw reduziert.

Bei einem weltweiten Verbrauch von rund 87 Millionen Barrel Erdöl/täglich (Stand 2008), sind die USA allein mit einem Bedarf von rund 20 Millionen Barrel/Tag absoluter Spitzenreiter vor China mit etwa 6 Mio. Barrel/Tag (Deutschland 2,7 Mio. Barrel/Tag). Siehe auch: Wikipedia "Erdöl".

Der rasante Preisanstieg in der ersten Juniwoche 2008 um mehr als 10 USD/Barrel auf über 139 USD/Barrel hängt möglicherweise mit den Worten des israelischen Vizeregierungschef Schaul Mofas zusammen, der Iran offen mit einem Militärangriff droht.

Spekulationsblase oder Epochen-Ende (pdf):
»[...] Das Erdölzeitalter neige, sich dem Ende zu, was andere Experten jedoch anders sehen. So hält der ebenfalls renommierte Erdölfachmann Daniel Yergin die Peak-Oil-These für baren Unsinn. "Es gibt genug Öl. Wir werden 2017 mehr Kapazitäten haben als heute", sagte er kürzlich in einem Interview. Rex Tillerson, Chef von ExxonMobile, des grössten privaten Erdölkonzerns, sekundiert ihn. Er hält das ganze für ein reines Spekulationsphänomen. Wie 2001 bei der New-Economy-Blase werde auch diese Erdöl-Blase platzen. Vorausgesetzt jedoch, ergänzt er, dass sich der Dollar nicht weiter abschwächt. [...]« "
Siehe auch: Oilfacts.ch

Siehe auch: Der Erdöl-Schwindel (Autor: Dr.phil. Siegfried Emanuel Tischler, Österreichischer Geowissenschafler, nexus-magazin). Ein äußerst interessanter Text, der belegt, dass die Entstehung des Erdöls auf abiotische Vorgänge im Erdinneren zurückzuführen sei. Ebenso wird die Peak-Oil-Theorie aufschlussreich widerlegt.

Bereits im November 2008 lag der Preis für 1 Barrel Rohöl bei unter 40 USD.

Doch die Peak-Oil- und Krisen-Propaganda kennt kein Ende. Ende Februar warnt die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris vor "einer neuen Weltwirtschaftkrise, die wegen mangelnder Ölvorräte und den daraus resultierenden Folgen gegen 2013 auftreten könnte".
Siehe auch: Ölpreis bei 200 Dollar, n-tv.de, 28.02.2009

Ein russisch-amerikanisches Experiment erbrachte den Beweis dafür, dass unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen Kohlenwasserstoffe - Öl und Gas - entstehen können. Im Erdmantel entstehende Kohlenwasserstoffe könnten in die Erdkruste wandern und dort Öl- und Gaslagerstätten bilden. Organische Materie wird hierbei nicht benötigt.
Gemeinsam mit russischen und schwedischen Kollegen haben die Wissenschaftler vom Geophysischen Labor der Carnegie Institution in Washington D.C. die Experimente durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Nature Geoscience, einer der wichtigsten geophysikalischen Fachzeitschriften der Welt, veröffentlicht. Unter Bedingungen, wie sie im oberen Erdmantel bestehen, können Ethan und schwere Kohlenwasserstoffe synthetisch erzeugt werden.
Siehe:
Nature Geoscience, 26.07.2009: Methane-derived hydrocarbons produced under upper-mantle conditions
Telepolis, 28.07.2009: Öl und Gas aus dem Erdmantel?

Iran Nuclear Bomb Could Be Possible by 2009
blogs.abcnews.com, 2. April 2007
In der Vergangenheit hat Iran seine Bemühungen, angereichertes Uran zu produzieren, vervielfacht und dürfte bereits 2009 soweit sein, genügend Material für eine Atom-Bombe zu besitzen. »[...] The sources say the unexpected expansion is taking place at Iran's nuclear enrichment plant outside the city of Natanz, in a hardened facility 70 feet underground. [...]«

Iran undecided on nuclear bomb
aljazeera.net, März 2009
»[...] Tehran could have enough highly enriched uranium for a nuclear bomb from 2010 to 2015, according to most US intelligence agencies believe, Blair said.[...]«

Jerusalem Post, Juni 2009: »Mossad chief Meir Dagan said Tuesday that the Islamic Republic will have a nuclear bomb ready for use by 2014.«


Vor den Präsidentschaftswahlen 2009
Nach 30 Jahren islamischer Revolution und 4 Jahren Ahmadinejad herrschen im Iran Arbeitslosigkeit (ca. 30%), Inflation (ca. 25%), Korruption, Drogensucht, ethnische Diskriminierung, Frauendiskriminierung, Menschenrechtsverletzungen, Hinrichtungen, Steinigungen, etc. Bisher ließ sich der Unterdrückungsapparat Dank hoher Einnahmen aus dem Erdölhandel finanzieren. Doch mit dem Einbruch des Erdölpreises ab Herbst 2008 regt sich in der Gesellschaft offen Widerstand gegen die Landespolitik.

Die Machthaber antworten auf den Ruf der Menschen nach "Änderung" mit repressiven Maßnahmen. Gemäß dem Programm "Entwurf für Sicherheit in der Gesellschaft" nehmen Spezialeinheiten Menschen fest, die in Verdacht stehen, gegen Landesgesetze vertoßen zu haben, führen sie auf die Straße, schlagen und demütigen sie vor den Augen der Zuschauer, um letztlich die gesamte Gesellschaft in Angst und Schrecken zu versetzen.

Eklat

»[...] Die Rede Ahmadinedschads am 20.4.2009 auf der Anti-Rassismus-Konferenz der UN in Genf (Schweiz) führte zu einem Ekklat und dem empörten Auszug der Delegationen der EU-Länder. Irans Präsident attackierte Israel und den "Weltzionismus" als "Personifizierung des Rassismus" und qualifizierte die westlichen Staaten pauschal als rassistisch.«
Aus: Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten , S. 266.

Militärschlag gegen Iran offenbar beschlossene Sache

Pläne, den Iran anzugreifen und mit Hilfe atomarer Sprengköpfe die vermuteten Atomanlagen zu zerstören, gibt es mindestens seit 2005. Eine erste "Deadline" für den Militärschlag war zunächst für Ende März 2006 vorgesehen. Dass es bisher zu keinem Militärschlag gegen Iran kam, heißt nicht, dass die Pläne vom Tisch sind. Die bereits 2002 geschaffene Institution Joint Functional Component Command Space and Global Strike (JFCCSGS) - Kommandostelle für die vereinigten Komponenten Weltraum und weltweiter Angriff - ist damit betraut, Operationen mit Massenvernichtungswaffen gegen sogenannte Schurkenstaaten (Iran, Nordkorea) durchzuführen. Die operative Umsetzung eines solchen Schlages wird Concept Plan (Conplan) 8022 genannt.
Anfang Juni 2008 droht Israels Vizeregierungschef Schaul Mofas mit einem Militärangriff (6.6.08). Mofas sieht keine Alternative zu einem Militäreinsatz, um Irans Atomprogramm zu stoppen.

Siehe auch:
Die amerikanische Politik droht den Nahen Osten in eine Katastrophe zu stürzen (Berliner Zeitung - 5.4.07 - Behrouz Khosrozadeh)
Attac: Atomkrieg gegen den Iran
The Threat of a Nuclear War - by General Leonid Ivashov
Untergang
"Es wird keine Alternative geben" - Israel droht Iran mit Angriff (rp-online.de, 6.6.08)

Krieg gegen Iran unvermeidbar?
Bei dem als "geheim" geltenden Treffen der Triliteralen Kommission (TK) im Hotel Four Seasons in Dublin (7. bis 10. Mai 2010) war das TK-Mitglied Mikhail Slobodovsici (Chefberater der russischen Regierung) ungeahnt offen. In der Annahme, mit einem TK-Kollegen zu sprechen, sagte er zu Alan Keenan, einem Mitarbeiter von WeAreChange.org u.a. folgende Worte:
»[...] "We are deciding the future of the world ... We need a world government," he said, but, referring to Iran, he said "we need to get rid of them."[...]«
In den 1990er Jahren sprachen sich TK als auch Bilderberger dafür aus, eine Weltregierung bis zum Ende des Jahres 2000 etabliert haben zu wollen. Nun war man bei diesem TK-Treffen in Dublin einigermaßen frustriert. Wie ein Teilnehmer meinte, sei das Ziel in weite Ferne gerückt. Schuld sei der zunehmende Nationalismus in den Staaten, die gegenüber internationalen Organisationen verstärkt ihre Souveränität behaupten. Außerdem fragt man sich, wie es möglich war, dass mittlerweile so viele Menschen über all ihre Pläne Bescheid wüssten, so Zeugen im Hotel.

Zitat: americanfreepress.net, Jim Tucker, 26. Mai 2010
Siehe hierzu auch: wearechangeaustria.wordpress.com, 18. Mai 2010, Trilaterale Kommission – Krieg gegen den Iran

Siehe auch:
»[...] David Rockefeller was in Dublin for the annual meeting of the Trilateral Commission. We were there all day and managed to catch a glimpse of the globalist scumbag.[...]«
Aus: We are Change Ireland, 10. Mai 2010, Scumbag Rockefeller gets a nice warm welcome from the Irish (Videos)

Ein Fahrplan zum Krieg gegen den Iran, 10. Mai 2010, »[...] der Iran müsse noch vor August 2010 mit einem Angriff Israels und der USA rechnen [...]«

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Mehr Hintergrundinformationen gibt es hier:
  Neue Weltordnung - Illuminati - FED - Codex Alimentarius - Filme

Kriegsvorbereitungen gegen Iran (Juli/August 2010)

»[...] Das israelische Portal Debka meldete, dass Israel und die USA von Aserbaidschan aus das Geschehen im Iran mit den Mitteln elektronischer Aufklärung sehr genau beobachten und dass der Iran an seiner nordwestlichen Grenze den Kriegszustand ausgerufen hat.
Eine neue Qualität zeigen darüber hinaus die von der CIA gestreuten Informationen über den angeblichen Entwicklungsstand des iranischen Atomprogramms. Am Sonntag verkündete CIA-Chef Leon Panetta gegenüber dem US-Sender ABC, dass der Iran über genügend niedrig angereichertes Uran für zwei Atombomben verfüge und diese Nuklearwaffen bereits 2012 einsatzbereit sein könnten. Mit diesem Datum machte er implizit eine Angabe, in welchem Zeitraum mit einem Militärschlag gegen den Iran zu rechnen ist: binnen eines Jahres. [...]«
Zitiert aus: www.hintergrund.de, 28. Juni 2010
Siehe auch: Obama bereitet die Bombardierung des Iran vor, 11. August 2010
Siehe auch: www.saarbreaker.com, 6. Juni 2010

Israel bestellt Unmengen an Treibstoff

Wie die US-amerikanische Defence Security Cooperation Agency (DSCA) Anfang August mitgeteilt hat, hat Israel Treibstoff in der Größenordnung von 2 Milliarden US-$ bestellt, mit der die rund 450 israelischen Kampfjets etwa »145'000 einzelne Flüge durchführen, oder bei drei Flügen pro Tag über 100 Tage lang Krieg führen« können.
Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch, 27. August 2010

Mai 2011: Vorbereitungen für den Angriff gegen Iran laufen auf Hochtouren

»[...] Wie Presstv schreibt, haben isaraelische Kampfflugzeuge eine Übung im Irak durchgeführt, mit dem Ziel entsprechende Targets im Iran anzugreifen. Eine beträchtliche Anzahl von Kampfflugzeugen soll auf der al-Assad Basis im Irak stationiert worden sein.
Es handelt sich um F-15, F-16, F-18, F-22 und KC-10-Kampfjets, wie berichtet wird. Bei den Drills wurden berichten Zufolge Angriffe auf die iranische Luftabwehr, Zerstörung des iranischen Radars sowie Angriffe bis tief ins Landesinnere simuliert.[...]«
Zitat: www.infokriegernews.de, 2. Mai 2011 bezogen auf Quelle: www.presstv.ir, Israeli jets prepare in Iraq to strike Iran

Buschehr: Erstes Atomkraftwerk geht in Betrieb

Am 21. August 2010 wurde damit begonnen, den Reaktor in Buschehr mit Brennstoff zu bestücken.
Nach einem Probelauf im Mai 2011, nahm das erste iranische Kernkraftwerk "Buschehr" im September seinen Betrieb auf. Das mit russischer Unterstützung aufgebaute AKW läuft zunächst mit 40 Prozent seiner Gesamtkapazität. Im November sollen dann die vollen 1000 Megawatt ins Stromnetz eingespeist werden.

Heimliche Kriegsvorbereitungen gegen Iran ?

3. Weltkrieg

»[...] Es beginnt mit Israel, das den Iran angreift. Nun, das ist noch nicht geschehen. Da gab es einige Anzeichen, dass es Kräfte gibt, die versuchen, in diese Richtung vorzustossen. Da müssen Sie nur die Nachrichten der letzten zwei Jahre verfolgt haben, um zu realisieren, dass die Öffentlichkeit auf eine Rechtfertigung für diese Art von Konflikt vorbereitet wird. Der Iran wird als der Böse, der Gegner dargestellt, der es verdient, dass ihm so etwas widerfährt, und so weiter und so fort.
Nun, das wird der Beginn sein, von etwas, dass wie das eröffnende Gambit bei einem grossen Schachspiel ist. Der Plan ist, den Iran oder China dazu zu provozieren, einen Vergeltungsschlag auszuführen. Unser Mann, unsere Quelle, der ein Militärmann ist, ist persönlich zu 100% davon überzeugt - auch wenn das nie öffentlich gemacht wurde, und dies nicht öffentlich bekannt ist - das der Iran im Besitz von Nuklearwaffen ist. Er glaubt, dass die hinter den Kulissen von China gestellt worden sind.
Und all das ist beabsichtigt, weil es diesen Mächten, welche die Kontrolle ausüben, gerade recht ist, dass der Iran Atomwaffen besitzt, weil die diese eingesetzt sehen wollen. Der Plan ist, dass entweder der Iran oder China einen Vergeltungsschlag ausüben, nachdem der Iran mit einer Atomwaffe angegriffen wird.
An diesem Punkt wird ein begrenzter Schlagabtausch mit Atomwaffen im Nahen Osten stattfinden, gefolgt von einem Waffenstillstand.
Er hörte, wie sie das an dieser Sitzung planten. Das Ganze wird dirigiert. Es ist wie ein Drehbuch für einen Film. Dass dies geschieht, ist genau, was sie beabsichtigen.
Und während dieser Zeit, werden andere Sachen dafür in Position gebracht... und viele Menschen, die das sehen, sind sich bewusst, dass all das im Hintergrund arrangiert wird. Wir haben darüber viele Informationen von einigen guten Forschern aus verschiedenen Nationen erhalten, die das über das Internet verbreiten, dass in einigen westlichen Ländern Dinge arrangiert werden, um die Bevölkerung unter strenger Kontrolle zu halten: Kriegsrecht, die Erweiterung von Befugnissen bei Sicherheitskräften, welche nicht nur der Armee oder Polizei angehören. [...]
Und dann, sagte er, dann beginnt der wirkliche Krieg – etwas, das rechtmässig der 3. Weltkrieg genannt werden könnte, mit einem viel grösseren Atomwaffeneinsatz. [...]
An diesem Punkt angelangt, fragte ich ihn: Geht es hier einfach um die Reduktion der Bevölkerung? Worum geht es hier überhaupt? Warum tun die das? [...]
Er sagte: Absolut, es geht um die Reduktion der Bevölkerung.
Also, sagte ich: Nun, an dieser Sitzung, haben die irgendwelche Zahlen genannt?
Und er sagte: Ja, das taten sie. Fünfzig Prozent. [...]«
Zitiert aus: projectcamelot.org, die "Angelsächsische Mission"

31. Oktober 2011: USA wollen mehr Truppen in Golfregion

»[...] Nach dem Truppenabzug aus dem Irak planen die USA nach Presseinformationen, ihre militärische Präsenz in der Golfregion zu verstärken. Wie die "New York Times" am späten Sonntagabend unter Berufung auf nicht genannte Regierungsmitarbeiter und Diplomaten berichtete, könnten zu der Verlagerung neue Kampftruppen in Kuwait gehören. Diese könnten bei einem Sicherheitskollaps im Irak oder einer militärischen Konfrontation mit dem Iran zum Einsatz kommen. [...]«
Zitat: diepresse.com, Nach Irak-Abzug: USA wollen mehr Truppen in Golfregion, 31.10.2011

3. November 2011: Israel drängt auf Militärschlag gegen Iran

»[...] Im Umgang mit dem Iran setze man weiterhin auf diplomatische Mittel, betont Obamas Sprecher Jay Carney.
Um Israel von einem Militärschlag abzuhalten, ist das US-Verteidigungsministerium zu unkonventionellen Maßnahmen gegen den Iran bereit. [...]. Und sollte sich trotz aller Obama-Anstrengungen ein Angriff nicht vermeiden lassen, können sich die USA auf ihre britischen Verbündeten verlassen: Diese kundschaften nach Informationen der Tageszeitung "Guardian" bereits die besten Positionen für ihre Kriegsschiffe und U-Boote für den Fall eines Krieges gegen den Iran aus. [...]«
Zitat: www.tagesschau.de, 3.11.2011

Siehe auch: www.hintergrund.de, Britische und israelische Angriffsvorbereitungen gegen den Iran. 3. November 2011

10. November 2011: Angriff auf Iran um die Weihnachtszeit, spätestens Anfang 2012

In der DailyMail vom 10. November 2011 ist zu lesen, dass Israel einen Angriff auf Iran um die Weihnachtszeit, spätestens Anfang 2012 durchführen werde.

»[...] Senior Foreign Office figure: "We’re expecting something as early as Christmas, or very early in the new year" [...]
Israel will launch military action to prevent Iran developing a nuclear weapon as soon as Christmas, intelligence chiefs have warned. [...]«
Zitat: www.dailymail.co.uk, Israel may launch strike on Iran as soon as next month to prevent development of nuclear weapons, 10th November 2011

11. November 2011: Angriff auf Iran wird von USA und UK unterstützt

»[...] It was revealed earlier this week that Israel could launch military action against Iran before Christmas, in a bid to prevent the country from developing a nuclear weapon.
Sources say the understanding at the top of the British Government is that Israel will attempt to strike against the nuclear sites "sooner rather than later" – with logistical support from the U.S.
A senior Foreign Office figure has revealed that ministers have been told to expect Israeli military action, adding: "We’re expecting something as early as Christmas, or very early in the new year."
Officials believe President Barack Obama would have to support the Israelis or risk losing vital Jewish-American support in the next presidential election.
In recent weeks, Ministry of Defence sources confirmed that contingency plans have been drawn up in the event that the UK decided to support military action. [...]«
Zitat: www.dailymail.co.uk, Google releases satellite images of Iranian facilities which UN says may be used to develop nuclear weapons, 11th November 2011

Siehe auch: www.infowars.com, UK Foreign Office: Israel Expected To Attack Iran Next Month, November 10, 2011:
Obwohl die NATO-Mächte, zusammen mit Präsident Obama, mit wenig Begeisterung über die Möglichkeit eines Angriffs reagieren, werde man im Falle eines israelischen Angriffs logistische Unterstützung liefern - in Anlehnung an das amerikanische Engagement in Libyen.
Selbst wenn die USA nicht von Anfang an in einem solchen Angriff direkt verwickelt wären, gilt als sicher, dass iranische Vergeltungsschläge als Vorwand für eine US-amerikanische Beteiligung dienen werden.
Dann ist die Gefahr sehr groß, dass sich dieser Konflikt im gesamten Nahen Osten ausweiten werde und auch die militärische Intervention westeuropäischen Staaten erzwingen würde.

Manöver im Persischen Golf. Übung: Schließung der Straße von Hormus

Am 12. Dezember erreicht uns die Meldung, dass Iran in Kürze ein Manöver durchführen werde, bei dem geübt werden soll, die für den Öl-Transport so wichtige Straße von Hormus zu schließen. »[...] Die Straße von Hormus ist für den Öltransport der wichtigste Wasserweg der Welt. Für den Fall eines Angriffs der USA oder Israels hat der Iran mit Anschlägen gedroht. [...]«
Zitat: www.focus.de, Irans Atomprogramm: Iran probt Schließung der Straße von Hormus, 12.12.2011

Dezember 2011: Time to Attack Iran !

Der Council on Foreign Relations (CFR), bekannt dafür, dass er die Außenpolitik der USA und anderer westlicher Länder wesentlich bestimmt (siehe  USA), hat auf seiner Homepage ein Essay veröffentlicht (Januar/Februar 2012), worin Matthew Kroenig (Berater der CFR im Bereich nuklearer Sicherheit, u.a.) ausführt, warum es an der Zeit sei, den Iran jetzt anzugreifen.
Siehe: www.foreignaffairs.com, Time to Attack Iran
Siehe auch: alles-schallundrauch.blogspot.com, Es ist Zeit den Iran anzugreifen, 29.12.2011. Hier wird Bezug auf den CFR-Essay von Kroenig genommen. So sagt der Autor des Blockeintrags ("Freeman"), dass man das was Kroenig schreibt sehr ernst nehmen muss, ist er doch jemand der die Kriegspolitik der USA mitbestimmt. Zitat: »[...] Wir müssen davon ausgehen, was Matthew Kroenig vom CFR sagt wird tatsächlich im Pentagon und im Weissen Haus ernsthaft diskutiert und sogar geplant. Sonst würde so ein Vorschlag nicht von ihnen in die Öffentlichkeit gebracht. [...]«

29. Dezember 2011: »Mossad chief: Nuclear Iran not necessarily existential threat to Israel

[...] A nuclear-armed Iran wouldn't necessarily constitute a threat to Israel's continued existence, Mossad chief Tamir Pardo reportedly hinted earlier this week. [...] if Iran actually obtained nuclear weapons, it would not mean the destruction of the State of Israel. [...]«
Zitat: www.haaretz.com, 29.12.2011

Seit 24. Dezember 2011: Manöver im Persischen Golf

»[...] Der Iran hat mit einer Blockade der Öltransporte im Persischen Golf gedroht, um weitere Sanktionen zu verhindern. [...] Gestern hatte Teheran bereits zum zweiten Mal gedroht, die Wasserstraße zu sperren, sollte es wegen des iranischen Atomprogramms zu weiteren Sanktionen kommen. [...] Am Wochenende begannen iranische Streitkräfte im Persischen Golf ein groß angelegtes Manöver - genau beobachtet vom US-Militär. Denn durch die rund 50 Kilometer breite Wasserstraße von Hormus wird der Großteil der Ölexporte aus Nahost transportiert. Alleine die Ankündigung, diese Meerenge zu blockieren, kann die Märkte weltweit verunsichern und den Ölpreis nach oben treiben.
"Wenn die Straße geschlossen ist, wäre das ein Desaster für die Weltwirtschaft", sagt Matthew Kroenig vom Council for Foreign Relations, einer renommierten Denkfabrik für außenpolitische Fragen in Washington. "Ich glaube nicht, dass das ein US-Präsident durchgehen lassen könnte."«
Zitat: www.tagesschau.de, US-Reaktion auf drohende Schließung der Straße von Hormus, 29.12.2011
Siehe auch: www.spiegel.de, Flugzeugträger bei Hormus. Iran warnt USA vor Eindringen in Manövergebiet, 29.12.2011

27. Dezember 2011: »US-Gericht gibt dem Iran Mitschuld an 9/11

Nach Einschätzung eines US-Bundesbezirksgerichts war der Iran in die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington verwickelt. Richter George B. Daniels hatte am 15. Dezember im Rahmen einer Schadensersatzklage von Hinterbliebenen erklärt, der Iran und die von ihm geförderte Hisbollah-Miliz hätten das Terrornetzwerk Al Kaida nicht nur materiell, sondern auch direkt bei der Durchführung der Anschläge unterstützt. [...]«1

Siehe auch hintergrund.de vom 4. Januar 2012:
»[...] Auf 100 Milliarden US-Dollar Schadensersatz verurteilte er (Richter George B. Daniels; Anm. muz-online.de) den Iran dafür, dass das Land al-Qaeda bei den 9/11-Attacken materiell und direkt unterstützt habe. [...]
Die nach dem 11. September 2001 beschlossene „Authorization for Use of Military Force Against Terrorists“, welche Ende vergangenen Jahres in einer verschärften Variante vom US-Senat und Kongress erneuert wurde, ermächtigt den Präsidenten, alle „erforderlichen und geeigneten Gewaltmittel“ gegen Nationen einzusetzen, die Personen oder Organisationen unterstützten oder Unterschlupf gewährten, die an den Anschlägen beteiligt waren. Mit dem Urteil hat Richter Daniels Präsident Obama eine Rechtfertigung für einen Krieg gegen den Iran geliefert. [...]«2

Zitat1: www.tagesschau.de, Neue Erkenntnisse zu den Anschlägen vom 11. September, 27.12.2011
Zitat2: www.hintergrund.de, US-Gerichtsurteil gegen Iran: Weichenstellung für den Krieg, 4. Januar 2012

Der 11. September 2001 aus Sicht von Präsident Ahmadinedschad

23. September 2010. Ahmadinedschads Rede bei der UN-Generaldebatte (UN-Armutsgipfel in New York) sorgte für einen "Eklat". Dabei hat er nur gesagt, was ohnehin kein Geheimnis mehr ist. So die "politisch korrekte" Berichterstattung:
»[...] Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mit einer Verschwörungstheorie erneut für einen Eklat vor der UN-Vollversammlung gesorgt. Zahlreiche amerikanische und europäische Diplomaten verließen demonstrativ den Saal, als Ahmadinedschad in seiner Rede der US-Regierung die Schuld für die Anschläge vom 11. September 2001 gab. Auch die beiden Diplomaten der deutschen Delegation gingen hinaus.
Die USA hätten die Angriffe auf das World Trade Center inszeniert, um den amerikanischen Zugriff auf den Nahen Osten zu verstärken und "das zionistische Regime" in Israel retten zu können, so Ahmadinedschad. [...]«
Zitat: www.tagesschau.de, Kalkulierter Eklat mit Verschwörungstheorie, 24.09.2010

Siehe auch:  Informationen und Hintergründe zum Anschlag vom 11. September 2001. Dass diese Anschläge eine von Teilen der damaligen US-Regierung (mit Hilfe in- und ausländischer Geheimdienste) durchgeführte "false flag operation" war, lässt sich aufgrund der erdrückenden und plausiblen Beweise, dass z.B. die Türme vom World Trade Center mit Sprengstoff zum Einsturz gebracht wurden etc., kaum leugnen.
Siehe auch: alles-schallundrauch.blogspot.com, Wechselt die Seite bevor es zu spät ist, 24.09.2010

12. Januar 2012: »Dritter US Flugzeugträger unterwegs zum persischen Golf

Nach den schon bekannten Flugzeugträgern, "Carl Vinson" und "John C. Stennis" ist inzwischen ein dritter Flugzeugträger, "Abraham Lincoln" unterwegs zum persischem Golf.
So wird dieses in einem Artikel auf der Webseite der 7.Flotte der US-Navy gemeldet.
Lincoln, the flagship of Carrier Strike Group (CSG) 9, is in the 7th Fleet area of responsibility (AOR) as part of a deployment to the western Pacific and Indian Oceans en route to support coalition efforts in the 5th Fleet AOR.
"Lincoln, das Flaggschiff der Carrier Strike Group (CSG) 9, der 7. US Flotte deren Verantwortungsbereich der westliche Pazifik und der Indische Ozean ist, befindet sich auf dem Weg zum Zusammenschluss mit der 5 Flotte, um diese zu unterstützen."
Die 5. US- Flotte ist fest am persischem Golf stationiert und zieht sich demnach, mit der 7 Flotte vorm Iran zusammen. [...]
Auch das Ohio-Klasse Atomraketen-Träger- U-Boot, die "USS Georgia" befindet sich derzeit auf dem US-UK Stützpunkt der Insel "Diego Garcia", also in direkter Nähe, um in das Geschehen eingreifen zu können. Die USS Georgia ist Teil der 6. Flotte, welche Bestandteil der US Naval Forces Europe ist. Deren Aufgabenbereich umfasst für gewöhnlich den Mittelmeerraum.
Dass ein Atomwaffen-bestücktes U-Boot so weit von seiner Flotte zur "Ehrenerbietung" entfernt ist, ist mehr als außergewöhnlich. [...]«
Zitat: luegenmaul.blogspot.com, Dritter US Flugzeugträger unterwegs zum persischen Golf, 12. Januar 2012


 Militärpräsenz von USA und Großbritannien in der Krisenregion -- Foto von 4.bp.blogspot.com


Israelische U-Boote "Made in Germany" im Persischen Golf

»[...] Laut Pressemeldungen hält sich ganzjährig jeweils ein U-Boot mit nuklear bestückten Marschflugkörpern im Persischen Golf auf um eine abschreckende Rolle gegenüber Iran einzunehmen.[...]«
Zitat: www.politaia.org, Deutschland darf sechstes atomfähiges U-Boot an Israel liefern, 1. Dezember 2011

24. Januar 2012: USA verhängen Sanktionen gegen Tejarat-Bank

»[...] Das US-Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben die iranische Tejarat-Bank auf die schwarze Liste. Das Geldhaus sei einer der “wenigen verbleibenden Zugänge” Teherans zum internationalen Finanzsystem gewesen, erklärte das Ministerium.
Mit den neuen Strafmaßnahmen seien nun die Aktivitäten aller bedeutenden staatlichen Finanzinstitute des Iran eingeschränkt, hieß es. Die Tejarat-Bank ist das drittgrößte Geldhaus des Landes und soll rund 2000 Filialen im Iran betreiben. Das US-Finanzministerium wirft der Bank vor, an der Finanzierung des umstrittenen Atomprogramms des Iran beteiligt gewesen zu sein. Auch die EU hatte die Tejarat-Bank ins Visier genommen und lässt die Guthaben des in Deutschland, Frankreich und Großbritannien vertretenen Instituts einfrieren.[...]«
Zitat: infokrieg.tv, USA verhängen gegen weitere iranische Bank Strafmaßnahmen, 24. Januar 2012

23. Januar 2012: Kriegsschiffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs haben die Straße von Hormus passiert

»[...] Der US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ ist trotz massiver Drohungen aus dem Iran unbehindert in den Persischen Golf eingelaufen. Die Trägergruppe passierte die strategisch wichtige Meerenge von Hormus in Begleitung britischer und französischer Kriegsschiffe, wie der Nachrichtensender CNN am Montagmorgen berichtete.[...]«
Zitat: www.focus.de, Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ vor Irans Küste: USA schicken Kriegsschiff durch Straße von Hormus, 23.01.2012

23. Januar 2012: EU beschließt schärfere Sanktionen gegen Iran - weitere Zuspitzung des Konflikts

Öl-Embargo am 1. Juli
Am 23. Januar 2012 haben sich »[...] die Außenminister der 27 EU-Staaten in Brüssel darauf geeinigt, ab 1. Juli die Einfuhr von iranischem Erdöl zu verbieten. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen bereits laufende Verträge noch abgewickelt werden. Es handelt sich um die bisher schärfsten Iran-Sanktionen der EU seit 2005.
Die EU erlässt auch ein Einfuhrverbot für petrochemische Produkte und ein Exportverbot für Ausrüstung des Ölsektors. Neue Investitionen in Ölfirmen im Iran sind nicht mehr erlaubt. Nach Angaben von Diplomaten werden die Konten der Zentralbank des Irans eingefroren. "Legitime Geschäfte" sollten jedoch "unter strengen Kontrollen" weiterhin möglich sein. [...] Für den Iran ist die EU gemeinsam mit China der größte Handelspartner. 90 Prozent der Exporte aus dem Iran nach Europa sind Öl. [...]«
Zitat: www.tagesschau.de, Öl-Embargo der EU gegen Iran, 24.01.2012

Siehe auch: alles-schallundrauch.blogspot.com, Die EU hat Iran und Syrien den Krieg erklärt, 23.01.2012


Diverse Randereignisse:

11. Januar 2012: Bomben-Attentat auf Chemiker der Urananreicherungsanlage Natans

»Der israelische Geheimdienst Mossad hat am Dienstag offenbar im Norden der iranischen Hauptstadt Teheran erneut einen iranischen Wissenschaftler getötet. Wie die Nachrichtenagentur Fars berichtet, befestigte ein maskierter Motorradfahrer einen Sprengsatz am Wagen des Wissenschaftlers. Bei der Detonation wurden der Professor der Technischen Universität von Teheran getötet und zwei weitere Insassen des Wagens verletzt. Der stellvertretende Gouverneur von Teheran machte den israelischen Geheimdienst Mossad für den Anschlag verantwortlich.
Bei dem Getöteten handelt es sich um Mostafa Ahmadi Roshan. Der Chemiker war Abteilungsleiter in der Urananreicherungsanlage Natans. In den vergangenen beiden Jahren hatte es in Teheran drei Anschläge auf Wissenschaftler gegeben, die auch in der Atomforschung tätig gewesen sein sollen.«
Zitat: de.euronews.net, Mossad sprengt Atomprofessor in Teheran in die Luft, 11.01.2012

Dezember 2011: US-Aufklärungsdrohne abgefangen

Eine US-Drohne, die im Auftrag des CIA über Iran spioniert haben soll, ist angeblich vom Iran abgefangen worden. Iran will nun selbst derartige Drohnen herstellen.
»[...] Der US-Präsident hat den Iran offiziell zur Rückgabe der abgeschossenen US-Drohne aufgefordert. Doch Teheran hat eigene Pläne mit dem Flugroboter. [...]
Der iranische Verteidigungsminister General Ahmad Wahidi sagte zudem, die USA sollten sich dafür entschuldigen, in den iranischen Luftraum eingedrungen zu sein, statt die Drohne zurückzufordern. [...]«
Zitat: www.welt.de, Obama fordert abgefangene Drohne vom Iran zurück, 13. Dezember 2011

Ende November 2011: Studenten stürmen die britische Botschaft in Teheran

Ende November 2011 stürmen iranische Studenten die britische Botschaft in Teheran, wie es heißt aus Protest gegen die verschärften Sanktionen gegen Iran. Daraufhin wird von Großbritannien der Botschafter aus Teheran abgezogen und die Botschaft geschlossen. Die iranischen Diplomaten mussten innerhalb von 48 Stunden Großbritannien verlassen, woraufhin auch Iran die britischen Diplomaten ausgewiesen hat. Aus Solidarität mit Großbritannien zogen weitere Staaten ihre Botschafter aus Iran ab, darunter Deutschland (die deutsche Schule war ebenfalls vom Angriff betroffen), Frankreich und die Niederlande.
Siehe auch:
diepresse.com, 1. Dezember 2011
www.swr.de, Nach Erstürmung britischer Botschaft - Der Westen erhöht den Druck auf den Iran, 30.11.2011

12. November 2011: Militäranlage westlich von Teheran komplett zerstört

»[...] Am 12. November 2011 ereignete sich in einer Anlage der iranischen Revolutionsgarde eine Explosion bei der 17 Soldaten ums Leben kamen. [...] Unter den Toten ist General Hassan Moghaddam, der gemäss der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars "eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der Landesverteidigung" gespielt hat. [...] Moghaddam ist der Pionier des iranischen Raketensystems des Typs Shahab, dessen Reichweite bis nach Israel reichen würde. Gemäss dem Atombericht der IAEA soll der Iran bereits die Möglichkeit eines nuklearen Sprengkopfes für die Shahab-Rakete getestet haben. Dies nährt die Vermutung, dass der israelische Geheimdienst beim Tod von Moghaddam seine Finger im Spiel hatte. [...]«
Zitat: www.tagesanzeiger.ch, Steckt doch Israel hinter der Explosion im Iran? 30.11.2011
Siehe auch: www.bbc.co.uk, Image captures Iran military base explosion damage, 30 NOVEMBER 2011

Konflikt mit Israel

Iran will Kriegsschiffe in Richtung Gaza entsenden
Am 31. Mai 2010 wurden sechs internationale Hilfsschiffe, die in Richtung Gaza unterwegs waren, vom israelischen Militär gewaltsam gestoppt. Bei der Erstürmung des in der Türkei zugelassenen Schiffes "Mavi Marmara", das von einer türkischen Menschenrechtsorganisation gechartet worden war, wurden 9 türkische Staatsbürger, erschossen und etwa 50 Menschen verletzt, darunter auch israelische Soldaten. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warf Israel daraufhin Staatsterrorismus vor.
Auf den Hilfsschiffen befanden sich mehr als 700 pro-palästinensische Aktivisten aus rund 40 Ländern, darunter auch Politiker der deutschen Partei "Die Linke", die sich auf dem türkischen Passagierschiff "Mavi Marmara" befanden.
»[...] Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Organisation Free Gaza in internationalen Gewässern im Mittelmeer - etwa 140 Kilometer vor der israelischen Küste. Die "Gaza-Flotte" wollte trotz der von Israel verhängten Seeblockade rund 10.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen. [...] Barak (Verteidigungsminister Israels, Anm. muz-online.de) nannte die Fahrt der Schiffe nach Gaza eine "politische Provokation durch anti-israelische Organisationen".
Die islamisch-türkische IHH, die nach israelischen Angaben an der Organisation der Aktion beteiligt war, sei als "gewalttätige und radikale Gruppierung bekannt, die unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe Terrorgruppen unterstützt" und der Hamas nahe stehe, sagte Barak. [...]«
sz-online.de, Blutiger Militäreinsatz gegen Hilfsflotte, 5. Mai 2010
Siehe hierzu auch den Bericht von Udo Ulfkotte: Türkische "Hilfsorganisation" IHH tief in islamistischen Terror verstricktkopp-verlag.de, 03.06.2010

Eine Woche nach dem Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte will der Iran nun selbst Schiffe mit Hilfsgüter in den Gaza-Streifen entsenden. Diese sollen von paramilitärischen Einheiten eskortiert werden. Iran unterstützt die ant-israelische HAMAS seit langem mit großzügigen Hilfsleistungen. Siehe hierzu: welt.de, Iran finanziert Hamas, 29.01.06
»[...] Die paramilitärischen iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) stünden bereit, die Flottille zu eskortieren, hieß es in Teheran. Es sei die Pflicht des Iran, die unterdrückten und unschuldigen Menschen von Gaza zu verteidigen. [...] Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hatte die israelische Kommandoaktion als Zeichen von "Schwäche und Wahnsinn" verurteilt. [...]
derstandard.at, Iran will Hilfs-Schiffe nach Gaza schicken, 08. Juni 2010

Israels Ministerpräsident Netanyahu will Hilfslieferungen nach Gaza verhindern
»[...] Netanyahu sagte am Samstag, er werde "die Errichtung eines iranischen Hafens im Gazastreifen" nicht erlauben. Israel wirft dem Iran vor, die radikale palästinensische Hamas im Gazastreifen mit Waffen und Geld zu beliefern. Netanyahu erklärte weiter, die Blockade solle verhindern, dass Waffen in die Hände der Hamas fielen.«
derstandard.at, Zweite Hilfslieferung. Israelische Marine entert die "Rachel Corrie", 05. Juni 2010

11. Juni 2010: Der türkische Ministerpräsident Erdoğan lässt zum Dschihad gegen Israel aufrufen
Überall in der islamischen Welt werden nun türkische Flaggen geschwenkt. Die Türkei gilt seit dem Aufruf des türkischen Ministerpräsidenten zum Dschihad gegen Israel, als großes Vorbild. Kein arabischer Herrscher genießt momentan größere Popularität als Erdoğan. Die gewaltsame Erstürmung des türkischen Schiffes "Mavi Marmara", bei dem neun türkische Staatsbürger erschossen wurden, bezeichnet Erdoğan als "blutiges Massker".
»[...] Der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan sagte dazu, so würden "Banditen" vorgehen. Israel missbrauche den Begriff "Antisemitismus", um seine "Massaker" zu verdecken. Staatspräsident Abdullah Gül prophezeite, dass Israel dieses Vorgehen eines Tages bereuen werde. [...]«
Zitat: nd-epaper.neues-deutschland.de, "Unser Widerstand war legitim", 4. Juni 2010, Seite 7
www.guardian.co.uk, 8. Juni 2010
uni-kassel.de, 5. Juni 2010
mein-parteibuch.com, Videos vom Mavi Marmara Massaker, 31. Juni 2010 - alles geplant gewesen ?

Israel warnte die Türkei bereits am 5. Juni
Wie in der Jerusalem Post am 7. Juni zu lesen war, würde laut Uzi Dayan (israelische Armeechef und oberstes Mitglied der Likud Partei) die Begleitung von zukünftigen Hilfsschiffen durch türkische Kriegsschiffe einen "Kriegsakt" darstellen. Sollte der türkische Präsident die Schiffe persönlich begleiten, dann würde nicht nur das Schiff versenkt werden. »[...] Die Präsenz Erdogans auf einem zukünftigen Hilfsschiff würde den "casus belli" für einen Krieg Israels gegen die Türkei bedeuten.[...]«
Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch, Israel droht der Türkei mit Krieg, 12. Juni 2010

WikiLeaks enthüllt -- Berichte aus dem US-Verteidigungsministerium

Wie die Ende November 2010 veröffentlichten Wikileaks-Dokumente aufzeigen, führte Israel vertrauliche Gesprächen mit Saudi Arabien bezüglich Überflugrechte für den Angriff gegen Iran und dem Aufbau einer geheimen Militärbasis auf saudischem Territorium. Ein Dokument vom März 2009 verdeutlicht, dass es zwischen der Regierung Olmert und dem saudischen Königshaus sehr gute persönliche Beziehungen gegeben hat, was allerdings nie öffentlich erklärt wurde. Selbstverständlich erfuhr die Öffentlichkeit auch nichts davon, dass der König von Saudi Arabien seinen Nachbarn Iran nicht ausstehen könne.
Laut einem weiteren Dokument aus dem Jahr 2009, habe der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak mit warnenden Worten einer offiziellen US-amerikanischen Besuchergruppe die Dringlichkeit eines möglichst baldigen Angriffs auf Iran nahegebracht. Er sagte, ein Angriff auf die iranischen Atomanlagen sei nur bis Ende 2010 möglich. »[...] Danach wäre "das Resultat jeder militärischen Lösung wegen dem Kollateralschaden unakzeptabel." Wahrscheinlich bezog er sich auf die radioaktive Verseuchung, die durch eine Zerstörung der Atomkraftwerke entstehen würde und er drängte die US-Delegation den Angriff sofort zu machen.[...]«
Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Die Wikileaks-Dokumente über Israel

Siehe auch:  USA - Diplomatische Krise nach WikiLeaks-Enthüllungen

»Die heimliche Allianz

Die amerikanischen Dokumente enthüllen, dass die Front gegen einen nuklear bewaffneten Iran breiter ist als weithin bekannt: Arabische Machthaber fordern bei vertraulichen Gesprächen Maßnahmen gegen die Mullahs in Teheran.

"Die Iraner sind große, dreiste Lügner."
"Ahmadinedschad ist Hitler."
"Iran ist wie ein Oktopus."
"Verzögert ihr Nuklearprogramm - mit allen möglichen Mitteln."
"Bombardiert Iran, oder lebt mit der iranischen Bombe."
Die Zitate stammen nicht von Israelis oder Amerikanern, sondern von Politikern und Herrschern aus Ägypten, Jordanien und Abu Dhabi.
Niemand hat so große Angst vor einer iranischen Bombe, niemand hasst den Mullah-Staat so sehr wie die arabischen Führer - das Bild zumindest zeichnen jetzt die geheimen amerikanischen Depeschen.
Danach fürchten die Araber, ein Iran mit Atomraketen werde sie politisch und militärisch dominieren und ihre Halbdemokratien, Königreiche und Scheichtürner unterwandern.
"Wir haben alle Angst", sagte der ägyptische Präsident Husni Mubarak den Amerikanern. Die sunnitischen Herrscher im Nahen Osten sprechen sich für Sanktionen aus, manche sogar für einen Angriff auf die Nuklearanlagen, für alles jedenfalls, was dazu dient, den Einfluss Irans einzudämmen. Aber natürlich sagen sie das niemals öffentlich, sondern nur hinter verschlossenen Türen, wenn amerikanische Diplomaten oder Minister zu Besuch sind. Kein Thema beherrscht die amerikanische Nahost-Politik so sehr wie die Furcht vor einer iranischen Atombombe. Die Dokumente aus dem State Department in Washington zeigen jetzt, wie Amerikaner, Israelis und ihre heimlichen Alliierten versuchen, das Regime in Teheran einzukreisen.[...]«
Zitiert aus: DER SPIEGEL, 48/2010, S.110

Februar 2011: Proteste erreichen Iran

»[...] In der iranischen Hauptstadt Teheran ist die Polizei nach Zeugenberichten am Montag mit Tränengas gegen oppositionelle Demonstranten vorgegangen. Sicherheitskräfte hätten auch mit Farbkugeln auf die Regierungskritiker geschossen, sagten Augenzeugen. Demnach wollten die Demonstranten ihre Sympathie mit den Protestbewegungen in  Ägypten,  Tunesien und anderen arabischen Ländern zum Ausdruck bringen.
Tausende Demonstranten versammelten sich den Angaben zufolge in kleinen Gruppen nahe des Asadi-Platzes im Westen Teherans. Während die Regierungsgegner sich demnach zunächst ruhig verhielten, riefen einige später offenbar in Anspielung auf Staatschef Mahmud Ahmadinedschad: "Tod dem Diktator". Einige hätten auch Mülltonnen in Brand gesetzt, sagten die Augenzeugen. Die Sicherheitskräfte hätten versucht, größere Menschenansammlungen zu verhindern. Angaben über Festnahmen oder Verletzte machten die Zeugen nicht.
Es handelte sich um die bedeutendsten öffentlichen Proteste gegen die Regierung seit etwa einem Jahr. [...]

Polizei blockiert Zugang zu Mussawis Haus
Die iranischen Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi und Mehdi Karubi hatten eine Solidaritäts-Kundgebung für die Protestbewegungen in Ägypten und Tunesien beantragt. Die Behörden untersagten dies und erklärten, es handle sich lediglich um eine "List", um gegen die Regierung zu demonstrieren. Mussawis Website Kaleme.com und Karubis Internetseite Sahamnews.org riefen dennoch zu der Demonstration auf. Journalisten wurde verboten, sich zum Ort des Geschehens zu begeben.
Zuvor hatte die iranische Polizei den Zugang zum Haus von Oppositionsführer Mussawi blockiert und seine Telefonleitungen lahmgelegt, wie Kaleme.com berichtete. Auch Karubi war unter eine Art Hausarrest gestellt worden. [...]
Das US-Außenministerium begann damit, über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter Mitteilungen an die Menschen im Iran zu schicken. In ersten Nachrichten in der Landessprache Farsi hob das Ministerium die "historische Rolle" des Internets bei den Protesten im Iran 2009 hervor und warf Teheran Heuchelei vor: Während die iranische Führung die jüngsten Proteste in Ägypten begrüßt habe, verbiete sie ihren eigenen Bürgern zu demonstrieren. [...]«
Zitiert aus: www.stern.de, 14. Februar 2011

Bibelverbrennungen

»[...] Iranische Revolutionsgarden haben bereits am 8. Februar diesen Jahres rund 300 Bibeln in persischer Sprache öffentlich verbrannt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert, dass dieser Vorgang weltweit ignoriert werde, während die Verbrennung eines einzelnen Korans in Florida durch eine winzige christliche Splittergruppe zu Regierungserklärungen, Massenprotesten, Gewaltexzessen und Enthauptungen geführt habe. [...]«
Zitiert aus: www.freiewelt.net, Erneut Bibelverbrennungen im Iran, 6. April 2011

Massenhinrichtungen

»[...] Amnesty International wirft der iranischen Führung vor, täglich mehr als zwei Menschen hinzurichten und spricht von einem Tötungsrausch im Iran seit Jahresanfang 2011.[...]«
Zitat: de.wikipedia.org, Iran

Februar/März 2011: Mussawi und Karubi gefangengesetzt

»[...] Die iranischen Oppositionsführer Mehdi Karubi und Mir-Hossein Mussawi sind nach Angaben ihrer Unterstützer verhaftet worden. Beide seien zusammen mit ihren Frauen in das Heschmatjeh-Gefängnis in Teheran gebracht worden, berichteten ihre Websites Kaleme.com und Sahamnews.org. [...] Die Berichte über die Festnahmen wurden aus Kreisen der iranischen Justiz zurückgewiesen. Karubi und Mussawi befänden sich ebenso wie ihre Frauen zu Hause und würden dort lediglich vor "verdächtigen Elementen" abgeschirmt, berichtete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle. [...]«
Zitiert aus: www.n24.de, Iran verhaftet Oppositionspolitiker, 28.02.2011

»[...] Am 1. März gab es im Iran wieder Protestaktionen. Was war der Grund?

Mila Mossafer: Der Anlass der Demonstrationen war die Nachricht von der Verhaftung der beiden Politiker Mussawi und Karrubi und deren Verschleppung an einen unbekannten Ort. Bei den Protesten, die in Teheran, Maschhad, Schiras und Isfahan stattfanden, gingen nicht nur die Anhänger von Mussawi und Karrubi auf die Straße. Die Demonstranten forderten nicht nur die Freilassung dieser in den westlichen Medien gezielt zu Oppositionsführern erklärten Politikern, sondern die Freilassung aller politischen Gefangenen und den Sturz des islamischen Systems.
Geht die Opposition über die von Mussawi und Karrubi eingeschlagenen Kurs hinaus?
Mila Mossafer: Anders als in vielen westlichen Medien dargestellt, gehörte ein Großteil der iranischen Protestbewegung nie zu den Anhängern von Mussawi und Karrubi. Beide sind jahrelange Funktionäre des islamischen Regimes und haben sich an der Unterdrückung Oppositioneller beteiligt. Sie haben immer betont, dass sie hinter der islamischen Verfassung und der islamischen Republik stehen.
Ein Großteil der Protestierenden forderte aber schon bei den Demonstrationen im letzten Jahr den Sturz der islamischen Republik. Bei den jüngsten Protesten wurde noch deutlicher, dass die Bewegung sich nicht auf eine Verteidigung von Mussawi und Karrubi reduzieren lässt. Die Demonstranten schweigen nicht mehr, und ihre Parolen stellen das System insgesamt infrage.[...]«
Zitiert aus: www.ag-friedensforschung.de, Irans Opposition geht wieder auf die Straße, 08.03.2011

Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.630 f.



Persisch für Anfänger:

Dr. Asya Asbaghi, Iranerin, Buchautorin und erfahrene Lehrerin erteilt Unterricht in
Persisch für Anfänger und Fortgeschrittene - Erwachsene und Kinder
Tel.: 030-832 29 815
E-Mail: haussig@rz.uni-potsdam.de

Literatur von Dr. Asbaghi:

 Persisch für Anfänger. Veröffentlicht im August 2010. "Persisch für Anfänger" vermittelt einen Grundwortschatz sowie die elementaren grammatischen Regeln der modernen persischen Sprache. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich...

 Großes Wörterbuch Persisch-Deutsch. Veröffentlicht im September 2007. Das Wörterbuch umfasst rund 50.000 Einträge und enthält den Wortschatz der modernen persischen Sprache...


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Religionen im Iran, Fotos
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Die Bahá'í-Religion wurde in Hamburg aufgrund des iranisch-islamischen Einflusses vom interreligiösen Dialog mit anderen Religionen ausgeschlossen. Nach dreijährigem Streit wurden die Bahá'í Ende November 2008 ins Interreligiöse Forum Hamburg aufgenommen. Mit ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Menschenrechtsverletzungen an den Bahá'í im Iran
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