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Die Bezirke von Berlin

Berlin (offizielles Gründungsjahr 1237, erste urkundliche Erwähnung 1244), war ursprünglich ein kleiner Marktflecken auf dem Gebiet des heutigen Nikolaiviertels im Bezirk Mitte. Der Marktflecken Cölln (erste urkundliche Erwähnung 1237) lag auf der gegenüberliegenden Seite. Im Jahr 1307 schlossen Berlin und Cölln eine erste Union. Die befestigten Städte wurden zum Handelsknotenpunkt. Sie besaßen Marktplätze, Klosteranlagen, zwei Spitäler, drei Kirchen: St. Nikolai, St. Petri, St. Marien.
Von einst wenigen hundert Einwohner, wuchs Berlin/Cölln bis 1575 auf 18.000 Einwohner. Die schweren Pestausbrüche bis 1600 reduzierten die Einwohnerzahl auf rund 12.000.
Die nächste Katastrophe brachte der Dreißigjährige Krieg und ein weiterer Pestausbruch. Nach Kriegsende 1648 hatte Berlin/Cölln nur noch 6000 Einwohner.
Friedrich Wilhelm I, der Große Kurfürst (1640-88), startete ein großangelegtes Aufbauprogramm. Er holte holländische Handwerker in die Stadt und siedelte etwa 12.000 französische Hugenotten und einige reiche jüdische Familien aus Wien an. Es entstand eine Festung. Der sternförmige Wall mit 14 Bastionen umfasste neben Berlin, Cölln und Neukölln auch die Vorstadt auf dem Werder, ab 1662 "Friedrichswerder" genannt. Hinzu kam Dorotheenstadt. Die Bevölkerung ist bis 1688 auf 20.000 angestiegen. Die Stadtplanung ging über die festgelegten Wallgrenzen hinaus. Es entstand Friedrichstadt.
Die fünf königlichen Residenzen Cölln, Berlin, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt wurden 1710 zur Königsstadt Berlin zusammengefasst. Bis 1713 ist die Einwohnerzahl auf rund 56.000 angestiegen.
Ab 1735 wurde die neue Stadt-, Zoll- und Akzisemauer gebaut. Die Einwohnerzahl stieg auf fast 90.000.
Es folgten 100 Jahre später beträchtliche Stadterweiterungen im Norden und dem heutigen Kreuzberg. An den Rändern entstanden erste Mietskasernen. Berlin hatte über 300.000 Einwohner. Ab 1845 Baubeginn des Landwehrkanals und der Stadterweiterung Luisenstadt. 1858 zählte Berlin bereits über 500.000 Einwohner. Es folgten die Eingemeindungen der Gemeinden Gesundbrunnen, Wedding, Tempelhof, dem Nordteil von Moabit und Schöneberg. 1877 hatte Berlin dann die Millionengrenze überschritten. Schöneberg und Rixdorf (ab 1912 Neukölln) erhielten Stadtrechte (1898/99). 1905 zählte Berlin 2 Millionen Einwohner.
Durch die Eingemeindung der Städte Charlottenburg, Köpenick, Neukölln, Lichtenberg, Schöneberg, Spandau, Wilmersdorf, durch Zusammenfassung von 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken im Jahre 1920 entstand die Verwaltungseinheit Groß-Berlin. Einteilung in 20 Bezirke mit insgesamt 3,8 Millionen Einwohner.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt

Bezirke von Berlin (1945-1990)

West-Berlin

Amerikanischer Sektor
1 Kreuzberg 2 Neukölln 3 Tempelhof 4 Schöneberg 5 Steglitz 6 Zehlendorf

Britischer Sektor
7 Tiergarten 8 Wilmersdorf 9 Charlottenburg 10 Spandau

Französischer Sektor
11 Reinickendorf 12 Wedding

Ost-Berlin

Sowjetischer Sektor
13 Mitte 14 Prenzlauer Berg 15 Friedrichshain 16 Pankow 17 Weissensee 18 Hohenschönhausen (seit 1985) 19 Lichtenberg 20 Marzahn (seit 1979) 21 Hellersdorf (seit 1986) 22 Treptow 23 Köpenick



Zum 1. Januar 2001 wurde die Zahl der Bezirke im Zuge der Gebietsreform von 23 auf 12 reduziert. Im Rahmen der bisherigen Grenzen wurden die bestehenden Bezirke zu größeren, untereinander vergleichbaren Verwaltungseinheiten mit je rund 300.000 Einwohnern zusammengefasst.

Die 12 Bezirke von Berlin nach der Gebietsreform


(1) Spandau

(2) Reinickendorf

(3) Charlottenburg-Wilmersdorf

(4) Steglitz-Zehlendorf

(5) Tempelhof-Schöneberg -- Lichtenrade (!)

(6)Mitte

(7) Pankow

(8) Friedrichshain-Kreuzberg

(9) Lichtenberg

(10) Marzahn-Hellersdorf

(11) Neukölln

(12) Treptow-Köpenick