Wolfsburg, zwischen Lüneburger Heide und Harzvorland gelegen, ist Sitz des Volkswagenkonzerns. Touristische Ziele sind vor allem die Ostfriesischen Inseln, die Küstenseebäder, der waldreiche Harz und die Lüneburger Heide.
Niedersachsen umfasst annähernd das Gebiet des mächtigen mittelalterlichen Herzogtums der Sachsen, das bereits im 12. Jahrhundert unterging. Der Name "Sachsen" ging durch dynastische Verschiebungen auf ein mitteldeutsches Land über. Im Unterschied dazu bürgerte sich für das alte sächsische Stammesgebiet der Name "Niedersachsen" ein. Das Land Niedersachsen wurde 1946 unter anderem aus der preußischen Provinz Hannover gebildet.
Schleswig-Holstein
Das nördlichste Bundesland liegt zwischen Nord- und Ostsee. Es grenzt im Norden an Dänemark. Eider und Nord-Ostsee-Kanal trennen die Landesteile Schleswig im Norden und Holstein im Süden. Das Land besteht im Westen aus fruchtbarem Marschland, in der Mitte aus der sandigen Geest und im Osten aus einer kuppigen Hügel- und Seenlandschaft. Der Westküste ist eine 15 bis 30 km breite Wattenmeerzone vorgelagert, in der die nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr sowie die Halligen liegen. Zu Schleswig-Holstein gehört auch die steil aus der Nordsee aufragende Buntsandsteininsel Helgoland.
Der östliche Küstenbereich ist stark gegliedert und bietet ausgezeichnete Naturhäfen, denen Flensburg, die Landeshauptstadt Kiel und die alte Hansestadt Lübeck ihre Entstehung verdanken. Von den Ostseehäfen führen Fährverbindungen nach Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Russland und Lettland. Die kürzeste Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und Skandinavien ist die sogenannte Vogelfluglinie über den Fehmarnbelt. Der Nord-Ostsee-Kanal, einer der meistbefahrenen Seeschiffahrtskanäle der Welt, verbindet die Unterelbe mit der Kieler Förde.
Die Landwirtschaft - besonders Rinderhaltung und Schweinemast - prägt das Landschaftsbild Schleswig-Holsteins. Die Ostseehäfen werden von der Fischerei und der Werftindustrie beherrscht. Die Bäder an der Nord- und Ostsee sowie die "Holsteinische Schweiz" sind ganz auf Fremdenverkehr eingestellt.
Schleswig-Holstein war ein Jahrtausend lang Streitobjekt zwischen Deutschen und Dänen. 1864 kam es nach dem Deutsch-Dänischen Krieg zum Deutschen Bund und wurde 1866 preußische Provinz. Die überwiegend dänische Bevölkerung im Nordteil Schleswigs entschied sich 1920 für den Anschluss an Dänemark, Südschleswig verblieb bei Deutschland. 1946 erhielt Schleswig-Holstein den Status eines selbständigen Bundeslandes.
Mecklenburg-Vorpommern
Das Bundesland mit der geringsten Bevölkerungsdichte erstreckt sich von der Ostseeküste südwärts über fruchtbare, von Buchenwäldern durchsetzte Niederungen zum meist sandigen Hügelland des Nördlichen Landrückens mit der Mecklenburgischen Seenplatte. Es dominiert die Landwirtschaft. Hauptanbaufrüchte sind Gerste, Weizen, Grünfutter, Ölfrüchte, Zuckerrüben, Roggen und Kartoffeln. Auf den weiten Grünflächen, zunehmend aber auch in Großstallanlagen, wird Viehzucht betrieben.
Wichtige Wirtschaftszweige sind Schiff- und Maschinenbau, Lebensmittelverarbeitung und der Tourismus. Über die Häfen Rostock, Wismar und Stralsund wird der Seehandel abgewickelt.
Die Ostseeküste einschließlich der Inseln Rügen und Hiddensee mit zahlreichen Seebädern sowie die Mecklenburgische Seenplatte mit ihren über 650 Seen (unter anderem Müritz, Schweriner See, Plauer See, Kummerower See) sind beliebte Erholungsgebiete, besonders der Berliner.
Mecklenburg entstand 1934 durch Vereinigung der ehemaligen Großherzogtümer und späteren Freistaaten Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Nach Kriegsende 1945 kam Vorpommern (ohne Stettin), der westlich der Oder gelegene Teil der preußischen Provinz Pommern, zu Mecklenburg, das bis 1947 und wieder seit 1990 offiziell "Mecklenburg-Vorpommern" heißt.
Literatur Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Readerīs Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.317 f.
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