Willkommen im Vereinigten Königreich
Großbritannien und Nordirland

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[Zur Geschichte] [Her Majesty] [Die Monarchie] [Premierminister von 1973 bis 2010 - "Twin Towers were blown up"]
[Die Bevölkerung] [England - Wales - Schottland - Nordirland] [Einwanderungsland UK - Migranten - Überwachung - Islam]
[London - London Dungeon Museum - Zentrum des Weltkapitalismus]
[Literatur] [www-Links]

Weitere Seite:  Kanalinseln - Isle of Man - Gibraltar - Bermuda - Jungferninseln - Falklandinseln


Offizieller Name: Vereinigtes Königreich (UK) Großbritannien und Nordirland
Hauptstadt: London
Fläche: 242.910 km²; davon England 130.422 km², Nordirland (13.576 km²), Schottland (78.133 km²) und Wales (20.779 km²); Kanalinseln (194 km²; Jersey 116,2 km², Guernsey 63,4 km², Alderney 7,9 km², Sark 5,2 km², Herm und Jethou 1,5 km² u.a.) und Isle of Man (572 km²)
Außengebiete: Crown Dependencies (Kanalinseln und Isle of Man) und United Kingdom Overseas Territories (Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Britisches Territorium in der Antarktis, Falklandinseln, Gibraltar, Kaimaninseln, Montserrat, Pitcairninseln, St. Helena, Südgeorgien und Südliche Sandwichinseln, Turks- und Caicosinseln)
Landesnatur (Großbritannien und Nordirland): Von N nach S: Schottische Hochländer, Penninen-Gebirge, im W Bergland von Wales, im S Schichtstufenland mit "Londoner Becken", im SW Bergland von Cornwall; Nordirland: Berg- und Hügelland
Klima: Feuchtgemäßigtes, ozeanisch geprägtes, vom Golfstrom begünstigtes Klima
Hauptflüsse: Themse, Severn, Wye, Ouse, Trent, Bann
Höchster Punkt: Ben Nevis 1343 m
Tiefster Punkt: The Fens -4,6 m
Regierungsform: Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth) seit 1921; Keine geschriebene Verfassung, aber Gesetze mit Verfasungscharakter
Staatsoberhaupt: Königin Elisabeth II., seit 1952, gekrönt 1953
Regierungschef: Premierminister (George Brown seit 27.6.2007)
Verwaltung: 34 Grafschaften (Counties), 46 Unitary Authorities, 6 Metropolitan Countries und Greater London in England; 22 Unitary Authorities in Wales; 26 Distrikte in Nordirland; 32 Unitary Authorities Schottland
Parlament: Zweikammerparlament; 646 Mitglieder im Unterhaus (House of Commons): Wahl spätestens alle 5 Jahre; 748 Mitglieder im Oberhaus (House of Lords): 26 Bischöfe, 630 Lords auf Lebenszeit, inklusive Law Lords (Mitglieder des obersten Appellationsgerichts), 92 Erblords (Stand Juni 2007); Peers (Adlige) haben kein passives Wahlrecht
Nationalfeiertag: 2. Samstag im Juni (Queen's Birthday)
Einwohner: 58.744.000 (1999); 60.227.000 (2005); 80% Engländer, 10% Schotten, 4% Nordiren, 2% Waliser
Stadtbevölkerung: 90%
Analphabetenquote: 1%
Sprache: Englisch; außerdem regional: Irisch-Gälisch und Scots in Nordirland, Schottisch-Gälisch (Highlands) und Scots (Lowlands) in Schottland, Kymrisch (außer Walisisch oder Welsh) in Wales
Religion: 2001: Christen 71,8% - darunter ca. 50% Anglikaner (Anglikanische Kirche in England ist Staatskirche), sonstige Protestanten (u.a. Presbyterianer - Presbyterianische Kirche in Schottland ist Staatskirche -, Methodisten, Freikirchen und Baptisten), sowie ca. 8% Katholiken; Moslems 2,8%; Hindus 1,0%, Sikhs 0,6%, Juden 0,5%, 0,3 Buddhisten, 0,3% Sonstige; ca. 23% konfessions- bzw. religionslos oder ohne Angaben



Zur Geschichte

Die Völker der britischen Inseln sind eine Mischung aus verschiedenen Rassen und Kulturen - Kelten, Römern, Angeln, Sachsen, Jüten, Wikinger, Normannen, Juden, Zigeunern u.v.m. Die frühesten Bewohner haben nur wenige Spuren hinterlassen. Ein faszinierendes vorgeschichtliches - vor etwa 4000 Jahren errichtetes - Zeugnis ist in der Ebene von Salisbury, in Stonehenge, erhalten geblieben.

KELTEN, RÖMER und WIKINGER
Etwa 600 v.Chr. entstand auf den Britischen Inseln eine keltische Kultur. Die Kelten rodeten die Wälder und bauten Dörfer und Forts. 43 n.Chr. landete der römische Kaiser Claudius (10 v.Chr.-54 n.Chr.) in England. Colchester in Essex wurde zur ersten römischen Kolonie Britanniens.

Boudicca - eine keltische Königin im Kampf gegen die römischen Besatzer - "Boudicca-Aufstand"

Schwere Provokationen und Demütigungen lösten einen Aufstand der keltischen Stämme Icener und Trinovanten gegen ihre römischen Besatzer aus, der in den Jahren 60/61 n. Chr. unter Anführung der britannischen Königin und Heerführerin Boudicca mit äußerster Brutalität geführt wurde. Nach anfänglichen Erfolgen der Kelten wurde zuletzt Boudiccas Heer von einer zahlenmäßig unterlegenen römischen Armee unter Gaius Suetonius Paulinus vernichtet.
Zu Ehren von Boudicca errichtete Thomas Thornycroft im Jahr 1902 am Themseufer in London die Statuengruppe, die Boudicca (stilisiert als Siegesgöttin Victoria) zusammen mit ihren Töchtern auf einem Streitwagen zeigt.

Im frühen 5. Jahrhundert zogen sich die Römer zurück. Germanische Angeln, Sachsen und Jüten strömten in den Süden Englands, während keltische Pikten und Skoten den Hadrianswall überwanden. Irische Mönche begannen im 6. Jahrhundert mit der Christianisierung der Angelsachsen.







Das 8. und 9. Jahrhundert brachten neue Schrecken an die englischen Küsten. Die Wikinger kamen von Norwegen und Dänemark über die Nordsee und verwüsteten große Teile der britischen Hauptinsel. Alfred dem Großen (849-899), König von Wessex, gelang es schließlich zumindest in England, die Nordmänner zu vertreiben, während in Schottland dauerhaft nordische Kolonien gegründet wurden.



NORMANNEN
1066 fiel der letzte angelsächsiche König Englands, Harald II. (um 1022-1066), in der Schlacht bei Hastings. Er unterlag Wilhelm dem Eroberer (um 1027-1087), der von der Normandie kam. Die Normannen eroberten nahezu das gesamte England. Als König Johann (1167-1216) im Jahr 1215 auf Drängen der Barone gezwungen war, die Magna Charta, das wichtigste englische Grundgesetz, zu unterschreiben, wurden in England die bürgerlichen und politischen Rechte aufgewertet. Bereits 1258 hatte Simon de Montfort (um 1208-1265) ein aus Landbesitzern, Geistlichen, Rittern und Stadtbürgern bestehendes Parlament ins Leben gerufen, das Einspruch gegen das königliche Hoheitsrecht erhob.
Das 14. und 15. Jahrhundert waren konfliktreiche Jahre. Auf den Hundertjährigen Krieg mit Frankreich folgten die sogenannten Rosenkriege, ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen den Häusern Lancaster (Rote Rose) und York (Weiße Rose) um die Krone. Der siegreiche Henry Tudor (Earl of Richmond, Abstammung mütterlicherseits vom Hause Lancaster; 1457-1509) verzichtete als König Heinrich VII. größtenteils auf die Zusammenarbeit mit dem Parlament. Durch die Heirat mit Elizabeth (Tochter von Eduard IV., Erbin des Hauses York) festigte Heinrich VII. seine Macht, was auch zur Folge hatte, dass die späteren Tudors weiter an Einfluss gewannen.

England erlebte im Mittelalter zahlreiche gesellschaftliche Veränderungen. Von geschickten Handwerkern wurden Zünfte gegründet. Das normannische Französisch wurde durch die englische Sprache ersetzt. Im späten 12. Jahrhundert wurden die Universitäten Oxford und Cambridge gegründet, die zur Belebung des Bildungswesens beitrugen.

Nach der Befreiung Schottlands 1314 etablierte sich in England eine hohe Kultur auf literarischem als auch gesellschaftlichem Gebiet, die bis in die heutige Zeit das Land prägt.
Ihr Höhepunkt war das "goldene Zeitalter" von der englischen Königin Elisabeth I. (1533-1603), das eine Periode des Wohlstands und der politischen Expansion war. Drake, Raleigh und andere englische Seefahrer durchfuhren die Meere und trieben deren Erforschung voran. Die Finanzierung bewaffneter Handelsschiffe durch die Königin bedeutete das Anfangsstadium der Marine. Unterdessen versank die spanische Armada vor der englischen Küste. Die Kultur erblühte im Geiste der Renaissance.

Nach dem Tode von Elizabeth I. vereinigt 1603 der schottische König Jakob VI. (Sohn von Maria Stuart, Königin von Schottland; Urenkel von Margaret Tudor) die Königshäuser der zu diesem Zeitpunkt noch unabhängigen Staaten Englands und Schottlands. In England trug er den Titel Jakob I.
1620 gingen die Pilgerväter an Bord der Mayflower, um England auf der Suche nach einer Möglichkeit zur freien Religionsausübung in Richtung Neue Welt zu verlassen. Jakob starb am 27. März 1625. Ihm folgte sein jüngerer Sohn Karl I. (engl. Charles), der von 1625 bis 1649 König von England, Schottland und Irland war.
In der kämpferischen Auseinandersetzung mit dem Parlament entwickelte sich ab 1742 ein Bürgerkrieg zwischen dem königlichen und bürgerlichen Lager. Nach anfänglichen Erfolgen des königlichen Heeres ("Cavaliers") gegen das Parlamentsheer ("Roundheads") angeführt von Oliver Cromwell (1599-1658), unterlag Karl I. am Ende in den Schlachten von Marston Moor 1644 und Naseby 1645. Nach dem Zweiten Bürgerkrieg ab 1648 war Karl I. noch immer nicht bereit, das Königshaus in eine neue Verfassungsordnung einbinden zu lassen. Karl I. wurde schließlich wegen Hochverrats angeklagt und am 30. Januar 1649 vor dem Banqueting House in London enthauptet.
Wenig später wurde England zur Republik erklärt, die von Oliver Cromwell als "Lordprotektors" bis zu seinem Tod 1658 regiert wurde.
1660 wurde mit der Thronbesteigung Karls II. (1630-1685) die Monarchie wiederhergestellt. Die Zeit unter Karl II. gilt als eine der bedeutendsten Epochen Englands. In diese Zeit fallen die Große Pest von 1665, bei der über 70.000 Menschen starben sowie das "Große Feuer von London" im September 1666, das nahezu das gesamte Zentrum zerstört hat.
Karl II. erlag am 6. Februar 1685 unerwartet einer Harnvergiftung (Urämie). Thronfolger wurde sein zuvor zum Katholizismus konvertierter jüngerer Bruder (Jakob II. von England bzw. Jakob VII. von Schottland).
Der offen zur Schau getragene Katholizismus Jakobs II. (1633-1701) veranlasste 1688 das Parlament, den niederländischen Prinzen Wilhelm von Oranien (1650-1702) auf den englischen Thron zu berufen. Seit jener Zeit wurde die Nation eher durch das Parlament als durch den König regiert.
Durch das Unionsgesetz von 1707 wurden England und Schottland unter dem Banner des Vereinigten Königreichs von Großbritannien miteinander verbunden. Damit wurde der Grundstein für das Britische Empire gelegt.
Im Inland traten Whigs und Tories als rivalisierende politische Parteien in Erscheinung. Der Landadel lebte im Luxus, während die städtischen Slums in Armut versanken.

London

Im Ausland beteiligte sich das vereinigte Königreich, Europas jüngster Staat, am Siebenjährigen Krieg (1756-1763) und siegte im Streit um die Kolonien über Frankreich. Mit der Eingliederung Kanadas und Indiens begann eine rasante Entwicklung zu einem Weltreich.
Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert führte die industrielle Revolution zu grundlegenden Veränderungen. Handarbeit wurde durch mit Dampfkraft betriebene Maschinen ersetzt, und die ehemaligen Heimarbeiter mussten nun in Fabriken schuften; der Siegeszug der Kohle hatte begonnen.

1775 begann der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Im Jahr 1783 wurden die Briten endgültig vertrieben, und die früheren Kolonien konstituierten sich als Vereinigte Staaten von Amerika, während die restlichen britischen Gebiete in Nordamerika heute Kanada bilden.
Die Briten sahen in der Französischen Revolution eine Gefahr und standen daher zwischen 1793 und 1815 wiederum mit Frankreich im Krieg, das mit Hilfe Russlands, Österreichs und Preußens besiegt wurde.

DIE JÜNGERE VERGANGENHEIT
Königin Viktorias (1819-1901) lange und friedvolle Regierungszeit wurde in den 1850er Jahren nur kurz durch den Krimkrieg gegen Russland unterbrochen. Das von dem Parlamentsführer Lord Grey (1764-1845) 1832 durchgesetzte Reformgesetz erhöhte die Zahl der Wahlberechtigten. Irland hatte schwere Zeiten zu überstehen. Die große Hungersnot forderte Tausende von Menschenleben. Viele Iren sahen in der Emigration die einzige Rettung. Obwohl es zu dieser Zeit in Irland und Schottland Unabhängigkeitsbewegungen gab, dauerte es bis weit in das 20. Jahrhundert, bis die Macht Englands über seine keltischen Nachbarn gelockert wurde.
Im frühen 20. Jahrhundert war das Vereinigte Königreich die reichste Nation der Erde. Es beherrschte etwa ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung. Doch nach dem Ersten Weltkrieg begann das Empire von den Rändern her zu zerbröckeln. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, lag das Vereinigte Königreich bankrott darnieder.
Nach 1945 verwandelte eine Labour-Regierung das Vereinigte Königreich in einen Wohlfahrtsstaat. Die Regierung verstaatlichte zahlreiche Industriezweige. Doch die herrschende Wohnungsnot blieb lange Zeit ein großes Problem: Die deutschen Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs hatten viele städtische Slums in Schutt und Asche gelegt, und die Wiederaufbauprogramme blieben lange weit hinter dem Bedarf zurück.

Die Monarchie

Die Monarchie Großbritanniens, ein wichtiges Symbol für die nationale Identität der Briten, ist bis heute eine "Familienangelegenheit" geblieben. Königin Elisabeth II. kann ihre Blutsverwandtschaft zu allen bisherigen 62 Monarchen Englands zurückverfolgen, bis zu Egbert von Wessex, der 829 die kriegerischen Stämme im Süden des heutigen Vereiinigten Königreiches zusammenfasste. Ihre Vorfahren auf schottischer Seite gehören zu einem ebenso alten Geschlecht schottischer Könige.
Die Briten haben zwar die Erbmonarchie nicht erfunden, sie haben sie jedoch entwickelt und länger bewahrt als die meisten anderen Nationen. Es gab lediglich eine 11-jährige Unterbrechung: von 1649 bis 1660 war England eine Republik unter einem Lord-Protektor.

Die konstitutionelle Monarchie
Seit dem 13. Jahrhundert ist die Geschichte der britischen Krone durch die stufenweise Beschneidung ihrer tatsächlichen Macht gekennzeichnet: die Unterzeichnung der "Magna Charta" durch König Johann im Jahr 1215 leitete den allmählichen Verzicht auf die absolute Herrschaft ein. Die Ankunft des niederländischen Prinzen Wilhelm von Oranien im Jahr 1688, der im darauffolgenden Jahr den Thron bestieg, gilt als Beginn der modernen "konstitutionellen" Monarchie. Die Annahme der "Bill of Rights", des englischen Staatsgrundgesetzes, bedeutete die Garantie dafür, dass er kaum eine Entscheidung ohne die formelle Zustimmung des Parlaments treffen konnte.

Auf dem Weg zur konstitutionellen Monarchie
»In England kommt es nach Versuchen der Könige Jakob I. Stuart und Karl I. Stuart den Absolutismus durchzusetzen (Auslöser: Streit um die Erhebung von Steuern und Zöllen) und Schottland die anglikanische Staatskirche aufzuzwingen (Karl I.) zum Zusammenstoß zwischen König und Parlament, der sich in einem Bürgerkrieg entlädt. Karl I. wurde auch übel genommen, dass er den Katholizismus begünstigen wollte. 1649 wird Karl I. enthauptet, der erste Vorgang dieser Art in der Neuzeit. Die nun folgende Republik unter Oliver Cromwell, der Sache nach eine Militärdiktatur, hat aber nur kurze Zeit Bestand, England wird erneut Monarchie (Karl II.).

Das katholische Irland wird von England im 17. Jh. vollkommen unterworfen.

Nach Rekatholisierungsversuchen Karls II. und Jakobs II. wird in der Glorious Revolution 1688/89 endlich Wilhelm III. von Oranien- Nassau, der protestantische Schwiegersohn des englischen Königs, im Rahmen einer konstitutionellen Monarchie (Bill of Rights 1689) englischer König.
Damit hat sich in England als erstem europäischem Land der Parlamentarismus durchgesetzt. England tritt an die Spitze der europäischen Verfassungsentwicklung und schafft die Grundlagen für seinen industriellen Aufschwung im folgenden Jahrhundert. England exportiert sein System in abgewandelter Form auch in seine amerikanischen Kolonien, was für die Geschichte der USA Folgen haben wird. «

Zitat aus: www.wcurrlin.de

Die britische Monarchie ist eine eigenartige Staatsform. Im Vereinigten Königreich existiert keine geschriebene Verfassung, in der der Umfang der monarchischen Rechte präzise festgelegt wäre. Königin Elisabeth hat das Recht, um Rat gefragt zu werden, das Recht zu ermuntern und zu warnen. Einmal wöchentlich sucht der Premierminister den Buckingham Palace (seit 1837 Residenz des britischen Monarchen) auf, um ein streng vertrauliches, offenes Gespräch mit der Monarchin zu führen. Alle Premierminister, die ihr im Laufe ihrer Amtszeit (seit 1952) dienten, waren stets von ihrem profunden Wissen über den Zustand ihrer Nation beeindruckt.

50 year queens jubilee

Die heutige Funktion der Monarchie besteht vor allem in der Repräsentation des Staates nach innen und außen. So eröffnet die Königin jedes Jahr die neuen Parlamentssessionen in London und Edinburgh.
Die britische Königsfamilie wird durch direkte Staatszuschüsse und durch manche verborgene Subvention der Steuerzahler, die zur Instandhaltung ihrer Paläste oder ihrer Privatflugzeuge verwendet wird, unterstützt.
Der britische Monarch ist das Oberhaupt des Commonwealth, einer freien Vereinigung von 54 Staaten, die aus dem britischen Weltreich entstanden ist. In 16 der Commonwealth-Staaten ist er auch Staatsoberhaupt.

1973 - 2010

AUFBRUCH NACH EUROPA - Die Premierminister von Thatcher bis Cameron
1973 trat das vereinigte Königreich der Europäischen Gemeinschaft bei. Sechs Jahre später wurde Margaret Thatcher zum ersten weiblichen Premierminister in der Geschichte des Landes. Ihre konservative Regierung kürzte die Staatsausgaben und leitete die "Privatisierung" der Industrie ein. Nach ihrem Rücktritt 1990 übernahm John Major das Amt des Premierministers. Unter seiner Führung verlor die Konservative Partei zunehmend an Ansehen. Bei den Unterhauswahlen 1997 gewann die Labour Party 419 von 659 Mandaten. Mit Tony Blair stellte sie erstmals seit 1979 wieder den Regierungschef. Er verfolgte das Ziel einer Modernisierung des Landes. Ihm folgte 2007 der seit 1997 amtierende Schatzkanzler James Gordon Brown (*1951) als Premierminister. Nur drei Jahre später verlor Brown die britischen Unterhauswahlen. Verhandlungen mit der Liberaldemokratischen Partei bezüglich einer Regierungsbildung scheiterten. Daraufhin ist er am 11. Mai 2010 von seinen Ämtern als Premierminister und Vorsitzender der Labour Party zurückgetreten. Neuer Premierminister wurde David William Donald Cameron (*1966). Cameron (Sohn des Börsenmaklers Ian Donald Cameron) ist seit 2005 Parteivorsitzender der Conservative Party. Sein Kabinett besteht aus 18 Konservativen und 5 Liberaldemokraten. Unter den Kabinettsmitgliedern sind 5 Frauen.

Ausgerechnet der neue Premierminister David Cameron spricht aus, was ohnehin schon viele wussten: Die Twin Towers des World Trade Centers wurden am  11.9.2001 gesprengt... Hören Sie selbst: "...on 9/11 when the Twin Towers were blown up...", David Cameron am 11. Juni 2010 in der morgendlichen Rede an die Soldaten in Afghanistan, ausgestrahlt von der BBC. Kurz nachdem er es gesagt hatte, wurde die Sendung unterbrochen. Die ► BBC hat den brisanten Satz herausgeschnitten.

up

Die Bevölkerung

Im Vereinigten Königreich lebt der überwiegende Teil der Bevölkerung (90%) in städtischen Gebieten. Das Englische ist zwar offizielle Sprache, die keltischen Sprachen sind aber noch nicht alle ausgestorben. 20% der Waliser sprechen auch Kymrisch, und 1,5% (ca. 100.000) der Schotten beherrschen eine Form des Gälischen.

ENGLÄNDER - SCHOTTEN - WALISER - IREN
Nur etwa 70% der Engländer verstehen sich heute als Europäer - der Europäischen Union blieb Großbritannien zunächst (bis zum Beitritt 1973) fern. Danach gefragt, würden sich die meisten Kelten noch nicht einmal als Briten bezeichnen. Statt dessen ziehen sie es vor, sich als Schotten oder Waliser zu betrachten. Dies weist darauf hin, dass der Staat mit der amtlichen Bezeichnung "Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland" in Wirklichkeit eine aus vier Ländern bestehende Union ist: England, Schottland und Wales, die zusammen Großbritannien bilden, und Nordirland. Ende des 20. Jahrhunderts hat Schottland sein Parlament nach fast 300 Jahren zurück in die Hauptstadt des Landes Edinburgh geholt. Wales und Nordirland genießen seitdem eine beschränkte Autonomie.

England - Wales - Schottland - Nordirland

ENGLAND
Der Anteil Englands an der Gesamtfläche des Vereinigten Königreichs beträgt fast 54%, doch leben hier 83% der Bevölkerung. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte findet man jedoch noch reizvolle ländliche Gegenden, herrliche Landschaften und eindrucksvolle historische Gebäude. Traditionen und Zeremonien, viele davon verbunden mit dem Königshaus und dem Glanz des einstigen Weltreichs, sind andere charakteristische Merkmale Englands, die viele Touristen zum Besuch dieses Landes bewegen. Der Fremdenverkehr ist heute ein bedeutender Wirtschaftszweig.

Landschaft und Klima
Obwohl England ein kleines Land ist - keine Stelle ist mehr als 120 km vom Meer entfernt -, zeigt es eine Vielfalt an Landschaften. Die bedeutendsten Hochlandgebiete befinden sich im Norden und Westen. Dazu gehört das domartig aufgewölbte Kumbrische Bergland (Cumbrian Mountains) mit dem 979 m über Meeresniveau aufragenden Scafell Pike, der höchsten Erhebung, und Windermere, dem größten See Englands. Ostlich davon erheben sich der Gebirgszug der Penninen (Pennines), das "Rückgrat" Nordenglands, und die North York Moors. Im Südwesten liegen die Heidegebiete Exmoors und Dartmoors. Teile dieser eindrucksvollen Landschaften stehen heute als Nationalparks unter besonderem Schutz.

Der überwiegende Teil Englands ist jedoch Tiefland, eine sanftwellige Schichtstufenlandschaft. Langgestreckte Hügelketten, wie die Kalksteinhöhen der Cotswolds und die Kreidehügel der Chilterns, werden durch fruchtbare Talweitungen und Mulden voneinander getrennt. Die Entwässerung des Landes erfolgt durch zahlreiche Flüsse wie die Themse, den in Wales entspringenden Severn und den Trent. Das am tiefsten gelegene Gebiet ist das um die Meeresbucht des Wash befindliche Fenland. Große Teile dieses Marschgebietes wurden durch Landgewinnungsmaßnahmen dem Meer abgerungen. Zu England gehören auch die Scilly-Inseln (Isles of Scilly) im äußersten Südwesten und die vor der Südküste gelegene Insel Wight (Isle of Wight).
Die Tierwelt ist durch die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes bedroht. Deshalb widmet man sich heute in Nationalparks und Biotopen ganz besonders der Erhaltung selten gewordener Arten.
Der Westen Englands liegt im Einzugsbereich vorherrschender Südwestwinde. Sie sind verantwortlich für das regenreiche Klima besonders der Hochlandgebiete und die allgemein milden Temperaturen. Der trockene Nordosten ist im Winter häufig nordöstlichen Winden ausgesetzt, die zu einem rapiden Temperaturabfall führen können. Das Wetter Englands ist vor allen Dingen wechselhaft.

Bevölkerung
Bis ins späte 18. Jahrhundert war England eine Agrargesellschaft. Die damals einsetzende Industrialisierung hat jedoch zu einem enormen Wachstum der Städte geführt. So leben heute mehr als 90% der Bevölkerung in urbanen Gebieten. Die Regionen mit der höchsten Bevölkerungsdichte sind London und das Mündungsgebiet der Themse, West Yorkshire und die Industriestädte des Nordwestens, des Nordostens und die Midlands um Birmingham. Acht der zehn großen Ballungszentren des Vereinigten Königreichs liegen in England. Diese sind (mit den Einwohnerzahlen von 1998) Groß-London (7.122.000), Birmingham (1.014.000), Leeds (728.000), Sheffield (530.000), Bradford (483.000), Liverpool (464.000), Manchester (428. 000) und Bristol (401.000).
Heute ist nur noch ein geringer Teil der Erwerbstätigen Englands in der Landwirtschaft tätig. Die Basis der Volkswirtschaft Englands bilden zwar immer noch Handel und produzierendes Gewerbe. Der tiefgreifende Strukturwandel mit dem Ausgreifen der Dienstleistungsgesellschaft war jedoch mit dem Niedergang der traditionellen Industrien verbunden. Veraltete Maschinen und ausländische Konkurrenz haben zur Schließung vieler Betriebe, darunter Stahlwerke, Werften und Automobilwerke, besonders im Norden Englands geführt. Hingegen haben weniger arbeitsintensive moderne Wachstumsindustrien gewaltig expandiert.
Der allmähliche Niedergang des produzierenden Gewerbes wurde begleitet vom Aufstieg von Verwaltung, Handel und Bankwesen. So arbeiten 75% der Erwerbstätigen in London und im Südosten im Dienstleistungssektor. Ein Teilbereich dieses Sektors beschäftigt sich mit Freizeitaktivitäten, denn die meisten Menschen verfügen über mehr Freizeit als frühere Generationen, und der Anteil der älteren, im Ruhestand befindlichen Menschen steigt ständig. Der größte Teil der Freizeit wird zu Hause mit Fernsehen verbracht. Der Pub ist für viele Engländer das Zentrum für ihre sozialen Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände.
Die Staatskirche ist die Kirche von England oder auch Anglikanische Kirche mit 44 Diözesen. Die Religionszugehörigkeit liegt in England nominell bei 70%.
Die Veränderung der ökonomischen Bedingungen hat regionale Disparitäten aufkommen lassen. Ab den 1970er Jahre lagen die sich am schnellsten entwickelnden Gebiete überwiegend im Südwesten Englands. Dies hat dazu geführt, dass man von den "zwei Nationen" sprach, dem wohlhabenden Süden und dem weniger wohlhabenden Norden. Noch ausgeprägter war das Wirtschaftsgefälle zwischen England und den anderen Teilen des Vereinigten Königreichs. Vor allem Schottland und Nordirland gehörten mit überdurchschnittlichen Arbeitslosenquoten zu den wirtschaftlichen Problemgebieten.

WALES
Wales nimmt 8,5% der Gesamtfläche des Vereinigten Königreichs ein, aber es leben dort lediglich 5% der Gesamtbevölkerung. Nahezu ein Fünftel der Waliser beherrscht noch die ursprüngliche keltische Sprache von Wales, das Walisische oder Kymrische; ihre Zahl wird jedoch ständig kleiner. Walisisch und Englisch sind offizielle Sprachen.
Die meisten Waliser sind stolz auf ihre Sprache und ihre uralte Kultur. Ihre Literatur ist eine der ältesten Europas, und Wales ist berühmt für seine Musik, insbesondere für seine Chöre. Bei dem "Eisteddfod" (walisisch "Sitzung") genannten Festival werden walisische Poesie, Prosa und Musik dargeboten.
Die Forderung der walisischen Nationalpartei, Plaid Cymru, nach der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich erscheint mit der Wahl eines walisischen Parlaments 1999 unrealistisch, zumal die Nationalisten nur 17 der 60 Sitze errangen; stärkste politische Kraft wurde die Labour Party, die mit ihrer Politik der Regio-nalisierung separatistische Tendenzen aufgefangen hatte. Wales wird zwar auch weiterhin 40 der 661 Mitglieder des britischen Unterhauses stellen. Doch stärkt die eigene Nationalversammlung - mit weniger Kompetenzen als die schottische Volksvertretung - das Profil des Fürstentums.

Landschaft und Klima
Das Kambrische Gebirge (Cambrian Mountains) nimmt etwa zwei Drittel von Wales ein. Der höchste Gipfel, der Snowdon (Eyri auf Walisisch) im Norden, erreicht eine Höhe von 1085 m. Die hoch gelegenen Heidegebiete werden vorwiegend zur Schafzucht genutzt. Das walisische Tiefland besteht in erster Linie aus den schmalen Küstenebenen und breiten Tälern an den Unterläufen der Flüsse. Severn und Wye sind die längsten Flüsse und münden beide im Südosten in den Bristol-Kanal. Anglesey (oder Mon auf Walisisch) ist die größte walisische Insel. Sie wird durch die schmale Meerstraße Menai Strait vom nordwestlichen Festland getrennt. Auf der kleinen Insel Holy Island vor der Nordwestküste Angleseys liegt Holyhead, der Fährhafen nach Dublin.
Die walisischen Tieflandgebiete haben ein mildes, feuchtes Klima. Im Südwesten beginnt der Frühling so zeitig, daß die dortigen Landwirte gegenüber ihren Berufskollegen im Osten des Landes einen Wettbewerbsvorteil besitzen. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt hier durchweg über 2000 mm. Teile mn Snowdonia, eine der regenreichsten Regionen des Vereinigten Königreichs, bekommen sogar bis zu 5000 mm Regen jedes Jahr.

Bevölkerung und Wirtschaft
Die Regionen höchster Bevölkerungsdichte sind die Täler, in denen seit dem 19. Jahrhundert Bergbau betrieben wird, die sogenannten Valeys, und auch die Industriestädte im Süden. Die größten Städte (Einwohnerzahlen von 1998) sind Cardiff (318.000), Swansea (182.000) und Newport (137.000). Wrexham Maelor (115.000) ist der am dichtesten besiedelte Distrikt in Nordwales. Es gibt zwar kleine Küstenstädte, das Hochland ist jedoch nahezu menschenleer.
Etwa vier Fünftel von Wales werden als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Menschen in die Bergbaugebiete und Industriestädte zogen, ist jedoch eine ständige Entvölkerung der ländlichen Gebiete zu beobachten. Wales verfügt über zwei bedeutende Steinkohlereviere, eines in Südwales und ein kleineres im Nordosten. Doch haben Kohlebergbau und Schwerindustrie ihre einstige Bedeutung verloren. Stattdessen ließen sich Betriebe der Ölindustrie nieder. Gleichzeitig haben sich viele Betriebe der Leichtindustrie angesiedelt. Wales ist mit Hilfe japanischer und nordamerikanischer Investitionen auf dem besten Wege, sich zu einem Zentrum der Elektronikindustrie und Informationstechnologie zu entwickeln.
Bezüglich der Freizeitaktivitäten besteht kein Unterschied zu den anderen Teilen des Vereinigten Königreichs. Das walisische Nationalspiel ist jedoch unbestritten Rugby. Die jährlich ausgetragenen internationalen Begegnungen gegen England, Frankreich, Irland und Schottland werden daher mit leidenschaftlichem Interesse verfolgt.

SCHOTTLAND
Schottland ist der am dünnsten besiedelte Teil des Vereinigten Königreichs. Hier leben auf 32% der Gesamtfläche nur 10% der Bevölkerung. Am spärlichsten besiedelt sind die Hochländer (Highlands) und die Inseln. Die Menschen dort sprechen noch die ursprüngliche keltische Sprache, das Schottisch-Gälische, und ihre Traditionen sind eng mit Schottlands langem Ringen um Unabhängigkeit verbunden. Hierzu gehört die Loyalität zu den Clans und das Tragen des Kilts.
Ein starkes Identitätsbewusstsein und die Abneigung gegen das zentralistische und von England dominierte Parlament hatte manchen Schotten dazu veranlasst, den schottischen Nationalismus und die Einrichtung eines gewählten Parlaments in der Hauptstadt Edinburgh zu fordern. Als die Wähler 1979 darüber zu entscheiden hatten, wurde wegen der geringen Wahlbeteiligung die erforderliche Unterstützung von 40% der Wahlberechtigten nicht erreicht. Genau wie in Wales entschied sich die Bevölkerung dann 1997 doch für ein eigenes Parlament, das 1999 gewählt wurde und 129 Sitze umfasst; es kann Gesetze für die Bereiche Wirtschaft, Steuern, Verkehr, Gesundheit und Bildung beschließen.

Landschaft und Klima
In Schottland unterscheidet man drei Großlandschaften: die Hochländer (Highlands) und die Inseln, das mittelschottische Tiefland (Central Lowlands) und das südschottische Bergland (Southern Uplands). Ein tiefes Tal, Glen More oder Great Glen, teilt die Highlands in das nordschottische Bergland (Northwest Highlands) und das Grampiangebirge (Grampian Mountains). Einer der Seen im Bereich dieses Grabenbruches ist Loch Ness. Mit einer Höhe Von 1.343 m ist das Massiv des Ben Nevis im Grampiangebirge die höchste Erhebung des Vereinigten Königreichs. Die Highlands sind von Seen (schottisch-gälisch Lochs) übersät. Heide, Moore und Grasland bestimmen das südschottische Bergland.
In Schottland entfällt ein Siebtel des Landes auf die drei Regionen, die als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen sind, und auf 40 weitere Gebiete besonderer landschaftlicher Schönheit. Diese sind Rückzugsgebiete der Wildkatze und der wichtigste Lebensraum des Blau- oder Berghasen in Großbritannien.
Aufgrund der nördlichen Lage ist es in Schottland im allgemeinen kühler als in den übrigen Teilregionen des Vereinigten Königreichs, durch den Einfluss des Golfstroms ist das Klima jedoch noch mild. Die Niederschlagsmengen sind in den westlichen Teilen der Gebirge am höchsten.

Bevölkerung und Wirtschaft
Wie im übrigen Vereinigten Königreich vollzieht sich auch hier eine ständige Bevölkerungsbewegung von ländlichen Regionen, insbesondere von den Highlands und von den Inseln, in die städtischen Gebiete. Ungefähr drei von vier Schotten leben im mittelschottischen Tiefland. Dort liegen Glasgow und Edinburgh. Weitere Städte sind die Öl- und Fischereihäfen Aberdeen und Dundee.
Der Niedergang von Steinkohlebergbau, Schiffbau- und Stahlindustrie haben das Ausmaß der schottischen Emigration nach England und darüber hinaus erhöht. In den 1970er Jahren nahm die Auswanderung infolge der Erschließung der Ölfelder in der Nordsee ab. Dies bot Beschäftigungsmöglichkeiten und führte zur Ansiedlung neuer Industriebetriebe, unter anderem der chemischen Industrie, und zu einem Aufschwung von Handel und Finanzwesen. Zwischen Glasgow und Edinburgh entstand mit dem "Silicon Glen" eine High-Tech-Region von europäischer Bedeutung. Dort werden Software-Lösungen erdacht, Halbleiter "geschmiedet" und Revolutionen in der Biotechnologie "durchgeführt" (Klonschaf "Dolly").
Der Tourismus befindet sich im Aufschwung. Zu den Attraktionen gehören neben der herrlichen Landschaft kulturelle Ereignisse wie die Highland Games, die Hochlandspiele, und das jährlich stattfindende Edinburgh International Festival. Volkssport und beliebteste Freizeitbeschäftigungen sind Golf, die Sportart, die in Schottland ihren Ursprung hat, und Fußball; auch Rugby ist sehr populär.

NORDIRLAND
Nordirland nimmt als Provinz des Vereinigten Königreichs den nordöstlichen Teil der Insel Irland ein. Es bestand ursprünglich aus sechs Grafschaften (Londonderry, Antrim, Tyrone, Fermanagh, Down und Armagh). Im Zuge einer kommunalen Verwaltungsreform wurden diese Grafschaften im Jahr 1973 durch 26 Distrikte ersetzt. Für Nordirland wird häufig noch die Bezeichnung Ulster verwendet -, der Name der historischen Provinz aus der Zeit, als die Insel noch eine politische Einheit darstellte. Im 16. und 17. Jahrhundert siedelte die englische Regierung systematisch protestantische englische und schottische Emigranten an und legte damit den Grundstein für den heutigen Konflikt.
Nordirland nimmt etwa ein Sechstel der gesamten Insel Irland ein - mit etwas weniger als einem Drittel der Gesamtbevölkerung. Die Mehrheit ist protestantisch, die Minderheit römisch-katholisch. Diese scharfe religiöse Trennung ist in erster Linie verantwortlich für die tragischen Ereignisse, die die Provinz seit ihrer Gründung 1920 überschatten. Damals erließen die Briten ein Gesetz, das Nordirland vom übrigen Irland trennte, und gewährten den sechs nordirischen Grafschaften das Recht zur Selbstverwaltung.

Die anderen 26 Grafschaften lehnten das Gesetz ab und schlössen sich 1921 zum Freistaat Irland zusammen, der heutigen Republik Irland. Seit dieser Zeit hat die überwiegend katholische Bevölkerung der Republik ihre Glaubensbrüder in Nordirland unterstützt.
Seit 1969 eskalierte die Gewalt in der Provinz. Eine aus britischen Soldaten bestehende Friedenstruppe wurde dort stationiert. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände führten jedoch 1972 zur Direktregierung durch das Parlament des Vereinigten Königreiches in London. Die Zunahme von Terroranschlägen der IRA (Irish Re-publican Army) hatte den bewaffneten Gegenterror protestantischer paramilitärischer Gruppen zur Folge. Erst das anglo-irische Friedensabkommen von 1948 schuf die Voraussetzung für einen Ausgleich. Nach der Wahl einer parlamentarischen Versammlung (1998), der Bildung einer handlungsfähigen Mehrparteienregierung (2000) und der Zusage der IRA, ihre Waffen zu vernichten, scheint ein Ende des gewaltsamen Konflikts absehbar.

Am 8. Mai 2007 erhielt die vom Bürgerkrieg der 1970er-1990er Jahre geprägte Ulster-Provinz Nordirland nach fast fünf Jahren direkter britischer Verwaltung eine neue, von den bisher verfeindeten Gruppen gemeinsam getragene Selbstverwaltung (die radikal-protestantische pro-britische Gruppierung mit dem Prediger Ian Paisley als Leiter der Democatic Unionist Party; die separatistische Sinn Féin mit Martin McGuinness, dem ehemaligen Kommandanten der katholisch republikanischen Untergrundorganisation IRA).

Landschaft und Klima
Die felsige Küste Nordirlands ist reich an schmalen Buchten und Loughs von großer Schönheit. Lough ist der irisch-gälische Name für Meeresarm oder See. Ein Wahrzeichen ist der Giant's Causeway nordöstlich von Portrush, eine aus Tausenden von Basaltsäulen bestehende Landzunge. Auch im Landesinneren gibt es zahlreiche Loughs. So ist der fast im Zentrum der Provinz gelegene Lough Neagh mit einer Ausdehnung von 396 km² der größte See der Britischen Inseln. Das nordirische Bergland besteht aus drei Gebirgsgruppen. Die größte ist das Antrim Plateau im Nordosten. Der Fluss Bann trennt dieses Plateau von den Sperrin Mountains im Westen. Im romantischen Mournegebirge im Südosten der Provinz befindet sich die höchste Erhebung des Landes - Slieve Donard mit einer Höhe von 852 m. Die Landoberfläche senkt sich bis zu den sumpfigen Gebieten im Zentrum der Provinz.
Das Klima Nordirlands ist mild und feucht. Die Niederschläge nehmen von Westen nach Osten ab, und die über den Golfstrom wehenden Winde erwärmen die Küste.

Bevölkerung und Wirtschaft
Der Großteil der Bevölkerung ist schottischer oder englischer Herkunft. Trotz des ständigen Zugs vom Land in die Städte lebt noch etwa die Hälfte der Bevölkerung in ländlichen Regionen. Im Zuge des Niedergangs der traditionellen Industrien, Schiffbau und Leinenherstellung, gingen seit 1950 zahlreiche Arbeitsplätze verloren. So hat sich die Industrielandschaft stark verändert. Maschinenbau, chemische und Elektroindustrie sowie die Herstellung von Kunstfasern haben viele Arbeitslose aufnehmen können. Doch erst der 1994 von der IRA ausgerufene Waffenstillstand brachte Investitionen, die vor allem der Informationstechnologie und Telekommunikation zugute kamen und die Arbeitlosenquote auf rund 7% halbierte.
Die Berge, Küsten, Moor- und Heidegebiete der Provinz bieten unzerstörte Landschaft und vielfältige Erholungsmöglichkeiten. Portrush und Bangor sind beliebte Ferienorte. Carrickfergus Castle und Castlecool sind Beispiele für rdirlands Reichtum an historischen Bauwerken.
Belfast, nicht nur die Hauptstadt der Provinz, sondern auch Universitäts- und Industriestadt, bietet alle Attraktionen einer bedeutenden Stadt und eines wichtigen Hafens. Viele Besucher reisen nach Nordirland, um die Freuden des Wassersports, des Golfspiels und des Pferdesports zu genießen.

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Einwanderungsland UK

EINWANDERUNG
Im Jahr 1900 erstreckte sich das Britische Empire über weite Teile der Welt, von der Karibik bis nach Ostasien. In den späten 50/60er Jahren des 20. Jahrhunderts hatten nahezu alle diese Gebiete ihre Unabhängigkeit erlangt. Die meisten ehemaligen Besitzungen blieben jedoch als Mitglieder des Commonwealth of Nations partnerschaftlich mit dem "Mutterland" verbunden. Eine Vielzahl von Bürgern dieser Nationen haben in Großbritannien eine neue Heimat gefunden. Zu den Briten zählen heute ebenso turbantragende Sikhs wie indische Frauen in schimmernden Saris, aus der Karibik stammende Menschen mit ihrer typischen Haartracht und Westafrikaner in wallenden Baumwollgewändern. Viele englische (aber nur wenige schottische) Hauptstraßen kennzeichnet heute das Nebeneinander von traditionellen britischen Geschäften, indischen Restaurants, Läden, in denen Ballen glänzender Sari-Stoffe ausgestellt sind, Ständen, an denen tropische Spezialitäten angeboten werden, und Videotheken, die sowohl für englische als auch für indische Filme werben.

EIN EINWANDERUNGSLAND
Seit nahezu 2000 Jahren kommen Menschen aus anderen Ländern als Einwanderer auf die Britischen Inseln, angefangen von den Kelten über die Römer bis zu den Angelsachsen im 5. Jahrhundert. Später kamen auch die europäischen Juden, die sich im 20. Jahrhundert aus Angst vor Verfolgung für ein Exil in Großbritannien entschieden haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg warb die Regierung wegen des Arbeitskräftemangels Bürger aus den Commonwealth-Staaten der Karibik und des indischen Subkontinents an. Diese kamen wegen der Aussicht auf Arbeit und bessere Lebensbedingungen in großer Zahl. Mitte der 50er Jahre kamen pro Monat etwa 3000 Inder, Westinder, Pakistani (Westpakistan) und Bengalen (Ostpakistan) ins Vereinigte Königreich und erhoben Anspruch auf die britische Staatsbürgerschaft.

Seit 1962 haben alle Regierungen die Zahl der Einwanderer stark eingeschränkt. Ende der 1990er Jahre lag der Anteil der Nicht-Weißen an der englischen Gesamtbevölkerung etwas unter sechs Prozent, und ungefähr die Hälfte der Farbigen war bereits in Großbritannien geboren.
Im Jahr 2008 waren etwa 11% der Bevölkerung Personen, die nicht im UK geboren wurden. Die meisten Zuwanderer kamen aus Indien, Polen und Pakistan gefolgt von der Republik Irland und Deutschland. Ein Drittel der Bevölkerung Londons besteht aus Zugewanderten, was verglichen mit anderen Regionen des UK der höchste Anteil von Immigranten an der Gesamtbevölkerung ist.

Vergl. auch:
www.statistics.gov.uk, Migration Statistics 2008 (pdf)
www.focus-migration.de, 2007

PROBLEME
Das Vereinigte Königreich ist, wie viele andere Staaten mit gemischter Bevölkerung, von Rassenkonflikten nicht verschont geblieben. In den Innenstädten Englands (insbesondere Nordenglands), mit hoher Konzentration von Immigranten, die mit schlechten Wohnverhältnissen und hohen Arbeitslosenraten konfrontiert sind, stellen diese Spannungen ein besonders schwerwiegendes Problem dar. Im Sommer 1981 explodierte die Stimmung, und es kam zum Ausbruch gewalttätiger Rassenunruhen. Zwei Drittel der 4000 verhafteten Aufrührer waren unter 20 Jahre alt. Weitere Probleme entstehen durch das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen. Die Situation britischer Jugendlicher asiatischer Herkunft wird dadurch erschwert, dass Verhalten und Wertesysteme ihrer Eltern westlichen Vorstellungen widersprechen.
Eine Serie von Morden unter schwarzen Jugendlichen in Süd-England im Februar 2007 löste eine Debatte über die möglichen Ursachen der überproportionalen Verwicklung von farbigen Jugendlichen in Gewaltdelikte aus.
Trotz all dieser Probleme wird die Gesellschaft im Vereinigten Königreich auch in Zukunft ihre multikulturelle Struktur beibehalten. Das Erscheinungsbild britischer Städte macht den Einfluss fremder Kulturen deutlich. Indische Restaurants gehören heute genauso zur Normalität wie die traditionellen "fish and chips"-Imbisse oder die asiatischen Geschäfte (in Schottland haben sich besonders viele Italiener und Polen niedergelassen).
Neben christlichen Kirchen existieren Tempel, Synagogen und Moscheen. In Städten mit einem großen asiatischen Bevölkerungskontingent erscheinen außer den englischsprachigen auch Lokalzeitungen in Urdu und Gujerati, und die Straßen werden für Diwali, dem hinduistischen "Fest des Lichts", ebenso bunt geschmückt wie zum einheimischen Weihnachtsfest.
Die Assimilation der ethnischen Minderheiten im Schmelztiegel Großbritannien ist allerdings bei weitem noch nicht abgeschlossen. Viele der Immigranten sind besorgt, als britische Staatsbürger ihre ethnische Identität zu verlieren. Zahlreiche Gruppen sind, nicht selten mit Erfolg, für die Erhaltung religiöser und sozialer Sitten und Bräuche eingetreten, die sich von britischen Gepflogenheiten unterscheiden. Trotz der im Laufe der Jahrhunderte bewiesenen Fähigkeit Großbritanniens, eine Vielzahl von Volksgruppen, die als Eroberer, Flüchtlinge oder hoffnungsvolle Einwanderer ins Land kamen, aufzunehmen, ist ihre Diskriminierung weiterhin ein besorgniserregendes Phänomen. Es besteht jedoch durchaus die Möglichkeit, dass die vielen Fasern des modernen multikulturellen Großbritannien, wie in vorangegangenen Zeitaltern, zu einem harmonischen Ganzen verwoben werden können.

Ende April 2007 trat ein Antidiskriminierungsgesetz in seinen wesentlichen Teilen in Kraft, dessen Einhaltung durch eine neue Kommission überwacht wird. In Anpassung an die EU-Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf verbietet es jegliche Ungleichbehandlung bei privaten und öffentlichen Dienstleistungen - wegen Alter, Geschlecht, Religion, Rasse oder sexueller Orientierung. Gegen das am 21.3.2007 abschließend vom Oberhaus verabschiedete Gesetz protestierten christliche und muslimische Glaubensgemeinschaften, weil ihre Forderungen nach Ausnahmeregelungen homosexuelle Paare betreffend nicht berücksichtigt wurden.

Überwachungsstaat

Nach einem Bericht des Datenschutzbeauftragten vom 2.11.2006 werden die britischen Bürger europaweit am genauesten und umfassendsten überwacht, u.a. mit Hilfe von 4,2 Millionen öffentlich installierten Videokameras.

"Krieg gegen den Terrorismus"

Wie die Chefin des Inlandsgeheimdienstes MI5 Eliza Manningham-Buller am 10.11.2006 berichtete, überwache ihre Behörde 200 terrorverdächtige islamistische Zellen oder Netzwerke mit insgesamt 1600 identifizierten Mitgliedern. Vermutlich 30 dieser Gruppen planten konkrete Terrorakte. Seit den Bombenanschlägen vom 7.7.2005 in London, bei denen 52 Menschen ums Leben kamen, seien fünf größere Attentate vereitelt worden.

Laut einer Studie der regierungsunabhängigen Forschergruppe Oxford Research Group (ORG) vom 11.4.2007, habe der (seit den Anschlägen vom 11.9.2001 in den USA) und insbesondere der Krieg in Irak das Risiko neuer verheerender Anschläge im Westen erhöht (aus: Der Fischer Weltalmanach 2008, S. 200 ff.).

Sharia Banking und Islam

Großbritannien setzt sich dafür ein, das führende islamische Bankzentrum der Welt zu werden. Das Shari’a-Bankwesen verbreitet sich eilends über den Globus und führt eine de facto Anerkennung der Scharia herbei.
Interessanter Text: Globalisten hinter Scharia-Bankwesen

7. Februar 2008, Neue Zürcher Zeitung: Scharia-Justiz für britische Muslime? "Der Primas der englischen Staatskirche hält die Einführung muslimischer Rechtsnormen in Grossbritannien für unvermeidlich."

Großbritannien ist Sitz der Föderation der islamischen Organisationen in Europa (FIOE), welche der Dachverband der verschiedenen Organisationen der Muslimbruderschaft ist. Amtierender Oberster Führer der Muslimbrüder ist seit 2004 Muhammad Mahdi Akif, der öffentlich den gewaltsamen Widerstand im Irak, die Selbstmordattentate der HAMAS und anderer palästinensischer Gruppen unterstützt und dem jüdischen Volk jegliches Existenzrecht zwischen Mittelmeer und Jordan abspricht. Zudem zeigt er sich mit Blick auf den Westen zuversichtlich, dass eine Islamisierung Europas und der USA nur eine Frage der Zeit sei. Die Muslimbruderschaft, 1928 in Ägypten gegründet, ist die größte islamistische Organisation des sunnitischen Islams und hat die schrittweise Errichtung eines weltweiten islamischen Staates auf der Basis der Scharia zum Ziel

Die Gesamtzahl der Muslime in Großbritannien von 2004 bis 2008:
2004: 1.870.000
2005: 2.017.000
2006: 2.142.000
2007: 2.327.000
2008: 2.422.000

Aus: www.timesonline.co.uk, Muslim population 'rising 10 times faster than rest of society', 30. Januar 2009
 Islam.

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The London Dungeon

Das Londoner Dungeon in der Tooley Street ist eine Touristenattraktion ... Dieser Clip wurde von www.muz-online.de produziert und dient zur Ergänzung unserer UK-Informationsseite.
Siehe auch: London Dungeon Website.

London

London ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs. Die Siedlung Londinium wurde im Jahr 43 von den Römern gegründet. Die City of London, die heute den Bereich der ursprünglichen römischen Siedlung einnimmt, hat nur eine geringe Ausdehnung, ist jedoch als Zentrum im internationalen Handel, Banken- und Versicherungswesen für die britische Wirtschaft von großer Bedeutung. Groß-London (Greater London) besteht aus der City of London und 32 Stadtbezirken (boroughs).
Eine große Feuersbrunst, das "Große Feuer von London", zerstörte 1666 nahezu das gesamte Zentrum. Aber aus der Asche erhob sich eine neue Stadt, gekrönt von der St.-Paul's-Kathedrale Sir Christopher Wrens. St. Paul's überstand die Bombenabwürfe des Zweiten Weltkrieges unbeschadet und beherrschte bis zur Errichtung der ersten riesigen Bürogebäude in den 1960er Jahren die Londoner Skyline.

Sehenswürdigkeiten und Verkehr
Die Londoner Innenstadt ist der Mittelpunkt des Tourismus. Im Tower of London, einst ein königliches Gefängnis, werden die Kronjuwelen verwahrt. In Westminster stehen die Parlamentsgebäude, die Westminster Abbey, die römisch-katholische Kathedrale von Westminster und der Buckingham Palace. Die wichtigsten Geschäftszentren, Parks und kulturellen Einrichtungen Londons befinden sich in unmittelbarer Nähe. London verfügt über 40 bedeutende Theater, fünf Symphonieorchester, das Königliche Opernhaus und eine Vielzahl großer Kunstgalerien und Museen. Die South Bank am Ufer der Themse ist ein riesiger kultureller Komplex mit Konzerthallen, Kunstgalerien und dem Nationaltheater.

London besitzt ein umfangreiches U-Bahn-und Eisenbahnnetz. Greenwich und Hampstead sind zwei Beispiele für die zahlreichen Siedlungen, die mit der Erweiterung des Schienennetzes von London absorbiert wurden, aber zum Teil bis heute ihren "dörflichen" Charakter behalten haben. Viele der in London arbeitenden Menschen wohnen außerhalb dieser großen Stadt und pendeln Tag für Tag in die City.
London ist reich an traditionellen Zeremonien, wie der Festzug des Lord Mayor oder die Eröffnung des Parlaments, die alljährlich im November stattfindet. Gleichzeitig ist es eine blühende Stadt mit einer von Dienstleistungssektor und produzierendem Gewerbe geprägten Wirtschaft. Dennoch ist das Zentrum Londons kein wichtiger Hafen mehr - der gehört auch der Vergangenheit an; sein Hafen befindet sich nun stromabwärts in Tilbury. In den ehemaligen Docklands entstand ein neues Stadtviertel mit Gewerbe-, Wohngebieten und einem Flughafen, dem London City Airport.

London - Zentrum des Weltkapitalismus

Die Illuminati operieren über ein weltweit verzweigtes Netzwerk bestehend aus unterschiedlichen Organisationen und teils geheimen sozialen Netzwerken. So unterschiedlich wie die zahlreichen Gruppierungen nach außen hin erscheinen mögen, oft sieht man in den Organisationen die selben Personen an der Spitze (Rothschilds, Rockefellers und hohe Manipulatoren wie Henry Kissinger).
Zentrum des Illuminati-Netzwerks ist die Londoner City, dem die Regierungen aus den Ländern USA, Frankreich, Deutschland, Schweiz und Italien angeschlossen sind. Die teils geheimen sozialen Netzwerke platzieren ihre Mitglieder in einflussreiche Positionen wie z.B. bei Banken, im Journalismus, in der Politik, in der Industrie und sonstigen Geschäftszweigen, im Militär, in den Medien, im medizinischen Bereich etc.
Wichtige Basis-Organisationen:
Als Operationszentrum der Illuminati gilt das im späten 19. Jahrhundert in London gegründete Round-Table-Netzwerk (Gründungsmitglieder waren u.a. Cecil Rhodes, William Stead, Lord Esher, Lord Alfred Milner - er gehörte ebenfalls zum Komitte der 300, Lord Rothschild, Lord Arthur Balfour).
Dessen erster Vorsitzender war Cecil Rhodes, der dafür bekannt ist, das südliche Afrika gnadenlos manipuliert zu haben . Rhodes sagte, das Ziel des Round Tables sei, eine Weltregierung zu erschaffen, unter der Kontrolle von Großbritannien (siehe auch: Cecil Rhodes und die Round Table Group).
1920 wurde das Royal Institute of International Affairs (RIIA) vom Round Table gegründet. Dann gründete das Royal Institute 1921 den Council on Foreign Relations (CFR). Im Jahr 1954 kam die Bilderberg-Gruppe dazu. Von dieser Gruppe ausgehend entstand der Club of Rome. 1972 entstand die Triliterale Kommission (TK).
Es gibt noch viele Elite-Gruppen in Ihrem Netz, aber diese "Round Table"-Organisationen spielen eine Schlüsselrolle in der Manipulation von Politik, Finanzwelt, Wirtschaft, Militär (besonders NATO), "Bildung" etc.
Video: Cecil Rhodes and the Round Table Group
Round Table

 muz-online.de: Neue Weltordnung - Bilderberger - Illuminati - Filme

Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.491 f.;
Der Fischer Weltalmanach 2008, S. 200 ff.


Literatur aus unserem Buchladen:
► Großbritannien
► England
► Wales
► Schottland
► Nordirland


www-Links



Campaign Against Racism and Fascism
TWAFA - Tyne and Wear Anti Fascist Association
Institute of Race Relations
Rural Diversity
National Civil Rights Movement
Research in Ethnic Relations
Commission for Racial Equality
Blink - The Black Information Link campaigns for greater equality in Britain

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Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland
"Der Wille zum Sieg", war essay by Houston Stewart Chamberlain, published by Hugo Bruckmann, Munich 1918

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