Willkommen in Serbien
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Serbien mit der Millionenmetropole Belgrad erstreckt sich von der Pannonischen Tiefebene im Norden über das Hügelland der Šumadija und das Serbische Bergland bis zu den von Gebirgen begrenzten Beckenlandschaften längs der Morava im Süden. KosovoOffizieller Name: Republik KosovoFläche: 10.887 km² Einwohner: 1.900.000 (2007); Albaner 90%, Serben 6%, Türken 4%, Bosniaker, Goraner, Roma, Aschkali u.a. Hauptstadt: Prishtinë (Priština) Amtssprachen: Englisch (Verkehrssprache), Albanisch, Serbisch; in einigen Gemeinden auch Bosnisch und Türkisch Religion: sunnitische Moslems 93%, serbisch-orthodox Christen 5%, Katholiken 2% Verwaltung: 30 Gemeinden Währung: EURO Staats- und Regierungsform: Seit 1999 unter UN-Übergangsverwaltung - Parlament mit 120 Mitgliedern (100 gewählt, 10 für die serbische Minderheit, 10 für andere ethnische Minderheiten reserviert); Wahl alle 3 Jahre - Wahl des Präsidenten durch Parlament alle 3 Jahre. ![]() Am Sonntag, den 17. Februar 2008, hat sich der Kosovo - gegen den Widerstand Serbiens - zu einem freien und unabhängigen Staat erklärt. Serbien, dessen Haltung von Russland unterstützt wird, wolle die von den USA und den meisten Staaten der EU mitgetragene Unabhängigkeitserklärung "nie akzeptieren". Während die USA, Frankreich, Türkei, Afghanistan, Deutschland u.a. den Kosovo bereits als souveränen und unabhängigen Staat anerkannt haben, kommt es, wie zu erwarten war, zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Von der serbischen Regierung gebilligte Anti-Kosovo-Aktionen führten dazu, dass Kfor-Soldaten vorübergehend die neuen Grenzen zwischen Serbien und Kosovo geschlossen haben. Sollte sich die Situation nicht entspannen, droht die EU ihrerseits, die sogenannte, jährlich an Serbien gezahlte "Vor-Beitrittshilfe" von etwa 190 Millionen Euro bis auf Weiteres einzufrieren.
Einige europäische Staaten wie Spanien, Griechenland und Slowakei befürchten, dass die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo separatistischen Bestrebungen in ihren Ländern Vorschub leiste, weshalb sie Kosovo als souveränen und unabhängigen Staat nicht anerkennen. Der Vorsitzende der slowakischen Christdemokraten (KDH), Pavol Hrusovsky spitzt den Vorgang noch zu und meint, dass in der Kosovo-Frage etwas passiert sei, was es noch nie gegeben habe: "Dass alle Mächtigen der einzelnen Staaten das mit solch einer Leichtigkeit anerkennen, wissend dass Grundprinzipien des Völkerrechts verletzt wurden und dass ein neuer Staat innerhalb eines anderen Staates geboren wurde ohne dessen Zustimmung" (kurier.at: Kosovo ist ein "Drogenstaat").
»Nach Angaben der Weltbank leben 37% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze (Einkommen unter 1,37 Euro pro Tag und Erwachsener) 15% unterhalb der Grenze extremer Armut (Einkommen unter 0,93 Euro pro Tag und Erwachsener).« Ohne externe Hilfe ist dieser neue Mini-Staat auch in Zukunft nicht lebensfähig. Die EU und andere Drittländer, wie die USA, werden Kosovo in den nächsten Jahren mit vielen Milliarden EURO unterstützen müssen, was sie bestimmt nicht allein aus reiner Nächstenliebe machen (Siehe: Warum Kosovo. USA verfügen mit Camp Bondsteel bereits über ihren größten Militärstützpunkt auf dem Balkan). Es darf vermutet werden, dass sich Kosovo als Staat in nicht allzu ferner Zukunft wieder auflösen wird. Nach der sehr wahrscheinlich baldigen Teilung wird der verbleibende Teil mit den Kosovo-Albanern im Staat Albanien aufgehen - zur Freude der im Kosovo engagierten Länder, die sich damit Zugang zu den gerade erst in Nord-Albanien entdeckten Ölquellen erhoffen. Die Menschen auf den Straßen haben jedenfalls ihre Freude über die Unabhängigkeit ganz selbstverständlich - und richtungweisend - mit dem Schwenken der albanischen Flagge statt mit der neuen Kosovo-Flagge unterstrichen.
Großserbische Politik
Als sich 1988 der Zerfall Jugoslawiens in mehrere Einzelstaaten abzuzeichnen begann, machten sich die Serben unter ihrem nationalistischen Parteichef Milosević daran, die "künstliche Dreiteilung" Serbiens zu beseitigen. Durch putschähnliches Vorgehen wurde die Autonomie der beiden Provinzen Vojvodina und Kosovo beseitigt: sie verloren ihr Parlament, ihre Regierung sowie den Einfluss auf Amtssprache, Bildungswesen und Massenmedien. Der im Dezember 1990 in direkter Volkswahl mit 65% der Stimmen gewählte serbische Präsident Milosevic wollte trotz der Unabhängigkeitserklärungen von Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien und Slowenien die serbische Vormachtstellung erhalten wissen. Sein Ziel war die Vereinigung aller Serben unter einem Dach. Milosević brachte durch seine Politik Krieg, Zerstörung und Vertreibung nach Kroatien und Bosnien-Herzegowina, der 1995 mit dem Friedensabkommen von Dayton beendet wurde. Die Proklamation einer neuen Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) im April 1992 änderte nichts am großserbischen Machtstreben. Auch die Protestbewegung, die sich aus der Annullierung der serbischen Kommunalwahlen zu Lasten der zerstrittenen Opposition 1996 entwickelte, konnte das Belgrader Regime vorerst nicht gefährden. |
Der sowieso nicht für die Ewigkeit angedachte Staatenbund Serbien und Montenegro hatte damit aufgehört zu bestehen. LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.744 ff.www-LinksThe Portal of the Office of Prime Minister of the Republic of Kosova Beziehungen zwischen Serbien und Deutschland CIA - The World Factbook -- Serbia Serbia Info / Encyclopedia Serbian Orthodox Church Welcome to Free Serbia Net! Serbia Networks' web site on the Internet Serbia official website United Nations Development Programme Serbia Serbia Post - latest news stories and top headlines Geschichte von Exjugoslavien |