Willkommen im Sultanat Oman

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Offizieller Name: Sultanat Oman
Hauptstadt: Masqat (Maskat)
Fläche: 309.500 km² (einschl. Masīrah mit 658 km² und Kuria-Muria-Inseln mit 78 km²)
Landesnatur: Küstenebene (Batinah), Omangebirge, innere Wüstengebiete (Rub al Khali), Landschaft Dofar
Klima: Randtropisches Klima, sehr heiß und trocken, an der Küste mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit
Höchster Punkt: Jabal ash Sham 3035 m
Regierungsform: Absolute Monarchie
Staatsoberhaupt: Sultan
Verwaltung: 59 Regierungsbezirke (Wilayat)
Parlament: Konsultativrat ("Madschlis al-Schura") mit 84 für 3 Jahre vom Sultan ernannten Mitgliedern und Staatsrat ("Madschlis al-Daula") mit 71 vom Sultan ernannten Mitgliedern; keine Parteien
Einwohner: 2.460.000 (1999); 2.880.000 (geschätzt 2008); darunter ca. 820.000 Ausländer (vor allem aus Indien).
Bevölkerungsdichte: 9,3 Ew./km² (2008)
Stadtbevölkerung: 80% (1999)
Analphabetenquote: 20% (1999)
Sprache: Hocharabisch (Amtssprache), daneben Arabisch (Hadari, Bedawi); iranische und indoarische Sprachen; Englisch
Religion: Moslems 85% (vor allem Ibadi, 25% Sunniten, 4% Schiiten), Hindus
Importgüter (2005): 50% Maschinen und Transportausrüstungen, 19% Vorerzeugnisse, 9% Nahrungsmittel
Exportgüter (2005): 71% Erdöl- und -produkte, 21% Gas, Datteln, Fische, Obst, Perlen


Zur Geschichte und Situation des Sultanats Oman

Das unabhängige Sultanat Oman, zu dessen Staatsgebiet auch die Kuria-Muria-Inseln und die Exklave Musandam (Masandam) an der Straße von Hormus gehören, liegt an der Ostspitze der Arabischen Halbinsel. Noch zu Lebzeiten Mohammeds (570-632) wurde das östliche Südarabien dem Islamischen Reich angegliedert. Zwischen dem 8. und 18. Jahrhundert regierten Imame den theokratischen Staat weitgehend unabhängig. Danach wurden die geistige und weltliche Herrschaft getrennt. Portugiesische Eroberungsversuche hatten nur kurzzeitigen Erfolg. Ein persischer Invasionsversuch wurde 1741 von Ahmed Ibn Said, dem Begründer der noch heute regierenden Sultan-Dynastie zurückgeschlagen. Er baute das Herrschaftsgebiet über die Grenzen des heutigen Staatsterritoriums aus. Die Städte Maskat (Muscat) und Suhar an der Ostküste wurden Zentren des Seehandels zwischen Afrika, Indien und Persien. Durch einen Freundschaftsvertrag sicherte Großbritannien seine Interessen und seinen Einfluss in Oman und übernahm 1890 das Protektorat von "Maskat und Oman". Der immer wieder auflebende Machtkonflikt zwischen dem Imam und dem Sultan wurde 1920 vertraglich beigelegt, doch erst mit der Vertreibung des Imams im Jahre 1957 endgültig beseitigt.
Die einzelnen Stämme lebten über Jahrhunderte relativ isoliert in völlig verschiedenen Landesteilen. Die Vielfalt der Landschaften hatte unterschiedliche Lebensweisen hervorgebracht. In den abgelegenen Provinzen hatte der in der Hauptstadt Maskat regierende Sultan nur wenig Einfluss. Die Unterentwicklung auf dem Lande verstärkte die Konflikte zwischen dem Sultan und den Stämmen der Hinawi und den Ghafiri bis in die jüngste Vergangenheit.
In Dofar (Dhofar), dem südlichen und erst seit 1905 zum Staatsgebiet gehörenden Teil des Landes, brach 1963 ein erbittert geführter Kampf zwischen rebellischen Bergbewohnern und dem Sultan aus, dem Großbritannien beratend zur Seite stand. Die Befreiungsbewegung von Dofar, die für die Machtübernahme im Sultanat kämpfte, fand ihrerseits Unterstützung bei der Sowjetunion und Kuba, aber vor allem bei der Volksrepublik Jemen. Dies dürfte Großbritannien dazu bewogen haben, Sultan Kabus Ibn Said zum Staatsstreich gegen seinen Vater zu ermutigen.

Das Sultanat wurde umbenannt, und innerhalb der nächsten sieben Jahre räumte Großbritannien seine Stützpunkte.
Der gestürzte Sultan hatte das Land während seiner vierzigjährigen Herrschaft gegen alle äußeren Einflüsse abgeschirmt und die jahrhundertealten Produktionsmethoden in Ackerbau, Viehzucht und Handwerk unverändert gelassen. Der neue Herrscher, Sultan Qabus Bin Said (seit 1970), nutzte die Einnahmen aus den seit den 1970er Jahren begonnenen Ölexporten, um die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in kurzer Zeit zu ändern. Das Schulsystem wurde ausgebaut, ein internationaler Flughafen errichtet und die verkehrsmäßige Erschließung des Landes vorangetrieben. Neue Straßen boten den Bauern die Möglichkeit, Märkte entfernt liegender Städte mit ihren landwirtschaftlichen Überschüssen zu beliefern.

Vor allem in der Küstenebene Al Batinah (Batina) im Norden und auf der im Landesinneren westlich der Hauptstadt Maskat gelegenen Hochebene Gharbiya benutzen die Bauern noch heute traditionelle Bewässerungssysteme. Waren früher die einzelnen Stämme für den Bau und die Unterhaltung dieser "Falaj" genannten Systeme verantwortlich, so hat heute der Staat die Wartungsarbeiten an den Bewässerungsnetzen übernommen. Dadurch wird die landwirtschaftliche Produktion subventioniert und gleichzeitig die Macht der etwa hundert Stämme des Landes geschwächt.
Heute leben nur noch 20% der Omanis auf dem Lande. Viele der Bauern, deren Ernteerträge meist nur zum Überleben reichen, sind mittlerweile Staatsangestellte und beziehen z.B. als Soldaten oder Polizisten regelmäßige Einkünfte.
Die Erdölexporte haben eine erneute Phase der Öffnung des Landes eingeleitet. Dabei hat Sultan Qabus Bin Said die Gewinne aus den Ölexporten genutzt, um das Gebiet der Hauptstadt Maskat zu einem Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum zu entwickeln. Rebellionen wie zur Zeit der Herrschaft seines Vaters gehören der Vergangenheit an, obwohl er wie dieser als absoluter Monarch herrscht. Er allein bestimmt die Regierung, und bis heute gibt es kein Parlament. Auch die Mitglieder einer sogenannten Staatsversammlung ernennt der Sultan persönlich. Der neue Reichtum hat auch die traditionellen Konflikte mit den Stämmen gedämpft. Durch die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen werden die alten Strukturen ausgehöhlt. Zudem erhalten die Stammesoberhäupter aus der Hauptstadt eine Art Pension. Da die Ölvorkommen noch mehrere Jahrzehnte reichen werden, dürfte sich an diesen politischen Verhältnissen kaum etwas ändern.

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Der Seehandel

Die Seefahrt spielt eine grosse Rolle, Oman ist die Wiege des arabischen Schiffbaus, bekannt für die so wohlgeschwungenen "Dhauen". Auch heute werden in Sur noch in traditioneller Technik die wunderschönen Holzboote gefertigt, allerdings aus indischem Importholz durch indische Leiharbeiter.
Vor mehr als 1000 Jahren bauten unerschrockene arabische Seefahrer des Persischen Golfs einen Seehandel auf, der Kontinente miteinander verband. In ihren einfach gebauten Segelschiffen, den sogenannten Dhauen, nutzten sie die saisonalen Monsunwinde aus, um ihre Reisen gen Süden entlang der afrikanischen Küste oder gen Osten nach Indien, Sri Lanka, Indonesien und sogar China zu unternehmen. Auch heute noch betreiben Händler in fast unveränderter Form ihr Gewerbe und wagen eine Fahrt durch die Straße von Hormus über das Arabische Meer nach Bombay oder entlang der afrikanischen Küste nach Madagaskar.
Der griechische Historiker Procopius, ca. 500 n. Chr., beschrieb, wie Schiffe auf dem direkten Seewege von Arabien nach Indien fuhren. Für ihren Hinweg nutzten sie die Zeit zwischen Juli und Oktober, wenn die vorherrschenden Winde aus Südwesten kommen, und legten ihre Rückreise so, dass sie mit den Nordostwinden zwischen November und März zusammentraf. Plötzliche Windböen sind für den Juli-Oktober-Monsun kennzeichnend, und viele kleine Boote haben möglicherweise niemals ihr Ziel erreicht.

Auch heute noch verschwinden manchmal Dhauen mit der gesamten Besatzung bei ihrer Reise über das Arabische Meer. Aber die Unerschrockenheit der Seeleute zusammen mit dem hohen Wert des Handels, den sie trieben, gewährleistete ein schnelles Wachstum.
In seiner Blütezeit vor 600 bis 700 Jahren verband der Dhau-Handel die Städte des Persischen Golfs mit Ostasien und Afrika. Im modernen China gibt es Moslem-Gemeinden, in denen viele Nachkommen der islamischen Seefahrer leben, die einst bis zur Ankunft der Portugiesen im Jahre 1498 die östlichen Meere beherschten. Als findige und aggressive Kolonialisten erlangten die Portugiesen und ihre europäischen Nachfolger im Osten die militärische Übermacht, und somit ist die frühere arabische Seeherrschaft nur noch ein Schatten ihrer selbst. Jedoch ist der Handel nie völlig ausgestorben, und in letzter Zeit haben sich die Aktivitäten wieder vermehrt. Der Handel mit Dhau-Segelschiffen war während des Golfkrieges zwischen Iran und Irak der Rettungsanker für den Iran.

Heute verfügt der Staat Dubai über große Docks, in denen die Dhauen wie eh und je von Hand hergestellt werden, ohne Inanspruchnahme moderner Technik. Die Docks sind jedoch kein Museum; vielmehr repräsentieren die fertigen Schiffe den soliden kommerziellen Erfolg, denn sie sollen ihren Platz in einer geschäftigen Welt einnehmen, indem sie Datteln, Sultaninen und Pistazien vom Persischen Golf nach Bombay transportieren, Mangrovenhölzer von Tansania nach Kuwait, Salz und getrockneten Fisch von Hadramaut nach Mombasa - und noch vieles mehr, was befördert werden muss. Sie sind dafür bekannt, geschmuggeltes Gold und andere Schmuggelware vom Golf nach Indien gebracht zu haben. Sie segeln mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 Knoten (10 Meilen) pro Stunden, setzen dabei immer noch ihre ehrwürdigen und graziösen Latein-Segel und benutzen altertümliche und oftmals unzuverlässige Dieselmotoren.

Auch bei der Navigation fehlt jegliche Art von moderner Technologie - man verlässt sich lieber auf den Sextanten als auf Radar oder gar Funk. Der Kapitän und seine Mannschaft kommen oft aus den gleichen Familien, teilen ihre Güter und arbeiten in allen Bereichen des Unternehmens eng zusammen. Als Überbleibsel einer vorindustriellen Zeit verkörpert die arabische Dhau einen romantischen Lebensstil, der sogar bis heute noch kommerzielle Bedeutung hat. So nimmt sie eine einzigartige Stellung in der Geschichte der Seefahrt ein, einer Geschichte, die mehr als 1000 Jahre zurückreicht.

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Entwicklungen



2011: Proteste im Sultanat

Ähnlich den Protesten in Tunesien, Algerien, Libyen, Ägypten, Jemen, Jordanien und Bahrain fordern immer Menschen auch in Oman durchgreifende politische und wirtschaftliche Reformen.
»[...] Die Jasmin-Revolution (siehe Tunesien; Anm. muz-online.de) verbreitet sich in immer mehr arabischen Ländern. So ist es auch in Oman am Sonntag zu Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften gekommen. Dabei gab es laut Augenzeugen mindestens zwei Tote. nachdem Sicherheitskräfte mit Gummigeschossen auf Demonstranten zielte. Die Polizei habe auch Tränengas gegen Steine werfende Demonstranten eingesetzt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters zufolge.
Die Proteste begannen bereits am Samstag. Zahlreiche Menschen hätten sich den zweiten Tag in Folge in der Industriestadt Sohar versammelt und politische Reformen verlangt. Auch im Süden des Sultanats gab es Proteste. In Salala hatten Demonstranten seit Freitag in der Nähe eines Provinzgouverneurs ihre Zelte aufgeschlagen. Das Sultanat Oman galt bisher als relativ ruhig, obwohl es bereits vor einer Woche dort zu ersten Protesten gegen die Regierung gekommen ist.[...]«
Zitiert aus: www.mmnews.de, Oman-Proteste, 27.02.2011

»[...] Als Reaktion auf die Unruhen in Sohar, wo viele Omanis zu Hungerlöhnen in Fabriken arbeiten, hatte der Sultan den Mindestlohn um 43 Prozent auf umgerechnet 400 Euro angehoben.
Per Dekret ordnete er die Schaffung von 50.000 neuen staatlichen Jobs an und versprach Arbeitssuchenden eine Art Arbeitslosengeld von 300 Euro. Zudem soll eine Behörde geschaffen werden, die die Preisentwicklung bei Grundnahrungsmitteln verfolgen soll.
Die Umsetzung dieser Absichtserklärungen ist schwierig. Schon jetzt ist der Staat der größte Arbeitgeber. Viele junge Omanis werden dort "untergebracht". Eine wirklich sinnvolle Beschäftigung haben sie aber nicht gefunden.
Den Organisatoren der Proteste, die sich zu der Facebook-Gruppe "Aufstand des 2. März für Würde und Freiheit" zusammengeschlossen haben, reichen die Versicherungen des Sultans nicht. Sie wollen ihre Proteste intensivieren.
Die Forderung nach mehr "demokratischen Rechten" wurde von der Protestbewegung anscheinend bewusst nicht ausformuliert, um den Sultan nicht zu brüskieren. Westliche Diplomaten in Muscat wollen jedoch nicht ausschließen, dass "Bahrain eine Art Vorbildcharakter für Oman haben könnte". In dem Königreich am Persischen Golf fordert zumindest ein Teil der Demonstranten die Einführung der konstitutionellen Monarchie.[...]«
Zitiert aus: www.nachrichten.at, Proteste als "Weckruf zur richtigen Zeit", 2. März 2011

»[...] Indes gingen am Dienstag bei einer Solidaritätskundgebung für den omanischen Sultan Kabus bin Said auch in Maskat Tausende Menschen auf die Straße. Vor der größten Moschee der Hauptstadt demonstrierten sie für einen Verbleib des Sultans an der Macht. Gleichzeitig forderten sie die Regierungsgegner in Sohar auf, weitere Brandstiftungen zu unterlassen. [...]«
Zitiert aus: www.focus.de, Proteste für und gegen Sultan Kabus bin Said, 1. März 2011

»[...] Der Sultan regiert absolutistisch mit Dekreten und die Regierung und das Parlament haben nur eine beratende Funktion. Von Demokratie keine Spur. Die Korruption und Vetternwirtschaft ist enorm, die wirtschaftliche Situation für die Unterschicht katastrophal. Nur ein Teil der Omanis dürfen überhaupt wählen. Ein Grossteil der Bevölkerung sind Ausländer, die wie rechtlose Sklaven behandelt werden und die Drecksarbeit erledigen dürfen. Aber Washington und London stützen dieses despotische Regime schon seit Jahrzehnten, wegen der strategischen Lage am Arabischen Meer und wegen dem Ölreichtum. Die US Air Force ist auf der Thumrait Luftwaffenbasis stationiert und unterhält dort ein grosses Logistikzentrum für den Nachschub und als "Kriegsreserve". Der Oman ist wahrscheinlich der grösste Unterstützer der US-Militärstrategie in der Golfregion. [...]«
Zitiert aus: Alles Schall und Rauch: Auch in Oman gibt es eine Revolte, 28. Februar 2011

Siehe auch:  Auf dem Weg zu einer Neuen Weltordnung

2009 - 2010

»[...] Gipfeltreffen des Golfkooperationsrats: Auf dem 29. Gipfeltreffen des Golfkooperationsrats (GCC) am 30.12.2008 in der Hauptstadt Maskat einigten sich die Staatsoberhäupter der Mitgliedsländer Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate nach jahrelanger Vorbereitung auf eine Währungsunion der GCC-Staaten. Oman hatte bereits im Vorfeld angekündigt, der Währungsunion nicht beizutreten. Als nächste Schritte sollten ein Währungsrat und eine Zentralbank eingerichtet werden. Die Einführung der gemeinsamen Währung, ursprünglich für 2010 geplant, wurde zunächst verschoben. Die Unterzeichnung des Abkommens fand am 7.6.2009 in Riad (Saudi-Arabien) statt.
Ferner verurteilten die Teilnehmer des Gipfeltreffens die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen sowie dessen Blockade und forderten die UN zum Eingreifen auf. Weitere Themen waren die Bewältigung der weltweiten Wirtschaftskrise und die Suche nach Möglichkeiten, die sinkenden Erdölpreise zu stabilisieren. Außerdem wurde beschlossen, in Katar eine gemeinsame Datenbank zur Drogenbekämpfung einzurichten.
Piraterie: Am 12.6.2009 wurde erstmals ein Frachtschiff 60 Seemeilen südlich der omanischen Küstenstadt Sur von vermutlich somalischen Piraten (...) gekapert. Dabei handelte es sich um die in deutschem Besitz befindliche und unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende "MV Charelle". Ein in der Nähe befindliches Kriegsschiff eines NATO-Mitglieds konnte nicht eingreifen, da es kein entsprechendes Abkommen mit Oman gibt. [...]«
Zitiert aus: DER FISCHER WELTALMANACH 2010, S. 386

2006 - 2007

»[...] Sultan Qabus Bin Said empfing am 23.-25.12.2006 König Abdullah von Saudi-Arabien, der erstmals seit seiner Thronbesteigung Oman besuchte. Neben Gesprächen über Entwicklungen in der Golfregion und internationale Fragen wurden die Möglichkeiten eines Ausbaus der bilateralen Beziehungen erörtert. Die Innenminister beider Länder, der saudische Prinz Naif ibn Abdelaziz und Saud bin Ibrahim AI Busaidy, hatten bereits am 2.12. in Riad den Bau einer grenzüberschreitenden Straßenverbindung sowie die Einrichtung eines Grenzübergangs zwischen Oman und Saudi-Arabien innerhalb von zwei Jahren vereinbart.
Der Zyklon "Gonu", der stärkste in dieser Region seit 1945, richtete am 6./7.6.2007 schwere Schäden an und forderte mehr als 50 Menschenleben. In der Hauptstadt Maskat waren Straßen überflutet, zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, rd. 20.000 Menschen mussten evakuiert werden. Die Schäden wurden auf 1,5 Mrd. Rial Omani geschätzt (ca. 750 Mio. €).
Am 28.6.2007 beschloss das Welterbekomitee das seit 1994 existierende Naturerbe-Schutzgebiet der Oryxantilope von der Welterbeliste zu streichen, nachdem das Sultanat die Fläche des Reservats um rd. 90 % verkleinert hatte. Laut offiziellen Angaben konnte der Schutz des bisher 27.000 km² großen Wüstengebietes nicht gewährleistet werden. Der Bestand der gefährdeten Antilopenart reduzierte sich - v. a. durch Wilderei - in den letzten zehn Jahren von 450 auf 65 Tiere. [...]«
Zitiert aus: DER FISCHER WELTALMANACH 2008, S. 361

Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1076 f.



www-Links



Landeskunde und Reiseinformationen des Sultanat Oman
Oman Studies Centre (deutscher Text)
Bilaterale Beziehungen zwischen dem Sultanat Oman und Deutschland
Oman im Netz der Reisespinne
Oman [Archäologie Online : Guide]
Deutsch-Omanische Gesellschaft e.V.
Oman 1999: Reiseinfos, Fotos
Urlaub 2002 Sultanat Oman
CIA - The World Factbook -- Oman
OMAN: Oman Studies Centre (Main Page)
Ministry of Information, Sultanate of Oman sites for TV, Radio, ...
Welcome to Oman's largest circulated English Newspaper
OMAN - A Country Study
Lonely Planet World Guide | Destination Oman |
Governments on the WWW: Oman
The Country and People of Oman
Languages of Oman
Times of Oman
Welcome to Sultan
Oman Forts
Tauchreisen - Oman
Wissenswertes zum Islam mit zahlreichen www-Links

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