Willkommen in der Republik Kiribati

[Die Republik Kiribati] [Geschichte] [Geht Kiribati unter ?]
[Literatur] [Kiribati-Websites]


translate this page



Offizieller Name: Republik Kiribati
Hauptstadt: Bairiki
Fläche: 726 km² (einschl. Phoenix und Line Islands)
Landesnatur: 33 Korallenatolle: Gilbert-, Phoenix- und Line-Inseln sowie Banaba (Ocean Island)
Klima: Tropisches Klima
Höchster Punkt: 3 m
Regierungsform: Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident
Verwaltung: 6 Distrikte
Parlament: Einkammerparlament mit 40 für 4 Jahre gewählten Abgeordneten und 1 Vertreter von Banaba; auf den einzelnen Inseln bestehen Parlamente mit eigenen Präsidenten
Nationalfeiertag: 12. Juli
Einwohner: 82.000 (1999); 103.092 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte: 131 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 35% (1999)
Analphabetenquote: 10% (1999)
Sprache: Kiribati, Englisch
Religion: Katholiken 53%, Protestanten 39%




Die Republik Kiribati

Kiribati (Kiribass gesprochen), die ehemalige britische Kolonie namens Gilbert Islands, ist seit 1979 ein souveräner Staat. Sein Territorium umfasst drei größere, voneinander getrennte Inselgruppen, die eigentlichen Gilbert-Inseln, die Phoenix-Inseln und die Line-Inseln sowie Ocean Island, das heute wieder seinen ursprünglichen Namen Banaba trägt. Die insgesamt 33 Inseln und Atolle, die - mit Ausnahme von Banaba - nur wenige Meter aus dem Meer herausragen, erstrecken sich über 4500 km entlang des Äquators. Mitten durch das Inselreich, zwischen den Gilbert- und den Phoenix-Inseln, verläuft die Datumsgrenze.
Das tropische Klima ist durch den Einfluss des Meeres gemäßigt. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen bei 28° C. Die Niederschläge schwanken beträchtlich, nicht nur von Insel zu Insel, sondern auch von Jahr zu Jahr. Sie sind in Äquatornähe am niedrigsten, während die Inseln im Norden bzw. im Süden durch die Passatwinde reichlich Regen erhalten. Hauptregenzeit sind die Monate November bis Februar, doch können in manchen Jahren längere Dürreperioden auftreten. Süßwassermangel herrscht auf den Inseln. Es gibt weder Flüsse noch Seen und das Regenwasser versickert schnell im porösen Korallenkalk. Daher wird die landwirtschaftliche Nutzung beträchtlich eingeschränkt. Auf den sandig-kalkigen Böden wachsen Kokospalmen, Pandanusspalmen, Brotfruchtbäume und im Küstenbereich Salzbüsche.

Kiribatis größter natürlicher Reichtum waren die Phosphatvorkommen auf der Insel Banaba, die seit 1920 von einem internationalen Bergbaukonsortium (BPC) gefördert wurden. Doch neben den wirtschaftlichen Erfolgen kam es zu schweren politischen und sozialen Spannungen. Die durch den Abbau verursachte Umweltzerstörung machte die Evakuierung der dort lebenden Menschen erforderlich. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Bevölkerung auf der 2600 km entfernt gelegenen und zu Fidschi gehörenden Rabi-Insel angesiedelt. Obschon Tausende von Kilometern von der Heimat entfernt, hielten die ehemaligen Banaba-Einwohner an den Besitzrechten der Phosphatvorkommen fest.

Sie strengten einen langwierigen Prozess an, der ihnen zwar nicht die gewünschte Beteiligung an den Phosphaterlösen, dafür aber Schadenersatzansprüche zusprach. Großbritannien, ein Mitglied des Bergbaukonsortiums, bot den Banaba-Einwohnern 1977 eine nachträgliche Abfindung von 10 Millionen australischen Dollar an, die von der Bevölkerung 1981 akzeptiert wurde.

Heute sind die Phosphatvorkommen auf Banaba erschöpft. Kiribati bemüht sich deshalb, neben dem traditionellen Export von Kopra und Kokosnüssen auch das Fischereiwesen zu modernisieren, eine Kleinindustrie aufzubauen und darüber hinaus auch den Tourismus zu fördern. Doch fehlen der Inselnation bislang die benötigten Mittel, um die dafür notwendigen Investitionen tätigen zu können.
Die Bewohner der Inselgruppen sind - von kleinen chinesischen, europäischen und polynesischen Minderheiten abgesehen - mikronesischen Ursprungs und gehören zum Großteil den christlichen Konfessionen an.

up

Geschichte

Die erste Besiedlung der Gilbert-Inseln erfolgte in vorchristlicher Zeit. Die Entdeckung der Inseln durch Europäer begann im 16. Jahrhundert. 1788 erreichte der Brite Thomas Gilbert jene Inseln, die später seinen Namen erhielten.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Inseln von Walfängern angelaufen. Ihnen folgten seit 1837 christliche Missionare, Siedler und Händler, darunter auch Sklavenhändler. 1892 wurden die Gilbert-Inseln unter britisches Protektorat gestellt. Die Entdeckung der Phosphatvorkommen auf Banaba veranlasste die Briten im Jahre 1900 auch dieses Gebiet unter ihre Verwaltung zu stellen.

1916 fasste Großbritannien die Gilbert-Inseln und die Ellice-Inseln (heute Tuvalu) zu einer Kolonie zusammen. Im Laufe der nächsten Jahre wurden die Christmas-Island, das größte Atoll des Pazifik, und die Phoenix-Inseln der Kolonie angegliedert. Im Zweiten Weltkrieg zeitweilig von Japanern besetzt und heftig umkämpft, fielen die Inselgruppen 1943 wieder an Großbritannien zurück.
Da sich die Bevölkerung von ihrer Abstammung und ihrer Kultur her stark unterscheidet - die Gilbert-Inseln werden überwiegend von Mikronesiern, die Ellice-Inseln von Polynesiern bewohnt - wurde 1975 auf Wunsch der Bevölkerung die Teilung der Kolonie eingeleitet. 1976 erhielten die Gilbert-Inseln die innere Autonomie und 1979 die Unabhängigkeit.

Seitdem ist Kiribati als Präsidialrepublik Mitglied des Commonwealth. Der Präsident und das Parlament werden von den traditionellen Sippenverbänden gewählt. 1999 wurde Kiribati in die UNO aufgenommen.

up

Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.806 f.



www-Links



Kiribati
CIA -- The World Factbook -- Kiribati
Kiribati Tarawa and Christmas Island
Kiribati News
Oceania Kiribati News - Media Monitoring Service by EIN News
Jane's Kiribati Home Page
Adventures in Kiribati David Brummel Home Page
Peace Corps Kids World -- Kiribati

up