-- Stadtrundfahrt durch Berlin -- Stadtrundfahrt durch Berlin -- Stadtrundfahrt durch Berlin -- Stadtrundfahrt durch Berlin -- Stadtrundfahrt durch Berlin -- Stadtrundfahrt durch Berlin --



Ich begrüße Sie ganz herzlich zu unserer Stadtrundfahrt durch Berlin. Unsere Tour wird etwa dreieinhalb Stunden dauern und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt abdecken. Wir beginnen die Stadtrundfahrt im Herzen der früheren West-Berliner City am Kurfürstendamm etwa in der Höhe Meinecke Straße. Unser östlichster Punkt wird der "Alexander Platz" im Bezirk Mitte und unser westlichster das "Olympia-Stadion" im Bezirk Charlottenburg sein. Der nördlichste Punkt wird die "Neue Synagoge" im Bezirk Mitte und der südlichste der "Flughafen Tempelhof" im Bezirk Tempelhof sein...

Berlin Stadtplan



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Festival of Lights -- 28 Fotos vom Event im Oktober 2005


Stadtrundfahrt Berlin Seite 1: Kurfürstendamm, Breitscheidplatz mit Tauentzienstraße / KADEWE, 124° Bogen und Urania, Botschaften (Skandinavien, Mexiko, Malaysia, Luxembourg, Malta).
Stadtrundfahrt Berlin Seite 2: Tiergartenstraße (Botschaften), Bendlerblock (Gedenkstätte Deutscher Widerstand), Kulturforum, Potsdamer Platz, Technik-Museum.
Stadtrundfahrt Berlin Seite 3: Kreuzberg, Flughafen Tempelhof (Luftbrücke), Friedhöfe am Halleschen Tor, Heilig Kreuz Kirche, U-Bahn Linie 1, Patentamt, Lindenstraße, Berlin-Museum, Jüdisches Museum, Axel Springer.
Stadtrundfahrt Berlin Seite 4: Checkpoint Charlie, Finanzminmisterium, Mauerreste, Topographie des Terrors, Berliner Abgeordnetenhaus (Preußischer Landtag), Martin Gropius Bau, Leipziger Straße, Gendarmenmarkt, Bundesaußenministerium, ehem. Staatsratsgebäude und Bundeskanzleramt, Nikolaiviertel.
Stadtrundfahrt Berlin Seite 5: Rotes Rathaus, Franziskaner Kirche (Ruine), Alexanderplatz, Marienkirche, Scheunenviertel und Hackesche Höfe, Neue Synagoge, Berliner Dom, Museumsinsel, Schlossbrücke, Zeughaus, Neue Wache.
Stadtrundfahrt Berlin Seite 6: Unter den Linden, Forum Fredericianum, Pariser Platz, Brandenburger Tor, Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Reichstagsgebäude, Bundeskanzleramt, Carillon, Kongresshalle, Schloss Bellevue, Siegessäule.
Stadtrundfahrt Berlin Seite 7: Straße des 17.Juni, Tiergarten, Elefantentor (Zoo), Charlottenburg, Ernst-Reuter-Platz, Deutsche Oper, Schloss Charlottenburg, Siemens, Schrebergärten, Olympia Stadion und Waldbühne, Theodor-Heuss-Platz, Haus des Rundfunks, Funkturm und Messegelände, ICC, Kurfürstendamm, Ende der Stadtrundfahrt.


  • Eine Stadtrundfahrt durch Berlin - KurfürstendammKurfürstendamm (Ku´damm) - 3,5 Kilometer von Rathenauplatz bis Tauentzienstraße; seit Mitte des 16. Jahrhunderts nutzten die brandenburgischen Kurfürsten diesen Damm als Reitweg zwischen Stadtschloss an der Spree und Jagdschloss Grunewald; Dreihundert Jahre später: Gründungs- und Spekulationsfieber des reichen Bürgertums - Gründung der „Kurfürstendamm Gesellschaft“ unter Führung der Deutschen Bank. Otto von Bismarck, der den Spekulantenkreisen nahe stand, machte nach seiner Rückkehr aus Paris 1887 den Ku’damm zum Prachtboulevard - in Anlehnung an Champs Elyssée. Der Reitweg wurde auf 53 Meter verbreitert (Je 10 Meter für die beiden Fahrbahnen, je 5 Meter für Mittelpromenade und Reitweg, 4 Meter für die Bürgersteige und 15 Meter für die Vorgärten auf beiden Seiten). Prächtige Wohnungen mit allem Komfort (10-15-Zimmerwohnungen, Marmortreppenhäuser, Fahrstühle, Zentralheizung und elektrisches Licht), meist fünfgeschossig. Die Eckgebäude wurden mit prächtigem Stuck („Bismarck´scher Stuck“) und Kuppel versehen. Nur 43 bewohnbare Häuser überstanden den Krieg. Vor der Eine Stadtrundfahrt durch Berlin - Café Kranzler mit Blick zum Bahnhof ZooAnsiedlung mehr oder weniger luxuriöser Geschäfte - verstärkt etwa ab 1910, war der Kurfürstendamm eine reine Wohnadresse. Das „Jahrbuch der Millionäre“ wies für 1913 nicht weniger als 120 mit der Adresse Kurfürstendamm aus.  Populär seit den 20er Jahren. Zusammengehen von Handel, Gewerbe, Wohnen. Von den Nazis wurden die jüdischen Geschäftsleute vertrieben (von 118 jüdischen Geschäften zwischen Gedächtniskirche und Knesebeckstraße gab es 1939 noch 25, danach verschwand die jüdische Präsenz hier vollständig). In der Meineckestraße 9 wohnte der jüdische Anwalt und spätere amerikanische Anklagevertreter Robert Kempner. Im Nachbarhaus Nr.10 verhalf die „jewish agency“ bis 1941 Zehntausenden von Juden zur Auswanderung. Das Haus gehörte der „Jüdischen Rundschau“, die sich 1933 noch verhalten positiv gegenüber den Nazis geäußert hat. 1938 brannte die Synagoge in der Fasanenstraße; der Ku’damm war bedeckt von den Scherben der sogenannten „Reichskristallnacht“. Das Portal des jetzigen Jüdischen Gemeindehauses stammt von der zerstörten Synagoge, wo 1912 der berühmte Religionsphilosoph Leo Beck sein Amt als Gemeindevorsteher antrat. Die ausgebrannte Ruine wurde 1958 gesprengt. Kern West-Berlins wurde der Kurfürstendamm nach dem Mauerbau. Auch im wiedervereinten Berlin gilt er als Boulevard der Superlative.


  • Eine Stadtrundfahrt durch Berlin - VerkehrskanzelCafé Kranzler - hier befand sich bis 1913 das Café des Westens („Café Größenwahn“). Ein Fremdenführer von 1905 bezeichnete das Etablissement als „erste und einzige Brutstätte der Berliner Bohème“. Erstes Kranzler bis 1925 Unter den Linden. Grundstein für das neue Kranzlereck wurde 1995 gelegt. Seit Ende 2000 existiert das neue Kranzlereck.
    Gegenüber dem Café Kranzler steht eine Verkehrskanzel als stählernes Dokument der in den 50er Jahren beginnenden Autoversessenheit. Mit ihrer Kombination von Kiosk, Telefonhäuschen, (Toilette) und U-Bahneingang gilt sie bis heute als beispielhaft-urbanes „Möbel“. Allerdings wurde aus ihrer Höhe selten der Verkehr geregelt.
    Das Marmorhaus, etwa 200 Meter weiter, war das erste Lichtspielhaus in Deutschland. Es eröffnete 1912 mit einem Stummfilm; es folgten die Premieren „Student von Prag“ und „Das Kabinett des Dr. Caligari“.


  • Eine Stadtrundfahrt durch Berlin - Kaiser Wilhelm Gedaechtnis Kirche mit Europa-Center und SkulpturKaiser Wilhelm Gedächtniskirche - entworfen von Franz Schwechten, von dem auch das Romanische Café, der Anhalter Bahnhof und die Alte Berliner Philharmonie stammen. Nach einem missglückten Attentat auf Kaiser Wilhelm I., beschlossen die reichen Bürger Charlottenburgs 1879, dem Kaiser zu Ehren, ein repräsentatives Gotteshaus zu errichten. Sie sammelten Geld. Für den Bau wurden 650.000 Mark veranschlagt. Letztlich kostete sie das Zehnfache. 1895 war die Einweihung des mit 113 Metern damals höchsten Bauwerks der Stadt. 1943 zerstört. Nach dem Krieg Neubau der Kirche („Lippenstift und Puderdose“) und Europa-Centers durch Egon Eiermann. Ruine („Hohler Zahn“) als Mahnmal gegen Krieg. Am Heiligen Abend 1967 bestieg Rudi Dutschke die Kanzel und forderte die Anwesenden zur Diskussion auf.
    Breitscheidplatz mit Europa Center und „Weltkugelbrunnen“ - Auf dem Gelände des „Romanischen Cafés“ (das Café „Größenwahn“ der Weimarer Zeit; hier verkehrten Leute wie Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Ernst Rowohlt, der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch, Anita Berber, Elisabeth Bergner, Otto Dix, die Gebrüder Herzfelde, sowie Eine Stadtrundfahrt durch Berlin - BreitscheidplatzHeinrich Zille, Bert Brecht  und viele andere; nebenan wohnte in einer noblen Stadtwohnung Reichsaußenminister Gustav Stresemann) wurde 1965 das 106 Meter hohe Europa-Center mit seinen 22 Etagen und dem darauf thronenden Mercedes Stern erbaut. Zuvor hatte sich auf dem zerstörten Gelände ein Catcherzelt etabliert. Das Europa-Center, als bis dahin größte Anlage seiner Zeit, läutete eine neue Ära von Büro, -Einkaufs-, Freizeit- und Kommunikationszentren ein. Die Idee: „Treffpunkt Europas im freien Teil der Stadt“. Bis zum Neubau des Potsdamer Platzes war hier die Spielbank untergebracht. Wir finden hier eine Reihe guter Geschäfte und Lokale, u.a. die „Stachelschweine“ (Kabarett der einstigen „Berliner Schnauze“ Wolfgang Gruner), sowie das Hotel Palace. Innen steht die berühmte Wasseruhr „Uhr der fließenden Zeit“ von Bernard Giton und draußen der marmorne „Weltkugelbrunnen“ (Bildhauer Schmettau,1981-1983), von den Berlinern „Wasserklops“ genannt, der ein beliebter internationaler Treffpunkt ist.
    Plastik „Berlin, Berlin“ - Anlässlich der 750 Jahr-Feier schufen viele europäische Künstler 1987 riesige Skulpturen. Das Werk des Bildhauer-Ehepaares Martin Matschinsky und Brigitte Denninghoff auf der Mittelpromenade der Tauentzienstraße sollte dabei die Teilung der Stadt verdeutlichen. Die vier verschlungenen „Arme“ stellen die vier Alliierten dar. Bis heute ist nichts von der Faszination verloren gegangen - auch aus heutiger Sicht. Die Metall-Plastik ist längst mit der Gedächtniskirche im Hintergrund ein beliebtes Fotomotiv geworden.


  • Tauentzienstraße mit KaDeWe und Wittenbergplatz - von Ansbacher Straße am Wittenbergplatz bis Rankestraße und Breitscheidplatz; der Platz wie die Straße sind nach dem Eine Stadtrundfahrt durch Berlin - Tauentzienstrasse und KaDeWePreußischen General der Befreiungskriege 1814 Graf Tauentzien von Wittenberg benannt. Trotz des stolzen Namens lag die Straße bis 1888 noch ungepflastert da. Ein Jahr vor der Jahrhundertwende schnaufte hier dann eine Dampfstraßenbahn entlang (von Nollendorfplatz bis Halensee). Beginn der Moderne. In einem ungeheuren Gründungstaumel wurden fieberhaft Häuser aus dem Boden gestampft. Die Straße wurde zu einer vornehmen Wohn- und Geschäftsstraße des „Neuen Westens“. Die Wohngegend um den Nollendorfplatz verlor an Glanz und sank bald herab zum „Alten Westen“ (noch 1890 war die Stadt im Westen am Nollendorfplatz zu Ende; dahinter dehnten sich Felder bis Wilmersdorf aus). 1902 erfolgte der Bau der elektrischen U-Bahn von der Warschauerstraße bis zum „Knie“, heute Ernst-Reuter-Platz. Bis zum Nollendorfplatz fuhr sie als Hochbahn (aus Kostengründen). Das ruhebedürftige Großbürgertum erreichte, dass sie ab der Grenze zu Charlottenburg unter das teure Pflaster gelegt werden musste. Dafür durfte sie bis zum Wilhelmplatz, heute Richard-Wagner-Platz verlängert werden. Adressen: Nr.13/Ecke Rankestraße lebte der Erzähler und Dramatiker Herrmann Sudermann („Sodoms Ende“); Nr.18/Ecke Nürnbergerstraße Max Planck; Gegenüber in Nr.9 hatte sich der Bund Neues Vaterland eingemietet (Internationaler, kulturverbindender Geist), dem zahlreiche berühmte Wissenschaftler angehörten, u.a. Albert Einstein. Anfang 1916 musste diese - wie es hieß - „Gruppe von Vaterlandverrätern“ aufgelöst werden. In der Nähe, in der Passauer Straße 5, war der Malik-Verlag untergebracht (von den Brüdern Wieland und  Helmut Herzfelde und befreundeten Kriegsgegnern 1907 gegründet; Kampf gegen Faschismus).
    Eine Stadtrundfahrt durch Berlin - UraniaDie bekannteste Adresse aber ist die Nr.21, das KaDeWe. Gebaut nach Plänen des Architekten Schant; 1907 eröffnet, war es das erste Kaufhaus außerhalb der Stadtmitte um Leipziger Straße und Alexanderplatz. 1927 übernahm Hermann Tietz („HerTie“) das Haus. Lediglich Teile der Fassade und der Eingangsbereich in der Passauer Straße vermitteln heute noch einen Eindruck der architektonischen Gestaltung in den 30er Jahren. Den Namen „Kaufhaus des Westens“ trägt es von Anfang an: Er leitet sich von dem aufstrebenden „Neuen Westen“ ab. Der angrenzende Wittenbergplatz ist das Ergebnis der großzügigen Stadtplanung James Hobrechts von 1862. Der restaurierte U-Bahnhof Wittenbergplatz wurde 1911-13 von Alfred Grenander zu einem fünfgleisigen Umsteigebahnhof für drei Linien umgebaut.


  • Hinter dem Wittenbergplatz der 124,5°-Bogen - linker Hand auf der Mittelpromenade - Ein Geschenk Frankreichs an Berlin zur 750 Jahr-Feier 1987.
    Im Eckgebäude auf der anderen Straßenseite ist die Urania zuhause - 1888 wurde die Urania-Gesellschaft von den Wissenschaftlern Förster und Siemens als Informationszentrum für Wissenschaft und Forschung gegründet. Noch heute werden in dem Neubau der Urania wissenschaftliche Vorträge u.ä. gehalten.


  • Skandinavische BotschaftWir biegen hier links ab, fahren an der Urania vorbei und kommen nun zum Hotel Berlin. Die Gegend um den Lützow-Platz wurde im Krieg völlig zerstört. Das erst 1958 eröffnete Hotel Berlin gilt als Urzelle der Berliner Nachkriegshotellerie.
    Wir überqueren den Landwehrkanal. Dahiner auf der rechten Seite das Bauhaus-Archiv. Auf der linken Straßenseite eine völlig neugebaute Gebäudezeile. Unübersehbar die neue Geschäftsstelle der CDU. Ein Stück dahinter die Botschaften von Luxembourg, Malta, Malaysia, Mexiko und mit grünen Verkleidungslamellen die Botschaften der Skandinavischen Länder. Dem gegenüber an der Ecke Tiergarten Straße der Neubau der Konrad-Adenauer-Stiftung.
    Wir biegen hier rechts in die Tiergarten Straße ein.

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