1989 lebten 280.000 Ausländer in West-Berlin, dies entsprach 13,3% der Bevölkerung, davon besaßen 44% die türkische Staatsangehörigkeit, 12% die jugoslawische, weitere 7% kamen aus Polen. Die Zuwanderer der 60er und 70er Jahre waren v.a. als Gastarbeiter gekommen, hatten inzwischen Anspruch auf einen unbefristeten Aufenthaltstitel und damit auch ihre in Deutschland geborenen Kinder. In Ost-Berlin war der Ausländeranteil zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung sehr gering. 1989 lag er bei 1,6%, es überwogen die Vertragsarbeitnehmer aus Vietnam, Polen, Angola, Mozambique und anderer sozialistischer "Bruderländer". Die Arbeitsverträge und damit der Aufenthaltsstatus waren fast immer zeitlich begrenzt. Die meisten Ausländer in der DDR lebten isoliert in Wohnheimen, ohne individuelle Wahlmöglichkeit von Arbeitsplatz, Wohnort oder Wohnung. Nach der Wende verloren viele ihre Arbeit und damit oft auch ihre Aufenthaltsgenehmigung. EntwicklungenTrotz wirtschaftlicher Krise und mehr als 16% Arbeitslosigkeit (Stand 2006), wächst die Zahl der Ausländer in Berlin weiter. In Deutschland leben im Jahr 2006 rund 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (= 18,6% der Gesamtbevölkerung; davon 7,3 Millionen, die als Ausländer gelten und 8 Millionen Menschen ausländischer Abstammung, die eingebürgert worden sind. Mehr Info: www.tagesschau.de: 15 Mio. Migranten leben in Deutschland)
Die höchsten Ausländeranteile in den Bezirken verzeichneten wie schon 2004 Mitte (28,2 Prozent), Friedrichshain-Kreuzberg (23,1 Prozent) und Neukölln (22 Prozent). In Marzahn-Hellersdorf und in Köpenick hatten nur jeweils 3,3 Prozent der Einwohner eine ausländische Staatsbürgerschaft. Die Ortsteile mit der höchsten Ausländerquote sind weiterhin Wedding (33,2 Prozent) und Kreuzberg (31,7 Prozent). Den höchsten Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund hat der Bezirk Mitte mit 44,5%, gefolgt von Neukölln mit 38,7% und Friedrichshain-Kreuzberg mit 36,6%. Hans-Ulrich Jörges, STERN, 32/2008, S.46:
Ausländeranteil an Schulen steigt www-LinksPax Europa: www.akte-islam.de Migrationsrecht Der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration Bundesausländerbeauftragte Türken bei uns-ihre Heimat,Migration,Integration Türkische Gemeinde in Deutschland Armenier in Deutschland BUOD - ungarische Organisationen in Deutschland Neue Zahlen zur Migration in Deutschland Der deutsche Bevölkerungsaustausch - Daten und Fakten einer Katastrophe Literatur zur Seite1 Fischer, Gerhard: Die Hugenotten in Berlin, Berlin 1985, S.28; zur Geschichte der Zuwanderung nach Berlin vgl. Stefi JerschWenzel/Barbara John (Hrsg.) Von Zuwanderern zu Einheimischen. Hugenotten, Juden, Böhmen, Polen in Berlin, Berlin 1990.2 Süß,Werner/Rytlewski,Ralf (Hrsg.): Berlin.Die Hauptstadt. Vergangenheit und Zukunft einer europäischen Metropole. Sonderauflage für die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin, Bonn 1999, S.518f. Weitere Literaturhinweise: AMANN,RENATE/VEUMANN-COSEL,BARBARA VON (Hrsg.), Berlin. Eine Stadt im Zeichen der Migration, Darmstadt 1997. FIJALKOWSKI,JÜRGEN/GILLMEISTER,HELMUT, Ausländervereine - ein Forschungsbericht: Über die Organisation von Eigenorganisationen für die Integration heterogener Zuwanderer in einer Aufnahmegesellschaft am Beispiel Berlins, Berlin 1997. HÄUSSERMANN,HARTMUT/KAPPHAN,ANDREAS/MÜNZ,RAINER, Migration Berlin: Zuwanderung, gesellschaftliche Probleme, politische Ansätze, Berlin 1995. JERSCH-WENZEL,STEFI/JOHN,BARBARA (Hrsg.), Von Zuwanderern zu Einheimischen. Hugenotten, Juden, Böhmen, Polen in Berlin, Berlin 1990. Empfehlung: [Berlin-Multikulti] -- [Religion - Spiritualität - Gesellschaft] -- [Berlin Multiculti] Menschen unserer Zeit e.V. -- www.muz-online.de |