Ramadan: 11.08.-10.09.
Interkultureller Kalender 2010


Shams (in Khartoum/Sudan 1986) vermittelt mir die Grundzüge des Islam.





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ISLAM


world.muz-online.de -- spirit.muz-online.de

[Der Islam und die Muslime] [Die islamische Lebensweise] [Die umma und die fünf Säulen des Islams]
[Mohammed -- der Prophet] [Die Spaltung des Islams] [Das islamische Recht - Scharia]
[Wie wird man Muslim] [Muslime in Deutschland] [Wandel in der westlichen Gesellschaft]

[www-Links] [Literatur] [Berliner Adressen]



Der Islam und die Muslime

Viele Muslime behaupten, dass das arabisches Wort Islam auf Deutsch "Frieden" heiße, was Friede mit Gott, Friede mit dem Nächsten und Friede mit sich selbst beinhaltet. Das stimmt aber schon sprachlich nicht, denn Friede heißt auf arabisch "salam". Man kann aber beide Worte, Friede und Gott, inhaltlich miteinander verbinden. Dann heißt Islam: Friede durch Unterwerfung unter Gottes Willen. Das heißt, dass der Muslim zur gottgewollten Bestimmung seines Menschseins gekommen ist. Er lebt deshalb in Frieden mit seinem Schöpfer. Dieser innere Friede des Einzelnen hat zur Folge, dass auch in der Gesellschaft Friede herrscht, jedenfalls dort wo echter Islam herrscht.
Viele meinen, dass Islam erst mit dem Auftreten Mohammeds entstand. Doch das war es weder für Mohammed noch für jeden anderen Muslim. Wir können nur sagen, dass der Islam mit Mohammed lediglich die abschließende Formulierung dessen was Islam ist erhalten hat. Unserer Meinung nach beginnt Islam vielmehr mit der Erschaffung des Menschen und dessen Einsetzung zum Stellvertreter Gottes (Allah) auf der Erde, wie es in der Sure 2,30 geschrieben steht.
Darin kommt der "Urbund" Gottes mit dem Menschengeschlecht zum Ausdruck. Nach dem Koran bekannten sich bereits die ersten Menschen als Muslime (Sure 7,172). Zwar kennt der Islam den Sündenfall Adams, doch im Gegensatz zur Bibel nicht die Erbsünde, die aussagt, dass mit dem Sündenfall die ganze Menschheit unter die Macht der Sünde gebracht worden sei.

Vielmehr gilt im Islam, dass derjenige Gott genehm ist, der seine Sünden bereut und sich neu der Leitung durch Gott anvertraut und unterordnet (Sure 2,39). Wer dagegen dem Satan folgt, wird der ewigen Verdammnis verfallen (Sure 2,39). Die anderen aber, die noch im Tod Allah und seinen Gesandten verehren, werden ins Paradies eingehen, wo sie allen Vergnügungen in Frieden nachgehen können (Sure 36). So teilt sich die Menschheit seit Adam in Muslime und Nichtmuslime, d.h. in Gläubige und Ungläubige auf.

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Die Islamische Lebensweise

Wir Muslime glauben, dass Gott in sich eins ist. So wie Gott eins ist, so ist auch der Mensch ein von innerer Harmonie geprägtes Wesen. Leib, Seele und Geist bilden eine harmonische Einheit, wenn sich der Mensch unter Gottes Willen, der sich im geoffenbarten Buch dem Koran ausdrückt, bringt. Wir glauben an den einen Gott, an seine Gesandten, deren letzter und damit abschließendes Siegel Mohammed ist, den von Allah geoffenbarten Schriften, dessen einzige unversehrt überlieferte und damit einzig legitime Offenbarungsschrift der Koran ist, an Engel, an das Endgericht und die Vorherbestimmung sowie an das Paradies.
Ein Muslim zweifelt Gottes uneingeschränkte Herrschaft nicht an. Ganz im Gegenteil. Er unterwirft sich in der Überzeugung, dass es nur dieses einzig mögliche menschliche Verhalten gegenüber dem einen Gott geben kann, und das bedeutet:

  • Ergebung in seinen Willen
  • Gehorsam gegenüber seinen Geboten
  • Unterwerfung aller Bereiche des Lebens unter seine unumschränkte Herrschaft

Dem entsprechend ist ein Muslim jemand, der sich Gottes Wollen und Tun rückhaltlos unterwirft.

Das Wort Muslim bedeutet auch:

  • ein sich - Ergebender
  • ein sich - Hingebender
  • ein sich - Unterwerfender

Islam ist also nicht nur eine Bezeichung für eine weltweite Glaubensgemeinschaft. Islam ist*:

  • ein Glaube
  • eine Lebensweise
  • eine Bewegung zur Aufrichtung der islamischen Ordnung in der Welt
(*aus: Universal Islamic Declaration des Islamrates für Europa, veröffentlicht am 28.4.1980 in der islamischen Zeitschrift New Horizon in London, deutsche Übersetzung abgedruckt im Materialdienst der Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der EKD Nr.7 vom 1.7.1980, Stutgart, S.181-184)

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"Allah"-Kalligraphie
Die Kunst der Kalligraphie

Die umma und die fünf Säulen des Islams

Um die Ungläubigen zum Islam zu bekehren, hat Gott sich den Völkern zu verschiedenen Zeiten durch Propheten zu verstehen gegeben. In diese Reihe der Propheten gehören Noah, Abraham, Mose, David, Jesus und andere. Mohammed gilt als letzter Gesandter Gottes (Sure 33,40), der die mahnende Botschaft seiner Vorgänger zwar bestätigte, sie aber von aller im Laufe der Zeit erfolgten Verunreinigungen befreite und sie den Menschen in reiner, unversehrter Form wieder übergeben hat.

Daher ist für Muslime unverständlich, wenn Mohammed nicht als Gesandter Gottes anerkannt wird. Viele meinen deshalb, dass dies der Beweis dafür sei, dass Juden und Christen keine richtigen Verehrer des einen Gottes sind. So setzen wir voraus, dass alle Muslime, gleich welcher kultischen Prägung, die gleiche Auffassung von dem einen Gott haben, nämlich die von Mohammed verkündete. Das ist das wahre Haus des Islams, die weltweite Gemeinschaft der von Allah recht geleiteten, die Umma, wie wir sagen.
Diese innere Einheit findet bis heute ihren äußeren Ausdruck in der Ausübung der fünf Pflichten, die man die fünf Säulen des Islams nennt.
Es sind dies:

  1. Das gemeinsame Glaubensbekenntnis, Shahada
  2. Das Gebet (arabisch: As-Salat) ist fünfmal täglich in Richtung zum gemeinsamen Heiligtum, der Ka'bah in Mekka, als eine Pflicht Gott gegenüber, vorgeschrieben. Die fünf täglichen Gebete erinnern den Menschen an seinen Bund mit Gott, beleben und stärken seinen Glauben an Ihn stets aufs Neue. Sie reinigen sein Herz und helfen ihm, sündhaftem Verhalten auszuweichen und allem Unguten und Unreinen aus dem Weg zu gehen.
  3. Das Geben von Almosen zakat - damit verbunden ist das jährliche Entrichten eines bestimmten Prozentsatzes vom Nettovermögen (z.B. 2.5% des Barvermögens, das einen bestimmten Betrag überschreitet und ein Jahr überdauert hat), zur Läuterung der eigenen Seele und zur Reinigung des Eigentums. Zakat wird an einen bestimmten Personenkreis der Gesellschaft, wie Arme, Bedürftige, usw. entrichtet.
    Gleichzeitig ist mit zakat die religiöse Verpflichtung gemeint, einen bestimmten Teil der eigenen Einkünfte für religionsrechtlich festgelegte Zwecke bereitzustellen.
    Hierzu zählen auch die Unterstützung von Da'wa Da'wa (Aufruf, Verkündung, Einladung - zum Islam): Inner- und außerhalb der islamischen Welt soll die "wahre Lehre" des Islams verbreitet werden, wobei es oftmals zur Konkurrenz zwischen Organisationen und Staaten kommt, die eben diese Lehre unterschiedlich auslegen. Islamisten verbinden mit Da'wa zudem alle Aktivitäten, die dazu dienen, dass der Islam die Führung der Menschheit übernimmt.-Aktivitäten oder nach Interpretation mancher Islamisten auch des Dschihads.
  4. Das gemeinsame Fasten während des Monats Ramadan, des neunten Monats des islamischen Mondkalenders. Es bedeutet Enthaltsamkeit vom Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr mit dem Ehepartner, täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Dabei werden Verlangen und Begierde unterdrückt. Das Fasten lehrt Aufrichtigkeit und Frömmigkeit, sowie Mitgefühl mit den Armen und Liebe. Es entwickelt ein gesundes soziales Gewissen, Geduld, Selbstlosigkeit und Selbstdisziplin.
  1. Die Pilgerfahrt Hadsch zu dem Haus, das von Abraham einst zur Anbetung Gottes erbaut wurde, der Ka'bah in Mekkah. Sie ist einmal im Leben denjenigen vorgeschrieben, die die Mittel und die Möglichkeit dazu haben. Die Ka'bah ist ein würfelförmiges Gebäude aus Vulkangestein. Die Seiten messen etwa 12, Vorder- und Rückseite 10,5, die Höhe 15 Meter. Die Ka'bah gilt als Symbol für die Anwesenheit Gottes. Etwa anderthalb Meter über dem Boden ist in der äußersten südöstlichen Ecke der Ka'bah der schwarze Stein (al-hazar al-aswad), ein in drei Teile zerbrochenes, in eine glänzende Silberfassung versenktes Stück eines Meteoriten, der mit Allah assziiert wird, eingelassen.

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Mohammed -- der Prophet

Mohammed wurde im Jahre 570 (n.Chr) in der Stadt Mekkah in Arabien geboren. Er stammt aus einer vornehmen arabischen Familie. Die erste Offenbarung empfing er im Alter von 40 Jahren.

In Mekkah hat er 13 Jahre lang zum Islam eingeladen. In dieser Zeit waren er und seine Gefährten, die den Islam annahmen, schweren Misshandlungen und Verfolgungen ausgesetzt, so dass ihm Gott befahl, nach Medinah (einer anderen Stadt in Arabien) auszuwandern (622).
Während der kurzen Zeitspanne von 23 Jahren wurde seine Botschaft vollendet.
Mohammed starb in Medinah im Alter von 63 Jahren wo er auch beigesetzt wurde. Er führte ein vollkommenes Leben und setzte ein Beispiel für alle Menschen.
Seine Biographie veranschaulicht die Lehren des Qur'an und ihre Verwirklichung in der Praxis.

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Die Spaltung des Islams

Nach dem Tode Muhammads spalteten sich die Gläubigen, weil sie sich über die Person des Nachfolgers Muhammads nicht einigen konnten:

Sunniten: die ersten rechtmäßigen Kalifen nach Muhammads Tod (632) sind
- Abu Bakr (632-634)
- Umar (634-644)
- Uthman (644-656)
- Ali (656-661)
Leiter der Gemeinde ist der Kalif. Ein Kalif muss zum Stamm des Propheten gehören, muss sich in den religiösen Quellen auskennen und muss politische Eignung besitzen

Die Schiiten (Schi'a = "Partei") bildeten sich nach dem Tode Mohammeds. Sie ernannten Mohammeds Vetter und Schwiegersohn Ali als ersten rechtmäßigen Nachfolger (bei den Sunniten 4. Kalif). Leiter der Gemeinde ist der Imam. Ein Imam muss ein Nachkomme Alis sein. Von der Mehrheit der Muslime (Sunniten), die diese Nachfolgeregelung ablehnte, wurden sie als Schi'at Ali - Partei des Ali - bezeichnet (Die Sunniten sind der Meinung, dass eine göttlich legitimierte Autorität nur Mohammed selbst zustand). Während die Sunniten den Imam als gewählten religiösen Führer betrachten, gilt dieser bei den Schiiten als direkt von Gott eingesetzt. Er ist somit Teilhaber am göttlichen Wissen und gibt danach die entscheidende Deutung religiöser und weltlicher Gesetze. Der Koran selbst erlangt durch diese Auslegung Vollkommenheit.

Wegen unterschiedlicher Ansichten über die Gestalt des Imam spalteten sich die Schiiten wieder in weitere Gruppen. Sie werden je nach der Zahl der von ihr anerkannten Imame als Fünfer- (Zaiditen in Jemen), Siebener- (Ismaeliten in Syrien, Persien, Indien) und Zwölfer- (Imamiten, Dschafariten, größte Gruppe von Libanon bis Afghanistan) -Schiiten bezeichnet.

  • "Extreme" Schiiten: Gott wohnt direkt in den Imamen. Kleine Gruppe, z.B. in Syrien.
  • Ismailiten: Der schon vor seinem Vater "verstorbene" Sohn des 6. Imams, Ismail ist der rechtmäßige 7. Imam. Er lebt in der Verborgenheit weiter und wird eines Tages als Mahdi auf die Welt zurückkehren. Der Mahdi ist frei von Sünde und Irrtum und wird eine gerechte Gesellschaft errichten. Heute verbreitet in: Jemen, Iran, Indien, Syrien, Afrika.
  • Zwölferschiiten: Der 12. Imam, Muhammad ibn Hasan al-Mahdi (Mitte 9. Jahrhundert) lebt in der Verborgenheit weiter und wird als Mahdi (s. oben) zurückkehren. Während seiner Abwesenheit sollen qualifizierte Theologen die Leitung der Gemeinde übernehmen. Vor allem in Iran verbreitet.
  • Zaiditen: lehnen die Vererbung der Imam-Würde und den Mahdi-Glauben ab.

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Das islamische Recht - Scharia

Kennzeichnend für das islamische Recht ist der Versuch, alle menschlichen Handlungen unter dem Gesichtspunkt ihrer religiösen Ethik zu klassifizieren und sie durch Gebote und Verbote zu regeln. Es wird der Anspruch erhoben, dass jeder Bereich des Lebens des Einzelnen sowie der ganzen Gesellschaft im Rahmen religiösen Rechts geregelt werden muss. Dazu gehören Steuerrecht, Handelsrecht, Familienrecht, Strafrecht und die Ausübung der Religion selbst.

Islam ist nicht zu trennen von der Scharia. Muslimische Anführer fordern immer lauter, die Scharia für Muslime außer in mehrheitlich islamischen Staaten (z.B. Türkei) auch in nichtislamischen Staaten, wo Muslime derzeit noch Minderheiten stellen, wenigstens teilweise einzuführen: Die Scharia müsse eingeführt werden, damit Muslime ihre Religion auch in vollem Umfang leben können, alles andere sei Diskriminierung und laufe der gewährten Religionsfreiheit zuwider - so die Argumentation. Wenn allerdings die Scharia Berücksichtigung im Zivil-, Straf- und Prozessrecht freiheitlich-demokratischer Rechtsstaaten findet, werden eben genau diese von einem System unterlaufen, das den seit Ende der 1960er Jahre gewachsenen Vorstellungen einer liberalen Gesellschaft weitestgehend feindlich gegenüber steht. Dann zeigt sich, dass Islam eben nicht NUR Religion sondern auch Politik ist. Wenn dem so ist, was bezogen auf die relevanten orthodoxen Strömungen des Islams (im wesentlichen Sunniten und Schiiten) wohl außer Zweifel steht, dann muss auch die Frage berechtigt sein, inwiefern dem Islam als Ganzem Religionsfreiheit zugestanden werden kann, wenn, wie behauptet, Islam und Scharia gleichbedeutend sind, d.h. Islam nicht von der Scharia getrennt betrachtet werden kann. Die Vorstellungen der Scharia von Recht und Unrecht - insbesondere bei der Auslegung bestimmter Themen wie u.v.a. Menschenrechte, religiöse- und sexuelle Freiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter - inklusive der Sühnung dort festgelegter strafbarer Handlungen stehen den Idealen aufgeklärter freiheitlicher Gesellschaften diametral entgegen.

Erschienen in der islamistisch-nationalistischen Tageszeitung "Milli Gazete" am 16. Oktober 2006 (Auszug eines Interviews):
»Yerli ve yabanci bütün ciddî sözlük ve ansiklopedilerde buna benzer açiklamalar bulunmaktadir. Bir insanin “Ben de Müslümanim ama Seriata karsiyim” demesi mantiksizlik, çeliski ve saçmaliktir.Yukaridaki tariften anlasildigi üzere seriat kutsal bir kavramdir. Islâm ile seriat özdestir.« Originaltext Milli Gazete

Übersetzung:
»Es ist unlogisch, widersprüchlich und unsinnig, wenn ein Mensch behauptet, er sei zwar Muslim, aber gegen die Scharia. [...] Die Scharia ist ein heiliger Begriff. Islam und Scharia sind gleichbedeutend.« Siehe: Wikipedia: Milli Gazete

Neben einer schiitischen entwickelten sich seit Mitte des 8. Jahrhunderts vier Rechtsschulen, die der sunnitische Islam kennt (Madhab):


  1. Hanafiten, genannt nach Abu Hanifa (gest. 767). Sie ist die am weitesten verbreitete Rechtsschule. Ihr folgen etwa 50% der Sunniten. Ihre Anhänger leben hauptsächlich in den Nachfolgestaaten des alten Osmanischen Reichs, insbesondere in der Türkei. Ebenso die Sunniten in Afghanistan, Pakistan, Turkmenistan, Indien, China, Usbekistan, Kasachstan, sowie Südafrika folgen der hanafitischen Rechtsschule. Desweiteren gibt es hanafitische Minderheiten in Iran, Irak, Syrien, Libanon, Ägypten, Jordanien, Palästina, in Europa in den Balkangebieten, speziell Bosnien, Albanien, Mazedonien, Serbien, Bulgarien und Griechenland. Siehe auch: Wikipedia
  2. Malikiden, nach Malik Ibn-Anas (gest. 795), in Oberägypten, Nord- und Westafrika verbreitet.
  3. Schafiiten, nach Mohammed Ibn Idris Al-Schafi'i (gest. 820), in Unterägypten, Ostafrika, Südarabien, Indonesien verbreitet.
  4. Hanbaliten, nach Ibn Hanbal (gest. 855). Diese Richtung ist sehr streng und hauptsächlich unter den orthodoxen Sunniten in Arabien verbreitet.

Macht erhält in der Regel nur, wem Macht zugestanden wird. Ist dem so, dann darf weiter gefragt werden, wer ein Interesse daran hat, dass dem Islam in den freiheitlichen Gesellschaften so viel Schutz und Raum gewährt wird. Ist der Islam am Ende nicht der eigentliche Adressat gegenwärtiger Kritik, muss nach den Urhebern gefragt werden, die ein Interesse daran haben, dass derzeit gerade einem System wie dem Islam - sei es auch nur der Täuschung wegen - so viel Aufmerksamkeit und Macht gegeben wird.

Protestaktionen in der Welt gegen die Veröffentlichungen von Mohammed-Cartoons der dänischen Zeitschrift Jyllandy-Posten. Siehe: The Jyllands-Posten Cartoons

"Satire stoße dort an ihre Grenze, wo sie die Würde anderer beschädige" (Mehr...)

Scharia erobert die Finanzwelt:  Google search: Islamic Banking 


Die Islamic Development Bank (IDB) , erste islamische Finanzinstitution der mordernen Art und Zweig der OIC (Organisation der Islamischen Konferenz), öffnete ihr erstes Haus im Oktober 1975 in Dschidda (Saudi-Arabien). Sie arbeitet gemäß den Vorschriften der Scharia, und ist heute eine der wichtigsten Institutionen, wenn es um Projektfinanzierungen, Kredite und Investitionen im islamischen Kontext geht. Auch wenn man vornehmlich mit anderen islamischen Banken zusammen arbeitet, bestehen durchaus Geschäftsbeziehungen zu internationalen Kreditinstitutionen, für die schariatsrechtliche Bestimmungen keinerlei Bedeutung haben. Über sogenannte Waqf-Fonds (waqf arab. für religiöse Stiftung) der Bank werden weltweit Projekte in den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und Gesundheit finanziert. Im Jahre 2003 wurde ein weiterer Waqf-Fonds gegründet, der v.a. Katastrophenhilfen finanzieren soll. Gleichzeitig unterhält die IDB zahlreiche Sonderfonds, zwei wurden nach dem Ausbruch der zweiten Intifada eingerichtet. Allein Saudi-Arabien zahlte in diese Fonds 170 Millionen US-Dollar ein. Offiziell heißt es, das Geld solle vor allem den Familien von Märtyrern ein angemessenen Auskommen sichern (Johannes Grundmann: Islamische Internationalisten).
Saudi-Arabien, mit 23% an den Gesamteinlagen der IDB beteiligt, übt gegenüber den anderen 55 Mitgliedsstaaten den größten Einfluss aus.

Siehe auch: www.islaminstitut.de: ISLAM UND CHRISTLICHER GLAUBE / ISLAM AND CHRISTIANITY

Wie wird man Muslim

Ob ein Mensch vor Gott Muslim ist oder nicht, können nur der Mensch bzw. Gott selbst wissen. Um aber offiziell in die Gemeinschaft der Muslime aufgenommen zu werden, ist im allgemeinen das Aussprechen der Shahada, des islamischen Glaubensbekenntnis "la ilaha illa allah wa-muhammadan rasulu llah" (Niemand ist anbetungswürdig außer Allah, und Mohammed ist Sein Gesandter), nötig. In einigen Gemeinden ist zudem ein Treugelöbnis (Baiat) erforderlich - man verspricht hier in die Hand des Imam oder Khalifa der jeweiligen Zeit, ihm in allem Guten gehorsam zu sein. Dies war auch die Praxis des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm). Tatsächlich ist es so, daß nach islamischem Glauben jedes Kind als "Muslim" geboren wird, denn das Wort "Muslim" bedeutet nichts anderes als "jemand, der Frieden in der Ergebung in Gott besitzt".

Da jedes Kind nach islamischer Vorstellung rein und sündlos geboren wird, ist es "Muslim". Wächst man aber durch den Einfluß der Eltern in einem anderen Glauben auf und möchte später dem Islam beitreten, so geschieht dies durch die eben beschriebene Prozedur. Ihr IslamToday-Team

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Gesamtzahl der Muslime in Deutschland:

3.300.000
2006 / REMID. Muslime mit Deutschen Pass: 1.000.000. Deutschstämmige Muslime: ca. 15.000
Siehe: REMID : Gesamtzahl der Muslime in Deutschland:

darunter...

Sunnitische Muslime: 2.640.000
2006 / REMID.

Aleviten: 400.000
2005 / REMID

Die Aleviten lehnen die Scharia sowie die "Fünf Säulen des Islam" ab und haben keine Moscheen. Sie ünterstützten die Gründung der modernen Türkei unter Kemal Atatürk. Diese freiheitliche Richtung des Islam, die sich für die Trennung von Staat und Religion sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt, wird in der Türkei seit Jahrhunderten diskriminiert und vom türkischen Staat nicht als eigenständige und gleichberechtigte Religionsgemeinschaft anerkannt. Aleviten, die seit Atatürk Glaubensfreiheit genießen, waren in der Vergangenheit immer wieder pogromartigen Übergriffen ausgesetzt.

Iranische Imamiten und türkische Schiiten: 225.500
2006 REMID/ZIA.

Ahmadiyya: 50.000
2005 / REMID. Vor allem Flüchtlinge aus Pakistan

Sufi-Gemeinschaften: 10.000
2006 / REMID.

Ismailiten: 1.900
2006 / ZIA.

Moscheevereine:
Die Zahl der Vereinsmitglieder ist kein Anhaltspunkt für die Bedeutung der Vereine.

Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB): 150.000
2007 / REMID.

Die DITB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) ist der deutsche Ableger des türkischen Präsidiums für Religionsangelegenheiten DIB, die direkt dem türkischen Ministerpräsidenten untersteht (siehe auch: Türkei: Entwicklungen). Die DIB entsendet ihre eigenen Imame. Es bestehen personelle sowie inhaltliche Querverbindungen zu Milli Görüs.

Islamrat für die BRD: 136.000
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG): 26.500
2005 / VS. 274 Moscheevereine

Die seit einigen Jahren vom deutschen Verfassungsschutz observierte Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), die als zweitgrößte islamische Organisation in Deutschland gilt und größtes Mitglied im Islamrat (IR) für die Bundesrepublik Deutschland ist, kooperiert mit der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die wiederum der Föderation der islamischen Organisationen in Europa (FIOE) mit Sitz in Großbritannien angeschlossen ist, welche der Dachverband der verschiedenen Organisationen der Muslimbruderschaft ist. Amtierender Oberster Führer der Muslimbrüder ist seit 2004 Muhammad Mahdi Akif, der öffentlich den gewaltsamen Widerstand im Irak, die Selbstmordattentate der HAMAS und anderer palästinensischer Gruppen unterstützt und dem jüdischen Volk jegliches Existenzrecht zwischen Mittelmeer und Jordan abspricht. Zudem zeigt er sich mit Blick auf den Westen zuversichtlich, dass eine Islamisierung Europas und der USA nur eine Frage der Zeit sei. Die Muslimbruderschaft, 1928 in Ägypten gegründet, ist die größte islamistische Organisation des sunnitischen Islams und hat die schrittweise Errichtung eines weltweiten islamischen Staates auf der Basis der Scharia zum Ziel.
Ein bekannter Interessenvertreter von Milli Görüş ist Ibrahim Farouk El-Zayat, Präsident der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD). El-Zayat, den die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) als "Integrationsexperten" benannt hat, ist ein bekannter Funktionär, der sowohl die Interessen von Milli Görüş vertritt (als Funktionär der Europäischen Moscheebau- und Unterstützergemeinschaft verwaltet er den Immobilienbesitz von Milli Görüs) als auch die Ziele der Muslimbruderschaft unterstützt. Nun wird ihm vorgeworfen, der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft anzugehören (was von der Mutterorganisation in Kairo bestätigt wurde) und in Geldwäscheaktionen verwickelt zu sein. El Zayat, der durch Heirat über beste Beziehungen zu dem türkischen Islamisten und ehemaligen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan verfügt, war 2006 Kandidat für das Amt des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Vorsitzender wurde dann aber der Deutsche Axel Ayyub Köhler, der den Wahabiten Nadeem Elyas ablöst.
Siehe auch de.wikipedia.org, Ibrahim El-Zayat:
»[...] Pressemeldungen vom 20. März 2009 zufolge ermittelt die Münchener Staatsanwaltschaft seit 2007 gegen El-Zayat als Hauptbeschuldigten und sechs weitere Islam-Funktionäre wegen des Verdachts, "Kopf einer kriminellen Vereinigung (zu) sein", die Gelder erschwindele und damit islamistische Ziele verfolge. Die Rede ist unter anderem von "gewerbs- und bandenmäßigem" Betrug in mehreren Fällen, Urkundenfälschung, Untreue, Geldwäsche und Verstoß gegen das Kreditwesengesetz. [...]«

Verband der Islamischen Kulturzentren: 20.000
2005 / REMID.

Nurculuk-Vereinigung: 12.000
2005 / REMID.

Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD): 12.000
2005 / REMID. 19 Dachorganisationen mit den dazugehörigen Moscheevereinen. Vorsitzender ist seit 2006 der Deutsche Axel Ayyub Köhler.

Islamische Gemeinschaft Jama't un-Nur: 6.000
2005 / REMID. 120 Medressen

Türkisch-Islamische Union (ATIB): 1.300
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft in Deutschland: 1.300
2005 / REMID.

Kalifatsstaat: 750
2005 / VS. Die Organisation ist seit Dezember 2001 verboten.

Tablighi Jama´at (Gemeinschaft der Verkündigung der Mission): 500
2005 / REMID.

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Wandel in der westlichen Gesellschaft

Das Islam-Archiv in Soest (Leiter: Muhammed Salim Abdullah ... mehr) hat in einer vom Innenministerium finanzierten Studie festgestellt, dass zwischen Juli 2004 und Juni 2005 gut 4000 Deutsche dem Islam beigetreten sind. Bis vor drei Jahren, als die Zahl der Eintritte konstant bei rund 300 im Jahr lag, handelte es sich dabei vor allem um Frauen, die einen muslimischen Mann geheiratet hatten. Wenngleich sich die Gründe heute etwas geändert haben, sind es immer noch viele Frauen aber auch reichlich Akademiker unterschiedlichen Geschlechts, die zum Islam konvertieren. Häufig diene die Bewältigung einer persönlichen Krise als Motiv für den Eintritt zum Islam. Wenn auch das Christentum diese Möglichkeit bietet, so wolle man sich doch von der Allgemeinheit abheben und sich von anderen unterscheiden. Viele schätzten die klaren Handlungsanweisungen des Koran und meinten, dass im Islam gesellschaftliche Werte noch etwas zählten, wogegen der Werteverfall in der westlichen Gesellschaft nicht mehr zu übersehen sei, andere aber träten dem Islam allein aus Trotz bei (siehe auch: DER SPIEGEL, 3/2007, S.38).

Pierre Vogel alias Abu Hamza Salahuddin, Dawa-Vortrag Teil 1, 56:06


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In einer weiteren Veröffentlichung des Archivs heißt es, dass 2045 in Deutschland genauso viele Muslime leben könnten wie Nicht-Muslime, zudem werde die Bevölkerung in Deutschland durch Zuwanderung auf rund 100 Mio. wachsen. Nach den aktuellen Trends werde Europa spätestens Ende des 21. Jahrhunderts muslimische Mehrheiten in der Bevölkerung haben, wofür Migration und Demografie sprächen. Während nicht-muslimische Frauen im Schnitt 1,1 Kinder bekommen, gebären Frauen aus islamisch geprägten Kulturen durchschnittlich 2,1 Kinder. ... Zweifel an der Arbeit des Islam-Archivs sind jedoch angebracht. Siehe hierzu auch zeit.de, Meinungsstark, aber ahnungslos, 20.4.2007

Nach Aussage des Mittelalterhistorikers Ekkehart Rotter ("STERN"-Interview, 25/2007, S. 70 ff.) werde Europa in 50 Jahren islamisiert sein (siehe auch: Allah wartet auf Europa). Europa erlebe heute eine Kolonisierung durch die Türkei, gesteuert durch das dortige Ministerium für religiöse Angelegenheiten, das auch verantwortlich für den Bau der meisten Moscheen - Bollwerke gegen Integration - sei.

E. Rotter gibt auch zu bedenken, dass ein Muslim, der sich an den Koran hält, keinen Eid aufs deutsche Grundgesetz ablegen könne, da offen zu Gewalt gegen Ungläubige, also Nicht-Muslime, aufgerufen werde. Da der Islam ein Glaubensbekenntnis ist und von den Muslimen wörtlich genommen wird, weil er eins zu eins Gottes Wort wiedergibt, könne man den Koran aber auch nur schwer von seinen aggressiven Inhalten befreien.
Wie E. Rotter weiter meint, dürfe dem Islam in Europa kein Platz eingeräumt werden, solange der Koran nicht mit den Menschenrechten in Übereinstimmung gebracht wird. Es werde auch keine Integration geben, solange die Koranstelle gilt, dass ein Muslim mit Christen und Juden keinen Umgang haben darf.

Juni 2007: Salman Rushdie ("Die satanischen Verse", 1989) wurde in Großbritannien zum Ritter (Sir) ernannt. Daraufhin protestierte die muslimische Welt. Auf Massendemos in iranischen und pakistanischen Städten wurden Flaggen und Puppen von Königin Elizabeth und Salman Rushdie verbrannt. Ganz offen fordert man wie schon 1989 Rushdies Kopf. Die britischen Botschafter in Teheran und Islamabad nahmen brav die Protestnoten entgegen. Lord Ahmed, erstes muslimisches Mitglied des britischen Oberhauses sagt, dass Rushdies Ernennung zum Sir die 'religiösen Gefühle' der islamischen Welt verletzt habe.
Die deutsche Tageszeitung "taz" fragte, "ob es denn tatsächlich nötig war, Rushdie den Adelstitel anzubieten (und ob es klug von ihm war, ihn anzunehmen)".
Die Umgangsweise mit der jüngsten muslimischen Protestwelle gegen die Ernennung von Salman Rushdie zum Ritter zeigte zum wiederholten Mal, dass die westliche Publizistik und Politik bereits vor den Forderungen islamischer Agitation kapituliert hat. Warum? Sind die Muslime die ewig unschuldigen Opfer, die nichts dafür können, dass sie gelegentlich ausrasten ? Wie E. Rotter sagt, stellten Muslime seit Jahren Forderungen und beschimpfen den, der sie nicht erfüllt, als Faschisten und Rassisten. Deswegen erfülle man sie lieber und fühle sich gut.

Der Börne-Preisträger Henryk M. Broder fragte in der Zeitschrift "DER SPIEGEL" (26, 2007, S. 158), was denn in Zukunft noch unterbleiben müsse, um solche Reaktionen zu vermeiden. Der Genuss von Alkohol und der Verzehr von Schweinefleisch ? Frauenfußball im Beisein von Männern und Schönheitswettbewerbe mit Bikini-Mädchen ? Gemischter Sport- und Schwimmunterricht ? Der Dialog auf "gleicher Augenhöhe", finde unter verkehrten Vorzeichen statt. Während die "Brandstifter zündeln", will es "Biedermann" nicht wahrhaben (Max Frisch) und "Biedermann" (Grüne und andere Gutmenschen) übt sich in stetem Kniefall vor den muslimischen Führern.

Gaddafi erklärt Schweiz den Heiligen Krieg
Der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi hat Muslime zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz aufgerufen. "Der ungläubigen und abtrünnigen Schweiz, die die Häuser Allahs zerstört, muss mit allen Mitteln der Dschihad erklärt werden", sagte er in der ostlibyschen Stadt Bengasi. Jeder Muslim, der mit der Schweiz Geschäfte mache, sei ein "Ungläubiger", der sich gegen den Islam stelle. "Lasst uns kämpfen gegen die Schweiz, den Zionismus und ausländische Aggression", sagte Gaddafi und fügte hinzu: "Das ist kein Terrorismus", im Gegensatz zu den Aktionen der Al Kaida, die er als "eine Art Verbrechen und Geisteskrankheit" bezeichnete. Es gebe einen großen Unterschied zwischen Terrorismus und dem Heiligen Krieg, der das Recht auf bewaffneten Kampf einschließe, sagte er. Der Kampf gegen die Schweiz müsse mit allen Mitteln geführt werden. [...]
Aus: tagesschau.de, Gaddafi erklärt Schweiz den Heiligen Krieg, 25.02.2010.

Siehe auch muz-online.de:  Schweiz

Wie auch im Fall der Jyllands-Posten Cartoons in 2006, wird von verantwortlicher islamischer Seite mit gezielter Propaganda gegen westliche Werte Mobil gemacht. So sind dann schnell die Gefühle der Muslime verletzt, wenn freiheitliche Lebenshaltungen und demokratische Grundrechte des Westens zum Ausdruck gebracht werden. Wenn Dschihadisten dagegen mörderische Anschläge gegen westliche Länder durchführen, bei denen Tausende Menschen sterben und verletzt werden (New York, Madrid, London), oder wenn unbescholtene Bürger, Homosexuelle, deutsche Kinder und Jugendliche von Menschen mit muslimischem Hintergrund verprügelt oder sonstwie belästigt werden, dann haben die Menschen dieser Länder kein Recht darauf in ihren Gefühlen verletzt zu sein - weil sie die Ungläubigen sind ? (Zum Thema "Toleranz")

Bezogen auf die Proteste gegen die Ernennung Rushdies zum Ritter, schrieb die kanadische Autorin Irshad Manji, liberale Muslima, dass sie auch beleidigt sei "weil es eine Fatwa gibt, die Frauen dazu verurteilt, zu Hause zu bleiben und sich jederzeit zu bedecken" und weil "so viele andere Muslime nicht beleidigt sind" wenn bei Bombenanschlägen Muslime in Stücke gerissen werden. Es sei "höchste Zeit, die Scheinheiligkeit im Namen des Islam zu verbannen". Denn: "Salman Rushdie ist nicht das Problem. Die Muslime selbst sind es" (DER SPIEGEL, 26, 2007, S. 158).

Wie der Islamwissenschaftler Gernot Rotter (Bruder von Ekkehart Rotter) meint, sei die Mehrheit von den in Deutschland lebenden 3,2 Millionen Menschen mit muslimischer Sozialisation säkular eingestellt und bekenne sich zur Verfassung. Säkulare Muslime sind in der Konsequenz aber keine Muslime mehr. Jedem Muslim, der sich aber von seinem Glauben lossagt, droht die Todesstrafe, alternativ heute (wegen der internationalen Proteste) die Einweisung in die Psychiatrie. Dennoch werden diese Ex-Muslime nach Aussage von E. Rotter immer mehr. Diese Gruppe gelte es zu unterstützen.

Seit Mai 2007 gibt es in Deutschland den Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE). Ferner gibt es einen ZdE in den Niederlanden und in Skandinavien sowie das Council of Ex-Muslims in Großbritannien.

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Literatur

Empfehlung:
Literatur von der türkischen Frauenrechtlerin Seyran Ates
Johannes Grundmann: Islamische Internationalisten.
Hiltrud Schröter, Deutschlands bekannteste Islamkritikerin, beschäftigt sich seit gut 20 Jahren mit Islam und Migration. In ihrem Sachbuch "Das Gesetz Allahs" zeigt sie das Doppelgesicht des Islams auf und macht deutlich, warum der Islam mit der Demokratie unvereinbar ist.
Siehe auch: DIE WELT online, 17.09.2007, Interview, Katja Mitic



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www-Links

( = Beiträge von muz-online.de)



wikipedia: Islam
Islamisches Menschenrechtsverständnis (inkl. Urteile, Videos von Steinigungen)
Initative Zukunft Europas
Pax Europa: www.akte-islam.de
Allah wartet auf Europa
"Es ist Zeit zu sagen: Jetzt reicht es" Wahrheit über Kreuzzüge: Robert Spencer über Folgen verbreiteter historische Irrtümer
verfassungsschutz-bw.de (2008): ISLAMISMUS
Landesamt für Verfassungsschutz - Archiv: Islamismus. Das Islamische Zentrum Hamburg (IZH). Die Imam-Ali-Moschee gehört zu den wichtigsten Zentren schiitischen Glaubens in der Bundesrepublik Deutschland und Europa (pdf)
Die Bahá'í-Religion wurde in Hamburg aufgrund des iranisch-islamischen Einflusses vom interreligiösen Dialog mit anderen Religionen ausgeschlossen. Nach dreijährigem Streit wurden die Bahá'í Ende November 2008 ins Interreligiöse Forum Hamburg aufgenommen. Mit ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Menschenrechtsverletzungen an den Bahá'í im Iran
bahai-einblicke.de: Hamburger Schiiten grenzen Bahai aus
Wie steht der Koran zur Homosexualität?
Helmut Zenz: Der Islam als Weltreligion und in Deutschland
Koran auf Deutsch
Der Islam in Deutschland
Einführung in den Islam
Zukunft Europa: Der Koran ist absolut unfehlbar, denn er ist übernatürlicher und übermenschlicher Herkunft
Da'wa
Al-ManarTV :: News
Der Hezbollah-Sender Al-Manar TV
Islamic Crescents' Observation Project (ICOP)
Die Feiertage für das laufende Jahr
Official site of Imam Khameneis office in Qom (Iran) - mit Botschaft zur Hadsch
Djihad und "Heiliger Krieg"
Geschichte des Sufismus
Homepage des Sufi-Ordens Naqsbandiyya
Links zu Sufi-Orden
Islamische Gemeinschaft Milli Görüs
Begegnung der Völker, Kulturen und Religionen
Islaam.com Audio Section (Die Audio-Seite)
Free Islamic Resources - learn to pray (video)
Materialien zur Religionswissenschaft
Kampf der Kulturen
Das muslimische Gebet - Salat
"Menschen unserer Zeit" im Nahen Osten
Grundlagen des Islam
Islamische Föderation Berlin (IFB)
Islam-Archiv Soest
Qantara.de - Dialog mit der islamischen Welt
Die Kunst der Kalligraphie
Muslim-Markt
IGdMB e.V. Berlin - mit umfangreicher Linkliste
Migration nach Berlin
Die Jesiden - Yeziden - Ezedis
Die Ahmadiyya Bewegung
The Lahore Ahmadiyya Movement in Islam
Ahmadiyya Moschee in Berlin -- Ahmadiyya Anjuman - Religionsgemeinschaft aus Lahore
Ahmadiyya.de
Ahmadiyya-Moschee in Schlüchtern - Segen oder Gefahr für den Bergwinkel?
Muslime in Berlin
Araber in Berlin
REMID: Religionen in Deutschland - Mitgliederzahlen
Islamische Organisationen - türkisch-sunnitische Muslime
Haus des Islam
IZ - Islamische Zeitung
Religionsgemeinschaft des Islam Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Islam in Deutschland
Ethik-Unterricht zum Thema Islam
Aleviten
Die Wahhabiten
Die Irrlehre namens Wahhabismus... Islamische Sitte
Der Untergang des christlichen Abendlandes im Zeichen des Kopftuchs
Religionswissenschaftler zum "Kopftuchstreit"
Verein Ansar
Ansar al-Islam is a radical Kurdish Islamic group
Dar es Salaam - Tabliqh
Satirical Modern Cartoons
The Jyllands-Posten Cartoons
Mohammed Image Archive
Anti-Semitic cartoons from contemporary Arab media
Major Anti-Semitic Motifs in Arab Cartoons
Freiheit ist immer auch die Freiheit des anderen
Voltaire war ein schlechter Fürsprecher der Moslems

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