Ramadan: 20.07.-21.08.
Interkultureller Kalender 2012

Datum nach Hijra:



Shams (in Khartoum/Sudan 1986) vermittelt mir die Grundzüge des Islam.




ISLAM



[Der Islam und die Muslime] [Die islamische Lebensweise] [Die umma und die fünf Säulen]
[Mohammed -- der Prophet] [Sunniten und Schiiten] [Assassinen in Kinderstuben] [Das islamische Recht - Scharia]
[Feindbild ISLAM] [Wie wird man Muslim] [Muslime in Deutschland] [Wandel in der westlichen Gesellschaft]

[www-Links] [Literatur]



Der Islam und die Muslime

Viele Muslime behaupten, dass das arabisches Wort Islam auf Deutsch "Frieden" heiße, was Friede mit Gott, Friede mit dem Nächsten und Friede mit sich selbst beinhaltet. Das stimmt aber schon sprachlich nicht, denn Friede heißt auf arabisch "salam". Man kann aber beide Worte, Friede und Gott, inhaltlich miteinander verbinden. Dann heißt Islam: Friede durch Unterwerfung unter Gottes Willen. Das heißt, dass der Muslim zur gottgewollten Bestimmung seines Menschseins gekommen ist. Er lebt deshalb in Frieden mit seinem Schöpfer. Dieser innere Friede des Einzelnen hat zur Folge, dass auch in der Gesellschaft Friede herrscht, jedenfalls dort wo echter Islam herrscht.
Viele meinen, dass Islam erst mit dem Auftreten Mohammeds entstand. Doch das war es weder für Mohammed noch für jeden anderen Muslim. Wir können nur sagen, dass der Islam mit Mohammed lediglich die abschließende Formulierung dessen was Islam ist erhalten hat. Unserer Meinung nach beginnt Islam vielmehr mit der Erschaffung des Menschen und dessen Einsetzung zum Stellvertreter Gottes (Allah) auf der Erde, wie es in der Sure 2,30 geschrieben steht.
Darin kommt der "Urbund" Gottes mit dem Menschengeschlecht zum Ausdruck. Nach dem Koran bekannten sich bereits die ersten Menschen als Muslime (Sure 7,172). Zwar kennt der Islam den Sündenfall Adams, doch im Gegensatz zur Bibel nicht die Erbsünde, die aussagt, dass mit dem Sündenfall die ganze Menschheit unter die Macht der Sünde gebracht worden sei.

Vielmehr gilt im Islam, dass derjenige Gott genehm ist, der seine Sünden bereut und sich neu der Leitung durch Gott anvertraut und unterordnet (Sure 2,39). Wer dagegen dem Satan folgt, wird der ewigen Verdammnis verfallen (Sure 2,39). Die anderen aber, die noch im Tod Allah und seinen Gesandten verehren, werden ins Paradies eingehen, wo sie allen Vergnügungen in Frieden nachgehen können (Sure 36). So teilt sich die Menschheit seit Adam in Muslime und Nichtmuslime, d.h. in Gläubige und Ungläubige auf.

nach oben

Die Islamische Lebensweise

Wir Muslime glauben, dass Gott in sich eins ist. So wie Gott eins ist, so ist auch der Mensch ein von innerer Harmonie geprägtes Wesen. Leib, Seele und Geist bilden eine harmonische Einheit, wenn sich der Mensch unter Gottes Willen, der sich im geoffenbarten Buch dem Koran ausdrückt, bringt. Wir glauben an den einen Gott, an seine Gesandten, deren letzter und damit abschließendes Siegel Mohammed ist, den von Allah geoffenbarten Schriften, dessen einzige unversehrt überlieferte und damit einzig legitime Offenbarungsschrift der Koran ist, an Engel, an das Endgericht und die Vorherbestimmung sowie an das Paradies.
Ein Muslim zweifelt Gottes uneingeschränkte Herrschaft nicht an. Ganz im Gegenteil. Er unterwirft sich in der Überzeugung, dass es nur dieses einzig mögliche menschliche Verhalten gegenüber dem einen Gott geben kann, und das bedeutet:

  • Ergebung in seinen Willen
  • Gehorsam gegenüber seinen Geboten
  • Unterwerfung aller Bereiche des Lebens unter seine unumschränkte Herrschaft

Dem entsprechend ist ein Muslim jemand, der sich Gottes Wollen und Tun rückhaltlos unterwirft.

Taqiyya - "Täuschung"

Es ist erstaunlich, wie wenig die Staatslenker und ähnlich verantwortliche Personen in westlichen Demokratien noch immer vom Islam verstehen. Oder aber sie wissen genaustens Bescheid und täuschen die Bevölkerung, die sie ja vertreten und vor Schaden schützen sollen. Und das wäre noch verwerflicher als die islamische Variante der Taqiyya, das wäre Verrat am eigenen Volk.
Es besteht die irrige Auffassung, dass der Islam durchaus mit den Werten westlicher Demokratien vereinbar sei, und dass man jenen Vertretern des Islams vertrauen könne, die sich als moderat und reformwillig präsentierten (so zumindest die offizielle Darstellung).
Wie es seit Jahrhunderten muslimische Tradition ist, wissen nicht nur die muslimischen Machthaber, wie man sich "Ungläubigen" gegenüber zu verhalten hat, um eigene Ziele durchzusetzen. Täuschung und Verschleierung, zusammengefasst unter dem Begriff Taqiyya, sind die zentralen Methoden islamischer Diplomatie - im Kleinen wie im Großen.
Taqiyya meint schlicht "muslimische Täuschung der Ungläubigen". An dieser Methode hat sich bis heute nichts geändert. Sie ist nur subtiler und perfekter geworden. Wer glaubt, die islamische Ethik und Dogmatik (Aqida) werde sich in absehbarer Zeit den liberalen Idealen westlicher Demokratien anpassen, ist schlecht informiert (siehe z.B. Thema Religionsfreiheit, sexuelle Freiheit).
Der Islam ist vom Wesen her darauf angelegt, die Fahne mit dem Halbmond irgendwann in aller Welt wehen zu lassen. Islam ist nicht nur Religion. Islam ist System, Gesellschaftssystem. Rechtsgrundlage in islamischen Staaten ist und bleibt die Scharia.

Siehe auch:  Christenverfolgung und Interreligiöser Dialog nach Franz von Assisi

Das Wort Muslim bedeutet auch:

  • ein sich - Ergebender
  • ein sich - Hingebender
  • ein sich - Unterwerfender

Islam ist also nicht nur eine Bezeichung für eine weltweite Glaubensgemeinschaft.

*Islam ist:

  • ein Glaube
  • eine Lebensweise
  • eine Bewegung zur Aufrichtung der islamischen Ordnung in der Welt

* Siehe: Universal Islamic Declaration des Islamrates für Europa, veröffentlicht am 28.4.1980 in der islamischen Zeitschrift New Horizon in London, deutsche Übersetzung abgedruckt im Materialdienst der Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der EKD Nr.7 vom 1.7.1980, Stutgart, S.181-184.

"Allah"-Kalligraphie
Die Kunst der Kalligraphie

Die umma und die fünf Säulen

Um die Ungläubigen zum Islam zu bekehren, hat Gott sich den Völkern zu verschiedenen Zeiten durch Propheten zu verstehen gegeben. In diese Reihe der Propheten gehören Noah, Abraham, Mose, David, Jesus und andere. Mohammed gilt als letzter Gesandter Gottes (Sure 33,40), der die mahnende Botschaft seiner Vorgänger zwar bestätigte, sie aber von aller im Laufe der Zeit erfolgten Verunreinigungen befreite und sie den Menschen in reiner, unversehrter Form wieder übergeben hat.

Daher ist für Muslime unverständlich, wenn Mohammed nicht als Gesandter Gottes anerkannt wird. Viele meinen deshalb, dass dies der Beweis dafür sei, dass Juden und Christen keine richtigen Verehrer des einen Gottes sind. So setzen wir voraus, dass alle Muslime, gleich welcher kultischen Prägung, die gleiche Auffassung von dem einen Gott haben, nämlich die von Mohammed verkündete. Das ist das wahre Haus des Islams, die weltweite Gemeinschaft der von Allah recht geleiteten, die Umma, wie wir sagen.
Diese innere Einheit findet bis heute ihren äußeren Ausdruck in der Ausübung der fünf Pflichten, die man die fünf Säulen des Islams nennt.
Es sind dies:

  1. Das gemeinsame Glaubensbekenntnis, Shahada
  2. Das Gebet (arabisch: As-Salat) ist fünfmal täglich in Richtung zum gemeinsamen Heiligtum, der Ka'bah in Mekka, als eine Pflicht Gott gegenüber, vorgeschrieben. Die fünf täglichen Gebete erinnern den Menschen an seinen Bund mit Gott, beleben und stärken seinen Glauben an Ihn stets aufs Neue. Sie reinigen sein Herz und helfen ihm, sündhaftem Verhalten auszuweichen und allem Unguten und Unreinen aus dem Weg zu gehen.
  3. Das Geben von Almosen zakat - damit verbunden ist das jährliche Entrichten eines bestimmten Prozentsatzes vom Nettovermögen (z.B. 2.5% des Barvermögens, das einen bestimmten Betrag überschreitet und ein Jahr überdauert hat), zur Läuterung der eigenen Seele und zur Reinigung des Eigentums. Zakat wird an einen bestimmten Personenkreis der Gesellschaft, wie Arme, Bedürftige, usw. entrichtet.
    Gleichzeitig ist mit zakat die religiöse Verpflichtung gemeint, einen bestimmten Teil der eigenen Einkünfte für religionsrechtlich festgelegte Zwecke bereitzustellen.
    Hierzu zählen auch die Unterstützung von  Da'wa-Aktivitäten oder nach Interpretation mancher Islamisten auch des Dschihads.
  4. Das gemeinsame Fasten während des Monats Ramadan, des neunten Monats des islamischen Mondkalenders. Es bedeutet Enthaltsamkeit vom Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr mit dem Ehepartner, täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Dabei werden Verlangen und Begierde unterdrückt. Das Fasten lehrt Aufrichtigkeit und Frömmigkeit, sowie Mitgefühl mit den Armen und Liebe. Es entwickelt ein gesundes soziales Gewissen, Geduld, Selbstlosigkeit und Selbstdisziplin.
  1. Die Pilgerfahrt Hadsch zu dem Haus, das von Abraham einst zur Anbetung Gottes erbaut wurde, der Ka'bah in Mekkah. Sie ist einmal im Leben denjenigen vorgeschrieben, die die Mittel und die Möglichkeit dazu haben. Die Ka'bah ist ein würfelförmiges Gebäude aus Vulkangestein. Die Seiten messen etwa 12, Vorder- und Rückseite 10,5, die Höhe 15 Meter. Die Ka'bah gilt als Symbol für die Anwesenheit Gottes. Etwa anderthalb Meter über dem Boden ist in der äußersten südöstlichen Ecke der Ka'bah der schwarze Stein (al-hazar al-aswad), ein in drei Teile zerbrochenes, in eine glänzende Silberfassung versenktes Stück eines Meteoriten, der mit Allah assziiert wird, eingelassen.

Mohammed -- der Prophet

Mohammed wurde im Jahre 570 (n.Chr) in der Stadt Mekkah in Arabien geboren. Er stammt aus einer vornehmen arabischen Familie. Die erste Offenbarung empfing er im Alter von 40 Jahren.
In Mekkah hat er 13 Jahre lang zum Islam eingeladen. In dieser Zeit waren er und seine Gefährten, die den Islam annahmen, schweren Misshandlungen und Verfolgungen ausgesetzt, so dass ihm Gott befahl, nach Medinah (einer anderen Stadt in Arabien) auszuwandern (622).
Während der kurzen Zeitspanne von 23 Jahren wurde seine Botschaft vollendet.
Mohammed starb unerwartet am 8. Juni 632 im Haus seiner Frau A'ischa in Medinah, wo er auch beigesetzt wurde. Sein Grab (mit dem von Abu Bakr und Umar ibn al-Chattab) befindet sich heute innerhalb der "Prophetenmoschee", der Hauptmoschee von Medina.
Wir Muslime sind davon überzeugt, dass Mohammed ein vollkommenes und für alle Menschen vorbildliches Leben führte.
Seine Biographie veranschaulicht die Lehren des Qur'an und ihre Verwirklichung in der Praxis.

nach oben

Sunniten und Schiiten

Nach dem Tode Muhammads spalteten sich die Gläubigen, weil sie sich über die Person des Nachfolgers Muhammads nicht einigen konnten:

Die größte Glaubensrichtung im Islam sind die Sunniten. Sie erheben für sich den Anspruch, der Tradition des Propheten Mohammed zu folgen (Sunna = Brauch, gewohnte Handlungsweise, überlieferte Norm).

»[...] Mohammed besaß keine direkten männlichen Nachkommen und hatte weder einen Nachfolger bestimmt noch eine Prozedur zu dessen Wahl festgelegt. Nach seinem Tod 632 trafen sich die muslimischen Führer der Gemeinden. Ein Teil von ihnen vertrat die Meinung, Mohammed habe seinen Vetter Ali ibn Abi Talib zu seinem Nachfolger auserkoren. Der Großteil der Muslime war davon nicht überzeugt und legte erste Richtlinien für eine Nachfolge fest. Demnach musste der Nachfolger des Propheten ein Araber aus dem Stamme Mohammeds, der Quraisch, sein, der zum einen für die Einhaltung der Regeln des islamischen Glaubens und zum anderen für die Verbreitung des Islams verantwortlich war. Die Mehrheit der muslimischen Führer wählte Abu Bakr, den Vater von Mohammeds Lieblingsfrau Aischa, zum Nachfolger des Propheten. Dieser nahm den Titel chalifat rasul Allah ("Nachfolger des Propheten Allahs"; Anm. muz-online.de) an. [...]«
Zitat: de.wikipedia.org, Kalifat

Sunniten: die ersten rechtmäßigen Kalifen nach Muhammads Tod (632) sind
- Abu Bakr (632-634)
- Umar (634-644)
- Uthman (644-656)
- Ali (656-661)

Leiter der Gemeinde ist der Kalif. Ein Kalif muss zum Stamm des Propheten gehören, muss sich in den religiösen Quellen auskennen und muss politische Eignung besitzen.

Der Imam (arabisch إمام, Imām; Deutsch: Vorsteher, Vorbild) ist der Vorbeter beim islamischen Gebet (arabisch salat). Im Grunde kann jeder Gläubige, der den Ritus des Gebets beherrscht, die Aufgabe des Imams wahrnehmen. Oftmals sind jedoch ausgebildete Religionsgelehrte in dieser Funktion tätig. Desweiteren können in der Gesellschaft besonders verdiente Muslime die Bezeichnung Imam als Ehrentitel führen (z.B. "Imam Malik", "Imam Khomeini"). Ebenso werden die ersten vier Kalifen auch als Imame bezeichnet.
Vgl: de.wikipedia.org, Imam

Die Schiiten (Schi'a = "Partei") bildeten sich nach dem Tode Mohammeds. Sie ernannten Mohammeds Vetter und Schwiegersohn Ali ibn Abi Talib als ersten rechtmäßigen Nachfolger (bei den Sunniten 4. Kalif). Leiter der Gemeinde ist der Imam. Ein Imam muss ein Nachkomme Alis sein. Von der Mehrheit der Muslime (Sunniten), die diese Nachfolgeregelung ablehnte, wurden sie als Schi'at Ali - Partei des Ali - bezeichnet (Die Sunniten sind der Meinung, dass eine göttlich legitimierte Autorität nur Mohammed selbst zustand). Während die Sunniten den Imam als gewählten religiösen Führer betrachten, gilt dieser bei den Schiiten als direkt von Gott eingesetzt. Er ist somit Teilhaber am göttlichen Wissen und gibt danach die entscheidende Deutung religiöser und weltlicher Gesetze. Der Koran selbst erlangt durch diese Auslegung Vollkommenheit.

Ein zentraler Bestandteil der schiitischen Lehre ist der Glaube an die Wiederkehr des Verborgenen Imams als Retter (Mahdi) und Erneuerer der Menschheit, der Mohammeds Werk vollenden soll. Wegen unterschiedlicher Ansichten über die Gestalt des Imam spalteten sich die Schiiten in zahlreiche Einzelgruppen auf; manche Forscher gehen von bis zu 72 solcher Splittergruppen aus. Sie werden je nach der Zahl der von ihr anerkannten Imame als Fünfer- (Zaiditen in Jemen), Siebener- (Ismailiten in Syrien, Persien, Indien) und Zwölfer- (Imamiten, Dschafariten, größte Gruppe von Libanon bis Afghanistan) -Schiiten bezeichnet.

  • "Extreme" Schiiten: Gott wohnt direkt in den Imamen. Kleine Gruppe, z.B. in Syrien. Die Alawiten aus der Umgebung von Lattakia und Hama-Homs gelten als extreme Schiiten. »[...] Um Verwechslungen mit den überwiegend türkischen Aleviten zu vermeiden, wird auch der Begriff Nusayrier für die syrischen Alawiten verwendet - der Begriff Alawiten ist auch allgemein für die extreme Schia gebräuchlich -, auch wenn sie sich selbst seit Beginn des 20.Jahrhunderts als ‘Alawīyūn (Anhänger von ‘Alī) und sogar als Zwölfer-Schiiten bezeichnen. [...]«
    Zitiert aus: Religionen im Nahen Osten: Irak, Jordanien, Syrien, Libanon: 1. Hannelore Müller, S. 188. Siehe auch: mb-soft.com, Nusayriyyah und de.wikipedia.org, Nusairier.


  • Ismailiten (Isma'iliyyah): Der schon vor seinem Vater "verstorbene" Sohn des 6. Imam Dschafar ibn Muhammad al-Sadiq (gest. 765; 6. Imam der Zwölf Schiiten), Ismail ibn Dschafar, gilt als der rechtmäßige 7. und damit letzte Imam (weshalb Ismailiten auch als Siebener-Schiiten bezeichnet werden). Die Anhänger Ismails behaupteten, dass Ismail nicht gestorben sei, sondern in der Verborgenheit weiter lebe und eines Tages als Mahdi auf die Welt zurückkehren werde. Eine andere Gruppe erklärte dessen Sohn Muhammad ibn Ismail zum 7. Imam und erwartet am Ende der Zeit seine Wiederkehr als Mahdi.
    Der erste wieder sichtbare Imam nach dem Tod von Muhammad ibn Ismail wurde der Begründer der fatimidischen Macht, Ubayd Allah (gest. 934; er behauptete von Dschafar ibn Muhammad al-Sadiq abzustammen, was aber nicht bewiesen werden kann).

    »[...] Als Oppositionsbewegung setzte sich der Ismailismus um 877-878 in der Gegend von Kufa fest. Wortführer war Hamdān Qarmaṭ, wovon der Name Qarmaten abgeleitet ist, womit entweder ismailitische Gruppen gemeint sind, die die fāṭimidische Autorität - durch Distanzierung oder infolge eines Schismas 899 - nicht anerkannten, oder aber eine abschätzige Allgemeinbezeichnung für Ismailismus.
    Andere Zentren ismailitsicher Opposition entstanden ferner in der zweiten Hälfte des 9.Jahrhunderts in Iran, in der Gegend von Rayy, in Fārs, dann in Ḫurāsān und von dort aus wohl zu Beginn des 10.Jahrhunderts in Transoxanien und in Sīstān. Die Propaganda berührte jedenfalls wieder im 9.Jahrhundert den Jemen und Sind.
    Noch wichtiger ist die Aktivität im Maġhreb, wo dank der Tätigkeiten von Abū ‘Abd Allāh aš-Šī‘ī die Kutāma-Berber sich bekehrten und so die Grundlagen für die zukünftige Macht der Fāṭimiden legten. [...] ‘Ubayd Allāh wurde als der erste Fāṭimidenfürst angesehen. [...] ‘Ubayd Allāh begann mit dem Aufbau eines kleinen Macht- und Sammelzentrums in Syrien in Salamiyya. Seine Missionare, besonders der erwähnte Abū ‘Abd Allāh, wirkten vor allem in Afrika, wohin er unter einigen Schwierigkeiten (Quasigefangenschaft in Sigilmassa) gelangte. In der ehemaligen Hauptstadt der Aġlabiten, Raqqāda, trat er 903 als Sieger auf, wo er sich dann zum Mahdī und amīr al-mu’minīn erklären ließ. Solche Beinamen wurden seinerzeit auch von den ‘abbāsidischen Kalifen verwandt, um sich die schiitischen Sympathien zu erobern. Vier Nachfolger residierten in Nordafrika [...] Der vierte Nachfolger, Muizz, zog nach Ägypten, das von General Ğawhar erobert wurde und von wo aus versucht wurde, Syrien und Palästina zu besetzen. [...] Obwohl fāṭimidische Kriegszüge während des ganzen Kalifats von al-Mustansir (1036-1094) etwa vom Jemen aus zur arabischen Halbinsel und nach Indien hin erfolgten, sind für unseren Zusammenhang zwei Elemente wichtig, die für die Geschichte der Sekte als solche Bedeutung hatte: das Kalifat von al-Hākim (996-1021), das mit einer inneren Spaltung endete, die dann zum Entstehen der Drusen führen sollte, und der Streit um al-Mustansirs Nachfolge zwischen dem erstgeborenen Nizār und dem jüngeren Sohn Mustalī.
    Mit Nizār verbündeten sich die Ismailiten Irans mit dem berühmten Ḥasan-i Ṣabaḥ ḥuğğa (Zeuge und Beweis) des Imām. Ein Machtzentrum wurde in der Gegend von Alamūt aufgebaut, wo sie bis zum Kommen der Mongolen, die die Festung zerstörten (1256), blieben. [...] (Von der Gefolgschaft Nizārs leiten sich die heutigen Ḫoğa her, die vor allem in Indien und Pakistan zu finden sind und deren anerkannter Imām der Agā Khān ist.) Die Mustalīer hielten sich in Ägypten, bis Saladin das Land zurückeroberte und wieder sunnitisch machte. [...]«
    Zitat aus: Religionen der Menschheit, Band 25,3, Der Islam III, S. 129 ff.
    »[...] Das geistliche Oberhaupt der Nizaris ist der Aga Khan, der sich mit gemeinnützigen Projekten weltweit engagiert. Prinz Karim Aga Khan IV. ist der 49. Imam. Er soll in direkter Linie vom Propheten Mohammed abstammen. [...]«
    Zitat: de.wikipedia.org, Ismailiten (Schia)
    Die beiden wichtigsten Zweige der Ismailiten heute sind die Bohras, mit Sitz in Mumbai (ehemals Bombay), Indien, und die Khojas, konzentriert auf Gujarât, Indien. Ansonsten findet man Ismailiten u.a. in Pakistan, Jemen, Iran, Syrien, Ost-Afrika.


  • Zwölferschiiten: Der 12. Imam, Muhammad ibn Hasan al-Mahdi (Mitte 9. Jahrhundert) lebt in der Verborgenheit weiter und wird als Mahdi (s. oben) zurückkehren. Während seiner Abwesenheit sollen qualifizierte Theologen die Leitung der Gemeinde übernehmen. Vor allem in Iran verbreitet.


  • Zaiditen: lehnen die Vererbung der Imam-Würde und den Mahdi-Glauben ab.

Assassinen in Kinderstuben

Nach dem Tod des 6. Imam Dschafar ibn Muhammad al-Sadiq (gest. 765) entstand die Sekte der Ismailiten (benannt nach Sadiqs ältesten Sohn Ismail, siehe oben). Sowohl in Persien als auch in Syrien und Arabien waren die Ismailiten auf ihrem Missionszug erfolgreich.

Am Ende des Kalifats von al-Mustansir (1036-1094) spalteten sich die Ismailiten erneut auf. Eine gemäßigte Gruppierung, die Mustalier (benannt nach Mustali, dem jüngeren Sohn von al-Mustansir) hatten ihr Zentrum in Kairo. Die radikalere Gruppierung, die Nizariten (benannt nach Nizar, dem erstgeborenen Sohn von al-Mustansir), hatten ihr Machtzentrum in der Berg-Festung Alamut (Persien). »[...] Der Name Alamut bezieht sich auf die Gründungsgeschichte, nach der ein Adler den Herrscher zum Bau inspirierte. [...] 1090 nahm Hassan-i Sabbah, der Gründer der Assassinen, die vorher als uneinnehmbar geltende Zitadelle durch einen Überraschungsangriff ihrem seldschukischen Statthalter ab [...]« Zitat: de.wikipedia.org, Alamut

Mit Nizar verbündeten sich die iranischen Ismailiten unter Anführung von Hassan-i-Sabbah, der der Nachwelt u.a. als Urvater des islamischen Terrorismus überliefert ist. Er »[...] richtete in der Festung Alamut im nördlichen Iran um das Jahr 1090 das erste Terrornest der Geschichte ein, erfand das Selbstmord-Attentat und brachte seinem Geheimbund, den Assassinen, ebenso berüchtigten wie dauerhaften Weltruf ein. Bis heute steht "assasin" in vielen Sprachen für "Mörder", in besonderer Konnotation mit "hinterrücks", "heimtückisch", "terroristisch" [...]«

Zitiert aus: Die Assassinen sind wieder da! 2001
Vgl. auch: de.qantara.de, Die Assassinen Persiens und Syriens. Vom 11. Jahrhundert zum 11. September? »[...] Als mythenumrankte Terrorsekte und spektakuläre Attentäter mögen die Assassinen ihren Platz in der Geschichte des Nahen Ostens haben. Als ideologische Köpfe eines modernen, radikalen Islamismus taugen sie indes nicht.[...]«
»[...] Marco Polo berichtet über Hasan-i Sabbah, dass er junge Männer mit Opium betäubte und dann in eine an die Burg Alamut angeschlossene Gartenanlage brachte. Dort, bei guter Bewirtung und Betreuung durch Frauen, erging es ihnen wie im vom Propheten Mohammed versprochenen Paradies. Schließlich wurden sie wiederum betäubt und zum Burgherrn Sabbah gebracht, der sie zu Fida'i ausbilden ließ. Nur durch ihren heldenhaften Tod, so die Erzählung, sollten sie zurück ins Paradies kommen. [...] Die Assassinen setzten als hauptsächliches Kampfmittel den politischen Mord an Herrschern ein. Tatwaffe war der Dolch. Die Attentäter sahen sich als Märtyrer und nahmen den eigenen Tod in Kauf. [...]« Zitiert aus: de.wikipedia.org, Assassinen

Literatur-Tipp: Die Assassinen. Zur Tradition des religiösen Mordes im radikalen Islam.

Manipulation der Kinder mit Video-Spielen

Seit Ende 2007 erfahren die Assassinen bei den Liebhabern von Videospielen Verehrung. Bei den Jugendlichen, gleich welcher kulturellen Prägung, heißt das Vorbild menschlicher Charakterstärke Altaïr Ibn La-Ahad, ein besonders erfolgreicher Assassine. »[...] In einem unbekannten Abschnitt seines Lebens zeugte er mit der ehemaligen Templerin Maria Thorpe mindestens ein Kind. Aus seiner Linie entstammen auch der Italiener Ezio Auditore und der Amerikaner Desmond Miles. [...]« Im Spiel steigt der moderne Desmond Miles in den sogenannten "Animus" und nimmt die Gestalt von Ezio Auditore an.

Zitat: de.assassinscreed.wikia.com, Altaïr Ibn La-Ahad

Siehe auch:
Die Facebook-Seite von Assassin's Creed
Terra X Dokumentation- Todesboten aus Alamut (youtube 1 von 5)

Illuminaten-Symbole bei Assassin's Creed:
Assasins's Creed Brotherhood, the very End
Illuminati on Assassin's Creed 2

Es soll später niemand sagen, er habe davon nichts gewusst...

Der 21. Dezember 2012 (US-Schreibweise: 12-21-2012): Wird die uns bekannte Welt demnächst untergehen ? Droht eine geophysikalische Katastrophe (z.B. "Planet X"), weshalb bereits seit Längerem an einer Neuen Weltordnung für eine Welt nach der Katastrophe gearbeitet wird (vgl. "The Dawn of a New Day", Deutsch: "Die Morgendämmerung eines neuen Tages") ? Oder hat die herrschende gesellschaftliche Elite Angst vor dem beschleunigten Anwachsen des morphogenetischen Feldes, was eine »riesige Expansion des Bewusstseins überall auf der Welt« bewirkt wodurch die Menschen Erleuchtung und Freiheit erfahren würden (siehe u.a. "Die Zeitreisenden von Roswell" und "5. Dimension") ? Soll die Bevölkerung deshalb manipuliert, vergiftet und reduziert werden, weil die Elite fürchtet, ihre Macht verlieren zu können ? Befinden wir uns in einem entscheidenden Kampf zwischen den »Mächten des Bösen und den Mächten des Bewusstseins« ?
Zitat: projectcamelot.org, Die Angelsächsische Mission: Abschrift von Bill Ryans Präsentation

Google Search: "Project Camelot"
Whistleblowers (Informanten) berichten betreffend ... Manipulation, Vergiftung, Bevölkerungsreduzierung, Kontrolle/Überwachung, Weltkrieg III, Die Welt nach der geophysikalischen Katastrophe, das morphogenetische Feld ...

Siehe auch:  Die Neuschreibung der Menschheitsgeschichte

ANGST...

Je mehr du dich ängstigst desto besser kann ich dich kontrollieren !


nwo resist

 Fear is Control



YouTube-Video: Assassin's Creed Secrets Solved!
Barcode and Date 12-21-2012



nach oben

Das islamische Recht - Scharia

Kennzeichnend für das islamische Recht ist der Versuch, alle menschlichen Handlungen unter dem Gesichtspunkt ihrer religiösen Ethik zu klassifizieren und sie durch Gebote und Verbote zu regeln. Es wird der Anspruch erhoben, dass jeder Bereich des Lebens des Einzelnen sowie der ganzen Gesellschaft im Rahmen religiösen Rechts geregelt werden muss. Dazu gehören Steuerrecht, Handelsrecht, Familienrecht, Strafrecht und die Ausübung der Religion selbst. Islam ist nicht zu trennen von der Scharia. Muslimische Anführer forderten bereits vor Jahren, die Scharia für Muslime außer in mehrheitlich islamischen Staaten auch in nichtislamischen Staaten, wo Muslime derzeit noch Minderheiten stellen, wenigstens teilweise einzuführen: Die Scharia müsse eingeführt werden, damit Muslime ihre Religion auch in vollem Umfang leben können, alles andere sei Diskriminierung und laufe der gewährten Religionsfreiheit zuwider - so die Argumentation.

Deutsche Gerichte wenden Scharia bereits seit Jahren an
An deutschen Gerichten wird bei Rechtsstreitigkeiten zwischen Muslimen bereits seit einigen Jahren islamisches Recht praktiziert. »[...] Vor allem im Familien- und Erbrecht fänden Normen der Scharia Anwendung. [..] Das Nebeneinander verschiedener Rechtsvorstellungen sei "Ausdruck der Globalisierung", sagt der Erlanger Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe, "wir wenden islamisches Recht genauso an wie französisches." Doch während etwa Kanada für seine Einwanderer grundsätzlich keine ausländischen Rechtsregeln anerkennt, lässt das deutsche Recht solche Normen gelten - solange sie nicht der öffentlichen Ordnung und den Grundrechten zuwiderlaufen. Zwangsehen und Steinigungen sind deshalb verboten. [...]«
Zitat: www.spiegel.de, Deutsche Gerichte wenden Scharia an, 09. Oktober 2010

Literaturtipp: Richter ohne Gesetz, Joachim Wagner, 2011

Findet die Scharia immer häufiger Berücksichtigung im Zivil-, Straf- und Prozessrecht freiheitlich-demokratischer Rechtsstaaten, werden eben genau diese von einem System unterlaufen, das den seit Ende der 1960er Jahre gewachsenen Vorstellungen einer liberalen Gesellschaft in weiten Teilen feindlich gegenüber steht.
Da die Scharia untrennbar mit dem Islam verbunden ist und sich auf alle Beziehungen des religiösen, bürgerlichen sowie staatlichen Lebens erstreckt, muss die Frage berechtigt sein, inwieweit von einem Staat mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung einem System wie dem Islam Religionsfreiheit zugestanden werden kann, wenn Islam in seiner Konsequenz eine Staatsordnung konstituiert, die die Werteordnung eines freiheitlichen, pluralististischen und säkularisierten Staates ablehnt.

System ISLAM

»[...] Die zahlreichen Ge- und Verbote haben aus dem Islam ein Herrschaftssystem gemacht, in dem Religion und Politik, Privates und Öffentliches nicht getrennt sind. Nicht das Gewissen überwacht die Einhaltung der göttlichen Regeln, sondern die Gemeinschaft der Gläubigen, die "Umma": Ihrer Kontrolle ist jeder einzelne Gläubige unterworfen. [...]«
Zitat: www.n-tv.de, Necla Kelek: Der Islam braucht Kritik, März 2010

Siehe auch:
de.wikipedia.org, Scharia

tangsir2569.wordpress.com, Das Schicksal der Frauen unter dem Islam, August 2010
www.welt-sichten.org, Auf homosexuelle Handlungen stehen in manchen Weltregionen drakonische Strafen, 2010
www.volkerbeck.de, Strafrechtliche Bestimmungen über Homosexualität und ihre Anwendung weltweit, 2006

Es gelten die Menschenrechte gemäß Scharia

Die Vorstellungen der Scharia von Recht und Unrecht (insbesondere bei der Auslegung bestimmter Themen wie u.a. Menschenrechte, religiöse- und sexuelle Freiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter - inklusive der Sühnung dort festgelegter strafbarer Handlungen) stehen den Idealen aufgeklärter freiheitlicher Gesellschaften diametral entgegen.

Artikel 22 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte garantiert das Recht auf freie Meinungsäußerung, solange diese nicht die Grundsätze der Scharia verletzt. Abschnitt b) gibt jedem Menschen in Einklang mit den Normen der Scharia das Recht auf Selbstjustiz. Selbstjustiz ist erlaubter und geforderter Bestandteil dieser Rechtsordnung!

Hadd-Strafen

Auf Missionierung zu anderen Bekenntnissen als dem Islam sowie der Abwendung vom Islam als Muslim steht die Todesstrafe ... Die Todesstrafe kann in einigen islamischen Staaten ebenfalls für homosexuellen Geschlechtsverkehr verhängt werden ... Genuss und Handel/Schmuggel von Alkohol, unehelicher Geschlechtsverkehr (Unzucht, Ehebruch), Koranschändung, Gotteslästerung, sexuelle Belästigung von Frauen können mit dem Tode bestraft werden ... Die Hinrichtungen erfolgen durch Steinigung, Hängen oder Schwert ... Zwangsamputation von Gliedmaßen oder deren Unbrauchbarmachung als Bestrafung z.B. bei Diebstahl ... weniger harmlose Delikte können mit öffentlichen Auspeitschungen bestraft werden ... Bestraft wird z.B., wer sich mit einer Frau unterhält, mit der man nicht verheiratet oder verwandt ist ...
Google search:  hadd+strafen 

Islam und Scharia sind gleichbedeutend

Erschienen in der islamistisch-nationalistischen Tageszeitung "Milli Gazete" am 16. Oktober 2006 (Auszug eines Interviews):
»Yerli ve yabanci bütün ciddî sözlük ve ansiklopedilerde buna benzer açiklamalar bulunmaktadir. Bir insanin “Ben de Müslümanim ama Seriata karsiyim” demesi mantiksizlik, çeliski ve saçmaliktir.Yukaridaki tariften anlasildigi üzere seriat kutsal bir kavramdir. Islâm ile seriat özdestir.« Originaltext Milli Gazete

Übersetzung:
»Es ist unlogisch, widersprüchlich und unsinnig, wenn ein Mensch behauptet, er sei zwar Muslim, aber gegen die Scharia. [...] Die Scharia ist ein heiliger Begriff. Islam und Scharia sind gleichbedeutend.« Siehe: Wikipedia: Milli Gazete

»Islam als Garant der Ordnung
Muslime wollen die Scharia

Viele Muslime wünschen mehr altislamische Regelungen in der Gesellschaft, um dem Sittenzerfall und der Korruption zu wehren. Eine Umfrage in sieben Ländern lässt erahnen, wie schwer es islamische und besonders nicht-islamische Minderheiten haben. In Pakistan, Ägypten, Jordanien und Nigeria befürwortet die Mehrheit die Todesstrafe für Muslime, die ihre Religion verlassen. Ebenso findet die Mehrheit in diesen Ländern, der Staat sollte die Gesetze ändern und gemäss der Scharia Ehebrecher steinigen und Dieben die Hand abhacken. In Indonesien, der Türkei und im Libanon, wo die Umfrage des Pew Research Center ebenfalls durchgeführt wurde, wollen die meisten Muslime von solchen Strafen hingegen nichts wissen. [...]
In Nigeria befürworten 58 Prozent der Muslime, aber nur 44 Prozent der Musliminnen die Todesstrafe für Abfall (Apostasie) vom Islam. Zugleich finden – abgesehen von Pakistan – die meisten Muslime Demokratie die beste Regierungsform. Die Zustimmung zu dieser Aussage reicht von 59 Prozent in Ägypten bis 76 Prozent in der Türkei und 81 Prozent im Libanon. In Pakistan wächst der Wunsch nach Demokratie mit dem Bildungsniveau. [...]
Das Pew Research Center fragte auch nach der Berechtigung von Selbstmordanschlägen. Im Hisbollah-Land Libanon bejahten sie 46 Prozent der Schiiten und 33 Prozent der Sunniten, auch in Nigeria sieht jeder dritte Muslim solche Anschläge gegen Zivilisten als gerechtfertigt an, wenn es um die Verteidigung des Islam geht. In Ägypten und Jordanien bejaht jeder fünfte, in Indonesien jeder siebte Muslim solche Anschläge. Diese Anteile können als Beleg für die Verbreitung islamistischen Gedankenguts in der Bevölkerung gelten.
Keine Berechtigung für Suizidattentate sehen 80 Prozent der (davon anhaltenden betroffenen) Pakistani und 77 Prozent der Türken. Seit die Frage 2002 zum erstenmal gestellt wurde, ist der Prozentsatz der Befürworter in allen Ländern gesunken; die Schreckensbilder der vergangenen Jahre dürften das Ihre dazu beigetragen haben. [...]
Die Sorge, dass extreme Muslime ans Ruder kommen könnten, ist weit verbreitet. Im Libanon befürchten dies 80 Prozent der Befragten (Muslime und Christen), in Nigeria 76 Prozent. Dass der islamische Extremismus eine Gefahr für die Welt darstellt, meinen 72 Prozent der Indonesier und 70 Prozent der Jordanier und Ägypter. Die Türken (39 Prozent) sorgen sich weniger. [...]
In Pakistan wirkt die drohende Agitation der Islamisten: Sechs von sieben Befragten sagten, sie würden die gesetzliche Trennung von Männern und Frauen an der Arbeit begrüssen. (Viele pakistanische Frauen arbeiten in Saudi-Arabien.) In Ägypten, Jordanien und Nigeria spricht sich immerhin die Hälfte der befragten Muslime für die Trennung aus, am anderen Ende des Spektrums befinden sich die Türkei und Libanon (13 und 11 Prozent). [...]
Viele Muslime nehmen das Ringen zwischen modernisierungswilligen Muslimen und Fundamentalisten in ihren Ländern wahr. Von ihnen stellen sich im Libanon 84 Prozent auf die Seite der Modernisierer. In Pakistan sind es 61 Prozent und in Indonesien 54 Prozent. In Nigeria und Ägypten favorisiert dagegen die Mehrheit die fundamentalistischen Hardliner (am Nil hat die schiitische Kampforganisation Hisbollah in den letzten Jahren deutlich an Sympathie verloren). [...]«
Zitiert aus: www.livenet.ch, 07.12.2010

Neben einer schiitischen entwickelten sich seit Mitte des 8. Jahrhunderts vier Rechtsschulen, die der sunnitische Islam kennt (Madhab):


  1. Hanafiten, genannt nach Abu Hanifa (gest. 767). Sie ist die am weitesten verbreitete Rechtsschule. Ihr folgen etwa 50% der Sunniten. Ihre Anhänger leben hauptsächlich in den Nachfolgestaaten des alten Osmanischen Reichs, insbesondere in der Türkei. Ebenso die Sunniten in Afghanistan, Pakistan, Turkmenistan, Indien, China, Usbekistan, Kasachstan, sowie Südafrika folgen der hanafitischen Rechtsschule. Desweiteren gibt es hanafitische Minderheiten in Iran, Irak, Syrien, Libanon, Ägypten, Jordanien, Palästina, in Europa in den Balkangebieten, speziell Bosnien, Albanien, Mazedonien, Serbien, Bulgarien und Griechenland. Siehe auch: Wikipedia
  2. Malikiden, nach Malik Ibn-Anas (gest. 795), in Oberägypten, Nord- und Westafrika verbreitet.
  3. Schafiiten, nach Mohammed Ibn Idris Al-Schafi'i (gest. 820), in Unterägypten, Ostafrika, Südarabien, Indonesien verbreitet.
  4. Hanbaliten, nach Ibn Hanbal (gest. 855). Diese Richtung ist sehr streng und hauptsächlich unter den orthodoxen Sunniten in Arabien verbreitet.
    Laut www.eslam.de entstanden Wahhabismus bzw. Salafitentum aus internen Veränderungen der Lehren der Hanbaliten.
    »[...] Die Salafisten sind gewissermaßen die Altvorderen, also die Weggefährten Mohammeds. Das ist eine religiöse Bewegung zurück zu den Ursprüngen des Islams; eine Reinigungsbewegung, mit der man sich wieder frei machen will von all den Einflüssen, die in der Geschichte über den Glauben gekommen sind. Es geht ihnen darum, die Urgemeinde zu beleben und den Islam authentisch zu leben. Und ein Ziel ist dann die Herstellung des reinen Gottesstaates.[...]«
    Zitat: nachrichten.rp-online.de

Teile und herrsche !

Macht erhält in der Regel nur, wem Macht zugestanden wird. Ist dem so, dann darf weiter gefragt werden, wer ein Interesse daran hat, dass dem Islam in den freiheitlichen Gesellschaften so viel Schutz und Raum gewährt wird. Ist der Islam am Ende nicht der eigentliche Adressat gegenwärtiger Kritik, muss nach den Urhebern gefragt werden, die ein Interesse daran haben, dass derzeit gerade einem System wie dem Islam - sei es auch nur der Täuschung wegen - so viel Aufmerksamkeit und Macht gegeben wird.
    Siehe auch:
  • Zitat [2]Der Euro-Arabische Diaglog und Die Geburt von Eurabia
    Zitat [1][3]buchtest.de, Rezension "Eurabia. The Euro-Arab Axis": »[...] Einführend vermittelt Bat Ye’or dem Leser ein Basiswissen über den Islam selbst, sowie über die Methoden seiner Ausbreitung seit seiner Entstehung, was für das Verständnis der Geschehnisse seit dem 2.Weltkrieg in Europa und der arabischen Welt grundlegend ist. Es folgt im Zuge der ersten Ölkrise 1973 der sogenannte "Europäisch-Arabische-Dialog" auf höchster politischer Ebene. Dieser "Dialog" diente den Europäern vor allem für Wirtschafts- und Rohstoffgeschäfte. In der arabischen Welt ist aber Wirtschaft nie von Politik zu trennen, wie der saudische Öl-Minister bestätigt: "two sides of the same question". Und so waren mit den Verträgen seitens der arabischen Staaten immer politische Forderungen verbunden, denen die Europäer mehr und mehr nachkamen. Die europäische Appeasement- und Anpassungs-Politik war in vollem Gange. [...]«[1] Weder die USA noch Israel waren von dieser Initiative der Europäer begeistert.
    Der neu entstandene Euro-Arabische Dialog (EAD) wurde insbesondere von Frankreich unterstützt. Für das Zustandekommen dieses Dialogs stellte die arabische Liga besondere Vorbedingungen, die politische, wirtschaftliche und kulturelle Forderungen umfasste. »[...] Die Vorbedingung für jede wirtschaftliche Vereinbarung mit den Ländern der Arabischen Liga machte in Europa die Schaffung eines für die Araber günstigen "Meinungs-Klimas" nötig. [...] Bezüglich Europas forderte die Vereinigung [...] besondere Bedingungen für Einwanderer. [...] Die Vereinigung appellierte an die Presse, an Freundschafts-Gruppen und den Tourismus die öffentliche Meinung über die Arabische Welt zu verbessern. Sie fordert die Regierungen der Neun auf, den kulturellen Bereich des Euro-Arabischen Dialogs mit konstruktivem Geist anzugehen und der Verbreitung der arabischen Kultur in Europa größte Priorität einzuräumen. [...]«[2]
    »[...]Ein anderes Anliegen der Muslime war die Übernahme der arabischen Positionen gegenüber Israel nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967, was bekanntlich der Auslöser der ersten Ölkrise war. Die UN-Sicherheits-Resolution 242 von 1967 wurde mit Beginn des Euro-Arabischen Dialogs von der arabischen Liga sehr bald anders interpretiert. [...]«[3]
    Offiziell endete der Euro-Arabische Dialog 1989 mit dem Beginn der "Neuen Mittelmeerpolitik".
  • www.zeit-fragen.ch, Man bedient sich des Terrorismus, um Angst zu schüren und die Grundfreiheiten einzuschränken, 2008

Feindbild ISLAM - ISLAMISMUS

Verstärkt durch das Ereignis am  11. September 2001 in den USA (zwei Flugzeuge rasten in die Türme des World Trade Centers in New York, woraufhin diese einstürzten und knapp 3000 Menschen mit in den Tod rissen) geriet der Islam bzw. der politische Islam ins Blickfeld des öffentlichen Interesses. Die Bevölkerung der USA, wenig später auch aller anderen westlichen Industriestaaten, ließ sich von der durch die Massenmedien erzeugten Angst vor weiteren Terroranschlägen ergreifen und befürwortete aus Gründen der eigenen Sicherheit, der eigenen Besitzstände etc., die folgende und fortdauernde Beschneidung ihrer Freiheiten und Bürgerrechte - sicherer ist das Leben jedoch nicht geworden, das Gegenteil ist der Fall. Mit dem 11. September 2001 begann der "Krieg gegen den Terror". Hauptfeind in Persona war von nun an Osama Bin Laden, der als Chef der islamistischen Gruppierung Al-Kaida verantwortlich gemacht wurde für den Anschlag.
Am 2. Mai 2011 wurde dieser Staatsfeind laut offizieller Darstellung getötet und sofort im Meer versenkt. Mit dieser offiziellen Beendigung der Agenda Bin-Laden ließ die US-Außenministerin H. Clinton umgehend verlauten, dass mit dem Tod Osama Bin-Ladens nicht der Terrorismus besiegt sei - es hieße nun, die Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus zu verdoppeln. Außerdem wurde die Sicherheitslage neu beurteilt und erklärt, dass man nun mit Racheakten rechnen müsse, was bedeutet, dass die Maßnahmen zum "Schutz der Bevölkerung" entsprechend angepasst werden - das kann auch bedeuten, dass staatliche Überwachung, die Einschränkung der Meinungs- und Bewegungsfreiheit intensiviert werden.
Mit Osama Bin-Laden ist unweigerlich der Islam verknüpft, obwohl von öffentlicher Seite immer betont wird, dass der Islam eine friedliche Religion sei und mit Terrorakten und Mord nichts zu tun habe. Gemäß "politisch korrektem" Denk- und Redediktat wurde eine öffentliche Kritik gegen den Islam ebenfalls untersagt. Und dennoch wurde der Islam zum Feindbild, das von der selben Öffentlichkeit, die Kritik gegen den Islam verbietet, geschürt und gepflegt wird...

Herbst 2010: In Anbetracht von Terrorwarnungen bezüglich möglicher Anschläge islamistischer Personen oder Gruppen auf deutsche bzw. europäische Objekte, wie z.B. das Reichstagsgebäude und Weihnachtsmärkte in Berlin, nehmen Art und Umfang von Polizeipräsenz beachtliche Dimensionen an. Gleichzeitig werden jene Stimmen wieder lauter, die die Kontrolle und Überwachung der Bevölkerung (Stichwort "Vorratsdatenspeicherung") vorantreiben wollen.
»[...] Angeblich seien Hinweise auf einen bevorstehenden Terroranschlag durch Islamisten in Deutschland nie so konkret gewesen, wie in diesen Tagen. Die Initiativen in Richtung Vorratsdatenspeicherung, Einsatz der Bundeswehr im Innern, Erweiterung der Kompetenzen für Geheimdienste etc. sind in den letzten Monaten etwas ins Stocken gekommen. Zur Begleitung der schleichenden Einführung von Drohneneinsätzen gegen die Bevölkerung, zuletzt gegen Atomkraftgegner im Wendland, (...) wurde planmäßig zunächst die Suche nach dem vermissten Mirco benutzt. Später soll auf Drohnen als Helfer gegen die Terrorgefahr hingewiesen werden.
Die Story mit dem Bombenkoffer in Namibia, der angeblich für eine Maschine der Air Berlin gedacht war, floppte allerdings, wie viele Terrorgeschichten davor.(...)
Nur einer eingespielten Journalistenriege in Deutschland ist es zu verdanken, dass beim Hinweis des Innenministers Thomas de Maizière auf die Terrorakte in Mumbai 2008 nicht angemerkt wurde, dass es starke Indizien für eine Verwicklung westlicher Geheimdienste im Fall Mumbai gibt. (...)
Hintergrund für die jüngsten Terrorwarnungen von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sind nach nicht dementierten Berichten des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und der SWR-Sendung Report Mainz Erkenntnisse der deutschen Sicherheitsbehörden. Sie sollen aus eigenen Quellen und von der US-Bundespolizei FBI stammen.[...]«

Zitiert aus: www.hintergrund.de, Gefahr eines inszenierten Anschlags wächst, 22. November 2010
Siehe auch: www.hintergrund.de, Konstrukteure des Terrors, 27. Januar 2011

Instrumentalisierung der Religion "Islam" zur Errichtung eines repressiven, autoritären Gesellschaftssystems ?

Der Islam wird von den Machteliten zahlreicher Länder in Europa und den USA einerseits dazu benutzt, ein Feindbild zu konstruieren, welches dazu geeignet ist, dem Teil der vermeintlich abhängigen, machtlosen Bevölkerung weitere Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen als Sicherheits- und Schutzmaßnahmen zu vermitteln. Andererseits steht der Islam selbst unter Schutz und genießt gemäß politisch-korrektem Sprach- und Denkgebrauch nahezu Unantastbarkeit vor negativen Beurteilungen.
Die seit Jahrzehnten erfolgte Unterwanderung radikaler islamischer Gruppierungen von westlichen Geheimdiensten - so z.B. die Muslimbruderschaft - hat andererseits den Sinn, zunächst gläubige Muslime (im Fall der Muslimbrüder die sunnitischen Muslime) unter einem Dach zu sammeln, um einer unter Umständen nicht mehr durchschaubaren, begrenzbaren und manipulierbaren Radikalisierung vorzubeugen. Gleichzeitig können diese islamischen Gruppierungen dahingehend instrumentalisiert werden, ein repressives, autoritäres Gesellschaftssystem im Sinne der Vertreter der Neuen Weltordnung zu installieren.
Siehe auch:  Ägypten: Ist die Muslimbruderschaft eine lang genutzte Geheimwaffe der Globalisten ?

Was die Proteste in Nordafrika mit den Rothschilds verbindet

Die Rothschild-Familie kontrolliert mit ihren Zentral Banken und Internationalen Finanzfonds die Wirtschaft von Tunesien, Ägypten, Jemen, Jordanien und Algerien. Aufkommende konkurrierende regionale Banken, die nach dem scharia-konformen System des Islamic Banking funktionieren, sollen geschwächt werden. Wie in folgendem Artikel zu lesen ist, sponsort der US-amerikanische Milliardär George Soros, der bei Rothschild’s "International Crisis Group" im Vorstand sitzt, seit Langem Trainings für sogenannte Pro-Demokratie-Aktivisten. Ziel ist, in den jeweiligen Ländern Chaos zu kreieren und während eines Machtvakuums, Personen zur Macht zu verhelfen, die den Interessen der mit den Rothschilds verbundenen Finanzorgane entsprechen.

www.puppet99.com, Rothschild Revolutions in Tunisia, Egypt Kill Islamic Banks, 9. Februar 2011:
»[...] Though it is a carefully guarded secret, the Rothschilds and their associates own most of the shares in the central banks [...]. With extremely little government input, the economies of Tunisia, Egypt, Yemen, Jordan, and Algeria are strictly controlled by the Rothschild’s central banks and their International Monetary Fund. [...] Islamic banks have been eating into Rothschild profits in the Middle East [...] Deposed Tunisian President Ben Ali’s son-in-law, Sakher El Materi, opened Tunisia’s first Islamic bank, Zitouna Bank, on May 26, 2010. Zitouna Bank is the first Islamic bank in the Maghreb region [North Africa]. The bank was a first step toward Ben Ali’s new program of extensive reforms, “Tunisia, a Pole for Banking Services and a Regional Financial Centre”, which would have undermined the power and the profits of the Central Bank of Tunisia (privately-owned by the Rothschilds and their associates). [...] These Rothschild revolutions are done under the pretense of bringing democracy and deposing despots, but the real aim is to initially create chaos and a leadership vacuum, then quickly offer a solution: install a puppet that will do the economic bidding of the Rothschilds. The citizens gain freedom of speech and association, but become economic serfs.
These revolutions are most likely coordinated at the highest levels by the Rothschild’s International Crisis Group. Mohamed ElBaradei is already being touted as a new leader for Egypt. ElBaradei is a trustee of the International Crisis Group. Another board member of this group is Zbigniew Brzezinski. George Soros sits on the executive committee. The later two are ubiquitous front men for the Rothschilds. [...]«

 Auf dem Weg zu einer neuen Weltordnung
 Toleranz - Repressive Toleranz - Das Bedürfnis des Menschen nach "Sicherheit"
 Nationalsozialisten, CIA und Muslimbruderschaft: Die Geschichte des Islamischen Zentrums München

Protestaktionen in der Welt gegen die Veröffentlichungen von Mohammed-Cartoons der dänischen Zeitschrift Jyllandy-Posten. Siehe: The Jyllands-Posten Cartoons

"Satire stoße dort an ihre Grenze, wo sie die Würde anderer beschädige" (Mehr...)

Scharia erobert die Finanzwelt:  Google search: Islamic Banking 

  • Islamische Anleihen als alternative Finanzierung. Islamische Bonds im Visier des Westens.
  • 26. März 2008: Milliardenschwere islamische Investitionsbank geplant
  • Großbritannien setzt sich dafür ein, das führende islamische Bankzentrum der Welt zu werden. Das Shari’a-Bankwesen verbreitet sich eilends über den Globus und führt eine de facto Anerkennung der Scharia herbei.
    Interessanter Text: Globalisten hinter Scharia-Bankwesen
  • 7. Februar 2008, Neue Zürcher Zeitung: Scharia-Justiz für britische Muslime? "Der Primas der englischen Staatskirche hält die Einführung muslimischer Rechtsnormen in Großbritannien für unvermeidlich."
  • Kolumnen von Günter Hannich: "Die aktuelle Finanzkrise – Vorspiel zum großen Crash"
  • Tariq Ramadan. Was der Westen vom Islam lernen kann
  • Der islamische Gold-Dinar soll als Gegenwährung zum US-Dollar Verwendung finden und diesen im Rahmen von Islamic Banking und Islamic Finance in der Umma ersetzen. Die arabischen Golfstaaten planen eine eigene Währung mit geringerer Dollar-Bindung: "Mit Ausnahme von Oman haben sich alle Golfstaaten auf einen Zeitplan bis 2010 festgelegt. Der endgültige Entwurf für das Abkommen zu einer Währungsunion der Region wurde von den Staatschefs der Golfstaaten bei einem Treffen am 30. Dezember 2008 in Muskat, der Hauptstadt Omans, besprochen." (8.1.2009)
  • "Islam ist eine kapitalistische Religion". Murat Cizakca, seit 2003 Professor für Volkswirtschaft und vergleichende Wirtschaftsgeschichte an der Bahcesehir-Universität in Istanbul: »[...] "Wer Angst hat, dass der Islam jetzt die Finanzmärkte erobert, hat nur Vorurteile", sagt er. "Der Islam ist seit 1500 Jahren auf den Kapitalmärkten aktiv. Wahrscheinlich haben Muslime sogar etwa 1000 Jahre vor Adam Smith den Kapitalismus erfunden. Ohne Zweifel ist der Islam eine kapitalistische Religion." [...] Die islamischen Finanzinstrumente haben sich aus der Mudaraba-Partnerschaft entwickelt, einer 1500 Jahre alten Einrichtung, aber ihre moderne juristische Form ist eine westliche Erfindung. Eine islamische Bank ist gewissermaßen eine in eine Kapitalgesellschaft verwandelte Mudaraba-Partnerschaft. Nicht viele Menschen wissen, dass das die Symbiose zwischen unseren Kulturen demonstriert. [...] Islamische Banken und Versicherungen werden weiter wachsen. Selbst im Westen sind Muslime daran interessiert, ihr Geld ohne Zinsen anzulegen oder eine Versicherung abzuschließen, die sich mit den Regeln der Scharia, dem islamischen Recht, vereinbaren lässt. [...]«
    Zitiert aus: www.allianz.com, 2006
  • Siehe auch Wikipedia: Schari'a
Die Islamic Development Bank (IDB) , erste islamische Finanzinstitution der mordernen Art und Zweig der OIC (Organisation der Islamischen Konferenz), öffnete ihr erstes Haus im Oktober 1975 in Dschidda (Saudi-Arabien). Sie arbeitet gemäß den Vorschriften der Scharia, und ist heute eine der wichtigsten Institutionen, wenn es um Projektfinanzierungen, Kredite und Investitionen im islamischen Kontext geht. Auch wenn man vornehmlich mit anderen islamischen Banken zusammen arbeitet, bestehen durchaus Geschäftsbeziehungen zu internationalen Kreditinstitutionen, für die schariatsrechtliche Bestimmungen keinerlei Bedeutung haben. Über sogenannte Waqf-Fonds (waqf arab. für religiöse Stiftung) der Bank werden weltweit Projekte in den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und Gesundheit finanziert. Im Jahre 2003 wurde ein weiterer Waqf-Fonds gegründet, der v.a. Katastrophenhilfen finanzieren soll. Gleichzeitig unterhält die IDB zahlreiche Sonderfonds, zwei wurden nach dem Ausbruch der zweiten Intifada eingerichtet. Allein Saudi-Arabien zahlte in diese Fonds 170 Millionen US-Dollar ein. Offiziell heißt es, das Geld solle vor allem den Familien von Märtyrern ein angemessenen Auskommen sichern (Johannes Grundmann: Islamische Internationalisten).
Saudi-Arabien, mit 23% an den Gesamteinlagen der IDB beteiligt, übt gegenüber den anderen 55 Mitgliedsstaaten den größten Einfluss aus.

Siehe auch: www.islaminstitut.de: ISLAM UND CHRISTLICHER GLAUBE / ISLAM AND CHRISTIANITY

Wie wird man Muslim

Ob ein Mensch vor Gott Muslim ist oder nicht, können nur der Mensch bzw. Gott selbst wissen. Um aber offiziell in die Gemeinschaft der Muslime aufgenommen zu werden, ist im allgemeinen das Aussprechen der Shahada, des islamischen Glaubensbekenntnis "la ilaha illa allah wa-muhammadan rasulu llah" (Niemand ist anbetungswürdig außer Allah, und Mohammed ist Sein Gesandter), nötig. In einigen Gemeinden ist zudem ein Treugelöbnis (Baiat) erforderlich - man verspricht hier in die Hand des Imam oder Khalifa der jeweiligen Zeit, ihm in allem Guten gehorsam zu sein. Dies war auch die Praxis des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm). Tatsächlich ist es so, daß nach islamischem Glauben jedes Kind als "Muslim" geboren wird, denn das Wort "Muslim" bedeutet nichts anderes als "jemand, der Frieden in der Ergebung in Gott besitzt".

Da jedes Kind nach islamischer Vorstellung rein und sündlos geboren wird, ist es "Muslim". Wächst man aber durch den Einfluß der Eltern in einem anderen Glauben auf und möchte später dem Islam beitreten, so geschieht dies durch die eben beschriebene Prozedur. Ihr IslamToday-Team

»[...] Muslime stellen rund 23 Prozent der Weltbevölkerung von 6,8 Milliarden dar

Washington (kath.net/idea)
Die meisten Muslime leben nicht in arabischen Ländern sondern in Asien. Von den knapp 1,6 Milliarden Muslimen weltweit finden sich annähernd 62 Prozent in Asien und dem pazifischen Raum, 20 Prozent im Mittleren Osten und Nordafrika, 15,3 Prozent in Afrika südlich der Sahara, 2,4 Prozent in Europa und 0,3 Prozent in Nord-, Mittel- und Süd-Amerika. Das geht aus einer weltweiten Untersuchung des US-amerikanischen Pew-Forschungsinstituts hervor, die jetzt in Washington veröffentlicht wurde. Insgesamt stellen die Muslime rund 23 Prozent der Weltbevölkerung von 6,8 Milliarden. Die Zahl der Christen wird auf 2,1 Milliarden geschätzt (30 Prozent).
Nach Angaben des Forschungsinstituts sind etwa 90 Prozent aller Muslime Sunniten und zehn Prozent Schiiten. Über 300 Millionen Muslime (19 Prozent) leben in Ländern, in denen der Islam nicht die vorherrschende Religion ist. Die zahlenmäßig stärkste Minderheit hat Indien. Dort stellen sie 161 Millionen Muslime einen Bevölkerungsanteil von 13,4 Prozent. Das Land mit der größten Zahl von Muslimen ist Indonesien mit 203 Millionen. In Europa leben 38 Millionen Muslime, 16,5 Millionen allein in Russland (11,7 Prozent der Bevölkerung). Für Deutschland gibt das Institut vier Millionen Muslime an, ein Bevölkerungsanteil von rund fünf Prozent. Damit leben hierzulande mehr Muslime als in den Vereinigten Arabischen Emiraten (3,5 Millionen).
«
Zitat: www.kath.net, Oktober 2009

www.welt.de, 27.01.2011: Zahl der Muslime wächst rasant, besonders in Pakistan. Bis zum Jahr 2030 wird Pakistan Indonesien als Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung überholt haben.

Schweden: Integration gescheitert

Nahezu täglich kann man in schwedischen Nachrichten von zunehmender Gewalt und Bandenkriegen erfahren, bei denen regelmäßig Angehörige von Migranten mit muslimischem Hintergrund beteiligt sind. Besonders problematisch scheint derzeit die Situation in der Stadt Malmö zu sein.
Schweden wird zusammen mit Belgien bis 2030 die größten muslimischen Bevölkerungsanteile europaweit haben. In Schweden werden laut der Studie von Pew Forum on Religion & Public Life etwa 993.000 Muslime im Jahr 2030 leben (ca. 450.000 im Jahr 2010)
 Schweden
features.pewforum.org, Sweden (The Future of the Global Muslim Population 1990 - 2030)
nach oben

Gesamtzahl der Muslime in Deutschland:

4.000.000
2010 / REMID.
Siehe: REMID : Gesamtzahl der Muslime in Deutschland

Deutlich mehr Muslime in Deutschland

»[...] Nach einer neuen Studie wohnen zwischen 3,8 Millionen und 4,3 Millionen (Muslime, d.Verf.) in der Bundesrepublik, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von rund fünf Prozent entspricht. [...] Laut der Studie haben 45 Prozent der in der Bundesrepublik lebenden Muslime ausländischer Herkunft einen deutschen Pass. [...]«
Aus tagesschau.de, 24. Juni 2009
Siehe auch: Expertise zur Lebenswirklichkeit muslimischer Familien in Deutschland (pdf)

Derzeit mangelt es noch an genaueren Zahlen, da es seit 1987 keine Volkszählung mehr gegeben hat. Vermutlich wird erst die Volkszählung im Jahr 2011 dieses Defizit beheben. Einige Autoren gehen bereits von weit mehr als 5 Millionen Muslime in Deutschland aus, wobei auch denjenigen nur Schätzungen vorliegen, die noch dazu von falschen Voraussetzungen ausgehen. So ist z.B. problematisch, aus der religiösen Zusammensetzung der Bevölkerung des Herkunftslandes automatisch auf die Religion der hier lebenden Migranten zu schließen, da ein erheblicher Teil der Menschen aus Ländern, die hauptsächlich islamisch sind, keine Muslime sind. Anm. muz-online.de.

Moscheen in Deutschland
Deutschlandweit gibt es neben den rund 2600 Gebetsräumen 163 klassische Moscheen. In Bau oder in Planung sind weitere 184 Moscheen, teils mit Kuppel und Minarett. Die Ahmadiyya-Gemeinschaft hat bereits 1989 einen "100-Moscheen-Plan" veröffentlicht, von dem bisher 25% umgesetzt ist (SPIEGEL Special, 2/2008, S.74).

Die größte Moschee Deutschlands wird in Köln gebaut.
abna.ir, 24. August 2010: »[...] Cologne's city council has voted in favor of building Germany's largest mosque. [...] The structure will cost between €15 billion and €20 billion, financed by private donations from more than 800 groups in Germany. Construction will be completed in 2010 by the locally based Turkish-Islamic Union for Religious Affairs (DITIB), which has close ties to Ankara.
The mosque, designed by German architects Paul and Gottfried Böhm, will be a domed building with glass walls and two minarets. The minarets will be 180 feet tall, one-third the height of the towers of the Cologne Cathedral. The mosque will also be flanked by tall office buildings. DITIB has agreed not to broadcast the call to prayer over loudspeakers. [...]«

Muslime in Berlin
Nach Angaben der Senatsverwaltung für Integration leben 220.000 bis 300.000 Muslime in Berlin (Stand 2010). Seit den 1920er Jahren existierte bereits eine kleine islamische Gemeinde, doch kam erst im Rahmen der Anwerbung von Gastarbeitern in den 60er Jahren eine große Zahl von Muslimen nach West-Berlin. 1960 lebten in West-Berlin gerade einmal 22.065 Ausländer, davon 225 aus der Türkei. Im Jahr 1974, als die Anwerbung von Gastarbeitern abgeschlossen war, zählte West-Berlin bereits 190.000 Ausländer, von denen 88.000 aus der Türkei kamen. Bis zum Jahre 1988 war deren Anzahl durch Familiennachzug und Geburten auf 123.000 angestiegen, 1996 in dem nun vereinten Berlin auf 138.000. Im Juni 2007 waren in Berlin nur noch 114.735 Türken als Ausländer registriert (in dieser Zahl sind die eingebürgerten Türken sowie die seit dem Jahr 2000 in Berlin geborenen Kinder türkischer Abstammung nicht enthalten) .
Von 1991 bis 2009 wurden ca. 6,3 Millionen Menschen aus dem Ausland in Berlin eingebürgert. Darunter waren u.v.a. 3,28 Millionen Europäer und 1,787 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln. Ständige Bevölkerungswanderungen halten die Bevölkerungszahl in Berlin stabil bei rund 3,4 Millionen, von denen 460.000 als Ausländer und der Rest als Deutsche gelten. Etwa 30% der Einwohner Berlins weisen einen Migrationshintergrund auf. Die meisten Menschen mit Migrationshintergrund leben in den Bezirken Mitte (ca. 45%), Neukölln (39%), Kreuzberg-Friedrichshain (36%), Charlottenburg-Wilmersdorf (33%) und Tempelhof-Schöneberg (31%). Siehe: www.statistik-berlin-brandenburg.de, Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2009.

www.taz.de, 22.05.2010: »[...] Mit dem Maschari-Center am Görlitzer Bahnhof eröffnete Berlins zweitgrößte Moschee. [...] Der Bauherr der Moschee, der Islamische Verein für Wohltätige Projekte (IVWP e. V.), ist eine Gemeinde überwiegend arabischstämmiger Muslime, die sich der Glaubensrichtung der Habashis zurechnen. Von konservativen Gruppen wie etwa den Salafiten werden die Habashis als Abtrünnige angefeindet [...]«

Berlins größte Moschee ist die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Neukölln. Sie bietet Platz für 1.500 Gläubige.
Siehe auch:
de.wikipedia.org, Sehitlik-Moschee.
www.suite101.de, 29.03.2009, Berlins größte und prächtigste Moschee. Sehitlik-Moschee in Berlin auf islamischer Begräbnisstätte.

Islamisten in Deutschland
Meldung vom 17. April 2011:
»Berlin (Reuters) - Die Gefahr eines Terroranschlags in Deutschland ist nach Angaben des Verfassungsschutzes nicht gebannt. [...] Es gebe eine Vielzahl von Informationen aus dem In- und Ausland, dass die Pläne für einen "massiven Angriff in Deutschland" fortbestünden. [...] Nach Angaben von Verfassungsschutz-Präsident Fromm ist die deutsche Islamistenszene erneut gewachsen. Dazu zählten inzwischen insgesamt rund 37.500 Personen. 2009 seien es noch mehr als 1000 weniger gewesen. Der größte Teil entfalle jedoch auf nicht gewaltorientierte islamistische Organisationen. [...]«
Zitiert aus: de.reuters.com, Verfassungsschutz hält Terrorgefahr für unverändert hoch, 17.4.2011

Islamisten in Berlin
Meldung vom 5.5.2004:
»Berlin (ots) - Von den etwa 200.000 Muslimen in der deutschen Hauptstadt Berlin sind etwa 4000 dem extremistischen islamistischen Spektrum zuzuordnen. Das sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) der BERLINER MORGENPOST (Donnerstag-Ausgabe). Mehr als drei Viertel der Islamisten, die überwiegend in der türkischen Gemeinschaft "Milli Görüs" organisiert seien, werben laut Körting für ihre Vorstellungen vom religiös beherrschten Staat, wollen dieses Ziel aber nicht mit Gewalt durchsetzen. Dennoch sei auch Deutschland ein potenzielles Anschlagsziel. Das zeige der vor dem Berliner Kammergericht laufende Prozess gegen den mutmaßlichen islamistischen Terroristen Ihsan G. "Dass der Tunesier vor Gericht steht, ist ein großer Erfolg unserer Sicherheitsbehörden", sagte der Innensenator. Ihsan G. war am 20. März vergangenen Jahres festgenommen worden, nachdem offenbar V-Leute des Verfassungsschutzes von Anschlagsplänen des Tunesiers berichtet hatten. "Unsere Sicherheitsbehörden funktionieren gewissermaßen als Frühwarnsystem, auch unter Einbeziehung nachrichtendienstlicher Mittel", erklärte Körting.«
ots-Originaltext: Berliner Morgenpost

Khadija-Moschee in Heinersdorf (Ahmadiyya)

Am Mittwoch, den 27. Juni 2007, wurde mit den vorbereitenden Baumaßnahmen angefangen. Der zweistöckige Neubau in der Tiniusstraße ist der erste Moscheeneubau im Osten Berlins.
Finanziert wird er durch Spenden. Gegen die Errichtung der Moschee mit ihrem zwölf Meter hohen Minarett hatte sich eine Interessengemeinschaft organisiert.

Abdullah Wagishauser (68er, APO; Vorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland)
Blog: ipahb.de - Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger e.V. - NEIN zum Bau der Ahmadiyya-Moschee in Pankow-Heinersdorf
Pressestimmen: Pankow-Heinersdorf
Ahmadiyya.de
Ahmadiyya u.a. siehe Link-Liste
Muhammed Salim Abdullah
Ahmadiyya-Moschee in Schlüchtern - Ein Beispiel für erfolgreichen Widerstand

Eröffnung der Khadija-Moschee

Die Khadija-Moschee in der Tiniusstraße ist fertiggestellt und wurde am 16. Oktober 2008 vor rund 250 geladenen Gästen eröffnet. Der Kalif der Ahmadiyya-Gemeinde, Hazrat Mirza Masroor Ahmad, kam zu den zweitägigen Feierlichkeiten aus London nach Heinersdorf und sprach am 17. Oktober in dem neuen Gotteshaus das Freitagsgebet.
Eine neue Moschee für Berlin

»MINARETT-LAUTSPRECHER. Ist der Ruf erst installiert

Sie galt als Beweis für friedliches Miteinander – bis ihre Gemeinde Lautsprecher am Minarett anbrachte. Wie um die Moschee im kleinen Rendsburg ein großer Glaubenskrieg entbrannte. [...] „Allahu akbar, allahu akbar!“ Gott ist groß. Der arabische Singsang kommt live aus drei Lautsprechern an zwei Minaretten. Der Muezzin selbst, ein junges Gemeindemitglied, steht mit einem Mikrofon im Gebetsraum. [...] Ein Muezzinruf in einer deutschen Stadt? [...] Unbeachtet von der Öffentlichkeit schallt jedoch längst in unzähligen Kleinstädten der Muezzinruf über deutsche Dächer. Auch in Neumünster, das keine 50 Kilometer von Rendsburg entfernt liegt, gehört das „Allahu akbar“ seit 15 Jahren zum Alltag. Mitten in der Stadt, in der Friedrichstraße, klingt es fünf mal am Tag, sieben Tage in der Woche vom Dach der Moschee der Islamischen Gemeinde Neumünster. [...]«
Gebaut wurde die Moschee in Rendsburg von der "Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs", zu der die "Islamische Gemeinde Rendsburg e.V." gehört.
Zitat: tagesspiegel.de, 7. August 2010
Siehe auch: de.wikipedia.org, Centrum-Moschee Rendsburg

Die Vertreibung der Muslime aus Europa

25. August 2010:  Thilo Sarrazin, ein Vertreter der neoliberalen Geld- und Finanzpolitik, früherer Finanzsenator von Berlin und seit 2009 im Vorstand der Bundesbank, warnt in seinem neuen Buch "Deutschland schafft sich ab" vor einer Überfremdung Deutschlands und führt weiter aus, dass 40 Prozent der muslimischen Migranten von Transfer-Leistungen lebten und keinen Beitrag zum Wohlstand leisteten. Nachdem erste Auszüge seines Buches im SPIEGEL vorab veröffentlich worden sind, sorgten Sarrazins Thesen in der deutschen Öffentlichkeit umgehend für heftige Aufregung. Der jüdische Zentralrat empfahl Sarrazin, Mitglied bei der NPD zu werden, die SPD forderte Sarrazins Austritt aus der Partei etc. Sarrazin erregte in der Vergangenheit auch immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit mit seinen "Hetz-Argumenten" gegen Arbeitslose und sozial schwache Mitglieder der Gesellschaft. Angelehnt an die Lehre des Wirtschaftsgurus des 20. Jahrhunderts,  Milton Friedman, gelten dann auch jene "unnützen Fresser" (wie die Nationalsozialisten all jene Menschen bezeichneten, die sie als minderwertig einstuften) gemäß der exklusiven Logik wirtschaftlicher Rationalität und finanzieller Effizienz als ineffizient und somit als überflüssig...

Siehe auch: spiegel.de, Umstrittene Thesen zu Migration. Merkel entrüstet über Sarrazin, 25. August 2010
spiegel.de, Der SPD-Politiker Thilo Sarrazin über die Folgen einer missglückten Einwanderungspolitik - und seine radikalen Lösungsvorschläge, 23.8.2010.
Siehe auch: Lingua Tertii Imperii - Sprache des Dritten Reichs.
Zur "Gen-Frage": Thilo Sarrazin und das Juden-Gen – die Fakten.
Herkunftsanalyse mittels DNA
Diskriminierung in Israel: Geschlechtertrennung in Bussen.
Frankreich: Burka-Verbot
Dänemark: Merkel ehrt Mohammed-Karikaturisten

Gerald Celente, Chef des US-amerikanischen Trend Reserach Institutes, schreibt in seiner im Sommer 2010 herausgegebenen Prognose, dass mit der Verschärfung sozialer Spannungen in Europa, die Muslime ab 2012 mit ihrer Vertreibung aus Europa rechnen müssten. »[...] Gerald Celente ..., empfiehlt allen in Europa lebenden Muslimen und islamischen Gruppen schon jetzt, Fluchtpläne zu erarbeiten oder aber Europa schon jetzt allmählich wieder zu verlassen, da sich in Europa die Geschichte wiederholen werde und es flächendeckend zu derzeit noch kaum vorstellbaren Vertreibungen von Muslimen kommen werde. [...]«
Zitat: prophezeiungsforum.de, 20.07.2010. Quelle: Trends Journal (Summer Issue 23/No.10).
Siehe auch: terra-germania.info, AB 2012 WERDEN DIE MUSLIME ÜBERALL AUS EUROPA VERTRIEBEN, 21. Juli 2010

»[...] Die verschwiegenen Kosten der Zuwanderung

Vergessen Sie die horrenden Kosten der Wirtschaftskrise. Sie sind trotz der vielen Milliarden, die wir alle dafür bezahlen müssen, nichts im Vergleich zu jenen Beträgen, die wir für die Heuschrecken der Zuwanderungsindustrie ausgeben. Es ist politisch nicht korrekt, die Zahlen zu addieren. Denn Politiker und Medien sprechen bei Migranten aus der Türkei und anderen fernen Ländern gern von angeblicher "Bereicherung". Doch jetzt wird abgerechnet. Die Wahrheit lautet: Bestimmte Migrantengruppen kosten uns pro Jahr weitaus mehr als die Wirtschaftskrise. Über eine Billion (!) Euro haben Migranten allein in Deutschland bislang an Schäden in unseren Sozialsystemen verursacht. • Wussten Sie, dass schon mehr als 40 Prozent der Sozialhilfebezieher in Deutschland Ausländer sind und die von ihnen verursachten Kosten für die Steuerzahler pro Jahr (!) höher sind als die Kosten der Finanzkrise? • Wussten Sie, dass Migranten laut Armutsberichten immer ärmer werden und zugleich von Jahr zu Jahr mehr Milliarden ins Ausland schaffen? • Wissen Sie, wie viele türkische Hartz-IV-Empfänger Schwarzgeldkonten in Liechtenstein haben? • Wussten Sie, dass deutsche Sozialgerichte Sozialhilfebetrug bei Migranten inzwischen als »kulturelle Besonderheit« akzeptieren und mit dieser Begründung auf Rückforderung der betrügerisch abkassierten Summen verzichten? • Wussten Sie, dass wir seit Jahrzehnten Türken und Mitglieder von Balkan-Großfamilien, die noch nie in Europa gewesen sind, kostenlos und ohne einen Cent Zuzahlung in der gesetzlichen deutschen Krankenversicherung mitfinanzieren? [...]«
Zitat:  Kurzbeschreibung zum Buch "Kein Schwarz. kein Rot. kein Gold". Autor: Udo Ulfkotte, erschienen am 15. September 2010

Die Muslime in Deutschland teilen sich wie folgt auf:

Sunnitische Muslime: 2.640.000
2006 / REMID.

Aleviten: 400.000
2005 / REMID

Die aus dem arabischen hergeleitete Bezeichnung Alawi(yun) für die Anhänger des Ali ibn Abu Talib, der mit dem Propheten Mohammed in enger Verwandtschaft stand und somit zu den "Ahl al-Bait" (Angehörige des Prophetenhauses) gehörte, ist die Wortwurzel für den Namen Aleviten.
Der Alevismus entstand aus dem Islam heraus als Volksopposition gegen den orthodox-sunnitischen Islam. Aber auch gegenüber der Schi'a grenzt er sich ab: "Außer der Liebe zu Ali und den zwölf Imamen verbindet den Alewismus nichts mit den Schiiten im Iran, Irak und anderen arabischen Ländern, die mit der Scharia-Reaktion verbunden bleiben."
(vgl. Broschüre zur Kulturwoche der Anatolischen Aleviten in Berlin, 1991).
Bis auf wenige Gläubige, die sich eher als Muslime verstehen denn als Aleviten und ihre Gebete in Moscheen verrichten, lehnen insbesondere die anatolischen Aleviten die Scharia sowie die "Fünf Säulen des Islam" ab und haben keine Moscheen. Sie ünterstützten die Gründung der modernen Türkei unter Kemal Atatürk. Diese freiheitliche Richtung des Islams, die sich für die Trennung von Staat und Religion sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt, wird in der Türkei seit Jahrhunderten diskriminiert und vom türkischen Staat nicht als eigenständige und gleichberechtigte Religionsgemeinschaft anerkannt. Aleviten, die seit Atatürk Glaubensfreiheit genießen, waren in der Vergangenheit immer wieder pogromartigen Übergriffen ausgesetzt.
Etwa 400.000 - 700.000 der türkischstämmigen Einwohner Deutschlands gehören der alevitischen Religionsgemeinschaft an (SPIEGEL Special, 2/2008, S.50). Davon leben in Berlin nach eigenen Angaben etwa 40.000 (Stand 1993).

Iranische Imamiten und türkische Schiiten: 225.500
2006 REMID/ZIA.

Ahmadiyya: 50.000
2005 / REMID. Vor allem Flüchtlinge aus Pakistan

Sufi-Gemeinschaften: 10.000
2006 / REMID.

Ismailiten: 1.900
2006 / ZIA.

Moscheevereine:
Die Zahl der Vereinsmitglieder ist kein Anhaltspunkt für die Bedeutung der Vereine.

Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB): 150.000
2007 / REMID.

Die DITB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) ist der deutsche Ableger des türkischen Präsidiums für Religionsangelegenheiten DIB, die direkt dem türkischen Ministerpräsidenten untersteht (siehe auch: Türkei: Entwicklungen). Die DIB entsendet ihre eigenen Imame. Es bestehen personelle sowie inhaltliche Querverbindungen zu Milli Görüs.

Islamrat für die BRD: 136.000
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG): 26.500
2005 / VS. 274 Moscheevereine

Die seit einigen Jahren vom deutschen Verfassungsschutz observierte Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), die als zweitgrößte islamische Organisation in Deutschland gilt und größtes Mitglied im Islamrat (IR) für die Bundesrepublik Deutschland ist, kooperiert mit der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die wiederum der Föderation der islamischen Organisationen in Europa (FIOE) mit Sitz in Großbritannien angeschlossen ist, welche der Dachverband der verschiedenen Organisationen der Muslimbruderschaft ist. Amtierender Oberster Führer der Muslimbrüder ist seit 2004 Muhammad Mahdi Akif, der öffentlich den gewaltsamen Widerstand im Irak, die Selbstmordattentate der HAMAS und anderer palästinensischer Gruppen unterstützt und dem jüdischen Volk jegliches Existenzrecht zwischen Mittelmeer und Jordan abspricht. Zudem zeigt er sich mit Blick auf den Westen zuversichtlich, dass eine Islamisierung Europas und der USA nur eine Frage der Zeit sei. Die Muslimbruderschaft, 1928 in Ägypten gegründet, ist die größte islamistische Organisation des sunnitischen Islams und hat die schrittweise Errichtung eines weltweiten islamischen Staates auf der Basis der Scharia zum Ziel.
Ein bekannter Interessenvertreter von Milli Görüş ist Ibrahim Farouk El-Zayat, Präsident der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD). El-Zayat, den die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) als "Integrationsexperten" benannt hat, ist ein bekannter Funktionär, der sowohl die Interessen von Milli Görüş vertritt (als Funktionär der Europäischen Moscheebau- und Unterstützergemeinschaft verwaltet er den Immobilienbesitz von Milli Görüs) als auch die Ziele der Muslimbruderschaft unterstützt. Nun wird ihm vorgeworfen, der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft anzugehören (was von der Mutterorganisation in Kairo bestätigt wurde) und in Geldwäscheaktionen verwickelt zu sein. El Zayat, der durch Heirat über beste Beziehungen zu dem türkischen Islamisten und ehemaligen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan verfügt, war 2006 Kandidat für das Amt des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Vorsitzender wurde dann aber der Deutsche Axel Ayyub Köhler, der den Wahabiten Nadeem Elyas ablöst.
Siehe auch de.wikipedia.org, Ibrahim El-Zayat:
»[...] Pressemeldungen vom 20. März 2009 zufolge ermittelt die Münchener Staatsanwaltschaft seit 2007 gegen El-Zayat als Hauptbeschuldigten und sechs weitere Islam-Funktionäre (u.a. gegen den Generalsekretär von Millî Görüs, Oguz Ücüncü; Anm. muz-online.de) wegen des Verdachts, "Kopf einer kriminellen Vereinigung (zu) sein", die Gelder erschwindele und damit islamistische Ziele verfolge. Die Rede ist unter anderem von "gewerbs- und bandenmäßigem" Betrug in mehreren Fällen, Urkundenfälschung, Untreue, Geldwäsche und Verstoß gegen das Kreditwesengesetz. Am 21. September 2010 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft München alle Ermittlungen gegen ihn eingestellt hat. Viele Beobachter vermuten einen politischen Hintergrund der Ermittlungen gegen El-Zayat, der als wichtigster Kopf des politischen Islam in Deutschland betrachtet wird.[...]«

Verband der Islamischen Kulturzentren: 20.000
2005 / REMID.

Nurculuk-Vereinigung: 12.000
2005 / REMID.

Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD): 12.000
2005 / REMID. 19 Dachorganisationen mit den dazugehörigen Moscheevereinen. Vorsitzender ist seit 2006 der Deutsche Axel Ayyub Köhler.

Islamische Gemeinschaft Jama't un-Nur: 6.000
2005 / REMID. 120 Medressen

Türkisch-Islamische Union (ATIB): 1.300
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft in Deutschland: 1.300
2005 / REMID.

Kalifatsstaat: 750
2005 / VS. Die Organisation ist seit Dezember 2001 verboten.

Tablighi Jama´at (Gemeinschaft der Verkündigung der Mission): 500
2005 / REMID.

nach oben

Wandel in der westlichen Gesellschaft

Das Islam-Archiv in Soest (Leiter: Muhammed Salim Abdullah ... mehr) hat in einer vom Innenministerium finanzierten Studie festgestellt, dass zwischen Juli 2004 und Juni 2005 gut 4000 Deutsche dem Islam beigetreten sind. Bis vor drei Jahren, als die Zahl der Eintritte konstant bei rund 300 im Jahr lag, handelte es sich dabei vor allem um Frauen, die einen muslimischen Mann geheiratet hatten. Wenngleich sich die Gründe heute etwas geändert haben, sind es immer noch viele Frauen aber auch reichlich Akademiker unterschiedlichen Geschlechts, die zum Islam konvertieren. Häufig diene die Bewältigung einer persönlichen Krise als Motiv für den Eintritt zum Islam. Wenn auch das Christentum diese Möglichkeit bietet, so wolle man sich doch von der Allgemeinheit abheben und sich von anderen unterscheiden. Viele schätzten die klaren Handlungsanweisungen des Koran und meinten, dass im Islam gesellschaftliche Werte noch etwas zählten, wogegen der Werteverfall in der westlichen Gesellschaft nicht mehr zu übersehen sei, andere aber träten dem Islam allein aus Trotz bei (siehe auch: DER SPIEGEL, 3/2007, S.38).

Pierre Vogel alias Abu Hamza Salahuddin, Dawa-Vortrag Teil 1, 56:06
Mönchengladbach, 23. Januar 2010


In einer weiteren Veröffentlichung des Archivs heißt es, dass 2045 in Deutschland genauso viele Muslime leben könnten wie Nicht-Muslime, zudem werde die Bevölkerung in Deutschland durch Zuwanderung auf rund 100 Mio. wachsen. Nach den aktuellen Trends werde Europa spätestens Ende des 21. Jahrhunderts muslimische Mehrheiten in der Bevölkerung haben, wofür Migration und Demografie sprächen. Während nicht-muslimische Frauen im Schnitt 1,1 Kinder bekommen, gebären Frauen aus islamisch geprägten Kulturen durchschnittlich 2,1 Kinder. Allerdings dürften sich diese Zahlen, wie jüngere Untersuchungen ermittelten, nicht bestätigen (hierzu siehe weiter unten: TÜRKLAND)
Siehe auch zeit.de, Meinungsstark, aber ahnungslos, 20.4.2007
Vgl. Die Neue Ordnung, Dr. Johannes Rogalla von Bieberstein, 2004

Nach Aussage des Mittelalterhistorikers Ekkehart Rotter ("STERN"-Interview, 25/2007, S. 70 ff.) werde Europa in 50 Jahren islamisiert sein. Europa erlebe heute eine Kolonisierung durch die Türkei, gesteuert durch das dortige Ministerium für religiöse Angelegenheiten, das auch verantwortlich für den Bau der meisten Moscheen - Bollwerke gegen Integration - sei.

E. Rotter gibt auch zu bedenken, dass ein Muslim, der sich an den Koran hält, keinen Eid aufs deutsche Grundgesetz ablegen könne, da offen zu Gewalt gegen Ungläubige, also Nicht-Muslime, aufgerufen werde. Da der Koran ein Glaubensbekenntnis ist und von den Muslimen wörtlich genommen wird, weil er eins zu eins Gottes Wort wiedergibt, könne man den Koran aber auch nur schwer von seinen aggressiven Inhalten befreien.
Wie E. Rotter weiter meint, dürfe dem Islam in Europa kein Platz eingeräumt werden, solange der Koran nicht mit den Menschenrechten in Übereinstimmung gebracht wird. Es werde auch keine Integration geben, solange die Koranstelle gilt, dass ein Muslim mit Christen und Juden keinen Umgang haben darf.

  • Beispiele aus dem Koran
    Sure 5,51: "Nehmt euch nicht Juden und Christen zu Freunden." Sure 8,55: "Als die schlimmsten Tiere gelten bei Gott die Ungläubigen." Sure 5,60: "..die Allah verflucht hat" (Volk der Schrift, die Juden). Siehe auch: Koran in deutscher Sprache zum Download (zip).

    Koran-Suren zu Gewalt und Krieg
    Koran-Zitate-Analyse


  • www.spiegel.de: SCHÄUBLES MUSLIM-STUDIE. 500 Seiten politischer Sprengstoff.
    "Eine Studie zu Muslimen in Deutschland zeichnet ein düsteres Bild: 40 Prozent sind fundamental eingestellt, 6 Prozent gewaltbereit. Die Zahl der Rechtsstaatsgegner ist ähnlich hoch wie die bei deutschen Nichtmuslimen. Politiker und Experten sind über die Zahlen erschrocken, halten sie aber für realistisch."
    Die Studie des BMI zum Download (pdf)


  • Islamistischer Extremismus, Konvertiten und Terrorismus, Bedrohungen im Wandel. Eine Veranstaltung des Verfassungsschutzes am 26. November 2009 in Potsdam.
    Der Religionswissenschaftler Dr. H. M. Haußig untersucht in seinem Vortrag die Begriffe "Islamismus" und "islamischer Fundamentalismus". Bei der historischen und begrifflichen Einordnung zeigen sich die Probleme pauschaler Zurodnungen. So wird z.B. aufgezeigt, dass es recht unterschiedliche Tendenzen im Islam gibt, die sich selbst als "fundamentalistisch" definieren. »[...] Man findet darunter sowohl Anhänger totalitärer Ideologien als auch überzeugte Demokraten.[...]« Der Begriff "Islamismus" hingegen ist eine »[...] eindeutig westliche Prägung und habe im Arabischen oder Persischen kein Äquivalent. Versuche, den Begriff im Arabischen oder Persischen wiederzugeben, haben im Arabischen zu einer Lehnübersetzung mit Hilfe eines Adjektivs geführt: islam siyasi. Übersetzt man diese Worte zurück ins Deutsche, so bedeuten sie "politischer Islam";[...]« In einer Abstraktbildung kann "Islamismus" auch mit dem Wort "islamawiya" ("Neigung zum Islam") wiedergegeben werden. Wie Dr. Haußig weiter ausführt, verstehen sich die Islamisten selbst »[...] als Muslime, die den "reinen" und "wahren Islam" der Gründerzeit verbreiten. [...]« Abschließend stellt Dr. Haußig heraus, dass mit dem Anspruch, seine eigene Religiosität leben zu wollen, nicht zwangsläufig ein politischer Anspruch verbunden ist. »[...] Der Wunsch, andere Formen von Religion zu praktizieren, impliziert nicht, dass die Akteure der religiösen Handlungen, die Angehörigen der muslimischen Minderheit, der nichtmuslimischen Mehrheit ihre religiöse Praxis aufzwingen will. Zwar mag der fromme Muslim den Wunsch haben, andere zu seiner Religion zu bekehren, doch ist dies ein legitimes Anliegen, wie es auch das Anliegen evangelikaler Christen ist, Menschen zu bekehren. Erforderlich ist also zunächst ein wenig mehr Gelassenheit im Umgang mit religiöser Differenz. Von Islamismus, islamistischem Extremismus und ähnlichen sollte daher nur dort gesprochen werden, wo seitens der Vertreter einer islamisch begründeten Position die Legitimität widersprechender Auffassungen nicht anerkannt beziehungsweise bekämpft wird.[...]«
    Zitiert aus: www.verfassungsschutz.brandenburg.de, 26.11.2009 (pdf)


  • YouTube - Kanal von memritvVideos

Juni 2007: Salman Rushdie ("Die satanischen Verse", 1989) wurde in Großbritannien zum Ritter (Sir) ernannt. Daraufhin protestierte die muslimische Welt. Auf Massendemos in iranischen und pakistanischen Städten wurden Flaggen und Puppen von Königin Elizabeth und Salman Rushdie verbrannt. Ganz offen fordert man wie schon 1989 Rushdies Kopf. Die britischen Botschafter in Teheran und Islamabad nahmen brav die Protestnoten entgegen. Lord Ahmed, erstes muslimisches Mitglied des britischen Oberhauses sagt, dass Rushdies Ernennung zum Sir die 'religiösen Gefühle' der islamischen Welt verletzt habe.
Die deutsche Tageszeitung "taz" fragte, "ob es denn tatsächlich nötig war, Rushdie den Adelstitel anzubieten (und ob es klug von ihm war, ihn anzunehmen)".
Die Umgangsweise mit der muslimischen Protestwelle gegen die Ernennung von Salman Rushdie zum Ritter zeigte zum wiederholten Mal, dass die westliche Publizistik und Politik bereits vor den Forderungen islamischer Agitation kapituliert hat. Warum? Sind die Muslime die ewig unschuldigen Opfer, die nichts dafür können, dass sie gelegentlich ausrasten ? Wie E. Rotter sagt, stellten Muslime seit Jahren Forderungen und beschimpfen den, der sie nicht erfüllt, als Faschisten und Rassisten. Deswegen erfülle man sie lieber und fühle sich gut.

Gott - Krone - Vaterland

In  UNGARN wurde unterdessen die Landesverfassung geändert. Die national-konservative Regierung (seit 2010 im Amt) negiert u.a. die Notwendigkeit einer multikulturellen Gesellschaft, insbesondere, wenn diese keine Rücksicht auf nationale Empfindungen nehmen muss. Statt dessen werden wieder traditionelle ungarische Werte in den Vordergrund gestellt: Gott (nach christlicher Lehre) - Krone - Vaterland ... Forint, die ungarische Währung... Einige haben die Gefahr erkannt, die durch kulturfremde Einflüsse droht. Doch die meisten scheinen immer noch nicht verstanden zu haben, was auf dem Spiel steht. Von brutalen Christenverfolgungen hört man mittlerweile aus vielen Ländern, u.a. aus Ägypten und Nigeria.
Doch Vorsicht ! Nicht der Islam - oder überhaupt irgendeine Religion - ist der Feind. Die Religion wird nur instrumentalisiert zur Erreichung wirtschaftlicher-politischer Interessen - was nichts Neues ist. Dennoch muss auch gesagt werden, dass insbesondere die monotheistischen Religionen das Potential haben, derart benutzt werden zu können.

Der Börne-Preisträger Henryk M. Broder fragte in der Zeitschrift "DER SPIEGEL" (26, 2007, S. 158), was denn in Zukunft noch unterbleiben müsse, um solche Reaktionen zu vermeiden. Der Genuss von Alkohol und der Verzehr von Schweinefleisch ? Frauenfußball im Beisein von Männern und Schönheitswettbewerbe mit Bikini-Mädchen ? Gemischter Sport- und Schwimmunterricht ? Der Dialog auf "gleicher Augenhöhe", finde unter verkehrten Vorzeichen statt. Während die "Brandstifter zündeln", will es "Biedermann" nicht wahrhaben (Max Frisch) und "Biedermann" (Grüne und andere Gutmenschen) übt sich in stetem Kniefall vor den muslimischen Führern.

»Gaddafi erklärt Schweiz den Heiligen Krieg
Der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi hat Muslime zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz aufgerufen. "Der ungläubigen und abtrünnigen Schweiz, die die Häuser Allahs zerstört, muss mit allen Mitteln der Dschihad erklärt werden", sagte er in der ostlibyschen Stadt Bengasi. Jeder Muslim, der mit der Schweiz Geschäfte mache, sei ein "Ungläubiger", der sich gegen den Islam stelle.
"Lasst uns kämpfen gegen die Schweiz, den Zionismus und ausländische Aggression", sagte Gaddafi und fügte hinzu: "Das ist kein Terrorismus", im Gegensatz zu den Aktionen der Al Kaida, die er als "eine Art Verbrechen und Geisteskrankheit" bezeichnete. Es gebe einen großen Unterschied zwischen Terrorismus und dem Heiligen Krieg, der das Recht auf bewaffneten Kampf einschließe, sagte er. Der Kampf gegen die Schweiz müsse mit allen Mitteln geführt werden. [...]«
Aus: tagesschau.de, Gaddafi erklärt Schweiz den Heiligen Krieg, 25.02.2010.

Etwa 1 Jahr später steht Gaddafi vor dem Aus. Seine Bankkonten in der Schweiz und anderswo sind gesperrt. Libysche Rebellen und die Nato führen Krieg gegen den "Revolutionsführer", der sich mit äußerster Gewalt gegen seinen Untergang wehrt.
Am 20. Oktober 2011 ist Gaddafi tot, getötet durch einen Kopfschuss. In Libyen regiert übergangsweise der Nationale Übergangsrat. Im November wird Libyen eine Übergangsregierung haben. Rechtsgrundlage ist die Scharia.

Siehe auch muz-online.de:
 Schweiz
 Libyen

Wie auch im Fall der Jyllands-Posten Cartoons in 2006, wird von verantwortlicher islamischer Seite mit gezielter Propaganda gegen westliche Werte Mobil gemacht. So sind dann schnell die Gefühle der Muslime verletzt, wenn freiheitliche Lebenshaltungen und demokratische Grundrechte des Westens zum Ausdruck gebracht werden. Wenn Dschihadisten dagegen mörderische Anschläge gegen westliche Länder durchführen, bei denen Tausende Menschen sterben und verletzt werden (New York, Madrid, London), oder wenn unbescholtene Bürger, Homosexuelle, deutsche Kinder und Jugendliche von Menschen mit muslimischem Hintergrund verprügelt oder sonstwie belästigt werden, dann haben die Menschen dieser Länder kein Recht darauf in ihren Gefühlen verletzt zu sein - weil sie die Ungläubigen sind ? (Zum Thema "Toleranz")

Bezogen auf die Proteste gegen die Ernennung Rushdies zum Ritter, schrieb die kanadische Autorin Irshad Manji, liberale Muslima, dass sie auch beleidigt sei "weil es eine Fatwa gibt, die Frauen dazu verurteilt, zu Hause zu bleiben und sich jederzeit zu bedecken" und weil "so viele andere Muslime nicht beleidigt sind" wenn bei Bombenanschlägen Muslime in Stücke gerissen werden. Es sei "höchste Zeit, die Scheinheiligkeit im Namen des Islam zu verbannen". Denn: "Salman Rushdie ist nicht das Problem. Die Muslime selbst sind es" (DER SPIEGEL, 26, 2007, S. 158).

Wie der Islamwissenschaftler Gernot Rotter (Bruder von Ekkehart Rotter) meint, sei die Mehrheit von den in Deutschland lebenden 3,2 Millionen Menschen mit muslimischer Sozialisation säkular eingestellt und bekenne sich zur Verfassung. Säkulare Muslime sind in der Konsequenz aber keine Muslime mehr. Jedem Muslim, der sich aber von seinem Glauben lossagt, droht die Todesstrafe, alternativ heute (wegen der internationalen Proteste) die Einweisung in die Psychiatrie. Dennoch werden diese Ex-Muslime nach Aussage von E. Rotter immer mehr. Diese Gruppe gelte es zu unterstützen.

Seit Mai 2007 gibt es in Deutschland den Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE). Ferner gibt es einen ZdE in den Niederlanden und in Skandinavien sowie das Council of Ex-Muslims in Großbritannien. Am 26. Februar 2010 wurde der Zentralrat der Ex-Muslime Österreich nach deutschem Vorbild gegründet (siehe: zwischenruf.at, Zentralrat der Ex-Muslime in Österreich gegründet!).

nach oben

Literatur





www-Links

( = Beiträge von muz-online.de)



 Frankreich: Burka-Verbot, September 2010. "La Résistance Républicaine" - für Freiheit -Gleichheit - Brüderlichkeit - gegen Scharia.
DMK-Berlin e.V. - die deutschsprachige islamische Gemeinde in Berlin
Islamische Zeitung
wikipedia: Islam
Islamisches Menschenrechtsverständnis (inkl. Urteile, Videos von Steinigungen)
Pax Europa: www.akte-islam.de
Allah wartet auf Europa
"Es ist Zeit zu sagen: Jetzt reicht es" Wahrheit über Kreuzzüge: Robert Spencer über Folgen verbreiteter historische Irrtümer
verfassungsschutz-bw.de (2008): ISLAMISMUS
Landesamt für Verfassungsschutz - Archiv: Islamismus. Das Islamische Zentrum Hamburg (IZH). Die Imam-Ali-Moschee gehört zu den wichtigsten Zentren schiitischen Glaubens in der Bundesrepublik Deutschland und Europa (pdf)
Die Bahá'í-Religion wurde in Hamburg aufgrund des iranisch-islamischen Einflusses vom interreligiösen Dialog mit anderen Religionen ausgeschlossen. Nach dreijährigem Streit wurden die Bahá'í Ende November 2008 ins Interreligiöse Forum Hamburg aufgenommen. Mit ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Menschenrechtsverletzungen an den Bahá'í im Iran
bahai-einblicke.de: Hamburger Schiiten grenzen Bahai aus
Wie steht der Koran zur Homosexualität?
Helmut Zenz: Der Islam als Weltreligion und in Deutschland
Koran auf Deutsch
Der Islam in Deutschland
Einführung in den Islam
Zukunft Europa: Der Koran ist absolut unfehlbar, denn er ist übernatürlicher und übermenschlicher Herkunft
Da'wa
Al-ManarTV :: News
Der Hezbollah-Sender Al-Manar TV
Islamic Crescents' Observation Project (ICOP)
Die Feiertage für das laufende Jahr
Homepage von Imam Khamenei (Iran)
 Die ersten Araber in Berlin und der Mark Brandenburg
 Islamismus in Deutschland
Djihad und "Heiliger Krieg"
Geschichte des Sufismus (pdf)
Homepage des Sufi-Ordens Naqsbandiyya
Links zu Sufi-Orden
Islamische Gemeinschaft Milli Görüs
Begegnung der Völker, Kulturen und Religionen
Islaam.com Audio Section (Die Audio-Seite)
Free Islamic Resources - learn to pray (video)
Materialien zur Religionswissenschaft
Kampf der Kulturen
Das muslimische Gebet - Salat
Grundlagen des Islam
Islamische Föderation Berlin (IFB)
Islam-Archiv Soest
Qantara.de - Dialog mit der islamischen Welt
Die Kunst der Kalligraphie
Muslim-Markt
IGdMB e.V. Berlin - mit umfangreicher Linkliste
Migration nach Berlin
Die Jesiden - Yeziden - Ezedis
Die Ahmadiyya Bewegung
The Lahore Ahmadiyya Movement in Islam
Ahmadiyya Moschee in Berlin -- Ahmadiyya Anjuman - Religionsgemeinschaft aus Lahore
Ahmadiyya.de
REMID: Religionen in Deutschland - Mitgliederzahlen
Islamische Organisationen - türkisch-sunnitische Muslime
Haus des Islam
IZ - Islamische Zeitung
Religionsgemeinschaft des Islam Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Islam in Deutschland
Ethik-Unterricht zum Thema Islam
Aleviten
Die Wahhabiten
Die Irrlehre namens Wahhabismus... Islamische Sitte
Der Untergang des christlichen Abendlandes im Zeichen des Kopftuchs
Religionswissenschaftler zum "Kopftuchstreit"
Verein Ansar
Ansar al-Islam is a radical Kurdish Islamic group
Dar es Salaam - Tabliqh
Satirical Modern Cartoons
The Jyllands-Posten Cartoons
Mohammed Image Archive
Anti-Semitic cartoons from contemporary Arab media
Major Anti-Semitic Motifs in Arab Cartoons
Freiheit ist immer auch die Freiheit des anderen
Voltaire war ein schlechter Fürsprecher der Moslems

nach oben