world.muz-online.de -- Die Länder des Mittleren Ostens -- spirit.muz-online.de -- pics.muz-online.de Willkommen in Irak
[Mesopotamien] [Landesnatur] [Geschichte und Kriege] [Deadly Dust - Todesstaub] |
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Hauptstadt: Bagdad Fläche: 438.317 km² Landesnatur: Im N und NO Bergland, im W und SW welliges Tafelland, dazwischen das Tiefland Mesopotamien Klima: Subtropisches, großenteils wüstenhaftes Klima Höchster Punkt: Keli Haji Ibrahim 3.609 m Hauptflüsse: Euphrat, Tigris, Kleiner Zab, Großer Zab Einwohner: 22.450.000 (1999); 26.074.906 (geschätzt Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 51 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 77% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 41% (1999) Analphabetenquote: 43% (1999) Sprache: Arabisch, Kurdisch (als Amtssprache im kurdischen Selbstverwaltungsgebiet) Religion: Moslems 97% (über 60% Schiiten, 32-37% Sunniten), Christen 2,7% |
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Das Gebiet des heutigen Iraks umfasst eines der ältesten Siedlungsgebiete der Menschheit und war schon im Altertum eine Brücke zwischen Europa und Asien. Das eigentliche Geheimnis für die seit Jahrtausenden immer wieder hier entstehenden Hochkulturen sind die Flüsse Euphrat und Tigris, die wie Lebensadern das Land durchziehen und Irak auch den Namen Zweistromland gaben. Euphrat und Tigris bilden auch heute noch die Grundlage für die Entwicklung Iraks. Die von den beiden Strömen eingeschlossenen Gebiete umfassen das alte Mesopotamien, das in der Antike Kernland mehrerer Großreiche war. | ![]() |
Erdölfunde zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben bedeutende Veränderungen eingeleitet und Irak zu einem bedeutenden Wirtschafts- und politischen Faktor der arabischen Welt gemacht. Dabei ist das Erdöl Segen und Fluch zugleich. Denn die Petrodollars wurden nicht nur zum Kauf von Maschinen und Rohstoffen, sondern auch zur Anschaffung eines großen Waffenarsenals genutzt. Im September 1980 marschierten irakische Truppen nach Iran ein. Acht Jahre Kämpfe im sogenannten ersten Golfkrieg führten zu einem Rückschlag in den Bemühungen, Wirtschaft und Gesellschaft zu modernisieren. |
Mehr | MesopotamienMesopotamien (griechisch "Land zwischen den Strömen"), die Großlandschaft zwischen den gewaltigen, träge dahinfließenden Flüssen Tigris und Euphrat, liegt im Nahen Osten. Diese, für Touristen zunächst nicht sonderlich interessante, aride, von der Sonne ausgedörrte Region war Schauplatz eines der möglicherweise bedeutendsten Ereignisse der Weltgeschichte: der Entstehung der ersten Städte. Im Frühjahr lässt die Schneeschmelze im Hochland von Iran Euphrat und Tigris über die Ufer treten. Das Marschland im südlichen Irak ist das Resultat der jahrhundertelangen, von den beiden historischen Flüssen verursachten Überschwemmungen. Vor mehr als 8000 Jahren wanderten hellhäutige, dunkelhaarige Menschen von den iranischen Ebenen ein und ließen sich im äußersten Süden nieder. Dort errichteten sie Schilfgrashütten, bauten Kanus und lebten vom Fischfang. Dies war das Volk der Sumerer. | ||||||
In den Sumpfgebieten errichteten die Sumerer zunächst Pfahlhäuser. Bald lernten sie jedoch Bewässerungsgräben und -kanäle zu bauen, mit denen sie Wasser in Gebiete in größerer Entfernung der Flussläufe leiten konnten. Die Errichtung komplexer Bewässerungssysteme setzte die Zusammenarbeit von Menschen in größeren Gemeinschaften voraus und die Arbeitsteilung bedeutete, dass ein gewisser Grad der Spezialisierung erreicht wurde. Reiche Ernten befreiten viele Sumerer von der Arbeit in der Landwirtschaft und ermöglichten die Entwicklung neuer Technologien. So entwickelten Astronomen einen zuverlässigen Kalender und die Töpferscheibe sowie - die wohl wichtigste Leistung - die Schrift wurden erfunden. |
Um 3000 v. Chr. gab es mehr als ein Dutzend blühender sumerischer Städte mit jeweils mehreren tausend Einwohnern. 500 Jahre später lebten 80% der nun etwa 500.000 Sumerer in Städten. Kriege zwischen den Stadtstaaten führten jedoch schließlich zum Untergang der sumerischen Hochkultur. Vor über 4000 Jahren, nach jahrhundertelangen Kämpfen zwischen den Städten, drangen semitische Nomaden, die Akkader, in Mesopotamien ein. Sie überrannten die alten sumerischen Stadtstaaten und errichteten ihre Hauptstadt Babylon. Das Land wurde 728 v. Chr. von den Assyrern und zwei Jahrhunderte später von den Persern erobert. | ![]() |
Die jahrhundertealten Bewässerungssysteme verfielen und das große Binnendelta versumpfte. Regionen, die vormals durch intensive Bewirtschaftung und eine berühmte städtische Kultur gekennzeichnet waren, verödeten und wurden von arabischen Nomaden als Viehweiden genutzt. |
![]() | Die Sümpfe waren im Verlauf der Geschichte ein Ort gewesen, an dem viele Menschen auf der Flucht vor ihren Feinden Schutz suchten. Nun wurden sie zum Bollwerk der Zanj. Als Sklaven hatten die Angehörigen dieses Volks einst die Sümpfe um Basrah trockengelegt. Im 14. Jahrhundert retteten die Bani-Malik-Stämme den Sohn eines ihrer Wohltäter und gewährten ihm Obdach. Als er erwachsen war, kehrte er an den Euphrat zurück, besiegte seine Feinde und gründete das große Stammesbündnis, das sich unter den Osmanen zu einem selbständigen Staat entwickelte. |
![]() | Aber auch diese Wüste lebt. Die geringen Niederschläge im Frühjahr lassen Blumen sprießen und vereinzelte Sträucher blühen. Abends sieht man immer wieder kleine Feuer am Horizont. Das sind nicht nur Fahrer, die neben ihren großen Lastwagen auf offenem Feuer Tee kochen, sondern vor allem die Beduinen. Viele von ihnen ziehen noch wie vor Hunderten von Jahren von Wasserstelle zu Wasserstelle durch die Wüste. Einige von ihnen sind sogar immer noch staatenlos, da die Weidegründe ihrer Schafherden in verschiedenen Ländern liegen. Kamele tragen nur noch selten die Zelte auf dem Weg zum nächsten Lagerplatz. Die Beduinen transportieren stattdessen ihr Hab und Gut inzwischen auf kleinen Lastwagen. Aber die Wanderwege der Bewohner der Wüste sind über die Jahrhunderte hinweg zumeist die gleichen geblieben. Diese Ureinwohner Arabiens durchziehen - je nach der Jahreszeit - ein Gebiet von Syrien bis Kuwait. |
So heiß und trocken es in den Wüsten im Westen und Süden Iraks ist, so kalt und nass kann es in den Bergregionen im Nordosten des Landes werden. In diesen Gebieten schneit oder regnet es im Winter häufig. Die Landschaft erinnert vielfach an die Alpen. Bis tief in das Frühjahr hinein tragen Gipfel der bis über 3600 m hohen Bergketten Schnee. Ganze Täler sind im Winter oft wochenlang mit Fahrzeugen nicht mehr zu erreichen. Hier befinden sich die Zentren von seit Jahrzehnten gegen die Regierung in Bagdad kämpfenden Kurden. Jahrhundertealte Sitten und Gebräuche der kurdischen Stammesgesellschaft haben noch heute Geltung. Wasserfälle, Wälder mit Walnussbäumen und kalte Quellen verleihen diesem Gebiet im nordöstlichen Irak einen besonderen Reiz. Auf Hochebenen und an Stauseen sind in den 1970er Jahren Feriendörfer entstanden. Und die abseits gelegenen Täler, die früher nur nach tagelangen Wanderungen mit Mulikarawanen erreichbar waren, können heute problemlos mit dem Auto angefahren werden. |
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Der Staat Irak hat eine kurze, aber ebenfalls wechselvolle Geschichte. Nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches Ende des Ersten Weltkrieges entstand unter britischer Bevormundung 1921 ein irakisches Königreich, das 1932 selbständig wurde. |
Einsatz von Uran-MunitionFast ein Drittel aller Kinder werden mit genetischen Defekten geboren... Von 500.000 US-Soldaten, die im Golfkrieg 1991 kämpften, sind 30.000 bereits tot und 320.000 krank. 40 Tonnen Uranmunition können laut einer britischer Studie zum schleichenden Tod von 500.000 Menschen führen. Im letzten Golfkrieg fielen in einer Woche 2400 Tonnen abgereichertes Uran auf Bagdad...Diese "Superwaffe" des Militärs durchschlägt nahezu alles, die Dichte von Uran ist fast dreimal so hoch wie die von Stahl. Überall, wo diese Waffen zum Einsatz kommen, wird die Gegend jedoch zur Todeszone, das Kriegsgebiet bleibt für alle Zeit verseucht. Die Gefährlichkeit von Uranmunition wird vom Militär negiert. 21 Staaten sollen Uranmunition besitzen und einsetzen. Ende 2008 sollte in der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) über eine Ächtung des Einsatzes von Uranwaffen als Kriegsverbrechen entschieden werden. Sie scheiterte am Widerstand von sechs Staaten: Tschechien, Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Israel, USA. Siehe auch alles-schallundrauch.blogspot.com vom 24. Juli 2010: Britischer Verteidigungsminister bestätigt Einsatz von Uranmunition im Irak ► Teil 1 ► Teil 2 ► Teil 3 ► Teil 4 ► Teil 5 ► Teil 6 ► Teil 7 ► Teil 8 ► Text (Frieder Wagner) Der Film "Todesstaub" (Deadly Dust) wurde auf der Berlinale 2007 als bester Dokumentarfilm für "Cinema for Peace" nominiert. |
1968 übernahm die Baathpartei die Macht. Diese ursprünglich in Syrien gegründete Partei verfügte in Irak über eine starke Untergrundorganisation. Die Baathisten begannen mit der systematischen Modernisierung des Landes, verstaatlichten 1972 die Erdölindustrie und orientierten sich außenpolitisch am Ostblock. Ende der 1970er Jahre gab es einen gewaltigen Wirtschaftsboom, der nach Ausbruch des Kriegs gegen Iran ein jähes Ende fand. |
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Am 5.11.2006 wurde Saddam Hussein (Foto) zum Tode verurteilt. Das Sondertribunal in Bagdad befand ihn im Prozess, in dem ein im Jahr 1982 verübtes Massaker an 148 schiitischen Dorfbewohnern im Mittelpunkt stand (durchgeführt nach einem gescheiterten Attentat gegen Saddam), für schuldig. "Das Gericht hat entschieden, Saddam Hussein al-Madschid wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit dazu zu verurteilen, gehängt zu werden, bis der Tod eintritt". | ![]() Saddam Hussein vor Gericht |
Am 30. Dezember 2006 gegen 6 Uhr Ortszeit (4 Uhr MEZ) wurde das Urteil vollstreckt. Einigen Berichten zufolge habe es sich bei dem Hingerichteten um einen Doppelgänger Saddam Husseins gehandelt. |
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Die neue Verfassung - Oktober 2005 -- Demokratie mit islamischen Einschränkungen Im Januar 2005 fanden Parlamentswahlen statt. Die von Großayatollah Ali Sistani gestützte Schiitenpartei Vereinigte Irakische Allianz ist die Gewinnerin der Wahl in Irak. Sie kam auf 48,1 % der Stimmen. An zweiter Stelle steht die gemeinsame Liste der größten Kurdenparteien mit 25,7 % der Stimmen. Die Partei von Übergangsministerpräsident Ijad Allawi erziele nur 13,8 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 59 Prozent.Nach monatelangen Verhandlungen ist die Regierungsbildung in Irak im April 2005 abgeschlossen worden. Damit gibt es in dem Land erstmals seit mehr als 50 Jahren ein demokratisch gewähltes Kabinett. Die 275 Sitze umfassende Nationalversammlung habe mit einer überwältigenden Mehrheit die Kabinettsliste des schiitischen Ministerpräsidenten Ibrahim Al-Dschafari angenommen, teilte der Parlamentspräsident mit. Der im Sommer 2005 veröffentlichte Verfassungsentwurf wurde bei der Volksabstimmung am 15. Oktober 2005 von mehr als fast 79% aller Iraker angenommen. Lediglich in den Provinzen Anbar, Salaheddin, Ninive und Djihala, wo die Sunniten die Mehrheit der Bevölkerung stellen, gab es überwiegend Neinstimmen. Die Schiiten und Kurden, die zumeist für diese stark föderale Verfassung waren, machen rund 80 Prozent der Bevölkerung aus. Die sunnitischen Araber, die unter dem gestürzten Diktator Saddam Hussein die Verwaltungs- und Militäreliten stellten und in einem dezentralen Irak ihre Felle davonschwimmen sehen, werden auf 20 Prozent geschätzt. "Dieses Ergebnis repräsentiert den Willen des irakischen Volkes", erklärte postwendend der Sprecher der schiitisch-kurdischen Koalitionsregierung, Leith Kubba. | Die neue Verfassung hat folgende zentrale Bestimmungen: Politisches System: Irak soll ein multinationaler, multikonfessioneller und multikultureller Staat sein. Er gehört zur moslemischen Welt und ist Mitglied der Arabischen Liga. Zugleich ist er unabhängig und souverän. Die Staatsform ist republikanisch, föderal, demokratisch und pluralistisch.Religion: Es gelten Religionsfreiheit und freie Religionsausübung. Staatsreligion und eine Hauptquelle der Gesetze ist der Islam. Sprache: Amtssprachen sind Arabisch und Kurdisch. Grundrechte: Die politischen, religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Grundrechte und Freiheiten sind im Prinzip garantiert. Die Presse-, Rede-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit gilt allerdings nur, insofern "nicht gegen die öffentliche Ordnung und Moral verstoßen" wird. Frauen: Frauen sind gleichberechtigt. Doch Artikel 39 sieht vor, dass sich irakische Bürger der Zivilgerichtsbarkeit ihrer eigenen Religionsgemeinschaft unterwerfen können. Föderalismus: Der Bundesstaat der Republik Irak gliedert sich in die Hauptstadt, Regionen, Provinzen und Kommunen. Zunächst ist nur Kurdistan eine eigenständige Region. Die Bestimmungen für die Schaffung weiterer Regionen regelt das Parlament sechs Monate nach seiner konstituierenden Sitzung mit einfachem Mehrheitsbeschluss. Die Regionalregierungen üben weitreichende legislative, exekutive und judikative Gewalt aus. Sie erarbeiten eine eigene Verfassung, die nicht im Widerspruch zur Zentralverfassung stehen darf. Legislative: Eine Legislaturperiode dauert vier Jahre. Mindestens 25 Prozent der Sitze im Parlament sind Frauen vorbehalten. Exekutive: Die Zentralregierung besteht aus einem Präsidenten und dem Ministerrat. Der Präsident muss gebürtiger Iraker sein. Er wird vom Parlament mit Zweidrittelmehrheit für vier Jahre gewählt und beauftragt den Chef der größten Fraktion mit der Regierungsbildung. Der Ministerpräsident muss einen Universitätsabschluss besitzen. Er bestimmt die Zusammensetzung des Kabinetts und ist oberster Befehlshaber der Streitkräfte. Bodenschätze: Erdöl und Erdgas sind Eigentum des irakischen Volks. Verwaltet werden sie von der Zentralregierung in Zusammenarbeit mit den produzierenden Regionen und Provinzen. Die Einkünfte werden entsprechend der Bevölkerungsdichte verteilt. Baath-Partei: Parteien, die Rassismus, Terror oder "ethnische Säuberungen" befürworten, sind im Irak verboten. Dies betrifft auch die Baath-Partei von Ex-Präsident Saddam Hussein. |
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22. Juli 2010: Der Irakkrieg ist illegal ! |
In Bagdad wurde die Tradition ab den 1970er Jahren von der Moderne überlagert. Im Bazar prallten die Kulturen aufeinander. Verschleierte Mütter standen neben ihren westlich gekleideten und geschminkten Töchtern vor den Auslagen der Goldgeschäfte. Wie in alten Zeiten kauften Arme und Reiche in den überdachten Märkten des alten Bazars Schmuck, Stoffe und viele Güter des Alltags, und Handwerker stellten ihre Produkte in den verschiedenen Abteilungen des nach Zünften aufgeteilten Bazars her. Die alte Landstraße der Kupferschmiede war auch ein beliebtes Einkaufsziel der Touristen. Und die Luxushotels am Tigris waren die Anziehungspunkte für die am westlichen Lebensstil orientierte Elite des Landes. Im Frühjahr wurden an manchen Tagen oft mehrere Hochzeiten gleichzeitig in den Bankettsälen der Hotels gefeiert. Die beiden Golfkriege und die internationalen Sanktionen führten jedoch zur Verarmuung großer Teile der Bevölkerung. |
Christen in Irak |
Zum Straßenbild von Bagdad gehören auch Kurden, die selbstbewusst ihre traditionelle Kleidung tragen. Der größte Teil der Kurden in Irak lebt weiterhin in den nordöstlichen Bergregionen, in denen seit Beginn des Jahrhunderts immer wieder Aufstandsbewegungen Selbstbestimmung forderten, und es seit 1991 de facto einen eigenen "Staat" gibt, wie er den Kurden nach Ende des Ersten Weltkrieges von europäischen Mächten versprochen worden war. In Irak haben Kurden, die auch noch in Iran, der Türkei und Syrien leben, seit Ende der 1950er Jahre besonders erbittert gegen die Regierung gekämpft. Die Kurden
Kurdistan erscheint auf vielen Landkarten, stellt jedoch trotz der in Aserbaidschan und im westlichen Iran existierenden Provinzen dieses Namens keine politische Einheit dar. Sogar das geographische Gebiet ist nicht exakt definiert. Kurdistan ist eine aus ausgedehnten Gebirgen und Hochebenen bestehende Region, die sich von den Ketten des Pointischen Gebirges und des Taurus an Aserbaidschan und Armenien angrenzend durch den Nordosten Syriens und Iraks bis zum Sagrosgebirge im nordwestlichen Iran erstreckt. Dies ist der Lebensraum der Kurden, eines stolzen freiheitsliebenden Volkes von Ackerbauern und Viehhirten. Ihre kriegerischen Traditionen sind Jahrhunderte alt. Der Kampf der Kurden für einen unabhängigen kurdischen Staat scheiterte bis heute an den gegensätzlichen Interessen der umgebenden Staaten wie auch an der Uneinigkeit unter den Kurden selbst. LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.616 f.www-Links |