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Offizieller Name: Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadt: Berlin
Fläche: 357.022 km²
Landesnatur: Von N nach S: Nordeutsches Tiefland, Mittelgebirgsschwelle, Alpenvorland, Nördliche Kalkalpen
Klima: Kühl-gemäßigtes Klima, im NW ozeanisch bestimmt, nach S und O hin mehr kontinentaler Charakter
Hauptflüsse: Rhein, Elbe, Weser, Donau, Main, Saale, Neckar
Höchster Punkt: Zugspitze 2962 m
Tiefster Punkt: Neuendorf bei Wilster -3.54 m
Regierungsform: Parlamentarische bundesstaatliche Republik
Staatsoberhaupt: Bundespräsident
Regierungschef: Bundeskanzler
Verwaltung: 16 Bundesländer
Parlament: Bundestag mit 662 für 4 Jahre gewählten Abgeordneten und Bundesrat mit 68 Mitgliedern
Nationalfeiertag: 3. Oktober
Einwohner: 82.178.000 (1999); 82.314.900 (2006); davon 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (= 18,6% der Gesamtbevölkerung; davon 7,3 Millionen, die als Ausländer gelten und 8 Millionen Menschen ausländischer Abstammung, die eingebürgert worden sind. Mehr Info: www.tagesschau.de: 15 Mio. Migranten leben in Deutschland)
Bevölkerungsdichte: 230 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 88% (1999)
Bevölkerung unter 15 Jahren: 16% (1999)
Sprache: Deutsch (Amtssprache)
Religion: Protestanten 34%, Katholiken 33%, Muslime ca. 4 Millionen (davon ca. 2,7 Mio. türkischstämmig)
In der Mitte Europas, zwischen den skandinavischen Ländern im Norden, den Alpenländern im Süden, den Ländern im atlantischen Westeuropa und im kontinentalen Osteuropa, liegt Deutschland. Es reicht vom "Fels zum Meer": vom Hochgebirge der Alpen bis zur Nord- und Ostsee. Durch seine Lage in der Mitte Europas ist Deutschland seit alters ein Raum des Durchgangs und des Austauschs - von Völkern, Kulturen, wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Kräften und Ideen -, aber auch ein Raum der politischen Auseinandersetzung. Wer durch Deutschland reist, wird vielleicht von den vielen Wiesen, Feldern und Wäldern in dem hochindustrialisierten Land überrascht sein. Fast ein Drittel der Fläche Deutschlands ist Wald, über die Hälfte wird immer noch von der Landwirtschaft genutzt. Dennoch ist es eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas: knapp über 82 Millionen Menschen, davon über 7 Millionen Ausländer, leben auf einer Fläche von 357.000 km². Die stärkste Bevölkerungskonzentration findet sich im Ruhrgebiet mit 11 Millionen Menschen. Die Metropole Berlin hat über 3 Millionen Einwohner. Weitere große Städte sind Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Hannover, Leipzig und Dresden. Am dünnsten besiedelt ist Mecklenburg-Vorpommern.
Eine abwechslungsreiche Landschaft, die Hochgebirge, malerisch gelegene Seen, von Reben gesäumte Flussläufe und dünenbestandene Meeresküsten einschließt, ist ebenso typisch für Deutschland wie die Vielfalt an historischen Bauwerken und Denkmälern. Mittelalterliche Städte, etwa Rothenburg ob der Tauber, erhabene gotische Kathedralen wie der Kölner oder der Magdeburger Dom sowie Burgen und Schlösser, wie das bekannte Märchenschloss Neuschwanstein, das König Ludwig II. von Bayern im 19. Jahrhundert erbauen ließ - gehören zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Landes. |
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November 2011: Zehntausende protestieren gegen den Castor-Transport von der Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben
»[...] Es ist der letzte Transport hoch radioaktiven Atommülls aus Frankreich. Und der zweite, bei dem die Radioaktivität im Inneren der Behälter zugenommen hat. Denn mittlerweile können Kernkraftwerke ihre Brennelemente länger nutzen, wodurch ein höherer Abbrand und dadurch eine höhere Radioaktivität entsteht. [...]«
Zitat: www.ndr.de, 23.11.2011
Siehe auch:
www.greenpeace.de, Zwischenlager Gorleben nicht terrorsicher, 25.11.2011
Frankreich - Kernkraftwerke und Atompolitik - La Hague, der permanente Atomunfall
26. März 2011: Hunderttausende protestierten gegen Atomkraftwerke
Die jahrzehntelangen Proteste der Anti-AKW-Protestbewegung erlebten nach Erdbeben, Tsunami und Reaktorunglück in Japan ab dem 11. März 2011 einen neuen Höhepunkt. »[...] Den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft forderten am Samstag bundesweit rund 250.000 Demonstranten. Die Veranstalter sprachen von den bisher größten Anti-AKW-Protesten überhaupt in Deutschland. [...]« Daraufhin beschloss die Regierung am 6. Juni 2011 das sofortige Aus für die ältesten acht Kernkraftwerke und den stufenweisen Atomausstieg bis 2022 für die restlichen Atomkraftwerke.
Zitiert aus: www.spiegel.de, Rekord-Demos in Deutschland, 26.03.2011
Zur Erinnerung: Eine Bürgerinitiative wird zum Energieversorger
»[...] Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 gründete sich im Schwarzwaldstädtchen Schönau eine Bürgerinitiative, die der Atomkraft den Kampf ansagte. Man wollte dem AKW-Betreiber das städtische Stromnetz abkaufen und die Stadt künftig selbst mit ökologischem Strom versorgen. [...] Zwei Bürgerentscheide später und nach Jahren voller unglaublicher Ereignisse konnten die Schönauer Stromrebellen das Stromnetz übernehmen und das wohl ungewöhnlichste Energieversorgungsunternehmen Deutschlands aufbauen. [...]«
Zitat: www.dradio.de, Die Schwarzwälder Stromrebellen, Das Feature, 19.04.2011
Das Feature zum Download: www.dradio.de, Download (pdf)
Der Schönauer Energieversorger Elektrizitätswerke Schönau (EWS) - Ökostrom für ganz Deutschland
Deutschland war seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geteilt. Eine 1378 km lange, streng bewachte Grenze trennte die beiden deutschen Staaten: die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Erst seit 1990 (3. Oktober) ist Deutschland wieder ein geeintes Land. Die beiden Teilstaaten gingen jahrzehntelang sehr verschiedene Wege. Die Bundesrepublik wurde zur stärksten Wirtschaftsmacht Westeuropas und nahm tatkräftig Anteil an der wirtschaftlichen und politischen Einigung der demokratischen Staaten im Westen des Kontinents.
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Die DDR war in das Herrschaftssystem des Ostblocks eingebunden und trug schwere wirtschaftliche und ökologische Schäden durch die kommunistische Misswirtschaft davon. Die Verwirklichung des hochgesteckten Ziels, möglichst rasch gleichartige Lebensbedingungen in allen Teilen des geeinten Landes herzustellen, erfordert auch Anfang des 21. Jahrhunderts große wirtschaftliche, finanzielle und politische Anstrengungen.

Volksstämme
Deutsche Stämme, die sich bis in die Gegenwart sprachlich, kulturell und zum Teil auch politisch voneinander abgrenzen, gab es über den Bereich des heutigen deutschen Staates hinaus schon lange bevor es "Deutsche" gab.
Der Begriff "deutsch" geht auf Karl den Großen (747-814) zurück. In den (lateinisch geschriebenen) Urkunden seiner Zeit ist von einer "lingua theodisca" oder "theudisca" die Rede, die als "Volkssprache" der "lingua Romana" gegenübergestellt wird, der Sprache Roms, in der das Reich verwaltet, die christliche Botschaft verkündigt und Recht gesprochen wurde. Der Wunsch Karls des Großen, dem Volk (gotisch "thiuda", germanisch "theuda") solle Recht, Gesetz und Glaubenslehre in seiner eigenen Sprache nahegebracht werden, steht also am Anfang der Entwicklung einer deutschen Sprache, die als Hochsprache über den Dialekten der überregionalen Verständigung dienen sollte. |
Aus der sprachlichen Einheit entwickelte sich das Gemeinschaftsbewusstsein, ein Volk zu sein. Dies wiedersprach nicht dem individuellen Zugehörigkeitsgefühl dem einzelnen Stamm gegenüber, sondern ergänzte es. Zum deutschen Volk gehörten - mit Ausnahme der Langobarden und der Friesen - alle Westgermanen des Kontinents: Franken, Sachsen, Thüringer, Alemannen und Bayern. |
Die deutsche Sprache veränderte sich in zwei Lautverschiebungen: aus dem Althochdeutschen der Karolingerzeit (ca. 750-1050) wurde das Mittelhochdeutsche der Stauferzeit (ca. 1050-1350), aus dem dann das Neuhochdeutsche entstand. Seinen großen Durchbruch erlebte die neue Sprache mit der Bibelübersetzung Martin Luthers (1483-1546). Es ist allerdings anzumerken, dass es sich beim Hochdeutschen über die Jahrhunderte hinweg vor allem um eine Schriftsprache gehandelt hat, neben der die Dialekte der einzelnen Stämme als Umgangssprache erhalten blieben.
Heute haben moderne Verkehrs- und Kommunikationsmittel dafür gesorgt, dass das Hochdeutsche zur Standardsprache wurde. Dennoch, in vielen Regionen der Bundesrepublik Deutschland leben die alten Dialekte weiter und werden als Umgangssprache benutzt. Der beträchtliche Unterschied der einzelnen Dialekte führt dazu, dass beispielsweise Norddeutsche in Bayern oder Baden der "normalen" Konversation der Einheimischen häufig nicht folgen können. Aber nicht nur in der Sprache unterscheiden sich die deutschen Regionen. Ihre Besonderheiten werden gepflegt, und landschaftliche Kulturvereine, die sich der Bewahrung regionaler Trachten, Tänze und des Brauchtums verpflichtet fühlen, haben verstärkt Zulauf. |
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Wikipedia: Linde in Schenklengsfeld |
Volksfeste
Die im alten "Volksglauben" wurzelnden Bräuche und die bäuerlichen Gepflogenheiten rund um Saat und Ernte, ländliche Hauswirtschaft und Gemeindeleben sind nur noch in kümmerlichen Formen erhalten geblieben. Zahlreichen Sitten aus dem Umfeld der Handwerker und ihrer Zünfte ist es ähnlich ergangen, wenngleich zuweilen Handwerker anzutreffen sind, die den Traditionen ihrer Zunft entsprechend die ersten Gesellenjahre "auf der Walz", d.h. auf Wanderschaft verbringen und ihre berufliche Erfahrung vergrößern. Im Erzgebirge und im Vogtland wird in Umzügen, Trachten und Liedgut die alte, vom Bergbau geprägte Geschichte dieser Mittelgebirgslandschaft lebendig.
Geblieben sind die großen Volks- und Erinnerungsfeste von überregionaler Bedeutung, wie das Oktoberfest in München, die Fürstenhochzeit in Landshut oder das Lullusfest in Bad Hersfeld, geblieben sind die Bergfeste im Süden und die Schützenfeste im Norden der Republik.
Als sehr lebendig erwiesen hat sich - auch außerhalb der Karnevalshochburgen Köln, Mainz und München - das Fastnachtsbrauchtum vor allem im Südwesten Deutschlands sowie die traditionellen Kinderfeste, mit denen um die Pfingstzeit der Sommer begrüßt oder um die Jahreswende herum der Winter herausgefordert wird. |
ICH LIEBE DEUTSCHE LAND...
Im katholisch geprägten Süden ergänzen Prozessionen, Wallfahrten, Leonhardiritte und verwandte Bräuche das bunte Bild althergebrachter Feste. In Thüringen wird nach traditioneller Art die "Thüringer Kirmes" gefeiert, und auch die alten Hochzeitsbräuche haben sich erhalten.
Beispiele:
Bei einem Hochzeitszug tragen die Sorben ihre reichverzierten Trachten. Diese ethnische Minderheit siedelt an der Spree in der Ober- und Niederlausitz und hält ihre Sprache und ihren traditionellen Lebensstil noch weitgehend aufrecht.
Bei der Schwäbisch-Alemannischen Fastnacht in Südwestdeutschland sieht man viele, zum Teil schreckenerregende handgeschnitzte Masken, die manchmal noch heidnische Vorbilder haben; mit ihnen soll der Winter vertrieben werden.
Der Rattenfänger von Hameln führt die Kinder aus der Stadt. Zur Erinnerung an die berühmte Sage finden in Hameln von Mai bis September jeden Sonntag die Rattenfängerspiele statt. Das Verschwinden der Kinder im Jahre 1284 wird oft mit der deutschen Ostsiedlung in Zusammenhang gebracht, man zieht auch Seuchen oder Naturkatastrophen in Betracht. Andere Forscher verbinden das Ereignis mit dem unseligen Kinderkreuzzug 1212, bei dem Tausende von Kindern umkamen.
Der giftigste Ort der Welt
ist nicht in China oder Russland - er ist in Deutschland !
In der Untertagedeponie der nordhessischen Stadt Herfa-Neurode lagert so viel Arsen, das die gesamte Menschheit töten könnte.
»[...] Nirgendwo lagern so viele hochgiftige Abfälle wie in der Untertagedeponie (UTD) Herfa-Neurode in Nordhessen. Hier liegen mittlerweile 2,75 Millionen Tonnen Müll, in dem vor allem Arsen, Dioxin, Furan, Zyanid oder Quecksilber enthalten ist. Allein die Menge Arsen würde reichen, um die gesamte Menschheit zu töten. [...]«
Zitiert aus: www.n24.de, Der giftigste Ort der Welt ist in Nordhessen, 29.12.2010
Siehe auch muz-online.de:
China
Russland
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