Deutschland - Arbeitslosigkeit und Globalisierung2005. Das Problem der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland ist nun schon seit vielen Jahren oberstes Wahlkampfthema aller politischen Parteien. Ich kann mich noch gut erinnern, wie Gerhard Schröder zu Beginn seiner Kanzlerschaft 1998 ausführte, dass sein Erfolg abhängig und messbar an der Reduzierung der Arbeitslosenquote sein werde. Nun, einige Jahre später hat sich die soziale Schieflage eher weiter zum Negativen hin verändert. Knapp 4,8 Millionen Menschen waren im Juli 2005 offiziell arbeitslos gemeldet. Niedrigere Einkommen, höhere Kosten, zunehmende Armut, Angst vor Arbeitsplatzverlust und sozialem Abstieg lähmten schon damals die Kaufkraft und das Land. Im Jahr 2010 besteht nach wie vor das Dilemma der schwachen Binnenwirtschaft. Der Einzelhandel, aber nicht nur der, klagt seit vielen Jahren über schwache Umsätze. |
Während transnationale Konzerne Jahr für Jahr Umsatzrekorde einfahren, gerät die arbeitende und Arbeit suchende Bevölkerung immer stärker unter Druck. Es wird weiter rationalisiert, Arbeitsplätze werden abgebaut, Firmen verlagern in Billiglohnländer, oder sie stellen billige Zeitarbeitskräfte ein. |
| Die Arbeitslosen-Statistik erfasst weder Beschäftigte des sogenannten zweiten Arbeitsmarktes (alle staatlich subventionierten Arbeitsverhältnisse) noch Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen. Hier gehe es zusammen um mehr als 500.000 Menschen (Stand 2008). Die offizielle Arbeitslosen-Statistik erfasst auch nicht
»[...] Bei der Einführung der Grundsicherung im Januar 2005 bezogen nach IAB-Angaben gut sechs Millionen Menschen diese staatliche finanzielle Unterstützung, im Februar 2009 waren es 6,7 Millionen. [...]« Davon sind rund 2,5 Millionen Menschen sogenannte "erwerbsfähige Arbeitslose". Siehe: rp-online.de, Hartz-IV-Empfänger - Fast 80 Prozent dauerhaft auf Unterstützung angewiesen, 9.3.2009 Siehe auch Berichte zum sozialen Mindestsicherungssystem in Deutschland: »[...] Am Jahresende 2006 erhielten in Deutschland rund 8,3 Millionen Menschen Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme, um ihren grundlegenden Lebensunterhalt zu bestreiten. Damit sind 10,1 % der in Deutschland lebenden Menschen auf Existenz sichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. [...]« In Berlin erhält rund jeder fünfte Bürger (20,1% Ende 2006) »Leistungen zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts.« |
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Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19% Anfang 2007, ist der private Verbrauch noch einmal zurückgegangen. Laut einer Berechnung des Bundesarbeitsministeriums betrug im Jahr 2006 der durchschnittliche Nettorealverdienst (nach Abzug von Steuern, Sozialbeiträgen und bei Berücksichtigung der Preisentwicklung) 15.845 Euro im Jahr und befindet sich damit auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren.
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Armutsgefährdet ist, so definiert es die EU, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoäquivalenzeinkommens zur Verfügung hat. Im Jahr 2008 lag die Armutsrisikogrenze bei 781 Euro netto (ausgehend von 1301,00 EUR Nettoäquivalenzeinkommens eines Einpersonenhaushalts). Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren liegt die Armutsrisikogrenze bei 1640 Euro monatlich [errechnet aus: 60% von 1301 (1+0,5+0,3+0,3)]. Im Jahr 2009 ist die Armutsrisikogrenze noch einmal gesunken. Laut Studie des Paritätischen Gesamtverbandes auf 764,00 EURO für eine Einzelperson. Als reich gelte, wer als Alleinlebender im Monat netto mehr als das Doppelte des mittleren Waren es laut DIW 1989 erst 5,3% der Bevölkerung, die das doppelte des mittleren Einkommens besaßen, waren es 2006 bereits 9,2%. Ansonsten sind die angegebenen Zahlen zur Reichtumsdefinition recht willkürlich gesetzt. Die Forscher des Armuts- Reichtumsberichts fragten denn auch die Bundesbürger, ab welcher monatlichen Einkommenshöhe sie jemanden als "reich" einstufen würden. Der Durchschnittswert lag hier bei 27.000 EUR. Andere Reichtumsforscher definieren als "reich", wer theoretisch von den Zinsen seines Vermögens leben könne. Der Soziologe Thomas Druyen sieht eine solche Situation bei einem Vermögen ab drei Millionen EUR gegeben. www.tagesschau.de/inland/armutsbericht4.html Wie Armut gemessen wird | United Nations Conference on Environment and Development - Rio de Janeiro 1992 |
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Laut Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (Pressemitteilung des DIW Berlin vom 07.11.2007 - Sozioökonomisches Panel) ist der Graben zwischen Arm und Reich größer als bislang angenommen. Die reichsten zehn Prozent der deutschen Gesellschaft besitzen fast zwei Drittel des gesamten Volksvermögens von rund 5,4 Billionen Euro. Dagegen besitzt rund jeder zweite über 17 Jahre alte Bundesbürger gerade einmal genug zur Sicherung der eignen Existenz und zur Tilgung von Schulden. tagesschau.de, 18.04.08: Zahl der Niedrigverdiener in Deutschland wächst rasant. Fast jeder Vierte arbeitet für Billiglohn Ab wann gilt ein Mensch überhaupt als arm ? Die Weltbank hat dazu einen Wert ermittelt: Wer nach Umrechnung der Kaufkraftparität am Tag weniger als 1,25 US-$ zur Verfügung hat, ist arm. Die deutsche Regierung rühmt sich mit einer immer niedrigeren Arbeitslosenquote, sie ruft vielleicht bald die Vollbeschäftigung aus (da immer mehr Menschen im Niedriglohnbereich beschäftigt werden können) und sicherlich erfreut sie das Land bald mit der Meldung, dass es in Deutschland immer weniger Arme gibt...Löhne 2008 - Was die Deutschen verdienen, focus.de, 19.3.2009: Die durchschnittlichen Bruttoverdienste der Arbeitnehmer stiegen im Jahr 2008 »[...] um 2,3 Prozent auf 27 754 Euro. Der Anstieg lag damit leicht unter der Teuerungsrate von 2,6 Prozent. In die Ermittlung der Durchschnittsverdienste werden laut Statistikamt alle Arbeitnehmergruppen einbezogen – geringfügig Beschäftigte ebenso wie leitende Angestellte, Vorstandsmitglieder oder Beamte. Berücksichtigt werden alle für geleistete Arbeit empfangenen Entgelte und geldwerte Leistungen, zum Beispiel auch Weihnachts- und Urlaubsgeld, Zulagen oder Prämien. [...]« |
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Finanzkrise Scharia erobert die Finanzwelt: Google search: Islamic BankingGoogle search: Sharia Banking 4. März 2008: Islamische Anleihen als alternative Finanzierung. Westliche Unternehmen blicken wegen der US-Hypothekenkrise zunehmend auf islamische Anleihen als alternative Finanzierungsquellen. fr-online.de Die Begriffe "Islamic Banking" und "Sharia Banking" werden gern vermieden. Statt dessen verwendet man den Begriff "Sukuk" (islamische Anleihen - ein Instrument des Islamic Banking): Google search: Sukuk 12.11.2008. boerse.ard.de: » Was hat die Fed mit 2 Billionen gemacht? Die US-Notenbank hat ihr Rettungspaket ein bisschen größer geschnürt. Statt 700 Milliarden Dollar verlieh sie bereits zwei Billionen. An wen, will die Fed nicht sagen. Deshalb steht ihr nun eine Klage der Nachrichtenagentur Bloomberg ins Haus. [...] « Kolumnen von Günter Hannich: "Die aktuelle Finanzkrise – Vorspiel zum großen Crash" Der Paulson Plan des US-Finanzministers soll die globalisierten Banken zu staatlichen Institutionen machen und eine Neue Weltordnung installieren. Funktionieren kann dies nur, wenn der Systemwechsel zu Diktatur und Staatskapitalismus auch in Deutschland erzwungen werden kann. Jüngste Beispiele der Beteiligung des deutschen Staates an deutschen Bank-Instituten in Folge der Finanzkrise: Commerzbank und Dresdner Bank (25% plus 1 Aktie); Auf einer internen Liste des Finanzministeriums stehen zehn Bank-Institute, die um eine staatliche Beteiligung nachsuchen werden; erwogen wird eine Komplettübernahme der Immobilienbank Hypo Real Estate. Siehe auch tagesschau.de: Der Staat steigt bei der Commerzbank ein, Chronologie der Finanzmarktkrise, Januar 2009 |
Berliner Kurier, Sonntag, 18.01.2009, S. 2 f.: »Deutschlands Banken stecken noch viel schlimmer im Sumpf. "Giftpapiere" für 300 Milliarden? [...] Nach Informationen des "Spiegel" sitzen die deutschen Banken auf weitaus höheren Verlusten, als selbst die Pessimisten bisher glaubten: Rund 300 Milliarden Euro sind es an Risikopapieren, von denen höchstens ein Viertel abgeschrieben ist - der Rest lauert versteckt in Büchern. Herausgekommen sind diese Horrorzahlen bei einer Umfrage von Bundesbank und Bankenaufsichtsbehörde BaFin unter 20 großen Kreditinstitutionen. Danach geht das Finanzministerium sogar von noch viel größeren Verlusten aus: Bis zu einer Billion Euro könnten die deutschen Banken verzockt haben in der globalen Finanzkrise. Was bedeuten die Zahlen? Vor allem, dass immer mehr Institute Staatshilfen brauchen dürften und der im Herbst pompös angekündigte Milliarden-Banken-Rettungsschirm der Bundesregierung nicht mehr reichen dürfte. "Keiner kann das heute sagen", sinniert Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nach Medienberichten. Kaum ein Trost: Bei den Bürgschaften seien erst 100 der 400 Milliarden Euro abgerufen, bei den Eigenkapitalhilfen 18 von 80 Milliarden Euro. "Es gibt also noch Spielraum", so Steinbrück. Geht's nach den Bankbossen, werden sie ihre Probleme ganz elegant los: Mit einer "Bad Bank" auf Staatskosten. In der sollen dann die ganzen faulen Kredite und Verpflichtungen verstaut und zu Lasten des Bundeshaushaltes abgewickelt werden. Vor allem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fordert diesen Service. Stößt aber bei Peer Steinbrück auf taube Ohren: Eine solche Bank könne er sich "ökonomisch und politisch nicht vorstellen", so der Finanzminister. Steinbrück: "Das würde im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich die Bundesschuld mehr als verdoppelt. Das Publikum würde uns für verrückt erklären." Mit Publikum meint er den Steuerzahler, der grad schon zu verstehen versucht, wieso "toxische Wertpapiere" aus fremder Leute Giftschrank auf seine Kosten entsorgt werden müssen. RD« »Kabinett billigt Gesetz zur Banken-Verstaatlichung Enteignung als letztes Mittel Die Bundesregierung will erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte zur Rettung einer angeschlagenen Bank notfalls die Enteignung ermöglichen. Das Bundeskabinett billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf zur weiteren Stabilisierung des Finanzmarktes. [...]« www.tagesschau.de: Kabinett billigt Gesetz zur Banken-Verstaatlichung (18.02.2009) |
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Erdöl - Politik - Manipulation Experten aus der Ölindustrie erwarten, dass die Erdölproduktion noch vor dem Jahre 2009 ihre Produktionsspitze erreichen wird (oder sie bereits erreicht hat) und danach jedes Jahr um ca. 3-6% abnehmen wird. Das Ende des billigen ErdölsDer Ölpreis werde weiter steigen, erklärte Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, "weil die Ölvorräte zunehmend knapp werden". Schon in fünf Jahren werde das Barrel 150, in zehn Jahren 200 US-Dollar kosten. Ihr Extrabonbon für Autofahrer: Der Preis pro Liter Sprit könnte auf 4 Euro klettern, wenn die Dollarschwäche vorübergeht. taz.de - Debatte Die endliche Resource Öl: Peak Oil wird uns Beine machen Den jüngsten Preissteigerungen zufolge (Anfang Juni 2008: 139 USD/Barrel) ist eher davon auszugehen, dass ein Barrel Rohöl bereits im Jahr 2009 im Mittel 200 USD kosten wird. Der rasante Preisanstieg in der ersten Juniwoche 2008 um mehr als 10 USD/Barrel hängt möglicherweise mit den Worten des israelischen Vizeregierungschef Schaul Mofas zusammen, der Iran offen mit einem Militärangriff droht (siehe auch: Iran). Experten sind sich einig, dass das Ölfördermaximum (Peak Oil) bereits überschritten und mit einem Ölförderrückgang bei steigender Nachfrage zu rechnen sei. Der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, erwartet, dass bei einem Förderrückgang der Ölpreis jährlich zwischen 30 und 50 Prozent steigt, damit sich die Nachfrage dem geringeren Angebot anpasst (aus: bild.de). Spekulationsblase oder Epochen-Ende (pdf): " [...] Das Erdölzeitalter neige, sich dem Ende zu, was andere Experten jedoch anders sehen. So hält der ebenfalls renommierte Erdölfachmann Daniel Yergin die Peak-Oil-These für baren Unsinn. «Es gibt genug Öl. Wir werden 2017 mehr Kapazitäten haben als heute», sagte er kürzlich in einem Interview. Rex Tillerson, Chef von ExxonMobile, des grössten privaten Erdölkonzerns, sekundiert ihn. Er hält das ganze für ein reines Spekulationsphänomen. Wie 2001 bei der New-Economy-Blase werde auch diese Erdöl-Blase platzen. Vorausgesetzt jedoch, ergänzt er, dass sich der Dollar nicht weiter abschwächt. [...] " Siehe auch: Oilfacts.ch Siehe auch: Der Erdöl-Schwindel (Autor: Dr.phil. Siegfried Emanuel Tischler, Österreichischer Geowissenschafler, nexus-magazin). Ein äußerst interessanter Text, der belegt, dass die Entstehung des Erdöls auf abiotische Vorgänge im Erdinneren zurückzuführen sei. Ebenso wird die Peak-Oil-Theorie aufschlussreich widerlegt. Erdöl - Wie wahr ist die bisherige Theorie Das Öl kostete im November 2008 unter 56 US-$/Barrel. Noch im Juni/Juli lag der Preis bei 140 US-$. Sogenannte Experten sprachen von 150 - 200 US-$ bis zum Jahresende. Mit der Finanzkrise und dem Einbruch der Konjunktur in den Industrieländern, platzte die Spekulationsblase. Doch die Peak-Oil- und Krisen-Propaganda kennt kein Ende. Ende Februar warnt die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris vor "einer neuen Weltwirtschaftkrise, die wegen mangelnder Ölvorräte und den daraus resultierenden Folgen gegen 2013 auftreten könnte". Siehe auch: Ölpreis bei 200 Dollar, n-tv.de, 28.02.2009 Ein russisch-amerikanisches Experiment erbrachte den Beweis dafür, dass unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen Kohlenwasserstoffe - Öl und Gas - entstehen können. Im Erdmantel entstehende Kohlenwasserstoffe könnten in die Erdkruste wandern und dort Öl- und Gaslagerstätten bilden. Organische Materie wird hierbei nicht benötigt. Gemeinsam mit russischen und schwedischen Kollegen haben die Wissenschaftler vom Geophysischen Labor der Carnegie Institution in Washington D.C. die Experimente durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Nature Geoscience, einer der wichtigsten geophysikalischen Fachzeitschriften der Welt, veröffentlicht. Unter Bedingungen, wie sie im oberen Erdmantel bestehen, können Ethan und schwere Kohlenwasserstoffe synthetisch erzeugt werden. Siehe: Nature Geoscience, 26.07.2009: Methane-derived hydrocarbons produced under upper-mantle conditions Telepolis, 28.07.2009: Öl und Gas aus dem Erdmantel? |
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Globale Ernährungskrise EKD. Meldung vom 18. April 2008: Kirchen besorgt über globale Ernährungskrise»[...] Mehr als 100 Millionen Menschen in 33 Staaten drohe aufgrund der steigenden Lebensmittelpreise der Absturz ins Elend. Der Kampf ums tägliche Brot habe in vielen Ländern zu Krawallen und Plünderungen geführt. [...]« Google search: globale+ernaehrungskrise An den Folgen von Hunger und Unterernährung stirbt fast alle 3,5 Sekunden ein Mensch - rund 25.000 Menschen sterben am Tag, etwa 10 Millionen Menschen pro Jahr. An den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben mehr Menschen als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Der Hunger fordert mehr Todesopfer als alle Kriege. Und das, obwohl heute zwölf Milliarden Menschen ernährt werden könnten BMZ: HUNGER IN DER WELT . |
Siehe auch: Monsanto - mit Gift und Genen. Siehe auch: Unsere Nahrung in der Globalisierungsfalle -- Weizen: Preispoker -- Die Klima-Kriege -- Umweltkrieg. Ökologische Folgen des Krieges Google search: Fettleibigkeit Containern Freegans Lebensmittelvernichtung Palmöl-Gewinnung in Indonesien mit fatalen Folgen für Urwald und Tierwelt Google search: biokraftstoff+nahrungsmittel |
Kenia spendet für deutsche "Hartz IV"-Empfänger02.03.2006Kaum zu glauben, aber wahr: Afrikaner spenden für Deutsche. Wie die Rheinische Post berichtet, hat die Situation von "Hartz-IV"-Empfängern in Berlin in Kenia Solidarität ausgelöst. Eine Lebensmittelspende befindet sich von dort auf dem Weg in die Hauptstadt. Die Betreiber eines Berliner Diakonieladens, der einmal wöchentlich kostenlos Lebensmittel an Bedürftige ausgibt, erhalten eine Hilfssendung aus dem kenianischen Malindi. Erwartet würden 300 Kilogramm Kaffee und Tee, sagte der Pfarrer der Evangelischen Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde, Thomas Lübke. In einem Krankenhaus, das seit Jahren von der Medizinischen DirektHilfe in Afrika (MDH), unterstützt werde, sei seit November gesammelt worden. Ein deutscher Kollege hatte dort von dem Berliner Diakonie-Projekt berichtet, wie Lübke sagte. Die Spende sei eine einmalige symbolische Geste. "Gesammelt wurde natürlich nicht bei armen Menschen, sondern bei Freunden und Förderern des Krankenhauses", betonte Lübke. LTU habe die Hilfslieferung kostenlos nach Berlin transportiert und das Zollamt eine außerordentliche Zollbefreiung ausgesprochen, erläuterte der Pfarrer. Er hoffte, dass er die rund 250 Menschen, die seit August 2005 jeden Montag in den Diakonieladen kommen, mindestens bis Ostern mit Kaffee und Tee aus Kenia versorgen kann. Im Juli 2009 erhielten 440.000 Berliner staatliche Leistungen nach Hartz-IV. »[...] Berlin hat im Vergleich der deutschen Großstädte mit sieben Prozent die höchste Quote an Vollzeitbeschäftigten und selbstständig Berufstätigen, die auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sind. Die Zahl der Leiharbeiter steigt ständig und ein Viertel aller Beschäftigten in Berlin, haben monatlich weniger als 900 Euro zur Verfügung. [...]« Zitat: wsws.org, Berlin - Armenhaus Deutschlands, Februar 2010 |
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Die Regierungen haben sich zum Handlanger der Großkonzerne und zu Abhängigen des "freien, unkontrollierten Finanzmarktes" gemacht. Die Regierungen sind erpressbar geworden und nicht mehr wirklich Souverän ihrer Entscheidungen. Der sogenannte "freie Finanzmarkt" bestimmt im Interesse der Anleger ("Shareholder Value") die Unternehmenspolitik und somit auch die Politik des Landes (siehe auch Staatsschuldenfinanzierung, AAA-Rating für Deutschland = Höchste Bonität = Geld vom Markt zu niedrigen Zinsen etc., siehe auch: Wikipedia, Rating). | Der Bundeshaushalt - Eichels Bestätigung |
| "Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein" Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hat Mitte Februar 2010 »[...] mit heftigen Angriffen auf Hartz-IV-Empfänger die Schlagzeilen beherrscht. Der Außenminister und Vizekanzler der schwarz-gelben Koalition reagierte auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Berechnung der Hartz-IV-Regelsätze für verfassungswidrig erklärte. [...] Nun werden die Hungerlöhne von Friseusen, Sicherheitsleuten, Call-Center- Beschäftigten usw. angeführt, um die Hartz-IV-Sätze unter Hinweis auf den angeblich fehlenden Arbeitsanreiz noch weiter zu senken. [...]« Zitat: wsws.org, Westerwelle bereitet neue Angriffe auf Arbeitslose vor, 17.2.2010 Siehe auch: wsws.org, Bundesverfassungsgericht erklärt Hartz-IV-Regelsatz-Berechnung für verfassungswidrig, 12.2.2010 |
Sozialabbau darf NICHT fortgesetzt werden! Steuererhöhungen, die die Kaufkraft der Lohnempfänger schwächen, dürfen NICHT erfolgen ! |
Die Staatsverschuldung in Deutschland steigt unaufhaltsam und nun - so verlautet Anfang Juni 2010 - soll radikal gespart werden - und das insbesondere im Bereich "Arbeit und Soziales". Schön !!! Das ist doch in Ihrem Sinne, nicht wahr, Herr Westerwelle ? So sollen die Schwächsten - wer auch sonst - für die Verbrechen des sogenannten "freien Marktes", der ja ein Gesicht hat und keine abstrakte, technische Größe ist, büßen und sich verabschieden von "anstrengungslosem Wohlstand". Wer und was ist also dieser "freie Markt", demzuliebe - um ihn zu beruhigen - derart gespart werden soll und immer mehr Menschen in die Armut getrieben werden ? Lesen Sie mehr:
hintergrund.de, 1. Juni 2010, Finanzmärkte? Welche Finanzmärkte? |
Der Angriff auf Demokratie und WohlstandAuszug aus dem Buch Die Globalisierungsfalle - Der Angriff auf Demokratie und Wohlstand.Hans-Peter Martin, Harald Schumann; Rowohlt 1997 Besuchen Sie die Homepage von Hans-Peter Martin. |
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Zeitenwende in Deutschland: Nicht mehr nur verdeckt, sondern pauschal und offensiv macht sich die konservativ-liberale Regierung zu eigen, was die Kapitalelite des Landes schon seit Jahren behauptet und fordert. "Wir sind zu teuer", sagt der Kanzler, aber das Wir schließt nur die ein, die als Angestellte und Arbeiter ihr Einkommen beziehen. |
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Und ein Wort macht Karriere: der Besitzstand. Sachsens Ministerpräsident und CDU-Vordenker Kurt Biedenkopf hat sogar ein "ganzes Gebirge von Besitzständen" ausgemacht, das es zu "sprengen" gelte. Gemeint sind Lohnfortzahlung bei Krankheit, Kindergeld, Kündigungsschutz, Arbeitslosengeld, staatliche Arbeitsbeschaffung, die Fünf-Tage-Woche, 30 Tage Jahresurlaub und vieles mehr, das bislang das soziale an der deutschen Marktwirtschaft ausmacht. |
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Was sich dagegen dramatisch geändert hat, ist die Finanzierung dieser Lasten. Fast zwei Drittel der Sozialzahlungen finanzieren sich aus den Beträgen, die auf das Einkommen von Lohn- und Gehaltsempfängern erhoben werden. Da deren Anteil am Sozialprodukt infolge der Arbeitslosigkeit und langsam wachsender Einkommen aber stetig sinkt, mussten die Beiträge mit den Jahren exorbitant erhöht werden, um Renten, Arbeitslosengeld und medizinische Behandlung zu finanzieren. Vier Millionen Arbeitslose bedeuten allein für die Rentenkassen Verluste von 16 Milliarden Mark im Jahr. Mithin ist die Krise des deutschen Wohlfahrtssystems fast ausschließlich eine Folge der Krise der Arbeit und nicht etwa ausufernder Selbstbedienung der faul gewordenen Bewohner eines Schlaraffenlandes. Um die Arbeitskraft nicht unnötig zu verteuern, wäre es angesichts des wachsenden Reichtums im Land nur logisch gewesen, mittels Steuern auch diejenigen an der Finanzierung zu beteiligen, die keine Sozialabgaben zahlen, also Beamte, Selbständige und Vermögende. Tatsächlich tat die Regierung Kohl genau das Gegenteil. Im Zuge des Aufbaus Ost plünderte sie die Sozialkassen für alle möglichen Zahlungen, die mit dem eigentlichen Versicherungszweck gar nichts zu tun haben, von Ausgleichszahlungen für die SED-Opfer bis zu den Vorruhestandsgeldern für die entlassenen DDR-Staatsdiener. Würden die Renten-, Arbeitslosen- und Krankenkassen nur von den Lasten befreit, für die sie gar nicht eingerichtet sind, könnten die Sozialabgaben sofort um acht Lohnprozente gesenkt werden... |
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Doch sonst ? 80 Prozent der Arbeitswilligen ohne Job ? "Sicher", sagt der US-Autor Jeremy Rifkin, Verfasser des Buches "Das Ende der Arbeit", "die unteren 80 Prozent werden gewaltige Probleme bekommen." Sun-Manager Gage legt noch einmal nach und beruft sich auf seinen Firmnenchef Scott McNealy: Die Frage sei künftig, "to have lunch or to be lunch", zu essen haben oder gefressen werden. Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung
Auslagern, vereinfachen, streichen und kündigen - die Hochleistungs- und High-Tech-Ökonomie frißt der Wohlstandsgesellschaft die Arbeit weg und entläßt ihre Konsumenten. Ein wirtschaftliches und soziales Erdbeben bislang unbekannten Ausmaßes kündigt sich an. Gleich ob Automobil- oder Computerbau, Chemie- oder Elektronik, Telekom oder Postdienste, Einzelhandel oder Finanzwirtschaft: Wo immer die Produkte oder Dienstleistungen über alle Grenzen hinweg frei gehandelt werden, geraten die Beschäftigten in einen scheinbar unaufhaltsamen Strudel aus Entwertung und Rationalisierung. In der westdeutschen Industrie gingen allein in den drei Jahren von 1991 bis 1994 über eine Million Arbeitsplätze verloren. Und Deutschland steht im internationalen Vergleich noch gut da. In den anderen Ländern der OECD, der Organisation der 23 reichen Industrienationen und fünf ärmeren Nachbarn, schrumpfte die Zahl der gutbezahlten Jobs noch schneller. Schon über 40 Millionen Menschen in den OECD-Staaten suchten im Jahr 1996 vergeblich nach Arbeit. Von den USA bis Australien, von Großbritannien bis Japan schwindet in den führenden Nationen der Weltwirtschaft der Massenwohlstand rapide.
Die Konsequenzen der zunehmenden Handelsfreiheit sind überwältigend. Seit Jahrzehnten wächst der weltweite Austausch von Gütern und Dienstleistungen schneller als die Produktion. Seit 1985 übersteigt das Wachstum des Handelsvolumens die Zunahme der Wirtschaftsleistung sogar um das Doppelte. 1995 wurde bereits ein Fünftel aller Güter und Dienstleistungen, die weltweit statistisch erfaßt werden, grenzüberschreitend gehandelt. Wirtschaftskrise und Zusammenbruch des gegenwärtigen Systems - 7 Phasen (pdf) Der zwangsläufige Zusammenbruch des gegenwärtigen Geldsystems Der Weltgeldbetrug KOF - Globalisierungsindex 2009 Deutschland droht bei Globalisierung Anschluss zu verlieren www.atkearney.de, 21. Junni 2010: "[...] Die Kernmärkte Europa und die Vereinigten Staaten haben als starke Wachstumsmotoren für den Handel an Bedeutung verloren. [...] China ist zum ersten Mal seit 2002 wieder an der Spitze des GRDI-Rankings. Es folgen Aufsteiger Kuwait, Indien, Saudi-Arabien und Brasilien. Die Plätze sechs bis zehn nehmen Chile, die Vereinigten Arabischen Emirate, Uruguay, Peru und Russland ein. [...]" Globalisierte Frauenunterdrückung eti - Hans-Peter Martin - Die Europäische Transparenzinitiative Attac.de - Für eine demokratische Kontrolle der Finanzmärkte Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Doch Vorsicht ! Die "Linke" ist umzingelt. »[...] Innerhalb der Partei Die LINKE gibt es ein Netzwerk von Mitgliedern, das gezielt an der Demontage linker Positionen arbeitet und zu dem Spektrum der sogenannten „Antideutschen“ gehört.[...]« Lesen Sie mehr: hintergrund.de, 17. März 2010, Die LINKE – Von innen umzingelt. Anarcho-Kapitalismus. Verzichtet in seiner Theorie vollständig auf staatliche Institutionen und Eingriffe. Gegen Monopolisierungen. Geheime Weltmacht und supranationaler Monopolkapitalismus. 8. November 2009 Steuerschwund wegen Privilegien für Unternehmen Normale Arbeit Anno 2004 - Trend zu Prekarisierung und Niedriglohn Bundesweiter Aufruf. »Die Verursacher und Profiteure der Krise blockieren«. 23. Juni 2010 Hartz IV ist Armut per Gesetz - Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens Mehr als 17 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland gehören zu den Geringverdienern Das Ende der Globalisierung Schreckgespenst "Globalisierung" Warum die Amerikaner nicht begreifen, dass der Rest der Welt sie als Imperialmacht fürchtet HUMONDE - Forum für eine humane Welt Vom Bürgerkrieg zum Bandenkrieg Chemtrails - Die Wahrheit über die chemischen Wolken (engl.) Glücksspiel -- Schulden -- Sucht [Berlin-Multikulti] -- [Religion - Spiritualität - Gesellschaft] -- [Berlin Multiculti] [WELT] -- [WORLD] Menschen unserer Zeit e.V. -- www.muz-online.de |