Willkommen in Israel und Palästinaworld.muz-online.de -- Die Länder des Mittleren Ostens -- spirit.muz-online.de | |
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ISRAEL Offizieller Name: Staat Israel Hauptstadt: Jerusalem Fläche: 21.056 km² Landesnatur: Im N Küstenebene, Bergland und Jordangraben, die sich in nordsüdliche Richtung erstrecken, im S der wüstenhafte Negev Klima: Subtropisches Mittelmeerklima mit trockenheißen Sommern und mild-feuchten Wintern Hauptflüsse: Jordan Höchster Punkt: Meron 1208 m Tiefster Punkt: Totes Meer -399 m Regierungsform: Republik Staatsoberhaupt: Staatspräsident Regierungschef: Ministerpräsident Verwaltung: 6 Distrikte Parlament: Einkammerparlament (Knesset) mit 120 für 4 Jahre gewählten Abgeordneten Nationalfeiertag: 12. Mai Einwohner: 6.101.000 (1999); 6.276.883 (geschätzt Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 290 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 91% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 27% (1999) Analphabetenquote: 3% (1999) Sprache: Hebräisch, Arabisch, Englisch Religion: Juden 80%, Moslems 15% |
Das Gelobte LandIsrael, das Gelobte Land, das Heilige Land, Palästina - das Land, das für die drei großen monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam eine mehr oder weniger zentrale Rolle spielt. Das gilt besonders für die Hauptstadt Jerusalem mit ihren heiligen Stätten. |
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Geschichte
"Wir wollen den Grundstein legen zu dem Haus, das dereinst die jüdische Nation beherbergen wird." Mit diesem Satz beschrieb Theodor Herzl (1860-1904) am 29. August 1897, dem Eröffnungstag des 1. Zionistenkongresses in Basel, die Ziele der zionistischen Bewegung. Zu dieser Zeit war die Zahl der Juden in Palästina seit 1882 von 24.000 auf 45.000 gestiegen, vor allem durch Auswanderung aus Russland, wo es immer wieder zu Pogromen kam, bei denen Tausende Juden ermordet wurden. Von einem Judenstaat als Ziel des Zionismus wurde damals aus diplomatischer Rücksicht noch nicht gesprochen, es war stets nur von einer "öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte" die Rede. Wikipedia: Existenzrecht Israels Die Ansiedlung in der alten und neuen Heimat war schwierig. Arabische Aufstände führten zu immer neuen Kämpfen, die 1936 in der Vernichtung der uralten jüdischen Gemeinde in Hebron gipfelten. Gleichzeitig lief in Europa die Judenverfolgung durch den Nationalsozialismus an, die im Zweiten Weltkrieg im Versuch der "Endlösung" ihren in der Geschichte beispiellosen Höhepunkt erreichte. | Zitiert aus dtv-Atlas zur Weltgeschichte (25. Auflage, 1991, Band 2, S.483): »" Judenfrage" und "Endlösung" Voraussetzung für die NS-Rassenpolitik ist die Rassenideologie (Verherrlichung des "Ariers", Diffamierung des "Jüdischen Untermenschen"; siehe auch 1.4.1933 Boykot-Tag. Die Aktion richtet sich hauptsächlich gegen jüdische Geschäftsinhaber, jüdische Professoren, Lehrer, Studenten, Schüler, jüdische Rechtsanwälte und Ärzte. Die in "Mein Kampf" präzisierten Forderungen HITLERS werden in den 15.9.1935 "Nürnberger Gesetzen" systematisch verwirklicht: 1. "Reichsbürgergesetz": Verlust der bürgerlichen Gleichberechtigung für Juden durch Einteilung der Bevölkerung in "Staatsangehörige" und "staats- oder Reichsbürger". 2. "Gesetz zum Schutz des deutschen Volks und der deutschen Ehre": Verbot "rassischer" Mischehen und des "außerehelichen Verkehrs zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes". Verboten wird den Juden das Hissen der Reichsflagge und die Beschäftigung nichtjüdischer weiblicher Angestellter unter 45 Jahren. Währen der nächsten Jahre werden 13 Ergänzungsverordnungen zum "Reichsbürgergesetz" erlassen: Ausschluss der Juden aus der staatlichen Gemeinschaft. Die 1933 gebildete Reichsorganisation für alle jüdischen Menschen und Vereinigungen, die Reichsvertretung der deutschen Juden", unter Vorsitz des Rabbiners Dr. Leo Baeck (1873-1956), leistet Hilfe bei der Auswanderung und beim Berufswechsel, bei der Gründung jüdischer Schulden sowie auf sozialen und kulturellen Gebieten. 1938 Höhepunkt der NS-Judenpolitik vor dem Zweiten Weltkrieg. Die jüdischen Kultusvereinigungen werden "eingetragene Vereine" (28.3.), Vermögen über 5000 RM müssen gemeldet werden (26.4.), Kennzeichnung jüdischer Gewerbebetriebe (14.6.), Streichung der Approbation aller jüdischen Ärzte (25.7.), Änderung der Familien- und Vornamen (17.8.: Hinzufügung der Vornamen "Sara" und "Israel" bei Juden mit nichtjüdischen Vornamen), Streichung der Zulassung der jüdischen Rechtsanwälte (27.9.), Einziehung der Reisepässe (5.10. neue Pässe, die durch ein "J" ergänzt sind), Ausweisung von ca. 17.000 in Deutschland wohnenden polnischen Juden (28.10.) Das 7.11.1938 Attentat auf den Gesandtschaftsrat vom Rath in Paris durch HERSCHEL GRYNSPAN, den 17jährigen Sohn eines der Zwangsdeportierten, gibt Anlaß zu 9./10.11.1938 organisierten Pogromen in ganz Deutschland ("Kristallnacht"): Synagogen werden in Brand gesteckt, Friedhöfe geschändet, jüdische Gebäude zerstört, ca. 26.000 männliche Juden verhaftet. Das Reich fordert 12.11.1938 1 Milliarde RM als Sühneleistung, Wiederherstellung durch den Mob verursachten Sachschäden, Rückzahlung der von Versicherungen geleisteten Entschädigungen. "Ausschaltung" der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben ("Zwangsarisierung"), Verbot des Besuchs von Kulturstätten und der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Sperrung der höheren Schulen. Die "Endlösung der Judenfrage" 1939 Durch die Verschärfung der Lage der deutschen Juden starke jüdische Auswanderung, die oft an mangelnder Hilfsbereitschaft der Aufnahmeländer, den Vermögensbeschlagnahmungen und der Unmöglichkeit des Devisentransfers scheitert. Nach Kriegsbeginn liegt die Polizeigewalt in den besetzten Gebieten in den Händen HIMMLERS und seiner Organe (SS, SD). Ausrottung in Polen in 3 Etappen: 1. Gettoisierung (Gettos und Unterbringung in Arbeitslagern), danach Liquidation am Ort (bis 1941) bzw. Transport in die Vernichtungslager (ab 1942). 2. Massenverhaftungen, Erschießungen. 3. Razzien, Pogrome mit Hilfe einheimischer Miliz. In Rußland Ausrottung durch Einsatzgruppen. 31.7.1941 Beauftragung des SS-Obergruppenführers REINHARD HEYDRICH (1904-1942 [ermordet]) durch GÖRING mit der "Endlösung der Judenfrage", der biologischen Vernichtung des Judentums. (Mit der Polizeiverordnung vom 1. September 1941 wurden alle Juden dazu verpflichtet eine abgewandelte Version des Magen David, des "Judensterns" ("Gelben Sterns"), zur öffentlichen Kennzeichnung ihrer Kleidung zu tragen; muz-online.de) 20.1.1942 "Wannsee-Konferenz". Festlegung des Programms: Arbeitseinsatz in Arbeitskolonnen (Trennung der Geschlechter; Dezimierung durch Zwangsarbeit bei unzureichender Ernährung; "entsprechende Behandlung" des "Restbestandes"). Abtransport aller europäischen Juden nach Osten. Unterbringung von Schwerkriegsbeschädigten und Juden mit Kriegsauszeichnungen in Theresienstadt. 5,29 Millionen (mindestens) europäische Juden werden getötet oder kommen durch Vergasung in den Vernichtungslagern Auschwitz, Chelmno, Belzec, Sobibor und Treblinka um. Die meisten mit Deutschland verbündeten und befreundeten Mächte unterstützen durch antisemitische Gesetzgebung die Ausrottung der Juden. Erfolgreichen Widerstand leisten Finnland, Italien, Bulgarien, Dänemark. [...]« 21. April 2009, Zitiert aus de.euronews.net, holocaust-gedenktag-in-israel: »Mit einer feierlichen Zeremonie in Yad Vaschem, der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, hat am Abend des 20.4. in Israel der Tag der Shoah begonnen, zur Erinnerung an die Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nazis während des Zweiten Weltkriegs. In seiner Rede verglich Staatspräsident Schimon Peres, der wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an der Feier teilnahm, den iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinejad mit Hitler und Stalin. Nur wenige Stunden zuvor hatte Ahmadinejad auf der anti-Rassismus-Konferenz der UN in Genf Israel als Rassistenregime bezeichnet. Überlebende des Holocaust entzündeten sechs Fackeln zum Gedenken an die Opfer. Das Gedenken gilt dieses Jahr insbesondere den eineinhalb Millionen Kindern, die im Holocaust umgekommen sind.[...]« In Israel leben noch 240.000 Überlebende des Holocaust. Wikipedia, Leugnung des Holocaust: »Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Bestreiten und weitgehende Verharmlosen des Holocaust. [...] In Deutschland (§ 130 StGB), Österreich, Liechtenstein, der Schweiz und einigen weiteren Staaten ist Holocaustleugnung strafbar [...]. In vielen Staaten ist Holocaustleugnung als solche kein Straftatbestand. [...]« Siehe auch: Iran, Irans Präsident Ahmadinejad leugnet den Holocaust Beachten Sie auch die www-Links auf dieser Seite. Film-Empfehlung: The Pianist (Roman Polanski, 2002). Hierzu auch www.szpilman.net. |
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Die PLO |
Juden und Christen |
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Nach der Gründung Israels verließen über eine halbe Million Palästinenser das Gebiet des neuen Staates, teils freiwillig, weil ihre politischen Führer rieten, den Vormarsch der arabischen Armeen nicht zu behindern, teils aus Furcht vor dem Gegenterror extremistischer jüdischer Verbände. Krieg gegen Libanon 2006
Ab 12. Juli flog Israel Bombenangriffe gegen Hisbollah-Stellungen im Süden und Osten des Libanon sowie in Beirut. Die Hisbollah (Partei Gottes) gilt als verlängerter Arm des Iran im Kampf gegen Israel. Als politische Partei ist sie im libanesischen Parlament vertreten und besitzt großen Einfluss insbesondere bei der ärmeren Bevölkerungsschicht. Dank großzügiger Waffenlieferungen und finanzieller Unterstützung durch den Iran mit monatlich bis zu 100 Mio. $US. unterstützt die Hisbollah ihrerseits die Palästinenser und ist Träger zahlreicher sozialer Projekte in der Region. Sie wird von der EU und den USA als Terrororganisation betrachtet. Zur Diskussion Die Zukunft der PalästinenserDie 1980er und 1990er Jahre waren von immer neuen Ansätzen zu Verhandlungen über die Zukunft der Palästinenser im Rahmen einer regionalen Friedensordnung, die auch die Nachbarstaaten einbindet, gekennzeichnet. Der im Dezember 1987 ausgebrochene Aufstand (Intifada) veränderte die Lage insofern, als er König Hussain von Jordanien bewog, die 1950 erfolgte Annexion der Gebiete im Sommer 1988 zu widerrufen. Seitdem war die von der arabischen Gipfelkonferenz 1974 in Rabat anerkannte Rolle der PLO als Vertretung aller Palästinenser im arabischen Lager unumstritten. Im Zeichen des Aufstands proklamierte die PLO im November 1988 den Staat Palästina neben Israel, erkannte Israel indirekt an, bildete eine Exilregierung und distanzierte sich von Gewalttaten. PLO-Chef Jasir Arafat (geb. 1929 - gest. Nov. 2004) erklärte die PLO-Charta von 1968, die nach wie vor die Vernichtung Israels forderte, für hinfällig. Seitdem verfolgt die 1959 von Arafat als Guerillaorganisation gegründete Partei FATAH einen gemäßigten Kurs, der von der 1988 als Arm der islamistischen Moslembruderschaft* gegründeten HAMAS abgelehnt und als Verrat gewertet wird. * Die seit einigen Jahren vom deutschen Verfassungsschutz observierte Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), die als zweitgrößte islamische Organisation in Deutschland gilt und größtes Mitglied im Islamrat (IR) für die Bundesrepublik Deutschland ist, kooperiert mit der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die wiederum der Föderation der islamischen Organisationen in Europa (FIOE) mit Sitz in Großbritannien angeschlossen ist, welche der Dachverband der verschiedenen Organisationen der Muslimbruderschaft ist. Amtierender Oberster Führer der Muslimbrüder ist seit 2004 Muhammad Mahdi Akif, der öffentlich den gewaltsamen Widerstand im Irak, die Selbstmordattentate der HAMAS und anderer palästinensischer Gruppen unterstützt und dem jüdischen Volk jegliches Existenzrecht zwischen Mittelmeer und Jordan abspricht. Zudem zeigt er sich mit Blick auf den Westen zuversichtlich, dass eine Islamisierung Europas und der USA nur eine Frage der Zeit sei. Die Muslimbruderschaft, 1928 in Ägypten gegründet, ist die größte islamistische Organisation des sunnitischen Islams und hat die schrittweise Errichtung eines weltweiten islamischen Staates auf der Basis der Scharia zum Ziel. Die moderatere Haltung der FATAH, die stärkste Fraktion innerhalb der PLO war, begünstigte jene Entwicklung, die das Gaza-Jericho-Abkommen 1993 ermöglichte. Israel und die PLO vereinbarten den Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen und Jericho, die Einrichtung einer begrenzten palästinensischen Verwaltung in diesen Gebieten und die Aufnahme von Verhandlungen. Die Selbstverwaltung wurde 1994 eingerichtet. Im gleichen Jahr schlossen Israel und Jordanien Frieden. 1995 begann der Abzug israelischer Truppen aus weiteren Städten des Westjordanlandes. Nach der Ermordung von Premierminister Izhak Rabin 1995 durch einen israelischen Extremisten kam der Friedensprozess ins Stocken und erreichte unter seinem Nachfolger Benjamin Netanjahu einen neuen Tiefpunkt. Erst das unter Vermittlung der USA zustande gekommene Wye-Abkommen setzte ab 1998 die palästinensisch-israelische Annäherung wieder in Gang. Unter der 2001 gebildeten Regierung von Ariel Scharon eskalierte der Nahostkonflikt erneut zu blutigen Unruhen. Zur Diskussion |
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Nach monatelangen Spannungen zwischen HAMAS- und FATAH-Anhängern einigten sich beide Parteien im März 2007 auf eine gemeinsame Regierung der Nationalen Einheit. Präsident ist Abbas (FATAH), Regierungschef ist Haniya (HAMAS). "(...) Hanija forderte in seiner Rede ein Ende des Boykotts gegen die Palästinenser. Er appellierte an die USA, die maßgeblich hinter den Sanktionen gegen die palästinensische Autonomieregierung stehen, ihre Position zu überdenken. Gleichzeitig machte er noch einmal deutlich, dass die palästinensische Regierung unter seiner Führung einen Staat in den Grenzen von 1967 anstrebt und nicht das ganze historische Land Palästina beansprucht. Nach Einschätzung von Beobachtern erkannte er damit implizit die Existenz Israels an. (...) Gleichzeitig unterstrich Hanija jedoch, dass das palästinensische Volk ein Recht auf Widerstand gegen die israelische Besatzung habe. In Jerusalem wurde dieser Satz als Aufruf zur Gewalt gegen Israel verstanden" (Stand: 17.03.2007 -- mehr...). | ![]() |
Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen beiden Gruppierungen war dann der 14. Juni. HAMAS-Kämpfer übernahmen die Kontrolle über den Gaza-Streifen. September 2008: Am 27.12.2008 startete Israel die Militäroperation "Gegossenes Blei" im Gaza-Streifen, die nun zum Ziel hat, das Hamas-Regime zu stürzen und die HAMAS zu entwaffnen. Einen Tag zuvor war der zwischen Israel und der Hamas vermittelte sechsmonatige Waffenstillstand ausgelaufen. Die Führer der HAMAS betonten kraftvoll zum abermillionsten Male, dass sie Israel in der Region nie als Staat anerkennen werden. Palästinensische Raketen trafen Ortschaften in Israel. Meinung:
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PalästinaDas Territorium von Palästina umfasst das Westjordanland und den Gaza-Streifen. Die Frage nach der palästinensischen Hauptstadt ist derzeit noch ungeklärt. |
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Gaza-Streifen (Fläche: 364 km²)
LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.657 f.www-Links( |
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