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Frankreich nimmt innerhalb Europas in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung ein. Im Laufe seiner jahrhundertelangen Geschichte haben die Franzosen ein starkes nationales Bewusstsein entwickelt, in dem Tradition und Moderne auf einzigartige Weise verknüpft sind. Frankreich war in seiner Entwicklung anderen Ländern oft ein Stück voraus. Schon früh einte es sich zu einem zentral gelenkten Staat. Die Lebensweise in der absolutistischen Monarchie Ludwig XIV. galt seinerzeit als Vorbild für die europäischen Herrscherhäuser, die Ideen der Französischen Revolution setzten Maßstäbe für alle modernen Demokratien der Welt. |
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Das Leben in Frankreich ist weit über seine Landesgrenzen hinaus sprichwörtlich bekannt. Dabei schwingt besonders die Bewunderung für die französische Lebensart mit. Natürlich spielen in diesem Zusammenhang Essen und Trinken eine wichtige Rolle. Die Raffinesse der französischen Küche genießt weltweit Anerkennung. |
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Nicht anders steht es mit den Weinen, deren Renommee und Vormachtstellung seit langer Zeit ebenso unumstritten ist wie die des französischen Käses. |
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| Dies bedeutet vor allem, dass der französische Nationalstaat, trotz aller inneren Zerrissenheit, Spannungen, Konflikte oder Wechsel der Regierungssysteme, tief in der Gesellschaft verwurzelt ist. Frankreichs Journalisten beklagen die Unfreiheit der Presse. Die neue Internetzeitung Mediapart will einen vom Mainstream unabhängigen Journalismus betreiben. Zu sehr hätten in den letzten Jahren Interessen in die Welt des Journalismus eingegriffen, die nach Meinung des Gründers von Mediapart, Plenel, dort nichts zu suchen hätten. Plenel, der früher Chefredakteur von Le Monde war, hat ebenso Interesse, Mediapart auf Deutsch herauszubringen. Hierzu suche er noch Partner. |
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Mit rund 543.965 km² Fläche ist Frankreich der größte Territorialstaat Westeuropas. Hinzu kommen die überseeischen Départements Guadeloupe, Französisch-Guyana, Martinique, Réunion, Saint-Pierre-et-Miquelon und Mayotte (Mahoré) sowie die Überseeterritorien Neukaledonien, Französisch-Polynesien, Wallis und Futuna. |
Radio Nostalgie (Thollon)![]() |
Staatsform |
Nach der Gründung der V. Republik (1958) durch Charles de Gaulle (1890-1970) regierten konservative Präsidenten 23 Jahre lang. Erst 1981 wurde mit Francois Mitterand (1916-1996) ein Sozialist Staatspräsident. Sein Nachfolger wurde 1995 der Gaullist Jaques Chirac (* 1932). Und auch im Frühjahr 2002 wurde Chirac im 2. Wahldurchgang mit großer Mehrheit vor dem Herausforderer der Nationalen Front (FN) Le Pen gewählt, der im ersten Wahldurchgang noch vor dem Sozialisten Jospin lag. Der Erfolg von Le Pen hatte eine Reihe von Großdemonstrationen, die gegen Le Pen gerichtet waren, ausgelöst. |
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Die MenschenSo einheitlich sich die französische Nation nach außen hin darstellt, so unheitlich ist sie in ihrer bevölkerungsgeographischen Struktur. Zwischen dem Mediterranfranzosen im Süden, dem Auvergnat des Zentralmassivs, dem Normannen, Savoyarden oder Aquitaner liegen buchstäblich Welten hinsichtlich Lebensart, Selbstverständnis, Wirtschaftsgeist oder gesellschaftlicher Verhaltensweisen. Hinzu kommen die ethnischen Minderheiten, die Bretonen, die Basken, Katalanen, die Provencalen, die Korsen, die Elsässer und die Flamen, die immer wieder auf ihre kulturelle und gesellschaftliche Eigenständigkeit hinweisen. |
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Dass es in Anbetracht dieser Vielfalt nie zu einer Zersplitterung des Landes gekommen ist, liegt im Wesentlichen an dem zentralistisch ausgerichteten Staatswesen. So wurde den regionalen Autonomiebestrebungen seit frühester Zeit ein Riegel vorgeschoben, denn in Frankreich bedeutete Zentralismus nicht nur zentrale Verwaltung der kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten, sondern auch zentrale Kontrolle. |
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Zahlenmäßig werden diese Gruppen jedoch von den Nordafrikanern übertroffen, die nach der Unabhängigkeit ihrer Heimatländer zu Millionen nach Frankreich eingewandert sind. Genaue Zahlen gibt es nicht, da diese Zuwanderung häufig auf "Schleichwegen" erfolgt ist. Vor allem in den Großstädten sind ganze Stadtviertel zu regelrechten orientalischen Bazaren umfunktioniert worden. Die "Maghrebisierung" hat in den letzten Jahren verstärkt zu gesellschaftlichen Konflikten geführt, die auch in der politischen Reaktion der Bevölkerung ihren Niederschlag gefunden haben. | ![]() |
Die deutsche Sprache hat sich in Form eines alemannischen Dialekts in weiten Teilen des Elsass erhalten. Das Flämische reicht vom Norden ebenfalls in das französische Territorium hinein. In einigen französischen Alpenregionen und auf Korsika bestehen bedeutende italienische Sprachminderheiten. |