Willkommen in der Volksrepublik Chinaworld.muz-online.de -- Die Länder Asiens -- spirit.muz-online.de Offizieller Name: Volksrepublik ChinaHauptstadt: Peking (Beijing) Fläche: 9.598.036 km² Landesnatur: Im SW Hochgebirgsland, im N und NW Tafelländer und Hochbecken, nach O Gebirgsland, im NO Tiefland Klima: Kontinental, im SO z.T. subtropisch Hauptflüsse: Huang He, Chang Jiang, Xi Jiang, Mekong Höchster Punkt: Mount Everest 8.846 m Regierungsform: Sozialistische Volksrepublik Staatsoberhaupt: Staatspräsident Regierungschef: Ministerpräsident Verwaltung: 22 Provinzen, 5 Autonome Regionen, 4 regierungsunmittelbare Städte, Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao Parlament: Nationaler Volkskongress (Einkammerparlament) mit 2.972 gewählten Mitgliedern; ständiger Ausschuss mit 154 Mitgliedern Nationalfeiertag: 1. Oktober Einwohner: 1.266.838.000 (1999); 1.306.313.812 (geschätzt für Juli 2005); ca. 92% Han-Chinesen sowie 55 Minoritätengruppen (Zhuang, Mandschu, Hui, Miao, Uighuren, Yi, Mongolen, Tibeter, Buyi, Koreaner und andere) Hongkong: 6.801.000 (1999); 6.898.686 (geschätzt für Juli 2005) Bevölkerungsdichte: China: 132 Ew./km² (1999); Hongkong: 6.327 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 34% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 25% (1999) Analphabetenquote: 15% (1999) Sprache: Standard Chinesisch bzw. Mandarin (Putonghua, basiert auf dem Beijing-Dialekt), Yue (Cantonesisch), Wu (Shanghaiesisch), Minbei (Fuzhou), Minnan (Hokkien-Taiwanesisch), Xiang, Gan, Hakka Dialekte, Sprachen nationaler Minderheiten (Mongolisch, Tibetisch, Uighurisch, Turksprachen, Koreanisch) Religion: Konfuzianismus weit verbreitet, Buddhisten ca. 100 Mio., Taoisten ca. 30 Mio., Moslems ca. 20 Mio., Katholiken ca. 4 Mio. (nach Schätzungen 13-14 Mio.), Protestanten ca. 15 Mio. |
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In den Jahren von 2003 bis 2008 hatte China ein jährliches Wirtschaftswachstum von mehr als 10%. Bereits 2007 konnte sich China hinter den USA, Japan und Deutschland als viertstärkste Wirtschaftsmacht behaupten. Im Jahr 2009 hat China sogar den bisherigen "Exportweltmeister" Deutschland überholt. Trotz internationaler Finanz- und Wirtschaftskrise konnte China 2009 noch ein Wirtschaftswachstum von 8% aufweisen. Für 2010 werden 9% Wachstum prognostiziert.
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Internationale Kritik bezieht sich auf die erhebliche Korruption im Land, Vergehen gegen die Menschenrechte (mit schätzungsweise 7000 bis 8000 Exekutionen im Jahr richtet China mehr Menschen hin als der Rest der Welt zusammen) sowie die eingeschränkte Meinungs- und Pressefreiheit und die starke Zensur in Bereichen des Internets. Seit Februar 2008 gilt China mit mehr als 220 Millionen Nutzern als weltweit größte Internet-Nation (360 Millionenen Nutzer im Jahr 2010). China ist dabei zum Vorreiter und zugleich Top-Exporteur modernster Methoden allgegenwärtiger Online-Zensur geworden - mit tatkräftiger Unterstützung westlicher Konzerne. Im Einsatz sind modernste Überwachungsrechner und ein Heer von über 30.000 amtlichen Zensoren (siehe DER SPIEGEL, 18/2008, S.184 ff.). |
Siehe auch: auf dieser Seite das Kapitel Google Links: Made in China Boycott |
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Ein großes Problem des Landes ist die hohe Arbeitslosigkeit in den ländlichen Regionen sowie die sich immer stärker ausbreitende Kluft zwischen Arm und Reich. Während die Wirtschaft in den Städten boomt, besteht in den ländlichen Regionen Nullwachstum. Da die Erfassung der Arbeitslosigkeit in China sehr undurchsichtig ist, ist es kaum möglich verlässliche Zahlen zu nennen. Zur Gesamtarbeitslosenzahl findet man Angaben zwischen 9,8% (2004) und 35%. In den großen Städten liegt die Arbeitslosenzahl offiziell bei etwa 4,2%. Etwa 100 bis 150 Millionen Menschen sind Wanderarbeiter, die zu niedrigen Löhnen arbeiten und keinerlei soziale Absicherung haben. Erhöhter Preisdruck auf dem internationalen Markt zwingt auch China seine Produktion weiter zu rationalisieren, womit die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergehen dürfte. |
China - Lieferant für europäische Kinderzimmer Guangdong war Ausgangspunkt und Vorreiter der chinesischen Öffnungs- und Reformpolitik. Die Region war verantwortlich fuer 1/3 der gesamten chinesischen Exporte. | Inflation Die Inflationsrate lag im Dezember 2007 bei 6,5%. Der explosionsartig erfolgte Preisanstieg bei einer Reihe von Produkten des täglichen Bedarfs trifft vor allem die Armen und die Masse der Menschen mit niedrigen Einkommen. Die Regierung befürchtet eine Zunahme sozialer und politischer Unruhen. Siehe: zeit.de, Der größte Feind der Partei, 11.12.2007 Im April 2008 lag die Inflationsrate bereits bei 8,5%. Im Dezember kühlte die Inflation auf 2,4% ab. Internationale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 Die in den USA ausgelöste Finanz- und Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen die internationalen Volkswirtschaften immer deutlicher in die wirtschaftliche Rezession treiben, trifft nun auch Chinas Exportwirtschaft härter als bislang erwartet. Im Dezember brach das Exportgeschäft aufgrund der geringen Nachfrage - insbesondere aus den USA und der EU - erheblich ein. Chinas Wirtschaft schrumpft im Dezember erheblich. Im 4. Quartal wies China nur noch ein Wachstum von 6,8% auf, der niedrigste Wert seit 2001 und das erste Mal seit 2003 nicht mehr zweistellig. Zehntausende Betriebe mussten bereits in den vergangenen Monaten ihre Produktion einstellen und ihre Arbeiter entlassen. Täglich gibt es Demonstrationen von Not leidenden Menschen, die ohne jegliche soziale Absicherung ihre Arbeit verloren haben. Google Links: China+Wirtschaft+Krise »[...] Sozialpolitik Vor dem Hintergrund zunehmender sozialer Unruhen in zahlreichen Provinzen beschloss die Regierung im Oktober 2006 ein Programm zur Sozialpolitik und proklamierte den "Aufbau einer harmonischen, sozialistischen Gesellschaft". Innerhalb der nächsten 15 Jahre sollen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Fortschritt in Balance gebracht werden. Um die wachsende Kluft zwischen Stadt und Land zu bremsen, seien besonders die ländlichen Gebiete zu fördern. Im Jahre 2005 wurden nach offiziellen Angaben 87.000 "Zwischenfälle mit Massencharakter" registriert - d.h. gravierende Zusammenstöße zwischen protestierenden Gruppen und den Sicherheitskräften, bei denen es in etlichen Fällen auch zu Todesopfern kam. Anlass war in den meisten Fällen behördliche Willkür, häufig im Zusammenhang mit Enteignung und Zweckentfremdung von Ackerland, Raubbau an der Umwelt und Korruption sowie Arbeitskonflikten im Gefolge ausbleibender Lohnzahlungen oder Entlassungen. Im März 2007 kam es wegen der Erhöhung der Busfahrpreise in der Bergregion Yongzhouzhi zu mehrtägigen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Tausenden Demonstranten und der Polizei. [...]« Aus: Der Fischer Weltalmanach 2008, S.106 f. |
Die in diesen Fabriken arbeitenden Menschen erhalten einen Monatslohn von etwa 70 EURO. Dafür arbeiten sie zu Bedingungen, die für westliche Verhältnisse katastrophal, ja, geradezu menschenverachtend sind. Die meisten Arbeiter sind nur im Besitz einer vorläufigen Aufenthaltserlaubnis. Rund 90% der Arbeiter haben keinen Anspruch auf Sozialversicherungen, medizinische Versorgung und öffentliche Schulen. Werden sie entlassen, aus welchem Grund auch immer, droht ihnen die Deportation in ihre Herkunftsregion, womit sich China der Arbeitslosigkeit und Verelendung seiner Boomtowns entledigt. Während der produktionsstarken Wochen gleichen Kinder den Arbeitskräftemangel aus. Die als "Sommerarbeiter" bezeichneten Kinder werden von ihren Schulen, die die Hälfte des Lohns als "Schulgebühr" einbehalten, an die Fabriken vermietet. Die Personalabteilungen bevorzugen Mädchen, weil sie gehorsamer und besser kontrollierbar seien.
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In keinem anderen Land sind sämtliche Klimate so ausgeprägt vertreten wie in China: Sie reichen von tropischen bis zu sibirischen Temperaturen und von Feuchtregionen bis zum Wüstenklima. |
![]() | Vielfältig wie Landschaft und Geschichte ist auch die chinesische Kultur, deren durchgehende "Tonart" unterschiedlichste Variationen aufweist: Man denke an die zahlreichen Denkschulen und Religionslehren, die, wie Konfuzianismus, Daoismus, Mohismus oder "Legalismus", schon im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. aufgekommen waren oder aber im Laufe der Jahrhunderte importiert wurden, wie z. B. der Buddhismus. Man denke auch an die Fülle von künstlerischen Traditionen, die zumeist auf dem Weg über Zentralasien eingeführt wurden. China ist darüber hinaus dasjenige Land, das als erstes die großen Erfindungen des Papiers, des Buchdrucks, des Kompasses, des Schießpulvers, des Porzellans und des Rechenbretts hervorgebracht hat. |
Faszinierend - und bedrückend - auch die "Massen", denen der Reisende in China auf Schritt und Tritt begegnet - ob in den Städten oder auf den Dörfern, wie ja überhaupt das Massenerlebnis die mit Abstand intensivste Erfahrung ist, die man als Europäer aus Asien zurückbringt. Die allgegenwärtigen Dimensionen sind atemberaubend, die Probleme deprimierend, die Perspektiven jedoch gleichzeitig auch beflügelnd. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts kämpft China um einen Entwicklungskurs, der den gewaltigen Anforderungen der explosionsartig anwachsenden Bevölkerung gerecht werden kann. Reformbestrebungen für das Modell "Sozialistische Marktwirtschaft" und die Öffnung nach außen prägen das heutige Bild Chinas. |
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Jiaogulan - Chinesische Heilpflanze »Lateinischer Name: Gynostemma pentaphyllum. Andere Namen: Xiancao in China, Amachazuru in Japan.Über diese Pflanze wurde schon 1400 n. Christus berichtet. Sie gehört zu den Pflanzen in der traditionellen chinesischen Medizin. Der Name "Xiancao" bedeutet soviel wie Kraut der Unsterblichkeit. In Südchina wird dieses Kraut täglich als Tee getrunken und die Anzahl der Menschen in der Region Guizhou, die dort über 100 Jahre alt werden, ist überdurchschnittlich groß. "Jiaogulan" wird in China bereits seit langer Zeit als Gesundheitspflanze gegen Bluthochdruck, Cholesterin, zur Förderung der Durchblutung & des Stoffwechsels, zur Stärkung des Immunsystems (krebshemmend) eingesetzt.« Siehe: Anti-Aging-Pflanzen Literatur:
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Das "Dach der Welt" Am Nachmittag des 12. Mai 2008 (Ortszeit) bebte in der Region Sichuan die Erde mit einer Stärke von 7,8 auf der Richter-Skala und forderte offiziellen Angaben zufolge mehr als 68.000 Todesopfer. Bei dem seit Jahrzehnten schwersten Erdbeben in China, das bis an die Ostküste hin zu spüren war, wurden etwa 100.000 Menschen verletzt. Schätzungsweise 20.000 Menschen gelten als vermisst. Der akute Mangel an Trinkwasser, Nahrung, Medikamenten und Desinfektionsmitteln könnte Epidemien auslösen. Für Bergungsarbeiten sind Zehntausende Soldaten im Einsatz. Durch das Beben wurden in Sichuan und der Region von Chongqing an die 500 Staudämme beschädigt. |
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Halb aus dem Tiefland, halb aus dem Gelben Meer ragt wie eine Insel das Bergland von Shandong (Schantung) heraus, dessen zerklüfteter Ostteil an die mandschurische Halbinsel Liaodong erinnert. |
Tai Chi Der Film Tai Chi (engl.: The Tai Chi Master) ist ein 1993 in Hongkong entstandenes Martial Arts-Actiondrama. Es handelt von zwei befreundeten Kung-Fu-Schülern, die als Erwachsene zu Feinden werden.Dieses hier vorgestellte Video vermittelt einen kleinen Eindruck von Tai Chi (auch als "Chinesisches Schattenboxen" bekannt). In China ein Volkssport mit Massencharakter, wird Tai Chi weltweit von Millionen Menschen ausgeübt. »[...] Ursprünglich wurde Tai Chi vor Jahrhunderten im chinesischen Kaiserreich als eine Kampftechnik entwickelt, die der Selbstverteidigung dienen sollte. Die Bewegungsübungen des Tai Chi zielen darauf ab, die sportliche Fitness zu erhöhen und enthalten meditative Elemente, die zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Die sehr langsamen Übungen des Tai Chi beinhalten einzelne Bewegungen, sogenannte "Bilder", die in ihrer Abfolge eine "Form" bilden. Im Tai Chi sind verschiedene Formen bekannt, etwa die "Pekingform", bestehend aus 24 Bildern, oder die "Zheng Manqing"-Form mit 37 Bildern. Formen können sich aus über 100 Bildern zusammensetzen. Inhaltlich drücken die Übungen das Zusammenspiel der traditionellen chinesischen Elemente Feuer, Wasser, Holz, Erde und Metall aus. [...]« Zitat: beijingtongji.com, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) - Wellness mit Tai Chi Die Fünf Säulen der TCM sind die Akupunktur, die Arzneimitteltherapie, die Ernährungslehre, die Bewegungslehren Qi Gong und Tai Chi sowie die Tuina-Massage. Klassischer Stil: Yang Style Tai Chi Chuan. yangfamilytaichi.com, History of Tai Chi, Master Yang Jun, 6th Generation |
Städte
Obwohl die Gesellschaft Chinas immer noch ländlich geprägt ist, zählen einige seiner Städte zu den größten der Welt. Das Gebiet der Metropole Shanghai hat eine Bevölkerung von mehr als 18 Millionen (2007). Canton (Guangzhou), das am Deltagebiet des Xi Jiang liegt, leitet seine Bedeutung von seinen internationalen Handelsverbindungen her. Andere Städte, wie Xi'an oder Nanjing, präsentieren dem Besucher ein altertümliches Gesicht. |
Suzhou |
Shanghai Google Search: www-Links: Shanghai | Donnerstag, 01. Mai 2008 Aus: www.bild.de Google Images: Bilder: Hangzhou+Brücke Google Search: www-Links: Hangzhou+Brücke |
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Peking Peking hat eine wechselvolle Geschichte von rund 3000 Jahren auf zuweisen und war - neben Xi'an, Nanjing, Luoyang, Kaifeng und Hangzhou - eine der sechs Hauptstädte des kaiserlichen China. Bereits im 11. Jahrhundert v. Chr. diente die Stadt als Residenz des nordchinesischen Schwalben-Staats (Yan) und hieß damals "Ji". Im 12. Jahrhundert n.Chr. - also mit einem Abstand von beinahe 2000 Jahren - erhielt Peking erneut Hauptstadtfunktion, diesmal des Staates "Jin". Zwischen dem 13. und dem 20. Jahrhundert diente es dann fast ununterbrochen als Metropole der einander folgenden Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien und erhielt den Namen "Beijing" (wörtl. "Nördliche Hauptstadt"). Lediglich in den ersten Jahren der Ming-Dynastie wurde die "Nördliche" in ihrer Hauptstadtfunktion kurze Zeit von Nanjing, der "Südlichen Hauptstadt", abgelöst. Nanjing war auch in den entscheidenden Guomindang-Jahren von 1928 bis zur Eroberung durch japanische Streitkräfte im Jahre 1937 Hauptstadt der "Republik China" - und wird als solche auch heute noch von der seit 1949 in die "provisorische Hauptstadt Taipeh" übergesiedelten Guomindang-Führung betrachtet. Am 1. Oktober 1949 wurde Peking gleichzeitig mit der Ausrufung der VR China zur Hauptstadt der neuen "Volksrepublik China" erklärt. |
Außerhalb der von einer 12 m hohen Mauer umschlossenen "Verbotenen Stadt" lag die quadratisch angelegte frühere "Kaiserstadt". Um diese herum legte sich die wiederum quadratische "Innenstadt" mit einem äußeren Umriss von 20 km. Südlich der "Innenstadt" befand sich die von einer Mauer umgebene "Außenstadt". Die alte Hauptstadt hatte 20 Tore (4 in der "Kaiserstadt", 9 in der "Innenstadt" und 7 in der "Außenstadt"), von denen jedes eine eigene Funktion hatte. |
Südlich vom Kaiserpalast liegt das im 15. Jahrhundert errichtete "Tor des Himmlischen Friedens" (Tiananmen), das inzwischen als Symbol Pekings weltbekannt geworden ist. Es bildet seinerseits den nördlichen Abschluss des mit 40 ha größten öffentlichen Platzes der Welt. Auf ihm haben sich zahlreiche Schlüsselereignisse der neueren Geschichte abgespielt, und er rückte durch die blutige Niederschlagung der Studentenbewegung vom 4. Juni 1989 erneut ins Zentrum der Weltöffentlichkeit. Das "Tor des Himmlischen Friedens" und der davorliegende Platz werden durch die Chang'anjie-Straße (Straße des Ewigen Friedens) voneinander getrennt, die zur kaiserlichen Zeit nur eine Ausdehnung von 4 km hatte, heute aber auf 40 km verlängert ist. Die 50 bis 80 m breite Straße durchzieht Peking als dominante Achse, zu der alle anderen Hauptstraßen parallel oder rechtwinklig verlaufen. Diese Schachbrettform ist typisch für alle klassischen Städte Chinas. |
Das moderne Peking |
China ist außerdem ein Vogelparadies: Es beherbergt ein Siebtel aller weltweit vorhandenen 9000 Arten. Von ihnen sind über 90 Vogelarten nur in China beheimatet oder halten sich die meiste Zeit des Jahres in China auf, etwa der Mandschuren-, der Mönchs- und der Schwarzhalskranich. Allerdings sind die Bestände der sehr standorttreuen Kraniche durch die zunehmende Zerstörung ihrer weiträumigen Brutgebiete gefährdet. Ferner gibt es in China die verschiedensten Raubvogelarten, wie Adler, Geier und Gänsegeier. |
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Bedrohte Tierwelt | Thema: Tierquälerei Aus: www.mdr.de/brisantBären-Galle gegen Hämorrhoiden »[...] Bis zu 7.000 Braun- und Kragenbären, so Schätzungen der Welttierschutzgemeinschaft WSPA, werden in China in sogenannten Bärenfarmen gehalten. [...] Einziges Ziel der Qual ist die Gallenflüssigkeit der Tiere. Diese soll nämlich laut Traditioneller Chinesischer Medizin gegen Leiden wie Leberschmerzen, Augenbeschwerden, Hämorrhoiden, Fieber und Gallensteine helfen. Über einen in den Bauch implantierten Plastikschlauch wird den Tieren täglich ein Glas Gallenflüssigkeit abgezapft. Pro Bär werden etwa zwei Kilogramm Gallenpulver pro Jahr gewonnen. Die Schlauch-Methode ist übrigens noch die bessere. Aus Kostengründen wird in vielen Farmen einfach eine Wunde im Bauch immer wieder aufgestoßen um an die begehrte Flüssigkeit zu kommen. Für die Tiere eine Tortur. Außerdem werden den Tieren die Krallen gekappt - an den für Bären üblichen Winterschlaf ist in den Farmen nicht zu denken. [...] Die Galle liegt im Trend. Mittlerweile werben auch Haarshampoo-, Gesichtscreme- oder Zahnpastahersteller mit Bärengalle-Zusätzen. Der Handel mit Bärengalle floriert und bedroht nicht nur die Bären in den Farmen, sondern auch die, die bisher in freier Wildbahn leben. Diese werden entweder gleich getötet oder ebenfalls in die Farmen gebracht. [...]« Google search: China+Bären |
Das seit einigen Jahren von der Regierung vorangetriebene Programm der "Ein-Kind-Familie" ist angesichts der eingefahrenen Denktraditionen schwer zu verwirklichen. Der steigende Wohlstand in den ländlichen Gebieten lässt viele Familien auch finanzielle Sanktionen des Staates in Kauf nehmen, um einen männlichen Nachkommen zu erhalten. |
Seit geschichtlich erfassbarer Zeit sind die Han-Chinesen ein sesshaftes Bauernvolk mit festgefügten sozialen Einheiten, das in einem ursprünglich wenig landwirtschaftsfreundlichen Siedlungsgebiet lebt. Diese drei Vorgaben haben ihren Charakter geformt und dafür gesorgt, dass sie sich beträchtlich von einigen ihrer Nachbarvölker unterscheiden.
China wurde bereits mit dem Vordringen der Han-Kaiser im 2. Jahrhundert v.Chr. nach Westen und Süden ein Vielvölkerstaat, der die verschiedensten Nachbarvölker zum Teil "mit Haut und Haaren" assimilierte. Umgekehrt wurden zahlreiche Fremdelemente in die chinesische Kultur aufgenommen und genießen dort inzwischen unbestrittenes Heimatrecht: Man denke an die türkischen und die iranischen sowie an andere zentralasiatische Einflüsse während der Tang-Zeit, gar nicht zu reden von der völkischen Vermischung, die vor allem im Norden des Landes in den letzten 2000 Jahren stattfand. |
Zhuang, Hui und Uiguren |
Die etwa 7 Millionen Uiguren - ein Turkvolk - siedeln in der nordwestlichen Autonomen Region Xinjiang. | Uigurenkonflikt Aus: Der Fischer Weltalmanach 2008, S.110 f.:» [...] Uigurische Separatisten setzen sich für eine unabhängige Republik Ostturkestan ein. In den letzten Jahren wurden gewaltsame Aktionen nicht mehr gemeldet. Menschenrechtsorganisationen werfen der Zentralregierung vor, massive Menschenrechtsverletzungen gegenüber Uiguren mit dem internationalen Krieg gegen den Terror zu rechtfertigen. Am 8.2.2007 wurde der Uigure Ismail Semed, ein ETIM*-Mitglied, in der Xinjiang-Hauptstadt Ürümqi hingerichtet. Er war im Oktober 2006 wegen separatistischer Aktivitäten und waffenbesitzes zum Tod verurteilt worden. Gewalttaten waren ihm nicht vorgeworfen worden. [...] « *Die Ostturkestanische Islamische Bewegung ETIM wird von den UN und den USA als terroristische Vereinigung eingestuft, die Verbindungen zur internationalen Terrorbewegung Al Qaida unterhalte. |