Willkommen in Kap Verde

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Offizieller Name: Republik Kap Verde
Hauptstadt: Praia
Fläche: 4033 km²
Höchster Punkt: Pico de Fogo 2.829 m
Einwohner: 418.000 (1999); 426.998 (geschätzt für Juli 2008);
Bevölkerungsdichte: 104 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 52% (1999)
Bevölkerung unter 15 Jahren: 37% (1999)
Analphabetenquote: 30% (1999)
Sprache: Portugiesisch, Crioulo
Religion: Katholiken 92,8%, Protestanten 1%, indigene Religionen
Importgüter: Nahrungsmittel und andere Konsumgüter
Exportgüter: Kleidung 49%, Schuhe 40%, Fisch und -produkte, Salz, Bananen, Pflanzenöle, Kaffee, Südfrüchte
Handelspartner: Portugal 78%, USA 19%


Kap Verde ist ein kleiner Inselstaat im Atlantischen Ozean. 500 km vor der westafrikanischen Küste liegend, haben die Inseln dasselbe trockene Klima wie die Sahelländer am Südrand der Sahara. "Bauen wir dieses Land auf, wir haben kein anderes", ist der Wahlspruch der Kapverder.

Der Archipel besteht aus 15 Inseln vulkanischen Ursprungs, die sich hufeisenförmig nach Westen öffnen. Sie sind voller Gegensätze, in der Mehrheit verkarstet, aber es gibt auch Täler mit nahezu üppiger Vegetation. Die geologisch ältesten Inseln (Maio, Sal und Boa Vista) erheben sich mit flachen Stränden nur wenig über dem Meeresspiegel. Die übrigen sind stark gebirgig, mit steil zum Meer abfallenden Küsten. Der 2.829 m hohe Pico de Fogo auf Fogo hatte 1995 seine letzte Eruption.

Geschichte

Die günstige Lage ließ die Kapverden seit der Entdeckung durch portugiesische Seefahrer im 15. Jahrhundert zum Kreuzungspunkt von Kontinenten und Völkern werden. Bei der Entdeckung unbewohnt, waren die Kapverden rund 400 Jahre ein Einwanderungsland. Zunächst wichtiger Sklavenumschlagsplatz, wurden die Inseln später zur Anlaufstelle für amerikanische Walfänger und schließlich zur Bunkerstation für Dampfschiffe vor ihrem langen Seeweg nach Südamerika und Südafrika.

Als Zwischenstation willkommen, waren die Inseln als Siedlungsgebiet weniger anziehend. Da mussten schon starke materielle Reize für die ersten portugiesischen Siedler sowie Zwang für die Deportierten nachhelfen oder der Zufall eintreten, der entlaufene oder freigelassene Sklaven auf die Kapverden führte. Die einstigen "Straßen der Misere" erinnern an das portugiesische Zwangsarbeitssystem, und die kahlen, weiten Flächen machen die Versteppung aufgrund intensiver Abholzung und planloser Übernutzung der Grundwasservorkommen deutlich. In der kapverdischen Geschichte sind Hungersnöte mit Zehntausenden von Toten immer wieder leidvoller Alltag gewesen.

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Politische Unabhängigkeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten kapverdische Intellektuelle, die die Unabhängigkeit der Inseln sowie von Portugiesisch-Guinea forderten und einen vereinten nachkolonialen Staat gründen wollten, die "Partido Africano da Independência de Guiné e Cabo Verde" (PAIGC). Während sich die Bewegung auf dem Festland permanent vergrößerte, blieb sie auf den Inseln bis Anfang der 1970er Jahre relativ erfolglos. Im Gefolge der "Nelkenrevolution" in Portugal erklärten die Kapverden 1975 ihre Unabhängigkeit. Die PAIGC, seit 1980 in PAICV ("Afrikanische Partei für die Unabhängigkeit der Kapverden") umbenannt, bestimmte bis zu den ersten freien Parlamentswahlen 1991 als Einheitspartei die Linie der Politik.
In der Innen- und Außenpolitik regierte Pragmatismus. Man hat sich damit abgefunden, dass die Alphabetisierung, die Emanzipation der Frau sowie die Landreform langsamer vorangehen als man 1975 geglaubt hatte. Man nimmt es hin, dass sich die Gesellschaft durch die Rückkehr von Emigranten sozial und einkommensmäßig differenziert. Erst 1990 ist durch Verfassungsänderung das Mehrparteiensystem eingeführt und die bei den Wahlen erfolgreiche "Bewegung für Demokratie" (MPD) gegründet worden. Bei den Wahlen im Januar 2001 wie auch 2006 wurde die PAICV stärkste politische Kraft.

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Wirtschaft

Ohne Entwicklungshilfe wäre die Inselrepublik nicht lebensfähig. Dem Land fehlen Rohstoffe; außer Salz, Pozzolanerde und Fischereiprodukten gibt es keine Exportgüter. Nur 10% der Gesamtfläche sind kultiviert. Ein langfristiges Land- und Wasserkonservierungsprogramm (Wiederaufforstung, Bau von Terrassen und Dämmen) soll die Flächen wesentlich ausdehnen. 90% aller Nahrungsmittel müssen eingeführt werden oder sind Spenden in Form von Hilfsgütern. Für viele Kapverder bedeutet Auswanderung die einzige Lösung. Die Überweisungen der in aller Welt lebenden Emigranten (ca. 700.000 Kap-Verdier leben im Ausland) sind zu einer unentbehrlichen Existenzstütze für die Daheimgebliebenen geworden.
Die Stadt Mindelo auf der sechstgrößten Insel São Vicente hat sich zum Wirtschaftszentrum entwickelt. Grund dafür sind der geschützte Hafen, eine Reperaturwerft, eine Fischkonservenfabrik und einige kleinere Fabriken für Textilien und Schuhe.

Schon vor der politischen Unabhängigkeit betonte die politische Führung immer wieder, wie wichtig die private Initiative für die Entwicklung des Landes sei und wie willkommen ausländische Investoren seien. Dies gilt auch für den Tourismus, den die Kapverden gern forcieren möchten.

» [...] Dank einer boomenden Tourismusindustrie betrug das Wirtschaftswachstum in Kap Verde 2006 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) rd. 6,5%. Für die nächsten Jahre erwartet die Expertenkommission, die im Mai 2007 dem Land einen routinemäßigen Besuch abstattete, ähnlich hohe Wachstumsraten. Besonders der Tourismus habe in dem westafrikanischen Inselstaat ein großes Potenzial, allerdings müsste die Infrastruktur weiter ausgebaut werden. [...] «

Zitiert aus: Der Fischer Weltalmanach 2008, S.273.

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Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.786 f.



www-Links:



Reisebericht
Die Kapverdischen Inseln - Cabo Verde! (private Homepage)
Cape Verde Home Page
Cabo Verde 24 - Erstes Portal und Suchmaschine der Kapverden, Kapverdische Inseln
Open Directory - World: Deutsch: Regional: Afrika: Kap Verde
Bilaterale Beziehungen zwischen der Republik Kap Verde und Deutschland
Inseln mit verlockender Vielfalt
Der Reisefuehrer - Kap Verde
CIA -- The World Factbook -- Cape Verde
Sympathie Magazin "Kap Verde verstehen"
An MBendi Profile: Cape Verde - Overview
Lonely Planet World Guide | Destination Cape Verde |
Cabo Verde 24 - First portal of Cape Verde, Cabo Verde Islands

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