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Offizieller Name: Republik östlich des Uruguay Hauptstadt: Montevideo Fläche: 175.016 km² Landesnatur: Im N leicht welliges Hügelland, im S Graslandebene als Fortsetzung der argentinischen Pampa Klima: Subtropisches, mäßig feuchtes Klima Hauptflüsse: Uruguay, Río Negro, Rio de la Plata Höchster Punkt: 501 m Mirador Nacional Regierungsform: Präsidiale Republik Staatsoberhaupt: Staatspräsident Verwaltung: 19 Departamentos Parlament: Zweikammerparlament, bestehend aus Abgeordnetenhaus mit 99 Abgeordneten und Senat mit 31 Mitgliedern; Wahl alle 5 Jahre Nationalfeiertag: 25. August Einwohner: 3.313.000 (1999); 3.415.920 (geschätzt Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 19 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 91% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 25% (1999) Analphabetenquote: 3% (1999) Sprache: Spanisch Religion: Katholiken 78% Importgüter: Erdöl u. -produkte, Maschinen, chemische Produkte, pflanzliche Erzeugnisse, Kunststoff, Kautschukprodukte Exportgüter: Fleisch und -waren, Wolle, Bekleidung, Reis, Leder, Konserven, Felle, Weizen, Pflanzenöle |
Von den einst mächtigen, undurchdringlichen Buschwäldern sind nur noch wenige Restbestände erhalten. Die Waldstücke, meist am Unterlauf der Flüsse, nehmen heute insgesamt knapp 5% des Staatsgebietes ein. Dennoch ist Uruguay ein grünes Land geblieben, weil es größtenteils mit üppigem, hohem Präriegras bedeckt ist, das als natürliche Weidefläche den "Reichtum" des Landes darstellt. So wie die vielen klaren, bis vor kurzem wenig belasteten, fischreichen Gewässer, die wie Adern das Territorium durchfließen und den Eindruck landschaftlicher Harmonie verstärken. |
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Die Estancia El Ceibo wurde 1849 gegründet. Die Ranch war 60 Jahre lang Sitz des regionalen Friedensrichters (1882 - 1942), ein Indiz für ihre Bedeutung. ![]() San Pedro ist zweifellos eine der luxuriösesten Estancias von Uruguay und zugleich eine der traditionellsten (gegründet 1854). Rustikalität und moderner Komfort verschmelzen hier auf gelungene Weise zu einem Fünf-Sterne-Landhotel, ohne daß San Pedro deswegen an Authenzität verlieren würde. Das historische Haupthaus wurde 1997 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. |
Montevideo |
Das politische Uruguay; Anfang und Ende der MilitärdiktaturIn der Nacht vom 26. auf den 27. November 1989 wurde Montevideos Hauptstraße, die Avenida 18 de Julio, zum Schauplatz zweier Freudenfeste. Es hatten allgemeine Wahlen stattgefunden, die ersten wirklich freien Wahlen nach einer zwölfjährigen Militärdiktatur (1973-1985). Zum einen trafen sich die Anhänger der alten Konservativen Partei, der "Blancos" (Weiße), um ihren Kandidaten Luis Alberto Lacalle (*1941) als neuen Staatspräsidenten hochleben zu lassen. Zum anderen feierten die zumeist jungen Anhänger des "Frente Amplio" (Breite Front) die Wahl ihres Kandidaten, des Sozialisten Tabaré Vázquez (*1940), zum neuen Bürgermeister von Montevideo, jener Stadt, in der knapp die Hälfte der uruguayischen Bevölkerung lebt. Das Volksfrontbündnis aus Christdemokraten, Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten war 1971 zum ersten Mal angetreten, um das traditionelle und erstarrte Zwei-Parteien-System der "Blancos" und "Colorados" aufzubrechen. Doch schon zwei Jahre nach seiner Gründung wurde es Opfer der Militärdiktatur. |
![]() Asado - ein Bericht eines Freundes Uruguay ist seit Sonntag, dem 13. April 2008, Guinness-Rekordhalter wegen des größten Asados der Welt: 12.000 Kilo Fleisch (Exportqualitaet) für 23.000 Menschen, zubereitet auf einem Riesengrill von anderthalb Kilometer Länge und bedient von 1.254 Asadores (Grillmeistern). Der Eintritt kostete 60 Pesos (zwei Euros), Essen inklusive. In der Zeitung steht, der Grill sei 13.000 Tonnen schwer gewesen, aber da haben sie sich wohl in der Rekord-Euphorie um drei Nullen vertan. Vermutlich meinten sie 13 Tonnen (= 13.000 Kilo). 60 Grillmeister mussten wegen des anfänglich aufsteigenden Qualms bei Asthmapumpen Zuflucht suchen zwecks Sauerstoffzufuhr (es wurde mit Holzkohle gearbeitet, nicht, wie sonst hier üblich, mit Holz), 100 wurden vom Roten Kreuz behandelt, weil sie sich im Eifer des Gefechts in die Finger geschnitten hatten. Ich selbst war nicht Augenzeuge dieser Megafresserei, sondern hab mir in Ruhe zuhause was gebrutzelt. Siehe auch: Das Weblog über unsere Erlebnisse in Uruguay |
1958 erhielten sie zum ersten Mal nach 93 Jahren die Mehrheit im Parlament. Doch der langsame Niedergang wirtschaftlicher Macht seit Beginn der 1950er Jahre und die daraus erwachsenden sozialen Spannungen riefen sozialrevolutionäre Kräfte hervor. Aus ihnen entstand 1963 Südamerikas schlagkräftigste Stadtguerilla, die unter dem Namen Tuparamos weltweite Publizität errang. Sie bekämpfte vor allem die bestehenden Herrschaftsstrukturen und fand in breiten Schichten der Bevölkerung Sympathie. Diese schwand jedoch mit der Zunahme ihrer bewaffneten Aktionen, die zudem eine Reihe staatlicher Repressalien auslösten. |
Stationen zur Unabhängigkeit |
Doch mit der ersten Verfassung von 1830 begann weder der Friede im Lande, noch konnte sich Uruguay den Einmischungen seiner beiden großen Nachbarn Brasilien und Argentinien entziehen. Die inneren Streitigkeiten zwischen konservativen Blancos und liberalen Colorados verhinderten die Entwicklung des Landes und entfesselten mehrere Bürgerkriege. Erst die Wirtschafts- und Sozialreformen José Batlle y Ordóñez' (1856-1929) leiteten eine für Südamerika beispiellose lange Phase politischer Stabilität und wirtschaftlichen Aufschwungs ein. In den beiden Perioden seiner Präsidentschaft (1903-1907 und 1911-1915) wurde Uruguay in vieler Hinsicht zum fortschrittlichsten Staat der Welt. Die Verfassung auf Grundlage des Kollegialsystems löste zeitweise das Präsidialsystem ab und brachte Uruguay den Namen "Schweiz Südamerikas" ein. Im Rahmen eines Sozialstaats initiierte Batlle eine vorbildliche Sozial- und Arbeitsgesetzgebung, wie z.B. Festlegung von Mindestlöhnen, Achtstundentag, Arbeitslosenunterstützung, Altersrenten. Er schaffte die Todesstrafe ab, vollzog die Trennung von Staat und Kirche und forderte gleiche Rechte für Frauen. Seine Missbilligung der Beteiligung von ausländischen Gesellschaften an öffentlichen Unternehmen und der Privatwirtschaft rief starke Proteste bei den Konservativen hervor. |
Entwicklungen
Batlles Reformen bestimmten lange das soziale und wirtschaftliche Leben. Mit Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums führte aber der enger werdende ökonomische Verteilungsspielraum zu einer spürbaren Verschlechterung der Lebensbedingungen, die eine politische Radikalisierung zur Folge hatte.
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LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1480 f. Literatur aus unserem Buchladen: ► Uruguay |