Willkommen in Vietnamworld.muz-online.de -- Die Länder Asiens -- spirit.muz-online.de Offizieller Name: Sozialistische Republik Vietnam Hauptstadt: Hanoi Fläche: 331.689 km² Landesnatur: Im W weite Schwemmlandebene (Kernland), südlich Bergland in Annamitische Kordillere übergehend, im S Mekongdelta Klima: Im N subtropisches, im S tropisches Klima Hauptflüsse: Roter Fluss, Mekong Höchster Punkt: Fan Si Pan 3142 m Regierungsform: Sozialistische Republik Staatsoberhaupt: Vorsitzender des Staatsrats Regierungschef: Ministerpräsident Verwaltung: 7 Regionen mit 50 Provinzen, 3 Stadtbezirke Parlament: Nationalversammlung mit maximal 400 für 5 Jahre gewählten Abgeordneten; Staatsrat als ständig amtierendes Gremium Nationalfeiertag: 2. September Einwohner: 78.705.000 (1999); 83.535.576 (geschätzt für Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 72 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 20% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 34% (1999) Analphabetenquote: 7% (1999) Sprache: Vietnamesisch (Amtssprache), Chinesisch, Khmer, Französisch, im S Englisch Religion: Buddhisten ca. 70%, Katholiken ca. 7%, Protestanten, Taoisten, Caodaisten ca. 2 Mio. Importgüter: Erdöl, Düngemittel, Maschinen, industrielle Fertigprodukte Exportgüter: Fische, Krebs- und Weichtiere, Kautschuk, Kaffee, Tee, Holz, Bergbauprodukte, Garne, Teppiche
Die Geschichte Vietnams unterscheidet sich hinsichtlich der kulturellen und religiösen Prägung grundlegend von der anderer Staaten Südostasiens. Während diese unter den Einfluss der indischen Kultur gerieten, die unter anderem in Architektur, Schrift und im Mahayana-Buddhismus zum Ausdruck kam, wurde die Entwicklung Vietnams seit 111 v. Chr. von China dominiert. Nationale Identität -- die MenschenMit der Überwindung der direkten Fremdherrschaft - es blieb bei einer formellen chinesischen Oberhoheit mit zentralisiertem Verwaltungssystem und an konfuzianischen Prinzipien geschultem Beamtenapparat - entwickelte sich auch eine eigenständige vietnamesische Literatur, die sich allerdings in den Werken der sogenannten Gelehrtenliteratur bis ins 15. Jahrhundert hinein der chinesischen Sprache bediente, obwohl schon eine vietnamesische Schriftsprache existierte. Das Chinesische, nur weitläufig im Rahmen der sinotibetischen Sprachenfamilie mit dem Vietnamesischen verwandt, konnte sich sogar bis ins 20. Jahrhundert, vorwiegend in Literatur und Wissenschaft, halten. Das gleiche gilt für die Schrift: Vom 13. bis zum 20. Jahrhundert wurden chinesische Zeichen und eine eigene "Nationalschrift" parallel benutzt. Die seit dem 17. Jahrhundert von christlichen Missionaren eingeführte lateinische Transkription wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg offizielle Schrift. In Kunst und Musik verwirklichten die Vietnamesen auch ihren eigenen Stil, indem sie ausländische Einflüsse verarbeiteten, seien es indische, chinesische oder auch europäische. Sprachliche und kulturelle Identität ließen ein Nationalbewusstsein entstehen, auf das die Vietnamesen bauen konnten, als sie ihr Land von den Franzosen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts sich in Indochina ein Kolonialreich erobert hatten, befreien wollten. |
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Die Menschen |
Die Wirtschaftslage gegen Ende der 1980er Jahre war katastrophal: das potentiell reiche Land war zu einem der ärmsten Länder der Welt geworden. Das lange Zeit funktionierende Modell, dass vietnamesische Arbeitslose zur Beseitigung des Arbeitskräftemangels in den sozialistischen Staaten beschäftigt wurden und so zur Qualifizierung wie auch zur Devisenbeschaffung beitrugen, musste angesichts der politischen Veränderungen in Ostmitteleuropa und der Sowjetunion aufgegeben werden. |
Glasnost und Perestroika auf vietnamesisch |
Ab dem 16. Jahrhundert begannen die Vietnamesen, ihr Reich nach Süden hin auszudehnen. Zwischen 1611 und 1697 wurde das Cham-Reich vernichtet, und bis 1759 wurde Cochinchina, der östliche Teil des ehemaligen Khmer-Reiches, unterworfen. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war das Land faktisch in zwei Teile gespalten: in einen nördlichen, der von den Trinh regiert wurde, und einen südlichen, in dem die Nguyen-Dynastie die Macht ausübte. Die Anfang des 19. Jahrhunderts militärisch durchgesetzte Einigung des Landes unter den Nguyen war nicht von Dauer. |
Der Vietnamkrieg |
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Der 1969 neugewählte Präsident der USA, Richard Nixon (1913-1994), verfolgte eine Politik der sogenannten Vietnamisierung des Krieges und reduzierte daher die US-Truppen. Die Ursachen hierfür waren die offensichtliche militärische Erfolglosigkeit, Proteste im In- und Ausland sowie die zunehmende Demoralisierung der eigenen Truppen, die angetreten waren, die "Freiheit zu verteidigen", aber feststellen mussten, dass sie ein verhasstes, korruptes System stützten. |
![]() | Noch immer gibt es zahlreiche Nachfolgegeschädigte. Bei der Betreuung der behinderten Menschen sind insbesondere Schwester Kim Chi und der katholische Pater Phan Khac Tu (Foto) zu nennen. Pater Phan Khac TuThien Phuoc Centre for handicapped children 156 resident area 1 An Phu Dong Precinct District Number 12 Ho Chi Minh City Vietnam Vietnamesischer Verein für die Opfer von Agent Orange VAVA |
LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1562 f.
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