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Offizieller Name: Italienische Republik Hauptstadt: Rom Fläche: 301.318 km² Landesnatur: Von N nach S: Alpenanteil, norditalienische Tiefebene (Poebene), anschließend von N nach S verlaufend der Appenin, im W Hügelland (Latium) Klima: Im N warmgemäßigt, im S mediterran Hauptflüsse: Po, Arno, Tiber, Etsch Höchster Punkt: Mont Blanc 4807 m Regierungsform: Republik Staatsoberhaupt: Staatspräsident Regierungschef: Ministerpräsident Verwaltung: 20 Regionen Parlament: Senat mit 325 Senatoren (davon 10 Senatoren auf Lebenszeit); Abgeordnetenkammer mit 630 gewählten Abgeordneten; Wahl alle 5 Jahre Nationalfeiertag: 1. Sonntag im Juni Einwohner: 49.511.000 (1960) ; 60.098.000 (geschätzt für 2010) Bevölkerung unter 15 Jahren: 15% (1999) Bevölkerungsdichte: 190 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 67% (1999) Sprache: Italienisch; regional Sardisch, Deutsch (Trentino-Südtirol), Französisch-Provenzalilsch (Aostatal), Ladinisch (Trentino-Südtirol), Slowenisch (in Triest und Gorizia), Friaulisch (Friaul); außerdem Albanisch, Griechisch und Katalanisch Religion: Katholiken über 90%; ca. 50.000 Protestanten, 38.000 Juden |
![]() Amalfi-Küste |
Bedeutende Zeugnisse der Geschichte, archäologische Funde, Tempelruinen und Theater, Foren oder Triumphbögen, erinnern daran, dass von Rom aus ein Imperium beherrscht wurde, das fast die ganze damals bekannte Welt einschloss. Mittelalterliche Städte, in ihrem historischen Zentrum weitestgehend erhalten, erzählen vom Leben vergangener Zeiten. |
Doch Italien ist nicht nur das Land einer ruhmreichen Vergangenheit. Die Gegenwart wird bestimmt von einem vitalen Volk, das mit seiner Lebenslust und Klugheit, dem Gefallen an äußerlichen Dingen, seiner leichten Nachlässigkeit, die nicht alles ernst nimmt und manches auf morgen verschiebt, und seiner kritischen Distanz zu allen politischen Institutionen einen unverkennbar eigenen Stil und eine eigene Lebensweise gefunden hat. Die Fremden suchen "das Italienische" und erheben es als lockere Lebensart zum Glücksgefühl einer Ferienreise. Wie die Italiener ihr tägliches Leben in Stadt und Land führen, ihre Familie in Ehren halten, wie Mann und Frau miteinander umgehen, was sie essen und trinken, wie sie sich vergnügen und kleiden, Feste feiern und Skandale bestehen, wie trotz allem Wirtschaft und Politik funktionieren, gehört zum festen Bestandteil im bunten Kaleidoskop dieser Welt. |
Landschaft
Italien erstreckt sich vom Hauptkamm der Alpen und der südlich anschließenden Poebene über die gesamte Apenninhalbinsel; es umfasst außerdem die Inseln Sizilien und Sardinien sowie einige kleinere Archipele. Der Apennin, der mit seinen bis fast auf 3000 m Höhe ansteigenden Bergen, mit sanften Hügeln, engen Flusstälern, weiten Ebenen und breiten Becken die eigentliche Halbinsel formt, verläuft von Nordwesten nach Südosten. Die Apenninhalbinsel ragt als oft beschriebener "Stiefel" des europäischen Kontinents in das Mittelmeer, im Osten vom Adriatischen, im Westen vom Ligurischen und Tyrrhenischen, im Süden vom Ionischen Meer umspült. Die Küstenlänge beträgt, die Inseln eingeschlossen, rund 8000 km. | ![]() |
Die heißen Sommer lassen die Nähe des Südens ahnen, während die Winter kalt und feucht sind. Im Apennin überwiegt kontinentales Klima mit ausreichenden Niederschlägen und gemäßigten Temperaturen. Zu den Küsten des Adriatischen und Tyrrhenischen Meeres hin erhöhen sich die Durchschnittstemperaturen. In Süditalien, vor allem in Kalabrien und Apulien sowie auf den Inseln, herrscht das typische mediterrane Klima, das vom Wechsel zwischen heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern bestimmt wird. |
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Der Charakter der Landschaft wird durch stadtartig enge Siedlungen, die an die Stelle der Dörfer und auseinandergezogenen Gehöfte treten, hervorgehoben. |
Die Apenninhänge sind zerklüftet und unwegsam, ein Hinweis auf die geologisch junge Entstehung des Gebirges, das - wie die Alpen - in der Kreide- und Tertiärzeit gefaltet wurde. Beispiele sind die Apuanischen Alpen mit dem berühmten Marmor von Carrara oder die rauhen, abweisenden Abruzzen mit dem fast 3000 m hohen Massiv des Gran Sasso d'Itàlia. Doch die Berge lassen in der Toskana und in Umbrien, in den Marken und in Latium noch genügend Platz für Ebenen und Becken, ausgedehnte Talsenken und Flussniederungen, die bis zu den Meeren reichen. |
Geschichte
In der Geschichte Italiens kommt dem Römischen Kaiserreich eine herausragende Bedeutung zu. Die römische Zivilisation, die sich vor mehr als 2000 Jahren aus dem Erbe des Hellenismus in Italien ausgebildet hat, prägt bis heute die abendländische Kultur. |
Römisches Reich |
![]() Colosseum in Rom | Die Patrizier - Ritter aus dem ehemaligen königlichen Heer - schlossen jedoch zunächst auch die Oberschicht der "Plebejer", der bodenständigen bäuerlichen Grundbesitzer, von der Herrschaft aus. Ihre Gleichberechtigung mussten sich die Plebejer in den rund zwei Jahrhunderte währenden Ständekämpfen erst mit Gewalt erzwingen. |
Ein Jahrhundert später erstreckte sich das Römische Reich bereits von Spanien über Südfrankreich, Norditalien, die Ostküste der Adria und Griechenland bis nach Kleinasien. Kriegsbeute und Kriegsentschädigungen flossen in riesigem Umfang nach Rom. Die Gewinner der Kriege waren die Adligen, die im entvölkerten Land große Gutsbetriebe errichteten, sowie die Statthalter und Steuereintreiber in den Provinzen, die deren Bevölkerung ausbeuteten. Rom trieb in ein Jahrhundert der Bürgerkriege. |
Der Weg zur Einheit | ![]() Die Spanische Treppe in Rom |
Mit der Teilung des Landes in ein langobardisches und ein byzantinisches Herrschaftsgebiet begann eine Zeit, in der Italien nur noch ein geographischer Begriff war. Es entstanden viele politische Einheiten mit unterschiedlicher Verfassung. Die Menschen
Im Jahr der staatlichen Einigung 1870 zählte Italien innerhalb der nationalen Grenzen 28 Millionen Einwohner. Seither hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. Heute ist es, verglichen mit anderen südeuropäischen Ländern, verhältnismäßig dicht besiedelt. Dabei sind regionale Unterschiede in Bevölkerungsverteilung und -zuwachs deutlich sichtbar. |
Die regionalen Unterschiede |
Italienisch gehört zu den romanischen Sprachen und ist offizielle Staatssprache. Daneben gibt es mehr als tausend Dialekte, die je nach Region deutsche, französische, spanische oder arabische Elemente aufweisen. Amtssprachen für anerkannte Minderheiten sind Französisch im Aostatal, Deutsch in Südtirol und Slowenisch in Friaul-Julisch-Venetien. |
![]() | Die kirchlichen Gemeinden erstarkten religiös und zivil unter der Leitung des Bischofs in der Stadt. Für Jahrhunderte waren in Italien Katholizismus, Kirche und urbane Kultur eins, vollzog sich das Leben in den Traditionen, Festen und Feiern des Glaubens. Noch heute sind dessen Formen allgegenwärtig, selbst wenn sein Inhalt für die Gesellschaft nicht mehr allgemein verbindlich und der Katholizismus auch offiziell nicht mehr Staatsreligion ist. Schienen Papst und Kirche lange Zeit in Italien allmächtig zu sein, so bildete sich doch immer eine Opposition. Ein Gegensatz zur Kirche blieb erhalten, auch als der Papst seinen Staat und die Kirche ihre allesdurchdringende Macht verloren hatte. Er wird von den laizistischen Liberalen des italienischen Bürgertums und den Anhängern der Kommunistischen Partei gebildet. Da werden Scharmützel ausgetragen, wie zwischen Don Camillo und Peppone, dem katholischen Pfarrer und dem kommunistischen Parteifunktionär in den bekannten Romanen von Giovannino Guareschi. |
Hinter der städtischen Kultur Italiens tritt das ländliche Leben zurück, doch vielleicht nur scheinbar. In Wahrheit hat jeder Italiener einen Stützpunkt "auf dem Land", dort, wo die wirklichen oder vermeintlichen Ursprünge der Familie liegen, wo man noch aufrichtige Freundschaft und Erholung von dem alltäglichen Kampf in der Stadt findet, wo Essen und Trinken noch eine menschenverbindende Handlung sind, der Wein rein, Obst und Gemüse unverdorben sind, das Brot und die Pasta von der eigenen Hand zubereitet werden. Auf diese, wenn auch nur eingebildete, romantische Idylle mag man nicht verzichten. |
Der Staat
Unruhen und Krisen scheinen Staat, Gesellschaft und Politik in Italien zu kennzeichnen. Zwischen 1945 und 2000 haben 58 Kabinette einander abgewechselt. Streit gibt es nicht nur zwischen Regierung und Opposition, sondern ebenso zwischen den verschiedenen Parteien der jeweiligen Koalition. Bei den Parlamentswahlen im Mai 2001 gewann das von Silvio Berlusconi geführte Mitte-Rechts-Bündnis, in dem die Forza Italia die stärkste Gruppierung ist, in beiden Kammern des Parlamentes die absolute Mehrheit. »[...] Nach dem Beschluss des IV. Parteikongresses (19.-21. April 2007) gingen die DS mit der christdemokratischen Partei La Margherita und anderen Gruppierungen des Mitte-Links-Lagers am 14. Oktober 2007 in der neu geschaffenen Demokratischen Partei ("Partito Democratico") auf. [...]«
Gesellschaft und politisches Leben
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Sizilien und Sardinien
Sizilien |
LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.669 f.www-Links( Radio Nostalgie (Rom) Italienisch online lernen und e-learning für den Italienischunterricht CIA - The World Factbook -- Italy Lonely Planet World Guide | Destination Italy | Italian www servers map Mafia. Politik und Wirtschaft im Visier. Silvio Berlusconi Die Sage von Romulus und Remus Nachrichtendienst für Historiker: Römisches Reich Italien 1870 - 1914 Franziskus von Assisi Comune di Assisi - Sito Istituzionale della Città di Assisi Assisi Tourist Guide (Guida turistica di Assisi) Die Italien Community Süd Tirol - South Tyrol Stadtplan Rom Spaziergänge in Rom Rom im Internet -- sehr informative Seite !!! Seiten für Italien- und Romfreunde Italien im Internet -- sehr informative Seite !!! Deutsch-Italienische Beziehungen, Länder, Menschen und Kultur Welcome to Italy Trieste: Charm and Mystery Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, Radion - und TV-Stationen Brücke von Deutschland nach Italien Beziehungen zwischen Deutschland und Italien Political Resources on the Net - Italy Jewish Italy Languages of Italy Amalfiküste - Capri - Ischia Sizilien Reiseführer Online Sardinien - die Perle im Mittelmeer Wirtschaft - Daten und Fakten |