Willkommen in Tuvalu

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Offizieller Name: The Tuvalu Islands
Hauptstadt: Funafuti (Vaiaku)
Fläche: 26 km²
Landesnatur: 9 Koralleninseln
Klima: Tropisches, feuchtheißes Klima
Regierungsform: Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt: Königin Elisabeth II.
Regierungschef: Premierminister
Verwaltung: 9 Verwaltungsbezirke
Legislative: Einkammerparlament mit 12 für 4 Jahre gewählten Abgeordneten
Einwohner: 11.000 (1999); 11.636 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte: 423 Ew./km² (1999)
Analphabetenquote: 5% (1999)
Sprache: Tuvaluisch, Englisch
Religion: Protestanten
Exportgüter: Kopra, Fische, Briefmarken



Tuvalu

Tuvalu, bis zur Trennung von den Gilbert-Inseln 1976 unter dem Namen Ellice Islands bekannt, ist seit 1978 ein souveräner Staat. Das Inselreich besteht aus neun flachen Atollen (Nanumea, Niutao, Nanumaga, Nui, Vaitupu, Nukufetau, Funafuti, Nukulaelae, Niulakita), auch wenn der Name Tuvalu übersetzt so viel wie "die acht, die zusammenstehen" bedeutet. Die größte Insel ist Funafuti mit der gleichnamigen Hauptstadt. Die einzig unbewohnte Insel wurde bei der Namensgebung nicht berücksichtigt.
Da die Inseln nur 4 Meter über dem Meeresspiegel liegen, ist damit zu rechnen, dass sie aufgrund der globalen Erwärmung überschwemmt werden. Die Regierung versuchte bereits vorsorglich für ihre Bevölkerung in Neuseeland und Australien Asyl zu beantragen, was für alle Einwohner Tuvalus von beiden Staaten abgelehnt wurde. Neuseeland hat sich allerdings bereit erklärt, jährlich 75 tuvalunische Emigranten aufzunehmen.
Auch durch Erosion der Strände versinken die Inseln Tuvalus nach und nach im Meer. Schon jetzt hatten die Menschen dort immer häufiger mit Überschwemmungen zu kämpfen. Zusätzlich wurde die Gewinnung von Trinkwasser und die Produktion von Lebensmitteln durch die Versalzung aufgrund des Meerwassers immer schwieriger.
Die Inseln sitzen auf einem untermeerischen Gebirgszug und bilden eine rund 600 km lange, von Nordwest nach Südost ziehende Kette südlich des Äquators. Das Klima ist feucht-tropisch ohne ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen um 30°C. Die extreme Hitze wird jedoch während der meisten Zeit des Jahres durch östliche Winde gemildert. Trotz hoher Niederschlagsmengen mangelt es auf den Inseln an Süßwasser, da der Regen in dem porösen Untergrund rasch versickert.

Außer Kokosnußpalmen und einheimischen Wurzelgemüsen wächst auf dem kargen unfruchtbaren Boden dieser felsigen Inselgruppe wenig. Daher besteht die Hälfte von Tuvalus jährlichen Importen aus Lebensmitteln. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich vom Fischfang und von der Kopraerzeugung. Doch diese beiden traditionellen Erwerbszweige verschaffen dem jungen Staat nicht genügend Einnahmen. Dagegen eröffnete sich in den letzten Jahren für die Bevölkerung Tuvalus eine neue Finanzquelle: Eine immer größere Zahl von Inselbewohnern arbeitet inzwischen im Ausland und überweist die Ersparnisse in die Heimat. Die zwei wichtigsten ausländischen Arbeitgeber sind internationale Fischereiboote, die auf Vertragsbasis in Tuvalus Hoheitsgewässern operieren, und die Phosphatgewinnung auf der Nachbarinsel Nauru.
Mit einem durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 800 US-Dollar gilt Tuvalu als eines der ärmsten Länder der Erde. Der Inselstaat ist in hohem Maße von ausländischer Unterstützung abhängig. Australien, Neuseeland, Großbritannien, Japan und seit wenigen Jahren auch Südkorea, Taiwan und die Europäische Union leisten beträchtliche Beiträge zur Entwicklungshilfe.

TuvaluMap
Tuvalu

Tuvalu ist für den Tourismus kaum erschlossen. Er wird erst als letzte Möglichkeit gesehen, um die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Man fürchtet die negativen Auswirkungen des Tourismus auf die bis heute weitgehend erhalten gebliebene traditionelle Lebensweise der Insulaner. Diese Meinung wird man sicherlich nicht ändern, seitdem die Vermarktung des offiziellen Länderkürzels TV als Internet-Domain dem Inselstaat seit 1999 unverhoffte Deviseneinnahmen bringt.
Der Verkauf der Rechte an dieser TLD an DotTV brachte dem Inselstaat, neben weltweiter Schlagzeilen, auch dringend benötigte 50 Millionen US-Dollar ein sowie weitere 5 Millionen jedes weitere Jahr.

Erst diese Einnahmen ermöglichten es dem Land, die Eintrittsgebühr in die UNO zu entrichten. Inzwischen ist man auf Tuvalu aber der Ansicht, dass das Land beim Verkauf der .TV-Rechte über den Tisch gezogen wurde.

Die Bevölkerung ist überwiegend polynesischen Ursprungs. Ihre Sprache ähnelt dem Samoanisch. Nach wie vor bestimmt die Gemeinschaft das gesellschaftliche Leben, das aber seit der Missionierung stark von der protestantischen Kirche geprägt wird. Die Menschen auf Tuvalu sind nahezu alle Mitglieder der Church of Tuvalu, doch sind die Bräuche der Naturreligionen noch lebendig.

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Geschichte

Einige der Inseln Tuvalus wurden im 16. Jahrhundert von dem Spanier Alvaro Mendana de Neyra (1541-1595) gesichtet. Nach ihm dauerte es 200 Jahre, bis wiederum ein Spanier eines der Atolle erblickte. Das Funafuti-Atoll, die Hauptinsel Tuvalus, wurde von dem amerikanischen Kapitän Arent de Peyster entdeckt, der die Inselgruppe zu Ehren des Schiffseigners Ellice Islands nannte. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich Walfänger und entlaufene Seeleute hier nieder. Ihnen folgten Sklavenjäger und Menschenhändler.

Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Christianisierung der Insulaner durch die Londoner Missionsgesellschaft. 1892 wurde die Inselgruppe zusammen mit den Gilbert-Inseln britisches Protektorat, 1915 britische Kolonie.
Seit den 1960er Jahren bemühte sich Tuvalu um eine Trennung vom - überwiegend von Mikronesiern bewohnten - Inselreich Kiribati, um die nationale Identität und polynesische Kultur zu bewahren. 1975 wurde die Trennung vollzogen, Tuvalu wurde eigene Kolonie und 1978 unabhängig. Der Staat ist eine konstitutionelle Monarchie innerhalb des Commonwealth mit der britischen Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt, die durch einen lokalen Generalgouverneur vertreten wird. Politische Parteien gibt es bislang nicht. Tuvalu wurde 2000 als 189. Mitglied in die UNO aufgenommen

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Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1458 f.



www-Links



Pacific Islands Radio
Homepage der Deutsch Pazifische Gesellschaft
Kiribati & Tuvalu Association
South Pacific Geoscience Commission (SOPAC)
Tuvalu - CIA World Factbook
Tuvalu Government Website
Tuvalu Met Service: Wetter und Klima auf Tivalu
Tuvalu Online - Private Webseite aus Kanada
JANE'S TUVALU HOME PAGE
Languages of Tuvalu
Beziehungen zwischen Tuvalu und Deutschland

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