Willkommen in Äthiopien
world.muz-online.de -- Die Länder Afrikas -- spirit.muz-online.de Offizieller Name: Demokratische Bundesrepublik Äthiopien Hauptstadt: Addis Abeba Fläche: 1.104.300 km² Landesnatur: Im Zentrum Äthiopisches Hochland, das von SW nach NO von einem Teil des Ostafrikanischen Grabens durchzogen wird, im NO Danakil-Senke Klima: Tropisches Hochlandklima mit relativ niedrigen Temperaturen und hohen Niederschlägen, im Tiefland trockenheiß Hauptflüsse: Blauer Nil, Awash, Wabi Shebele Höchster Punkt: Ras Dashen 4.620 m Tiefster Punkt: Danakil-Senke, 116 m unter dem Meeresspiegel Regierungsform: Parlamentarische Republik Staatsoberhaupt: Staatspräsident Regierungschef: Premierminister Verwaltung: 9 Regionen, Hauptstadtdistrikt Parlament: Rat der Volksabgeordneten mit 548 auf 5 Jahre gewählten Mitgliedern Nationalfeiertag: 6. April Einwohner: 61.095.000 (1999); 73.053.286 (2005) Bevölkerungsdichte: 55 Ew./km² (1999) Stadtbevölkerung: 18% (1999) Bevölkerung unter 15 Jahren: 35% (1999) Analphabetenquote: 61% (1999) Sprache: Amharisch, semitische und kuschitische Sprachen Religion: Äthiopische Christen 53%, Moslems 30% "Dreizehn Monate Sonnenschein"Mit diesem Slogan warb Äthiopien früher erfolgreich um ausländische Besucher. Später blieben die Touristen aus. Die "Wiege der Menschheit", das Wasserreservoir Nordostafrikas, wurde in den 1980er Jahren zum Symbol des Hungers. Stellvertretend stand es damit für das Schicksal des ärmsten Kontinents. Einst ein blühendes christliches Reich mit großer Kultur, ernährte das fruchtbare Hochland leicht seine Bevölkerung. Seit aber der Staat und der Weltmarkt die Bauern nicht länger ihr eigenes Korn anbauen ließen, wuchsen Unordnung und Not von Jahr zu Jahr. Unmut schlug in Revolution um, Verzweiflung in Terror. Erst das Ende des Bürgerkriegs 1991 weckte neue Hoffnungen, die jedoch nach wiederholten Konflikten mit dem 1993 gegründeten Nachbarstaat Eritrea begraben wurden. Der Löwe von Juda
Drei bis vier Millionen Jahre alt sind die Gebeine von "Lucy", die 1974 im Awash-Tal auf äthiopischem Boden gefunden wurden und somit zu den ältesten Skeletten eines Hominiden zählen. Im gleichen Jahr wurde das älteste Kaiserhaus der Welt gestürzt. Der "Negus" Haile Selassie (1892-1975) entstammte jener Dynastie, die - laut äthiopischem Nationalepos - um 1000 v.Chr. von Menelik I., einem Spross aus der Verbindung König Salomons von Juda mit der Königin von Saba, begründet wurde. Invasion und Renaissance1498 entdeckten die Portugiesen den Seeweg nach Indien. Die Herstellung direkter Beziehungen zu dem Gewürzland schaltete den Zwischenhandel über das Rote Meer aus, der bislang in den Händen der Moslems gelegen hatte. Das hatte empfindliche wirtschaftliche Konsequenzen für die Sultanate im Süden. Als Portugal versuchte, Abessinien für einen Stellvertreterkrieg gegen den Islam zu gewinnen, drang Ahmad Grań (1506-1543) in einer Serie von Feldzügen bis ins Herz des Hochlandes vor. Gleichzeitig begannen die Oromo, animistische Nomaden, nach Norden zu ziehen. Nur mit portugiesischer Hilfe konnte Grań 1543 besiegt werden. Die Oromo-Invasion zerstörte die Sultanate vollends. |
Fotoalbum mit Originalfotos 10 Birr Äthiopisches Dorf Echetu, Anna und Freundin Trockene Erde in Ambo Hirut Kinder in Ambo Autopanne am Langano-See In Ambo Wonschi Mehr Fotos von muz-online.de: pics.muz-online.de |
Eine Nationalkonferenz setzte einen Staatsrat mit der Aufgabe ein, demokratische Strukturen und Institutionen zu etablieren, was mit der neuen Verfassung von 1994 umgesetzt wurde. Nach einem von der UNO überwachten Referendum wurde die Provin Eritrea am 24.5.1993 zum selbständigen Staat. Ministerpräsident Meles Zenawi (*1955), der frühere Generalsekretär der EPRDF, betreibt die juristische Aufarbeitung der Mengistu-Ära und versucht, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu forcieren. Seit der Staatsgründung Eritreas kam es wiederholt zu bewaffneten Konflikten zwischen Truppen beider Staaten. Vielvölkerstaat
Die Bevölkerung setzt sich aus über 100 Nationalitäten und ethnischen Gruppen zusammen. Seit dem 13. Jahrhundert bestimmte jedoch die Minderheit der christlichen Amharen die Geschicke des Landes. Gestützt auf die Kirche breitete sich ihr Feudalstaat immer weiter nach Süden aus. Dabei wurden Teile der Oromo assimiliert. Erheblichen Widerstand leistete die islamische Bevölkerung. LiteraturAlle Länder dieser Erde. Band 1, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), |